Mittwoch 31. August, 2005

Very.new Orleans

Katrina oder wie man die vorhergehenden und nachfolgenden Naturkatastrophen auch nannte und nennen wird - einen primären Gegner wird man nicht finden. Der US-Präsident machte sich den Kampf gegen den Terror - mehr den subjektiv wahrgenommenen als den real wirkenden - zum Wappen seiner Amtszeit. Um die Welt zum «einem sichereren Platz für die freien Menschen« zu machen, opfert man im Gegenzug den Erdball. Das Kyoto Protokoll ist keine Farce sondern die absolute Notwendigkeit für unsere weitere Existenz. Das nun zerstörte New Orleans wird nur für den Rest der Welt als Zeichen für diese Notwendigkeit verstanden, als das es die US-Regierung nicht erkennen will. Morgen schon, wird es einen höheren Wall um New Orleans geben. Damit ist das Problem gelöst.

Trittin hat sich in der Frankfurter Rundschau sehr diplomatisch und gelinde ausgedrückt. Dafür beweisen aber unsere Unionspolitiker hierzulande, wie beschränkt, borniert und uneinsichtig ihre Stellung bezüglich dieses Themas ist. Man dürfe seine Partner nicht verstimmen und, die Union würde voll zu eben diesen Partnern stehen. Leider ist die Menschheit nicht ausreichend sensibilisiert für die Termen des Kyoto Protokolls. Irgendwann aber kann niemand sagen, wir haben es nicht gewusst.
Wer eine Regierung wählt, die sich gegen die Existenzgrundlagen der Umweltlehre verschließt, wird sich auch stolz den Orden »Planetenmörder«, an die Stirn nageln.

Herr Vater, erklär mir das mal mit dem Kyotodings. Warum verstehen es die einen und anderen wieder nicht, will Edith wissen.
Nun, das Unterzeichnen des Kyoto Protokolls ist wie ein Zusatzaußenspiegel für den toten Winkel an einem LKW. Diejenigen ohne einen solchen Spiegel können die Gefahr nicht erkennen und überfahren munter weiter was sich in dem toten Winkel befindet - versuche ich es zu erklären.
überfahren die auch ihren eigenen Leute, fragt sie nach einer Weile weiter.
Sicher, denn sie fahren meist auf eigenen Straßen ...
Montag 29. August, 2005

Collina

Collina - AFP via Yahoo!Auzug Yahoo!: (sid) Mit sofortiger Wirkung ist der italienische Star-Schiedsrichter Pierluigi Collina am Montag aus dem italienischen Schiedsrichter-Verband AIA ausgetreten und hat seine Karriere damit beendet. "Ich habe diesen Entschluss nach 28 Dienstjahren gefasst. Am Schluss haben wir alle verloren", sagte der Glatzkopf auf einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Viareggio in der Toskana. ... Der 45-Jährige war wegen seines millionenschweren Werbevertrags mit dem Autobauer Opel unter Druck geraten. Der italienische Fußball-Verband hatte ihn dazu verurteilt, keine Serie-A-Spiele mehr pfeifen zu dürfen. Collina berichtete, der Chef des Schiedsrichterverbands, Tullio Lanese, sei über seinen Werbevertrag mit Opel informiert gewesen.
Ohne Vertrauen hat es keinen Sinn ...


Ich gebe zu, nicht allzuviel für Fussball und Drumherum übrig zu haben. Einzig die Welt- oder Europameisterschaft kann mich zum «Gucken» bewegen. Dieser Mann aber, Collina, ist selbst mir als Nichtfussballfan ein Begriff. Schade ... ich hatte mich nächstes Jahr auch auf ein paar tolle Spiele mit ihm als Schiedsrichter gefreut.

image - AFP via Yahoo!
Montag 29. August, 2005

Reverentia

Wahrscheinlich begreife ich zurzeit nicht, was genau in mir vorgeht. Einerseits grüße ich Platon mit dem Blick in den Himmel - dann wieder Gibran, beim senken desselben.

Reverentia LegumEine krankhafte Eigenart des Menschen ist es, die Gemeinsamkeit im Alltag zu verlieren. Es gibt wenige - jedenfalls mir Bekannte - die sich aus dieser Unwirklichkeit erhoben haben. Was schätzen wir an unseren Partnern, Verwandten, Freunden, Kumpanen oder auch Haustieren? Kleinigkeiten: Blick, Geruch, Intellekt, Charakter, etc. Die Gemeinsamkeit entsteht in der Verbindung dieser Individualien mit den eigenen. Leider löst sich die Verbindung - das Schätzen des Anderen -, bei den Meisten im Alltäglichen auf. Wenn die Wertigkeit sich verschiebt, ist der Respekt dem Untergang geweiht. Und Respekt, in beiden Richtungen, ist der Boden jeglicher bewusster Existenz und Gemeinschaft.
... hier weiter lesen!
Montag 29. August, 2005

cum.pane

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenanfang. Diesmal aus einer alten und meist bekannten Geschichte heraus:
Eine ältere Dame steht im Selbstbedienungsrestaurant in der Schlange und holt sich eine Terrine Erbsensuppe. Am Tisch stellt sie fest: Die Wurst fehlt. Sie setzt die Terrine ab und reklamiert an der Theke. Selbstverständlich bekommt sie einen Teller mit der fehlenden Wurst. Wieder zurück, sieht sie, dass an ihrem Tisch ein Schwarzer sitzt und ihre Erbsensuppe probiert. Was soll ich tun, überlegt die alte Dame? Weil sie sich keinesfalls in den Verdacht der Ausländerfeindlichkeit bringen will, setzt sie sich zu dem Afrikaner an den Tisch. Sie zerteilt die Wurst in kleine Stücke, die sie je zur Hälfte dem jungen Mann in die Suppenterrine und sich in den Teller füllt. Dann holt sie sich noch einen zweiten Löffel, eine Kelle, füllt sich Suppe in ihren Teller und beide essen gemeinsam den Erbseneintopf. Der junge Mann steht zwischendurch auf und besorgt zwei Glas Bier. Man prostet sich zu, und nach einem gemeinsamen Kaffee verabschiedet der junge Mann sich höflich. Ein wenig trauert die alte Dame ihm nach. Sie will jetzt auch gehen und langt nach ihrer Handtasche. Doch die Tasche ist verschwunden! Um Himmels willen! Der nette junge Mann - ein Dieb? Nach verzweifelter Suche findet sich endlich die Tasche - am Nachbartisch. Und da steht auch die Terrine mit ihrer Erbsensuppe. Langsam beginnt die alte Dame zu begreifen ...

Eine hübsche Geschichte; wenn auch vielleicht nicht wahr, so doch auf jeden Fall gut erfunden. Da wird von der friedlichen Idylle berichtet, mit der die ungleichen Personen einträchtig und friedlich ihr Essen teilen. Da werden aber auch Zweifel und Verdacht nicht verschwiegen, als die alte Dame ihre Handtasche vermisst. Sollte die Freundlichkeit des Schwarzafrikaners nur Tarnung sein, Tarnung, hinter der sich ein Trickdieb verbirgt? Das Vertrauen, das sich zwischen beiden Personen aufgebaut hat, ist nicht unerschütterlich, kann beim ersten Zweifel fraglich werden. Einen Menschen, dem man vertrauen kann, mit dem man durch dick und dünn geht, nennt man einen »Kumpel«. Dieses Wort geht auf lateinisch »cum pane« - wörtlich: mit Brot - zurück. Es bezeichnet im ursprünglichen Wortsinn also jemanden, mit dem man das Brot teilt. Die alte Dame und der junge Afrikaner sind in diesem Sinne zu Kumpanen geworden - aber ihre Kumpanei ist nicht ohne Zweifel, ist nicht fest etabliert. Es müsste häufiger vertrauensvoll das Brot geteilt werden, damit sie echte Kumpel würden. Nun geraten wir alle nicht so leicht in eine solche Situation im Selbstbedienungsrestaurant. Daher sollten wir uns im stillen fragen: Warum muss eigentlich ein Zufall eingreifen, ein Irrtum, ein Verwechseln des Tisches, damit zwei sehr unterschiedliche Menschen friedlich an einem Tisch miteinander speisen? Warum müssen wir eine solche Geschichte erfinden? Warum setzen wir uns in Deutschland immer an einen freien Tisch und essen allein?
Sonntag 28. August, 2005

Extern

Willkommen!

Das Leben hat Wege - manche kreuzen sich, manche trennen sich.
Willkommen auf diesem neuen Weg in Deinem Leben.

Have fun!
Und mit der Zeit bekommen wir auch den Stlye nach Deiner Form gebacken - Step by Step.
Freitag 26. August, 2005

Intern

So - jetzt möchte ich den Ref_spamer sehen, der hier durchkommt.

Have fun,
thank GOD, it's Friday!!!
Donnerstag 25. August, 2005

Lotto.Joghurt

Edith, meine ungeborene Tochter, lacht. Sie hat Lotto entdeckt. Nicht dass sie spielen respektive tippen dürfte, nein. Es war ihr aber eine Freude, wie sie mir breit grinsend erzählt, den Menschen beim Ausfüllen der Scheine zuzusehen. Sie hätte den ganzen Morgen damit verbracht, einfach nur dazustehen - sieht sie ja keiner außer mir - und zu beobachten. Weißt du, manche überlegen lange bevor sie kreuzen, andere zählen mit Fingern, lässt sie mich begeistert wissen. Die Meisten aber kommen mit alten Zettelchen und antworten auf die Frage der Verkäuferin, noch mal spielen, mit, ja Samstag. Einer gab gleich fünf Zettelchen ab und bekam 7 Euro 50, die er von den 34 Euro 50 fürs neue Mitspielen abziehen ließ. Ich sehe belustigt in ihre braunen Augen - meine Tochter, wenn auch nur die ungeborene, erzählt ihre Beobachtung mit einer herzlichen Begeisterung. Das hat dir also gefallen, will ich wissen? Klar, Lottospielen schient richtig Spaß zu machen und irgendwann spiele ich auch mal, nimmt sie mich ins vertrauen.
Ich könnte dir jetzt erklären dass die Chance aufs Gewinnen sehr gering ist, Edith. Schlaue Menschen haben das berechnet: Lotto lohnt sich nicht, denn laut Mathematik kann man fast nicht gewinnen, spule ich Allgemeinwissen runter. Wie meinst du das, Herr Vater, es gibt doch Gewinner die Millionen von Euro gewonnen haben?
Ja die gibt es, du unbarmherzige Tochter, die gibt es - denke ich mir. Aber wie soll ich dir das erklären. Die Regel der Mathematik verbietet der Vernunft einen Lottoschein auszufüllen. Die Regel der Praxis zeigt aber, dass eben die Mathematik nur eine theoretische Logik ist.

In einer alten Geschichte wird von Nasrettin Hoca - dem türkishen Bildnis zu Till Eulenspiegel - erzählt, wie er eines Tages am Ufer des Bosporus saß und Joghurtmaische in den Fluss rührte. Zuvor hatte er erfahren, dass man heutzutage nur noch auf zwei Arten leicht Geld verdienen könne: Glückspiel und Joghurt. Während mit dem Einen mehr aber ungewiss zu verdienen sei, könnte man leichter Joghurt in einer Schüssel Milch anrühren, worauf man einen gewissen aber eben geringen Verdienst durch dessen Verkauf erlange.
Als man ihn fragte, was er da mache, antwortete er: Ich rühre Joghurtmaische in den Fluss, seht ihr das nicht? Aber Hoca, sagte einer, Joghurtmaische rührt man doch in eine Schüssel Milch und nicht in den Fluss - der Fluss wird doch nie zu Joghurt werden! überleg doch mal, antwortete Nasrettin Hoca schlau, und wenn es doch klappt?

Jedenfalls werde ich Samstag Lotto spielen.
Wie sehe das aus, wenn ich am Brenzufer Joghurtmaische rühre?
Mittwoch 24. August, 2005

Sinn.nung

Ein Zitat aus »Schlafens Bruder« von Robert Schneider, will mich nicht mehr verlassen:
Eine jede Hoffnung ist ohne Sinn. Kein Mensch verfalle auf die Idee, auf die Erfüllung seiner Träume zu sinnen. Vielmehr soll er den Irrsinn des Hoffens begreifen. Hat er ihn begriffen, darf er hoffen. Wenn er dann noch träumen kann, hat das Leben Sinn.

Und irgendwie höre ich den Johannes Elias Alder spielen...
Mittwoch 24. August, 2005

non.improbus

Ach Leben, was machst du nur mit den Menschen.

SündenwaageEs war Gestern zu Mittag. Der Hunger trieb mich zum Vietnamesen um die Ecke. Mittagsbuffet. Das Lokal war wie immer zur Mahlzeit, gut von Rentnern besucht. Nicht weit von meinem Vierertisch saß eine Dame, die ich auf etwas über 80 Jahre schätze. Es ist nicht so, dass ich fremde Leute beobachte, ich sehe aber immer mit ein zwei Blicken, wer sich in meinem Umfeld befindet - und meist noch mehr. Die Dame zum Beispiel, aß nicht vom Buffet - soviel hatte ich schon beim Hinsetzten erkannt.
Mit gebratenen Eiern und grünen Bohnen in der einen, Pommes mit Erdnusssoße und drei Tintenfischringe in der anderen Schale, dazu zwei Plastikstäbchen kam ich vom Buffet. Ich lief noch mal zurück, um mir eine Schale mit etwas Tomaten, grünen Oliven und Gurkenstücke zu füllen, als ich bemerkte wie böse die Dame gegenüber, mich beobachtete. Sie kniff beide Augen arg zusammen und es sah fast so aus, als hatte sie eine Angriffsstellung eingenommen. Ich wünschte ihr einen »Guten Appetit« und folgte dem Weg zum Salatbuffet weiter. Was hatte ich der Frau nur angetan, fragte ich mich? Als ich zurückkam, lächelte sie mich an. Herr Doktor, ich hab sie letzte Woche versucht anzurufen, Nattheim 72 3irgendwas, aber da war nur der Anrufbeantworter - rief sie mir zu. Sie müssen entschuldigen, letzte Woche war ich noch im Urlaub, rufen sie doch einfach Morgen wieder an - lächelte ich zurück.
Das war es also gewesen: Ich war Doktor und nicht da, als sie mich brauchte. Leider wusste ich das nicht, ansonsten wäre ich etwas später zum Essen gegangen und hätte sie nicht verärgert.
Siehst du, er isst mit Stäbchen, isst wirklich mit Stäbchen Oliven und Pommes, hörte ich sie laut flüstern. Dann kam Thu - die Bedienung - und stellte mir unaufgefordert - wie immer - ein Glas Stilles-Wasser hin. Danke Thu, wie geht es dir, fragte ich. Ohhh, nicht gut, du gestern nicht zu essen kommen und letzte Woche auch nicht. Thu, Gestern hattet ihr Ruhetag, antwortete ich. Ja, Gestern Ruhetag aber letzte Woche du nicht kommen. Ich zu dick, Thu, viel zu dick, lies ich sie wissen. Neiiin, du nicht dick, du lügen. Ich lächelte und nahm etwas gebratene Eier zwischen die Stäbchen.
Thu ging zur Dame, die mich als nicht ans Telefon gehenden Doktor erkannt hatte, fragte ob sie noch etwas haben wolle und bekam ein lautes »WAS?!« als Antwort zurück. Vielleicht sie wollen noch etwas Obst haben, kam es leise aus Thu. Obst? Nein ich muss jetzt kein Pipi, danke!

Die Türken haben, wie jedes Volk dieser Erde, eigene Sitten. Auch ihre eigenen Mythen. Ein Mythos besagt, wenn dir jemand unaufgefordert Wasser zum trinken reicht bedanke dich und trink. Wenn du ausgetrunken hast, sind dir alle Sünden vergeben. So verließ ich 20 Minuten später, sündenfrei, das Restaurant. Die Dame erzählte Thu gerade, ihr Anzug sei von Avon außer die Schuhe, die hätte sie neu gekauft, sie sei ja eine geborene Schuirgendwas, natürlich nicht zu verwechseln mit den Schuirgendwas von Schnaitheim, mit denen sie nicht zu tun hätte ...

Wie man sich sündenfrei fühlt?
Satt.
Montag 22. August, 2005

Pianoman.n

Am 01. Jun. 2005 schrieb ich hier im Fieber über den »Pianoman«, er sei wohl ein Blender. Nun, ... ich hatte recht:
Auszug Yahoo!: Berlin/London (AFP) - Das Geheimnis um den mysteriösen "Piano-Man" in Großbritannien ist gelüftet: Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte einen Bericht der britischen Zeitung "Daily Mirror", wonach der Mann ein Deutscher ist und mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt sei. Der 20-Jährige stamme aus Bayern und habe London am Samstag verlassen, sagte ein Ministeriumssprecher.
Der "Daily Mirror" hatte zuvor unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Little-Brook-Krankenhauses in Dartford in der Grafschaft Kent berichtet, der Mann habe nicht wirklich unter Gedächtnisverlust gelitten und das Personal getäuscht. Auch sei er keineswegs ein Klaviervirtuose.
Montag 22. August, 2005

Sin.City

Sin City - Kinoplakat Also mal wirklich, einen langweiligeren Kinofilm sah ich selten.
Uhhhääähhh, ist der schlecht.

Comic ja. Aber gleich so einfallslos dargestellt? Nicht mal als DVD an einem verregneten Tag empfehlenswert. Da hilft auch die tolle Technik nicht.
Ich wollte ihn auch nur wegen Mickey Rourke sehen ...
Gnadenlos enttäuscht - und dann auch noch Geld für so einen Schrott bezahlt.

ps - schlimmster Auszug:
» ... die beiden Schläger waren von dem Wahn bessesen, eloquent zu sein« - uaaaahhh, Himmel hilf.
Seit Vincet Vega wissen wir, dass der «le Big Mac» in den USA «Quaterpounder» heißt. Aber beredeter Wahn ist neu.
Montag 22. August, 2005

Produkt

An dieser Stelle wieder pünktlich zu Mittag, der Spruch zum Wochenanfang:
Auf dem Wege nach Madrid bat ein Armer sehr zurückhaltend um ein Almosen. »Schämt Ihr euch denn nicht«, sagte ein Passant, »einer so erbärmlichen Tätigkeit nachzugehen, wo Ihr doch arbeiten könntet?« - »Mein Herr«, antwortete der Bettler mit echt kastilischem Stolz: »Ich bat um Geld und nicht um Ratschläge.«

Bei allem Stolz: Er ist nicht der Erste, der die Erfahrung macht dass es leichter ist, an gute Ratschläge zu kommen als an das Geld anderer Leute. Wir, die wir ebenfalls an das Geld anderer Leute kommen wollen, müssen uns darum etwas einfallen lassen. Wir dürfen keine Produkte anbieten, die uns alt aussehen lassen und bestenfalls unerbetene Ratschläge einbringen. Nein, was wir brauchen, sind Kunden, die uns ihrerseits bestürmen und fragen: »Bitte, bitte, kann ich euer Produkt so schnell wie möglich haben? Ich brauche es!«
Wer uns und unsere Produkte sieht, den soll nicht Mitleid, sondern den sollen Liebe, Leidenschaft und Begehren packen.

Auch unsere Austrahlung ist ein Produkt unserer Persönlichkeit.
In diesem Sinne - eine gute Woche in guter Verpackung mit besserem Inhalt.
Freitag 19. August, 2005
Donnerstag 18. August, 2005

Cat-Content

Prinzessin Fina
Zwischendurch ein
»premium Content« -
so nennt man das, habe ich mir irgendwann von Dave erklären lassen.

Katze müsste man sein.
Ich finde ja, sie ist etwas fett geworden.

Kommt wahrscheinlich vom Käse, den sie fast täglich und erfolgreich von mir erbettelt.
Gestern abend. Tja.
Mittwoch 17. August, 2005

Intern

Veränderungen. Persönliche. Kommt vor das.
Morgen oder wann auch immer geht's weiter.

Vergesst den Freitag nicht - dann kommt endlich der Sommer in unsere Herzen.
Montag 15. August, 2005

Schnell

An dieser Stelle wieder pünktlich zu Mittag, der Spruch zum Wochenanfang:
George Simenon war ein Schriftsteller, bei dem die Einfälle nur so flossen. Er war extrem schnell, und was er aufschrieb, das saß - es brauchte nicht mehr überarbeitet zu werden. »Also, was könnte ich heute denn machen?«, fragte er eines Morgens seine Frau. »Schreib doch einen neuen Roman«, schlug sie vor. »Großartige Idee für den Vormittag!« erwiderte er. »Aber was mache ich nachmittags?«

Meine Güte, so schnell sollten wir auch mal werden! Lassen Sie uns darüber nachdenken, wie wir unsere Arbeitsabläufe verbessern können!
Freitag 12. August, 2005

Besser.neuro.tik

Warum genau das so ist, kann ich nicht sagen:
Als ich als Reaktion zu meinem letzten Beitrag hier im Fieber gleich 4 Mails von einem Leser bekam, wollte ich rein Informativ mehr über die »Dave Chappell's Show« erfahren. Ich fand zig Foren in den darüber berichtet und diskutiert ... wird. Den Faden aber der sich durch das Ganze zieht, beobachte ich immer wieder. Seltsam. Sobald irgendjemand über eine US-Sendung die neu in Deutschland ausgestrahlt wird berichtet, werden Stimmen laut, die eben diese Sendung schon lange kennen - und vor allem, in Original.
... hier weiter lesen!
Donnerstag 11. August, 2005

Genial

»Dave Chapelle's Show« läuft zurzeit auf MTV und VIVA. Einfach nur genial ...
«... get that fucking hand out of my face ... my name's HOV ... WU-TANG!!»
Don't buy any Yellow Cake in Africa. *hehe*

Genial ist auch der neue Song mit Busta Rhymes und den Pussycat Dolls (Don't Cha).
Das sollte sogar auf House mischbar sein ... mal sehen.
Mittwoch 10. August, 2005

Intern

Seinen Namen zu verleihen, ist legitim - und in diesem Fall war's sogar genial.

Und ich muss zugeben, dass ich es etwas spät bemerkt habe.
Demnächst achte ich noch mehr auf den Straßenrand.

Trotzdem, Danke und Willkommen ;)
Mittwoch 10. August, 2005

T-Shirt

Metaphysischer Asylant















.
Weil's scheeisch.
Mittwoch 10. August, 2005

Traum

Auch als metaphysischer Asylant hat man Träume - so auch ich letzte Nacht. Die meisten Träume sind wirr, unverständlich und schnell vergessen. Wenige fesseln und wollen gedeutet werden:
Ich lief am Rande eines Dschungels entlang. Rechts von mir war ein Gewässer - welcher Art, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls war es groß und zog sich über meinen ganzen Weg entlang. Es gab immer wieder Etappen, an denen ich hielt und in den Dschungel ging, weil mich (mir bekannte) Menschen hineinriefen. Ich blieb eine Zeit - meist ein paar Jahre - bevor mir immer wieder derselbe Mann (der mir nicht bekannt ist) sagte, dass das nicht mein Zuhause sei und ich daraufhin wieder am Rande des Dschungels weiter zog. Der Weg zwang mich auf eine Lichtung, in deren Mitte ein blanker Fels fast thronte. Der Mann stand wieder neben mir und zeigte auf ein Tor. Davor tanzte eine Bauchtänzerin zu einer Art orientalisch-elektronischen Musik. Als ich durch das Tor ging, stand sie plötzlich in normaler Kleidung vor mir und reichte mir die Hand. Wo warst du nur die ganze Zeit?
Dann bin ich aufgewacht.

Wo war ich nur die ganze Zeit?
Dienstag 09. August, 2005

Meisner

Eben las ich auf Daves Seiten, ein Interviewfragment mit Kardinal Meisner. Auszug Spiegel-Online:
SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie als Kirche ihre Erziehung übernehmen?
MEISNER: Sehen Sie sich diese Eltern an! Viele gehören noch zu den 68ern. Das sind metaphysische Asylanten, Obdachlose. Die wissen nicht, wo sie hingehören. Viele junge Menschen machen das nicht mehr mit. Man sagt immer, die Jugend sei egoistisch, hedonistisch und bequem; doch in Wahrheit hat sie Ideale und will hoch hinaus. Aber weil Eltern und Lehrer die Jugend nicht mehr an die Quellen des Lebens führen, kommt es zu Ersatzhandlungen wie etwa zum Griff nach Kondomen und der Pille.


Meisner gibt also zu, dass die Kirche versagt hat. Brav und weiter so, Herr Meisner.
Für alle die es nicht verstanden haben, Meisner nennt die 68er metaphysische Asylanten. Das heißt, Zuflucht suchende Gläubige ohne Heimat. Wer Zuflucht sucht, wird verfolgt. Hier spricht Meisner metaphysische Flüchtige an. Der deutsche Staat (die Bundesrepublik) gewährt Glaubensfreiheit. Demnach vertrieb also der Klerus (was die Gesellschaft nicht auffangen konnte?), während die (68er) Gläubigen zum metaphysischen Asylanten wurden.
Als Ersatzhandlung nennt der den Gebrauch von Kondom und der Pille.
Es muss schon tief sitzen der Schmerz, wenn man als Konkurrenzideologie Kondom und Pille begreift.

Mal ehrlich Herr Meisner,
wenn Sie schon zugeben bei den Eltern versagt zu haben ... sollten Sie doch so realitisch - im Sinner der Jugend - sein, und die Finger von den Kindern lassen. Deren Idealdurst, den Sie ansprechen, sollte besser kompetent behandelt werden, als von einer Organisation, die Generationen von metaphysischer Asylanten und Obdachlosen hervorbrachte.
Montag 08. August, 2005

Wildwechsel

...Doch, so ganz ohne war die Party am Samstag nicht. House, Supernova, Cinoman.
Achtung WildwechselIch muss aber immer noch an das Reh, welches mir auf der Heimfahrt vors Auto rutschte, denken. Hätte ich ein paar Millisekunden später reagiert, wäre das arme Tier mitten auf der Straße verendet. So aber, sprang es verängstigt zurück in den Wald aus dem gesprungen kam und ich fuhr die letzten 300m mit erhöhtem Puls nach Hause. Erhöhten Puls hatte ich sowieso, der Supernova wegen - nach der Rehbegegnung war es dann eher ein astronomischer Puls.

Achtet etwas mehr auf den Straßenrand!
Montag 08. August, 2005

Bind.ung

An dieser Stelle wieder pünktlich zu Mittag, der Spruch zum Wochenanfang:
Nach acht Scheidungen sei sie «mit Hochzeiten fertig», hatte Liz Taylor erklärt. »Das heißt aber nicht, dass ich auch mit den Männern fertig wäre.«

Acht Scheidungen sind acht geplatzte Träume, acht enttäuschte Illusionen, jede Menge Auseinandersetzungen, Streitereien, Umzüge, Niederlagen - und immer wieder bleibt ein Teil von einem selbst irgendwo auf der Strecke liegen.
Woraus wir ableiten können: Es prüfe, wer sich ewig bindet!
Samstag 06. August, 2005

Hiroshima

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sind wohl die abscheulichsten Terrorakte, in der Geschichte der Menschheit. Heute vor 60 Jahren - um 08:15 Uhr Ortszeit - starben in Hiroshima ca. 70.000 Menschen innerhalb von Sekunden. Drei Tage später geschah dasselbe in Nagasaki. Bis Heute zählt allein Hiroshima über 240.000 Opfer, die an den Folgen der Atombombe vom 06.08.1945 starben. Zivilisten, ermordet durch die Hand einer Nation, die sich als Vorbild der Menschlichkeit schlechthin sieht. Im Grunde kann dem nicht widersprochen werden. Eine Entschuldigung gab es nie, und gibt es nicht.

Aber dieser Tag hat auch (eindeutig) seine guten Seiten.
Herzlichen Glückwunsch!
Freitag 05. August, 2005

OMD

Enola Gay o.o

Thank GOD, it's Friday!!!
Donnerstag 04. August, 2005

G4.Shit

Mit Spucke und Mehl geklebt - der PB G$Von außen Hui, von innen Pfui.
Es kann kein Ingenieur mit Hirn gewesen sein, der die Pläne für den »Power Book G4« zeichnete.

Es gibt wohl in der Verarbeitung der Hardwaretechnik kein unsinnigeres Lap-Top als den «Power Book» G4 von Apple. Dass die Dinger überhaupt laufen, ist ein Rätsel.


It's not a Feature, it is shit!

Setzen, Sechs!
Mittwoch 03. August, 2005

Z.eit

Gestern dachte (den ganzen) tagsüber ich, es sei Donnerstag.
Heute habe ich das Gefühl, es sei Freitag.
Dienstag 02. August, 2005
Dienstag 02. August, 2005

Junker.Jörg

Und tat Junker Jörg droben auf der Wartburg die größte Rittertat des Geistes, die je außer Christus ein Mann getan: Er übertrug das Wort Gottes, das alleinige Wort des Heils, die Bibel, in die deutsche Sprache. Und - das zweite - Meister Gutenberg brachte es unter die föderalen Mannen.
Und - das dritte - wie es sich für einen Föderalstaat ziert, halten seit gestern alle 14 der 16 Bundesländer die neue Fahne der Rechtschreibung in die Höhe. Die Männer der Nation sind Rüttgers und - wie so oft - Stoiber. Letzterer macht sich immer wieder Rang und Namen, in der von ihm so gelobten Föderalismusdiskussion. Keiner der beiden Unionsbarone lässt sich zu einer klaren Stellungsnahme bereit erklären, denn es scheint, dass sie dessen nicht mächtig sind. Unlängst nämlich, es ist erst ein paar Tage her, sollte auch ihren Untertanen die nötige Reform der Rechtschreibung »nicht nur häppchenweise nicht«, sondern in zwei Paketen näher gebracht werden. Vergessen. Bayern, so zeigt sich, hat bis heute den Schlag eines gewissen Reformers und dessen Buchdrucker nicht verkraften können.

Arme Schüler. Besonders die, die nach der Schul- und Ausbildung auch im Föderalstaat, Brot und Lohn suchen werden und müssen. Oder natürlich, die alte Weisheit gilt weiterhin für Bayern: Mich verlässt man nicht, außer man stirbt.
Montag 01. August, 2005

Röntgen.free

An dieser Stelle wieder pünktlich zu Mittag, der Spruch zum Wochenanfang:
Als die ärzte daran gingen, Professor Röntgens Entdeckung der Röntgenstrahlung für die Diagnose einzusetzen, dichtete der Volksmund: »Die Röntgenstrahlen sind nicht nett, sie schaun durch Kleider und Korsett!«

Heute stört uns die Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen eher weniger. Auf dem Weg zum gläsernen Menschen fürchten wir weit mehr die totale überwachung durch viele andere Dinge: Telefon, Video, Internet, Chipkarten, Biometrie.
Und wer sie noch nicht fürchtet, sollte sie fürchten lernen. Denn wir sind drauf und dran, unserer Sicherheit und Freiheit zu opfern.
Montag 01. August, 2005

Sicherheit

nottinghillgate_security
Das hier fand ich gerade auf bzw. im Mehrzweckbeutel - via Tanja Tarantel.

Text - falls jemand es nicht lesen kann:
Notice to all passengers
Please do not run on the platforms of concourses.
Especially if you are carrying
a rucksack, wearing a big
coat or look a bit foreign.
This notice is for your
own safety.
Thank you.



Do you siehst aus a bit foreign? So do nicht renn for dein own sicherheit. Danke.
Stichwort-Wolke

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