Samstag 31. Dezember, 2005

3112

Ich wünsche allen Freunden, Bekannten, Lesern und Kunden, einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Man sollte neben allem Feiern und Festen, sehen, woher man kam, und was man dort hin schickte, wohin man geht.

In diesem Sinne, alles Gute für das Jahr 2006!
Salbei.
Samstag 31. Dezember, 2005

Heute

dyyyh bittet zum Neujahrstanz Have fun!!!
Dienstag 27. Dezember, 2005

Osthoff

Susanne Osthoff, vorweihnachtliche Staatsgeisel im Irak. Dank Susannes Entführern ist nun auch ihr Bruder eine Semiberühmtheit. Seine gutbezahlten Interviews - worin er unter Tränen mehr genuschelt als klar, Deutschland an seiner Gefühlswelt teilhaben ließ -, waren der Bestseller der spätadventlichen Medienwelt. Keine Nachrichtensendung ohne Osthoffbruder Nuschelhans wurde über den äther gestrahlt. Doch Gott hatte Erbahrmen - Suanne Osthoff kam frei, Nuschelhans durfte seine vorerst letzten Promiworte zu Presse geben.
Susanne Osthoff ist Deutsche, Bayer, Frau und bringt mich seit Tagen zum lachen. Sie genießt - auch wenn sie das nicht weiter interessieren wird - meine Hochachtung. Osthoff scheint gänzlich unempfänglich gegenüber bundesweiten Erwartungen. Frau Muslima läßt Bayern nicht teilhaben an ihren Entscheidungen. Irak oder nicht Irak, das ist hier nicht die Frage? Jedenfalls nicht für uns, den Mediengeilen. Die Antwort auf die ungestellte Frage bleibt verborgen und nicht selbstredend negativ - im Sinne der Frage -, wie es allgemein erwartet wird.

Doch die Kernfarge darf - diskussionswürdig von der Person Susanne Osthoff befreit - gestellt werden: Wie weit sollte und oder muss eine Staatsführung, seine Bürger im Ausland schützen?
Bevor das beantwortet wird, sollte man sich aber auch folgendes fragen müssen: Wie weit ist der Bürger seinem Staat im Ausland verpflichtet?

Ist das Unwort 2005 schon ... gekürt worden?
Wenn nicht, würde ich hiermit «Vorteilsstaatbürgerschaft» vorschlagen.
Samstag 24. Dezember, 2005

PC.Koch

Vorhin waren wir die Oma besuchen - Bellas; meine Drei leben nicht mehr. Immer wieder schön dort. Ich kann die Frau sehr leiden. 82 und absoluter Realist. Optimistischer Realist. Dieser schlag Mensch ist sehr selten. Leider.
Aber zum nun Thema:
Zu Hause angekommen, bekam ich nach Männermanie etwas Hunger. Bella wollte nichts mehr essen, so beschloß ich «nur ein paar schnelle Pasta zu kochen». Als ich die Pilze säuberte und schnitt, beschloß ich etwas mehr zuzubereiten - denn nach Frauenmanie könnte Bella dann doch mitessen wollen.
Das riecht aber gut, hörte aus dem Wohnzimmer rufen, als ich das Ganze vom Herd nahm. Also wurden zwei Teller aus dem Schrank geholt und zwei glückliche Hungerbäuchler trugen jeder ihre Protionen Pasta zu Tisch. Iheeee, zuviel Salz - bekam ich als Kritik vorgesungen. Kann sein, antwortete ich mit vollem Mund. Es wäre nur die eine Stelle gewesen, lobte sie das Essen, als ihr Teller ein paar Minuten später leer gegessen war. Meine Antwort darauf war dann doch etwas sonderbar: Kann sein, wahrscheinlich bin an dieser Stelle zu oft mit der Maus darüber gefahren.

Wir beide kam überein, dass ich mir dann doch etwas Gedanken machen sollte.

Weiterhin schöne Weihnachten - ich geh' jetzt etwas in Gesellschaft.
Freitag 23. Dezember, 2005

Frohes.Fest

adv.end und frohes Fest allenIch wünsche allen, die diese Zeilen lesen, frohe und gesunde Weihnachten.

Auf dass Euch auch die immateriellen Geschenke erfreuen.
Freitag 23. Dezember, 2005

Thetan

Thetan Várj meg - von Zugor ZoltanIch sitze hinten im Büro und rieche an der Kokosseife - die mein freundlicher Nachbar mir zu Weihnachten überreicht hatte - als ich eine Frau vorne im Laden meinen Mitarbeiter nach der Geschäftsleitung fragen höre. Ich gehe also nach vorn und frage, was sie auf dem Herzen hat. Sie hätte da ein Buch, das sie den Geschäftleuten im Umkreis zeige. Dann zeigen sie mir mal, welches Buch sie da haben, antworte ich. Sie stellt mir »Dianetik« auf die Theke. Danke, ich brauche keinen Kontakt zu Scientologen, reflektiere ich das Schandwerk. Scientologen, fragt sie, haben sie etwa Angst vor Scientologen? Nein, lache ich, Angst wirklich nicht. Erfahrung ist wohl das richtige Wort dafür. Ob ich das Buch schon gelesen hätte, fragt sie weiter? Ja, ich habe es gelesen und mein Lebensweg trifft den euren nicht, danke und viel Glück für ihr weiteres Leben. Lächelnd, wie alle auf dem Weg zum O-Thetan (Operierender Thetan), wünscht sie mir dasselbe und geht. Das Gute an meinem Laden ist die Türlage zur Theke. Das heißt, wenn ich nicht will, muss ich niemandem die Tür halten.

image - http://www.festomuvesz.hu/zugor/...
Dienstag 20. Dezember, 2005

New.Life

Heute Morgen begann mein zweites Leben, denn ich sah mich schon tot irgendwo im Graben liegen. Keine Ahnung wie ich da raus gekommen bin. Danke.

Jetzt erst mal weiterarbeiten und keinen Schockzustand ausleben.
Salbei.
Montag 19. Dezember, 2005

X-Mas.Manager

Ein schöner Zeitvertreib und Geselligkeit im Dezember ist der Weihnachtsmarkt. Jede Stadt die etwas auf sich hält, erfreut ihre Bürger mit ein paar Ständen, Glühwein und oder heißen Maronen. Nicht so Heidenheim. Heidenheim nämlich, ist für einen Weihnachtsmarkt zu dämlich.
Gestern Abend waren wir auf Schloss Taxis zu Dischingen. Der Schlosspark ausgefüllt mit dem Romantischen Weihnachtsmarkt. Feuerzangenbohle, Glühwein, heiße Maronen, Tier in allen Grillvariationen, Crépe süß oder herzhaft, Weihnachtsband, Kartoffelsuppe nach mittelalterlicher überlieferung und zahlreichen Feuerstellen zum aufwärmen. Das war das Schöne daran. Das Schlimme ist, dass sich Heidenheim damit zu schmücken versucht - den Zeitungsartikel (29.11.2005), worin der Dischinger Weihnachtsmakrt als Heidenheimer Aushängeschild beschrieben wurde, finde ich leider nicht mehr. Mit Dischingen will man sich «hierzustadt» ansonsten eigentlich nicht identifizieren.
Heidenheim hat einen City-Manager, ein schönes Schloss aber keinen Weihnachtsmarkt. Die kläglichen Versuche scheiterten an der Dummheit der Betreiber und der Inkompetenz des Organisators, sprich City-Manager. Man stellt immer wieder die gleichen Buden auf, wenn es draußen etwas zu holen gibt. Wir sind Crépestadt Nummer 1. Vier Buden - davon gehören Drei dem ungekrönten Crépe-König. Ein weiterer «lustigte» noch mit Glühwein vor sich hin. Klar dass das nicht lange hielt - weil keiner kam, schloss man schnell wieder. Ich glaube das Ganze hat nicht mal eine Woche gehalten. Am Ende schob man es auf die örtlichkeit und stellte sich der Wahrheit wie gewohnt blind entgegen. Wer will schon auf einem Weihnachtsmarkt gehen auf dem es nur Crépes und Glühwein gibt. Man könnte meinen, wir bekommen hier keine Aufsteller her.

Ach ja, nur noch nebenbei erwähnt seien die öffnungszeiten: Von 07°° bis 19°° Uhr. Solch' bescheuerte Idee konnte nur einer gehabt haben. Keine Ahnung von der Materie haben, sein Etat durch Steinchenverkauf realisiert haben wollen, sich aber Manager nenne wollen. In der Industrie hätten sie das Kind ersäuft, Herr City-Manager. Fast ein Glück dass diese Stadt einen Oberbürgermeister hat.
Montag 19. Dezember, 2005

Culpa

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Fehler macht schließlich jeder - am Ende kommt es darauf an, dass und wie man sie eingesteht!
Als junger Mann war der Jazztrompeter Louis Armstrong von seiner Plattenfirma erwischt worden, als er vertragswidrig Aufnahmen für eine Konkurrenzfirma gemacht hatte. Seine Produzenten waren entrüstet. Da setzte »Satchmo« - dem jetzt erst bewusst wurde, einen Riesenfehler begangen zu haben -, seine Unschuldsmiene auf und sagte: »Meine Herren, was Sie da behaupten, stimmt erstens nicht - und zweitens werde ich es nie wieder tun!« Alles lachte. Und die Situation war gerettet.


Ich habe einen Teil meiner Fehler schon hinter mich gebracht. Klar, man gibt ungern alle davon zu. Aber zumindest diejenigen, aus denen man etwas lernen kann, sollten im Lauf der Zeit zu angenehmen Erinnerungen werden! Das eben nur, wenn man sie eingesteht.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Wochenstart, mit all den Fehlern die wir Menschen nun mal machen.
Sonntag 18. Dezember, 2005

xMas.pointer

Klar. Besonders in der Weihnachtszeit sollte man nicht gemein sein. Man sollte es eigentlich nie sein - aber besonders nicht während der alljährlichen Gaukelei, kurz vor Jahresende. Im Grunde liebe ich diese drei bis vier Wochen und vielleicht entschuldige ich mich irgendwann bei meiner Katze.
Sie liebt Käse - Tilsiter, Maasdamer oder auch mal einen jungen Gouda. Den bekommt sie auch. Von mir. Meist täglich, weil sie mich gut erzogen hat. Folgsam wie ich bin, reagiere ich und serviere ihr den gewünschten Käse. In Folge meiner Folgsamkeit aber wurde - die als Katze verzauberte Prinzessin -, leicht übergewichtig. Nicht schlimm, aber man sieht die Pfunde schon wo sie nicht hingehören. Das wäre natürlich lästig und unverzeihlich, wenn sie irgendwann «zurückverzaubert» würde. Kein Prinz heiratet eine dicke Prinzessin. Also beschloss ich etwas dagegen zu unternehmen. Die Operation Lichpunkter wurde erdacht.

Gestern besorgte ich mir einen «Lichtbündel Punktierer». Der Schwabe sagt wohl Laserpointer dazu. Nachdem ich die restlichen Einkäufe in die jeweiligen Kühl- und Küchenschränke verstaut, und die sechzehnhundert Kilo Schnee vor der Garage entfernt hatte, begann meine absolut unweihnachtliche Gemeinheit. Die Frage nach der absolut weihnachtlichen Gemeinheit stellt sich nicht; denn wir wollen hier nicht über Tonnen weggeworfener Nahrung diskutieren, während irgendwo da draußen Tonnen voll Kinder verhungern. Hier geht es um Prinzessin Fina und diesen seltsamen roten Punkt, der nicht zu fassen ist. Dieser Punkt erschien plötzlich - eben nach dem der lebendige Dosenöffner und Käsebringer Schnee geschippt hatte - geräuschlos auf dem Parkett. Sämtliche katzenhaftige Attacken brachten keinen Erfolg; der Punkt blieb unfassbar. Zeitweilig verzog er sich unter dem Esszimmerteppich, von wo er nach stundenlangem Wartens wieder erschien.

Nun. Sie - die etwas übergewichtige Prinzessin auf vier Beinen - bewegt sich, ich - der etwas gemeine Dosenöffner - habe meinen Spass und alles ist gut. Vielleicht komme ich jetzt nicht in den Weihnachtshimmel.
Aber was soll ich dort? Ich habe gehört, die haben dort keine Pasta - von Pesto gar nicht zu reden.
Samstag 17. Dezember, 2005

Klo.7

Schlimm, wenn man weder die Eier in der Hose noch das Hirn unterm Schädel hat, Arnold Schwarzenegger aus dem Programm zu nehmen.
Schande.
Wer jetzt noch Pro 7 sieht - zumindest, solange die Peinlichkeit gesendet wird -, ist dumm und stinkt aus dem Mund nach Maggi.
Freitag 16. Dezember, 2005

Wille.will

Das Burj Al Arab in DubaiIrgendwo im nahen Osten steht das teuerste Hotel der Welt. übernachtung, für 10.000 Euro zu haben. Was wie Gold aussieht, ist Gold. Das Erstaunliche ist nicht dass es Menschen gibt, die sich das leisten können, sondern dass es Menschen gibt, die sich das auch wirklich leisten. Ab nach Dubai oder Abu Dhaib in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dekadent? Nein, bescheuert, schlichtweg.

Für nur 249 Euro gibt's die »Portable Play Station« von Sony. Damit kann man Videos sehen oder Spielchen «gamen» - alles beim Spazieren gehen. Mobil Entertainment. Auch hier finden sich Käufer - die nichts besseres zu tun haben, als an der frischen Luft der Großstadtstraßen ein Filmchen zu sehen, oder Nachts in der Disco neben der Tanzfläche zu «gamen». Hol's dir.

»Curry macht die Currywurst würzig. Aber Gold krönt sie! Litfass einfach goldrichtig. Kommen und probieren sie! Blatt-Gold für Genießer, Mystiker, Körper-Künstler und Liebhaber des Schönen.« Currywurst mit 24 Karat Goldauflage für nur 9.90 Euro. Schon gegessen? Nein? Dann sind sie kein »Liebhaber des Schönen«.

In den 80ern schlich eine Viedoreihe durch die Wohnzimmer unerschrockener Weltenbürger: »Die Gesichter des Todes«. Eine Szene kann ich bis heute nicht vergesssen. Es war das erschrockene Schlagen mit dem Hämmerchen der beiden Frauen, auf des - am Tisch festgeschnallten - äffchens Köpfchen. Danach das zaghafte Auslöffeln und Probieren des warmen Affenhirns. Man schlug, löffelte und aß, weil man es machen konnte - und nicht, weil man es wollte.

Bald ist Weihnachten. Vielleicht eine gute Zeit sich zu fragen, was man machen will - und nicht, was man machen kann.
Mittwoch 14. Dezember, 2005

Benito.logie

Gestern noch, spät am Abend, tappte ich - beim vorletzten Kundengang - mitten in eine heiße Diskussion. Das Thema war mein letzter Fieberbeitrag über Stanley Williams, dessen Inhalt man so nicht teilen mochte.
In Italien, so erzählte einer der vier Anwesenden, hätte man zu Mussolinis Zeiten seine Geldbörse mitten auf die Straße legen, und sie genau dort wieder am nächsten Tag abholen können. So sicher wäre es gewesen, weil sich niemand getraut hätte etwas zu stehlen. Wenn doch, hätte man ihm die Finger - und bei wiederholter Tat die Hand - abgehakt. Außerdem würde man in Brasilien wegen überbevölkerung Verbrecher gleich auf der Straße abknallen, erzählte der jüngste in der Runde. Das hätte er im Fernsehen gesehen. Polizisten hätten zwei Jungs beim Autoklauen erwischt und gleich hinter dem Streifenwagen erschossen. Der eine Junge hätte noch um sein Leben gefleht. Man könne ohne solche harten Strafen so ein Pack nicht kontrollieren. Was hast du getan, ein Kind vergewaltigt?, gleich erschießen, was anders hat er nicht verdient - sprach wieder der Erste aus der Runde. Keine Gnade für Verbrecher, deren Rehabilitation eh nur Kosten verursache, argumentierte der Chef. Der Vierte sprach nicht, sondern hörte nur zu.
Zwar konnte ich mit meinen Argumenten ein etwas gedämpftes Lichtverhältnis erzeugen; am Ende aber, blieben alle bei ihrer Meinung.
Schlussendlich laufen die Rechner wieder rund, alle können drucken und heute bekommt der Kunde ein paar neue Features geschaltet. Arbeiten befreit.
Dienstag 13. Dezember, 2005

Tookie

Keiner von denen die hier lesen, kann sagen ob Stanley »Tookie« Williams schuldig im Sinne der Anklage war. Er selbst hat die ihm angerechneten Morde stets verneint. Es ist nicht an mir oder uns, hierüber ein Urteil zu fällen. Moralisch aber dürfen und sollten wir Gericht über die amerikanische Politik halten.

Todesstrafe. Ich kann verstehen warum es diese gesellschaftlich legalisierte Form von Mord noch gibt - im Besonderen in einem Staat wie es die USA ist. Das konservative Mäuschendenken des großteils der Bevölkerung, sieht sich ohne Todesstrafe ausgeliefert und lebensbedrohlich angegriffen. Hier stellt sich nicht die Frage von wem, denn die selbstredende Antwort liegt offen da. Konservatives Denken sieht sich immer ausgeliefert und lebensbedrohlich angegriffen. Und am Ende sogar durch sich selbst. So scheint die Gesellschaft ohne die Todesstrafe nicht mehr kontrollierbar. Ohne Schranke - so wird gedacht - bricht das Monster im Menschen über denselben her. So war es und so wird es immer sein. Die USA ist in ihrer Außenpolitik ein ebensolches Beispiel, wie im Umgang mit ihren eigenen Bürgern. Wessen man sich lästig und bedroht fühlt, den man sich vom Halse schafft. Den einen mit Bomben, den anderen mit Gift. Beides moralisch, medialisch und religiös gut sichtbar inszeniert um die eigene Angst zu verbergen.

Arnold Schwarzenegger? Wer ist das?
Stanley Williams? Schrieb' der nicht Bücher, nachdem er lesen lernte?
Dienstag 13. Dezember, 2005

Pipeline

Eigentlich wollte ich mich - aus persönlichen Gründen - in nächster Zeit nicht zu politischen Themen äußern. Wäre nicht das Aber des Täglichen ... könnte ich fliegen. Also springe ich nicht mal über meinen Schatten und flüstere ein paar Worte zum Thema Altkanzler und Privatmann Gerhard Schröder:
Vor ein paar Tagen konnte ich an der Tankstellenkasse die überschrift der Bildzeitung lesen. Ich weiß nicht ob ich es noch wörtlich zitieren kann, aber da stand sinngemäß etwas wie: »Gerhard, leg Dein Russengeld offen!« Die folgenden Tage waren die Schriften nicht besser. Im Fernsehen hört man Politiker aus allen Ecken, wie sie sich über Schröder brüskieren. Nebenbei wurde das Thema einer Karenzzeit für Altpolitiker spruchreif. Gerhard Schröder degradiert zum ehrenlosen, wirtschaftsgeilen Egoisten. Man stellt es so dar, als wäre sein Engagement in der Pipelinefrage - das Thema selbt dürfte bekannt sein -, nur eine gut gespielte Charge in Hinsicht auf den nun ergatterten Posten gewesen. Mehrere Millionen EUro Gage - wie könne er nur? Unverschämt!
Ja, wie kann er denn nur diesen Job annehmen? Eben so, wie ihn jeder andere Expolitiker annehmen würde; und zwar alle wie sie da durch die Bank schreien.

Betrachten wir zwei Seiten und stellen zwei Fragen:
Wer könnte die Interessen Deutschlands in diesem Projekt besser vertreten als Gerhard Schröder?
Was liegt eigentlich näher als diesen Job Gerhard Schröder anzubieten?
Dienstag 13. Dezember, 2005

Bruch

An dieser Stelle, wieder etwas verspätet, der Spruch zum Wochenstart:
Zu Studiumszeiten, ich glaube um das Jahr 1989 herum, hörte ich von folgender Geschichte: Da wollte ein Ehepaar sein Meissner Porzellangeschirr veräußern. Der Auktionator schätzte, es ließe sich 20.000 D-Mark erzielen. Die Frau freute sich und spülte noch einmal sorgsam jedes Teil. Doch wie es «das Schicksal» wollte, fiel ihr der Deckel der Zuckerdose aus der Hand und zerbrach. Was tun, einfach zusammenkleben? Nein. Die Frau packte die Scherben in ein kleines Kästchen und sandte es mit der freundlichen Bitte um Ersatz an die Meißener Porzellanmanufaktur. Die Antwort kam überraschend schnell: »Leider ist es uns nicht möglich, Ihnen das fehlende Deckelchen zu ersetzen. Nicht, dass wir nicht wollten, aber es gibt auf der ganzen Welt nur noch zwei dieser Tafelgeschirre - und eines davon ist Ihres. Wir wären hocherfreut und sehr glücklich, wenn Sie sich bereitfinden könnten, das Service der ständigen Ausstellung unserer Manufaktur zu überlassen. Mit freundlichen Grüßen etc.« Ferner stand in dem Schreiben, dass Meißener den Wert des Tafelgeschirrs auf 200.000 DM bezifferten und boten dem Ehepaar diesen Kaufpreis an.

Eine wahre Geschichte. Enthält sie nicht eine tiefere Bedeutung?
Wie oft geschieht es, dass wir erst dann, wenn etwas zerbrochen ist, seinen wahren Wert erkennen? Zum Beispiel den Wert einer Beziehung, einer Freundschaft, Nachbarschaft?
Freitag 09. Dezember, 2005

Gähn

Ein Beitrag fehlt? Wirklich?
Ist nicht schlimm, die Welt dreht sich weiter - aber danke für die Infomail.
Sollte ich es schaffen ein Wochenende zu bekommen, will ich dem Grund hinterher jagen - hier ist noch bis über beide Ohren voll Arbeit. Vielleicht war es auch einfach ich, der den Beitrag löschte. Dann sollte ich den Fehler in mir suchen. Aber nicht jetzt. Hab' weder Zeit noch das richtige Werkzeug dabei.

Gestern Abend wurde mein Weltbild ... Gesten Abend dachte ich mir, hmmm, um mich herum herumt es gewaltig. Und das nicht schlecht. Während der eine mir die Ohren abkaute über Tabeldance, berichtete ein Anderer, wie er mal vor 100 Swinger und einer Matratze im Club stehen musste. Sprichwörtlich, mit gezitterten Knien.

Und ich? Ich bin Jungfrau aber Skorpion. Klein, dick und zahle nicht dafür.

Thank God, it's ... gähn ... Friday!!!
Dienstag 06. Dezember, 2005

Bratapfel

An dieser Stelle reiche ich noch einen zweiten Wochenstartspruch nach, doppelt hält besser in der Winterzeit:
http://www.eat-online.net/images/students/germany/bratapfel_josephine.jpgOktoberwärme vom Himmel, Morgenmusik aus den Zweigen und die guten Gespräche auf hellen Plätzen. Das war vor Wochen und ist vergangen. Im November ein schlechter Ersatz durch prasselnde Scheite, Cat Stevens im Raum und das Buch aus dem Regal. überall fehlt Licht, Klang und Freude. Dachte ich. Bis ich diese Geschichte von den ungleichen Zwillingen las: Die glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen, waren aber ansonsten grundverschieden. Wenn es dem einen zu heiß war, war es dem anderen zu kalt. Wenn einer sagte: »Der Fernseher ist zu laut«, verlangte der andere, dass die Lautstärke runtergedreht wurde. Der auffälligste Unterschied aber war, dass der eine zu jeder Stunde optimistisch und zuversichtlich war, und der andere immer schlecht gelaunt, miesepetrig und pessimistisch..
Als sie Geburtstag hatten, wagte der Vater der Zwillinge ein Experiment. Am Vorabend wartete er, bis seine Söhne eingeschlafen waren, und ging dann heimlich ans Werk. Nur um zu sehen was passieren würde, packte er das Zimmer des Pessimisten bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken, Büchern, Spielzeug, Software und, und, und! Dem Optimisten aber legte er nur einen stinkenden Pferdeapfel ins Zimmer - sonst nichts. Am nächsten Morgen schaute der Vater zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er fand ihn laut heulend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke.
Warum weinst du?, fragte der Vater.
Da schluchzte der Pessimist: Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden; zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann; drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde; und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!
Als der Vater dann ins Zimmer des Optimisten kam, hüpfte dieser vor Freude in großen Sprüngen um den Pferdeapfel herum. Warum bist du so fröhlich, fragte ihn der Vater. Ganz einfach, antwortete sein optimistischer Sohn, irgendwo im Haus muss ein Pony sein!


Nicht wahr: Man denkt hier sofort an Idealismus, Materialismus, Hegel und Marx?
Oder auch an die ungleichen Zwillinge im eigenen Kopf?
Ich jedenfalls freute mich nach dieser Geschichten an einem wundervoll romantischen Dezemberabend, wie er schöner nicht hätte sein können. Und Ihnen, wünsche ich eine optimistische Adventszeit, mit den duftigsten Früchten von allen: den Bratäpfeln.
Montag 05. Dezember, 2005

Wish.pointing

HEY LEBEN!

STOPP --- RüCKSPULEN .... (richtige Stelle) --- PLAY!
UND wehe des machst' nomal Lumpaseggele, dann überspiel' ma des Band glei ganz fei!

Gut so, Asa?
Montag 05. Dezember, 2005

ALDI

Ja ist denn heut scho Aldi? Zieht Euch mal warm an, MyLord E-Plusmio.
Ab Donnerstag schießt Aldi scharf. Mit Handy Prepaid Karten - für 19 Euro ungerade, bekommt man 10 Euro Gesprächsguthaben. Die Minutenkosten liegen bei 15 Eurocent in alle Netze. ALDI Kunden können untereinander für nur 5 Eurocent pro angefangene Minute telefonieren.
Ich schätze, dass ALDi bis Weihnachten die millionste Karte verkauft haben wird. Realistisch nüchtern. Ehrlich.

Fraglich wie man das mit dem Legimitationsnachweis machen will. Schenke jetzt und registriere nachträglich? Oder steht dann in jeder Filiale ein Kombigerät (Scanner, Drucker, Fax), wie unlängst über ALDI verkauft wurde... Trotzdem, Samstags wird's a bissl eng werden, nicht?
Montag 05. Dezember, 2005

Telefon.zauber

SX1 ... EbolahandyBasteln wir doch einen kleinen Montagsschock für alle Handyuser dieser Welt. Alle die sich auf ihr Telefonbuch verlassen, ein kleiner Zaubertrick, ohne Magie aber nicht minder würzig als Maggi. Folgt einfach den Schritten, Ihr Siemens- oder Nokiaphilister:

Schritt 1: Wir denken uns einen Bekannten und nennen ihn Harald. Harald bekommt die Nummer (man verzeihe mir, wenn es die schon gibt): 0179 777 777 1. Diesen Bekannten speichern wir ins Telefonbuch unseres Handys.

Schritt 2: Wir erfinden eine Nummer in unserer Stadt. Vielleicht einen Pizzaservice oder Swingerclub; 777 7771.

Schritt 3: Wir rufen diese Nummer an. Natürlich mit der Vorwahl unserer Stadt.


Toll gell. Harald wohnt im Swingerclub, der Schlingel.
Montag 05. Dezember, 2005

Wege

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Doch diesmal in etwas ungewohnter Form - keine Parabel oder dergleichen, sondern einfach ein Sprichwort, ein italienisches:

Il mondo e fatto a scale, chi le scende e chi le sale.

(Die Welt ist aus Stufen gemacht, der eine steigt sie hinab, der andere hinauf).



Wir sollten jedem auf dieser Treppe freundlich begegnen. Das besonders auf dem Weg nach Oben. Denn irgendwann auf dem Weg nach unten, begegnet man sich wieder.
Samstag 03. Dezember, 2005

TV

Da nimmt Mann sich mal vor zu Hause zu bleiben, Kopfhörer gegen Couch und ordinären Fernsehabend zu tauschen, und dann das: Das TV-Programm spiegelt die «Affantasie» hipper Dummbeutel, die sich zum Programmdirektor hochgequaselt haben. Menschen, den man im richtigen Leben aus dem Weg geht, weil sie so viel Geist haben als ein Parkettboden den Charme eines Schmetterlings. Das Beste was Dummheit zu bieten hat, tummelt sich auf RTL. Dieser Nichtsnutz von Selbstmordkandidat, der in den frühen 80ern die Musiksendung »Formel1« moderierte, muss doch selbst dem dümmsten Bildzeitungleser auf die Eier gehen. Der Hit ist, dass er eine Sendung über die die nervigsten Prominenten Deutschlands zur Schau bringt, und selbst nicht begreift, wie unsinnig sein TV-Dasein ist. Was soll dieser Trick mit dem tollen Movemicro eigentlich? Sitzt da und hat so ein Ding an der Backe als sei er Britney Spears auf der Bühne. über seine Mithansel nebst Praktikant Elton - der allein für sein Burger King Werbegeschrei, das genau das Niveau des umworbenen Fraßes spiegelt, in die ewige Verbannung gehört - will ich gar nicht ... schreiben.
Was bleibt da einem Mann übrig als sich den Einzelkämpfer auf Kabel1 anzusehen. Fiebert man bei solchen Filmen eigentlich mit oder wünscht man sich ein schnelles Ende?

Man kann doch nicht immer ARTE, 3SAT oder Phoenix sehen?
Nie wieder tausche ich Kopfhörer gegen Fernsehen.
Freitag 02. Dezember, 2005

Ehrensenf

Neugierig auf die »ganze« Grafik? - klick!»Wie geil ist das denn?!!«

Ehrensenf - Superlative im Internet.
Jedes Wort wäre ... man muss es einfach selbst sehen!
Donnerstag 01. Dezember, 2005

Aids.day

ribbon aids dayHeute, genau vor einem Jahr, stand hier: »Heute ist Welt AIDS Tag. Die Tatsache, dass AIDS bis heute nicht eindämmt werden konnte ist erschreckend. Auch in unserer zivilisierten und "aufgeklärten" Gesellschaft, infizieren sich immer noch und immer mehr Menschen mit dem HI-Virus. Aufklärung scheint hier Not. ...«
(... hier weiterlesen)

Heute, genau ein Jahr später, ist die Lage keineswegs besser. Erschreckend schlecht, unglaublich.
Einzig positive Meldung rund um das Thema AIDS, kam vor etwa 4 Wochen - jedenfalls habe ich es in der Zeit erfahren. Es wurde gemeldet, ein Brite wäre vom HI-Virus geheilt. Keiner wisse genau wie, aber der Mann wollte sich «der Wissenschaft für weitere Tests zur Verfügung stellen». Da ich bis heute nichts Weiteres darüber gehört habe, gehe ich davon aus, dass sich das Ganze als Ente herausstellen wird. Eine Sensation und die Hoffnung für Millionen schlechthin, wenn das Ganze eine Tatsache ist.
40 Millionen Infizierte - nahezu halb Deutschland. Viele davon sind Kinder. Zwar ist nicht der Klerus am Virus schuld, aber es trägt eine große solche an dessen Verbreitung. Ob und wie gut sich dieser Umstand mit der Lehre von Jesus vereinbaren lässt, sollte jeder intelligente Gläubige selbst herausfinden. Zumindest lesen kann man die Bibel seit ein paar hundert Jahren.
Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen, der Etwas versteht.

Nachtrag: http://www.netzeitung.de/vermischtes/367610.html
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