Mittwoch 28. Februar, 2007

Wei.b

Warum sollte nicht Weib gesagt werden aber weiblich. Warum wird selten fraulich gesagt aber oft Frau. Warum denkt man über den Mann einfacher - weil männlich?
Nietzsche über «der weibliche Intellekt»:
Der Intellekt der Weiber zeigt sich als vollkommene Beherrschung, Gegenwärtigkeit des Geistes, Benutzung aller Vorteile. Sie vererben ihn als ihre Grundeigenschaft auf ihre Kinder, und der Vater gibt den dunkleren Hintergrund des Willens dazu. Sein Einfluss bestimmt gleichsam Rhythmus und Harmonie, mit denen das neue Leben abgespielt werden soll - aber die Melodie desselben stammt vom Weibe. Für solche gesagt, welche etwas sich zurechtzulegen wissen: Die Weiber haben den Verstand, die Männer das Gemüt und die Leidenschaft. Dem widerspricht nicht, dass die Männer tatsächlich es mit ihrem Verstande so viel weiter bringen: Sie haben die tieferen, gewaltigeren Antriebe; diese tragen ihren Verstand, der an sich etwas Passives ist, so weit. Die Weiber wundern sich im Stillen oft über die große Verehrung, welche die Männer ihrem Gemüte zollen. Wenn die Männer vor allem nach einem tiefen, gemütvollen Wesen, die Weiber aber nach einem klugen, geistesgegenwärtigen und glänzenden Wesen bei der Wahl ihres Ehegenossen suchen, so sieht man im Grunde deutlich, wie der Mann nach dem idealisierten Manne, das Weib nach dem idealisierten Weibe sucht - also nicht nach Ergänzung, sondern nach Vollendung der eigenen Vorzüge.

Nun. Nietzsche sagte auch: Die Frauen wollen dienen und haben darin ihr Glück. Und der Freigeist will nicht bedient sein und hat darin sein Glück.

Man beachte den Unterschied, zwischen Weib und Frau.
Dienstag 27. Februar, 2007

Ei

Heute bin ich zum Mittagessen nach Hause gefahren. Meine Laune war nicht nach »in Gesellschaft essen«.
Da vom letzten Marteinkauf noch Spinat übrig war, «machte» ich mir den, mit ein paar Eiern und reichlich Muskatnuss. Weil das aber nicht ausreichte um mein Blut zu kühlen, kochte ich eine kleine Kanne Tee auf. Als ich mir die zweite Tasse eingoss, musste ich an Früher denken:
Früher, saßen wir sonntags alle zusammen am Frühstückstisch. Meist gab es auch weichgekochte Eier. Die Eltern und wir drei großen Kinder, bekamen zwei, die zwei Kleinen nur je eins. Meine kleine Schwester aß ihr Ei nie aus dem Eierbecher. Es musste in eine Schale umgefüllt und gesalzen werden. Sie wollte das Ei ganz sehen. Dann erst aß sie es mit einem Teelöffel auf ... und sah mich danach immer fragen an. So kam sie über die Jahre hinweg sonntags zu einem zweiten Frühstücksei und ich zu einem Lächeln.
Was mir aber diese Erinnerung hochtrieb heute, war die zweite Tasse Tee. Bei uns war es nämlich Sitte nachdem man ein Ei gegessen hatte, seine Teetasse vor dem zweiten Eingießen zu spülen. Dass, damit der Eiergeschmack, der unweigerlich an der Tasse haftete, verschwand und der schwarze Tee nur nach schwarzem Tee schmeckte.
Sonderbar. Ich habe diese Sitte bis heute mitgezogen. Wenn ich zum Frühstück ein Ei esse, spüle ich meine Tasse vor dem Nachgießen.
Dienstag 27. Februar, 2007

Scharia

Gestern Nacht bin ich stocksauer ins Bett. Ich war so was von geladen, dass ich Angst hatte, die Luft um mich herum fängt gleich Feuer. Keine Ahnung, ob jemand dieses Gefühl kennt. Ausschlag für diese Wut war eine Reportage auf WDR um 22:30 Uhr.
Auszug TV-Today: Der Vorwurf: Sex mit ihrem Freund. Das empörende Urteil: Tod durch Erhängen. "die story" rekonstruiert die aufwühlende Geschichte von Atefeh R. aus der nordiranischen Stadt Neka, die in die Fänge der islamischen Moral-Polizei geriet und 2004 öffentlich hingerichtet wurde.
Ein Schicksal von vielen, welche ähnlich täglich im Namen der Scharia vollzogen werden. Männer die sich religiös nennen, urteilen über das Leben anderer im Namen des Propheten. Ich bin jedes Mal so wütend über diese Tatsache, dass es mir schlecht wird. Vielleicht haben sich die Freigeister im Mittelalter ähnlich gefühlt, ob der Tatsache der «heiligen» Inqusitionen.
Heute Morgen musste ich zwei Kunden arabischer Herkunft betreuen. Beim ersten konnte ich mich noch zurückhalten, beim zweiten bin ich schier ausgerastet. Im Hintergrund lief auf irgendeinem arabischer Sender Bauchtanz. Ich bat wörtlich den Mist abzustellen, da ich mich konzentrieren müsse. Aber Hakan, das sind die besten Frauen von der Welt, bekam ich als antwort. Tja, Musterbeispiel an falscher Stichwortvorgabe.

Ich glaub' nicht, dass der Kunde ... ehemalige Kunde, sich bei mir noch einmal meldet.
Montag 26. Februar, 2007

Westropolis

Kultur für alle, Kritik von allen.

Westropolis.
Montag 26. Februar, 2007

Ziboy

Ziboy DSCN0960 - 24.02.2007Der liebe Ziboy scheint gerade in den USA zu sein.
Man sieht auf einigen Fotos Müllsäcke am Straßenrand liegen. Wahrscheinlich New York?

Er isst jetzt auch amerikanisch, wie man auf seinen jüngsten Fotografien unschwer erkennen kann.

:-)
Montag 26. Februar, 2007

Eitel.keit

An dieser Stelle, wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Die Mutter (GhiSg) meines Vaters war eine sehr herrschende Grand Dame. Natürlich haben wir Enkel unsere eigenen Erinnerungen an diesen Mensch, den wir liebten und auch fürchteten. Eines habe ich aber in sehr jungen Jahren von ihr gelernt: Menschen urteilen nach ihrer Eitelkeit. Ich war so etwas wie ihr Liebling, wogegen ich mich Zeit ihres Lebens werte - aber weiter im Text.
Immer dann wenn wir Enkel einen Fehler begannen, machte sie meine Mutter dafür verantwortlich. Das habt ihr Kinder nur von eurer Mutter geerbt, hieß es dann. Kam es aber vor, dass wir, egal wo und wie, eine gute Eigenschaft an den Tag legten, klopfte sie sich auf die Brust und ließ die Welt wissen, dass das ihre Gene und Charakterzüge seien, die sie uns vererbt hätte. Damals lernte ich, der Mensch urteilt wie es seiner Eitelkeit schmeichelt. So ist es meist und überall. Auch du, der du den Text hier wieso auch immer liest, urteilst wie es deiner Eitelkeit schmeichelt.
Wir sind Papst, wir sind Weltmeister im Fuß- und Handball, wir waren Weltmeister in der Formel 1, wir haben den Oskar gewonnen.
Haben wir nicht auch ein Kind misshandelt und ein jüdischen Kindergarten mit NS-Insignien besudelt?


In diesem Sinne, einen eitel aber nicht geringen schönen Wochenstart!
Samstag 24. Februar, 2007

Sams.tig

Interessanter Samstag bisher. Nachdem ich einer guten Freundin aus ein paar datentechnischen Grauzonen geholfen habe, stand ich plötzlich mitten im Markt. Gemüse satt, lauter leckere Waren. Ich hätte mich ja überkauft, wäre da nicht die gedachte Tragik des Tragens gewesen. Spinat, Radieschen, Petersilie, Feldsalat - im Gegensatz zu Supermarktware stankfreien -, wunderschöne Rukola, Tomaten und schönes Obst, dessen Schale unbedenklich gegessen werden kann, ohne dass man danach locker als Gartenleuchte auf Grillfesten Funktion fände.
Kurz die Eltern noch besucht. Danach stand ich im H&M und suchte fast verzweifelt nach einer Jeans mit Bragg-Schnitt. Jetzt mal im ernst, was ist eigentlich die Durchschnittsgrösse bei Männchen gerade. Ich trage 32er Weite mit 34er Länge. Alles was ich fand ist 34x32 oder 32x32. Entweder dick und kurzbeinig oder schlank und kurzbeinig? Am Ende fand ich dann doch eine Hose, die falsch bedruckt ist - was sich im Vergleich zu einer anderen feststellen ließ. Mir ist egal was draufsteht, Hauptsache es passt und gefällt mir.
Die Wohnung ist auch schon gereinigt und ich überlege mir vor dem Trip heute Abend ein Nickerchen zu genießen. Genau. Ich schlafe noch 'ne Stunde, koche und zieh' mir «Life on Mars» rein. Danach dürfte ich fit und froh für Ulm sein. Zum House mit nur schönen Frauen unterwegs, ist doch mal ein schönes Wochenende.

Ein eben solches wünsche ich hier allen!
Samstag 24. Februar, 2007

cat.die

Vielleicht hat ja hier schon jemand die Erfahrung gemacht, eine Katze zu überfahren. Vielleicht ist er oder sie dann auch einfach weiter gefahren und hat das Tier achtlos liegen lassen. Vielleicht ist dann dieser jemand so freundlich und erklärt es mir.
Warum verständigt man niemanden, der, wenn einem selbst die Unfähigkeit anerzogen wurde gerade zu stehen und richtig zu handeln, das tote Geschöpf vom Straßenrand entfernt? Ist es Angst, beschuldigt zu werden oder mangelnder Respekt vor dem Leben, der weiter fahren lässt?
Klar ist, dass meist das Tier schuld ist und niemand die Verantwortung dem Fahrer zuschreiben wird. Aber einfach weiterfahren, ist dumm und nieder im Charakter.
Donnerstag 22. Februar, 2007

ü.Ei

Ich erinnere mich nicht daran, mir selbst je ein überraschungsei gekauft zu haben. Klar, es kam schon mal vor, dass wenn ich jemandem eins schenkte, auch für mich eines mitnahm. Aber so ganz für mich alleine? Nein - jedenfalls ist mir das nicht mehr bewusst.
Vorhin beim Wasserholen gab ich einem nicht vorbestimmten Impuls nach. 45 Cent stand da. 9 ist meine Zahl - schon immer gewesen. Ich hab's gekauft. Mein erstes eigenes ü-Ei.

Und was kam raus? Ein irgendding von lila Robohund mit goldbraunen Baggerpfoten und orangem Helm. Aber Hallo, wie wahr ich gespannt.
Donnerstag 22. Februar, 2007

Laib.le

Nahezu jede Bäckerei bietet an, gekaufte Backwaren sofort bei Kaffee, Tee oder anderen Getränken die dort feil geboten werden, verzehren zu können. Eine gute Sache. Meist. Bis dass der Kunde sich ärgert, weil er eine Vorführung in regelrechter Abzocke vorgeführt bekommt. Ja, so geht man mit Kunden um, man lese und lerne.
Ein Bekannter mittleren Alters, wollte das oben beschriebene Angebot während seines Einkaufs nutzen, den kleinen Hunger mit einer Brezel zu stillen. So stand er also in der Bäckerei Laible in Herbrechtingen und orderte nebst anderen Waren, eine Brezel, zahlte die geforderte Summe, stellte sich an einem Stehtisch, bekam Teller und Serviette und begann die Brezel zu verzehren. Eine Sache die wahrscheinlich in dieser Sekunde tausende Mal in Deutschland ähnlich passiert. Nur diese Gegebenheit hier wird sich leicht von den anderen unterscheiden. Denn kaum hatte der Mann in die Brezel gebissen, forderte die Verkäuferin 20 Eurocent Aufschlag. Eine Brezel die am Tisch verzehrt würde, koste 60 Eurocent anstatt 40, wurde der Mann belehrt.
Sieht man mal von der Blamage ab, der die Verkäuferin sich und den Betrieb in dem Augenblick auslieferte, bescheinigt diese Betriebspolitik dem Kunden an der Stelle abgezockt zu werden. Nun sind 20 Cent nicht die Welt und bestimmt kein Grund weder als Zechpreller zu gelten noch so geheißen zu werden, aber ebenso wenig, sich vorführen zu lassen.
Besagte Bäckerei Laible sollte sich überlegen, ob es das Wert war: Kunden - nämlich Bloßgestellter, Familie und deren Bekannte -, wegen einer Brezel zu verlieren.
Donnerstag 22. Februar, 2007

Tab.s

Seit wann hat sich denn die Zielgruppe der Calgonit-Tabs von unverheirateten Zicken, die schaft auf den Nachbarn sind, auf, mit Weicheier verheirateten Zicken, geändert?
Mittwoch 21. Februar, 2007

Ascher.Mi

Heidenheim - Politischer Aschermittwoch des Fiebers
Da könnte man sich doch fragen, ob der Bundestag nicht verfassungswidrig ist -
so ganz ohne Opposition.
Mittwoch 21. Februar, 2007

Hek.tig

Zing. Was für ein Tag. Simultan Aufträge abarbeiten - alle sind sie wichtig.

Und lieber Lexware Support, ihr seid Vollpfeifen!
Gruß,
THT Net.

Nein. Die überschrift ist nicht falsch geschrieben ...!
Dienstag 20. Februar, 2007

Dicht.er

Am Wohnzimmer habe ich 5 Dachfenster in Holzrahmen. Eine schöne Sache, aus der man bei geeignetem Wetter bis in die Alpen sehen kann. Ansonsten reicht die Aussicht über das Heim der Heiden, dem Heidenheim. Ich hab' das Fieber jetzt seit März 2001 laufen und erst jetzt falle ich in diesen Scherz - aber Hallo, ich bin begeistert und klopfe mir für diesen Geistreichtum auf die Schulter. Depp... egal, weiter im Text - löschen gilt nicht.
Als ich die Wohnung Mai 2006 nahm, schlossen drei der Fenster nicht richtig, was ich aber schnell und gut richten konnte. Damals dachte ich schon, bevor's da draußen richtig kalt wird Junge, musst du dichten. Abdichten. Es kam viel dazwischen, lag selbst in Werkstatt anstatt werken zu können. WAS IST DENN MIT MIR LOS HEUTE. Bin ja ein richtiger Scherzkeks. Diagnose spät mutiertes Karnevalsgen ... who knows, anyway ... haha ... Vorhin wollte ich es wissen. Die Holzrahmen wurden abgebaut, die Fugen mit Acryl verdichtet und alles schön wieder eingebaut. Da noch eine Tube übrig und der Mann gerade zum Dichter heiß gelaufen war ... jetzt ist aber gut Alder! Nun grab' mal keine Sprüche hier und sag' was zu sagen ist denn bald ist Desperate Housewives! ... .... nun, ich hab' dann gleich auch noch die Wohnungstür abgedichtet. Das heißt, nicht die Tür sondern die Rahmen der 8 Glaselemente daran.

Hey Wetterarsch! Kannst kalt machen jetzt!
Dienstag 20. Februar, 2007

Arg.er

Man mag ja gar nicht mehr Nachrichten hören oder sehen, weil man dabei immer mehr schlecht fühlen muss. Das Weltgeschehen ist eine Sache, die Meldungen über verwahrloste oder misshandelte Kinder eine andere. Verscharrt in Mülltonnen, Kühltruhen oder Mauerwerk. Körperlich oder geistig blessiert findet man sie in öffentlichen Toiletten und Kinderzimmerchen. Aktuell sieht man wie drei dieser armen Seelen, die Wände mit dem eigenen Kot beschmierten, bis sie nach zwei Tagen Einsamkeit von der Polizei befreit wurden. Angeblich hätte sich die Mutter gemeldet, heißt es. Die 27jährige hätte stark alkoholisiert geklungen - was auch immer das heißen mag.
In meinem Bekanntenkreis springt auch so ein Grenzfall durch die Partywelt. Dem Kind fehlt es an nichts, auch nicht an der vermeintlichen Mutterliebe. Der Grenzfall äußert sich im nächtlichen Alleinlassen. Jeder mag da anders denken, bis etwas passiert was nicht mehr gut zu machen ist.
Oft denke ich dann einen ganz bösen, zwar nicht in diesem Fall aber oft, argen Gedanken: Ein Bier weniger und es hätte zum Kondom gereicht.
Bin schlimm, ich weiß. Ist so.

Auszug Yahoo!:
Fürth (dpa) - Eine alleinstehende Mutter hat ihre drei kleinen Kinder ohne Essen und Betreuung tagelang in einer verwahrlosten Wohnung in Fürth zurückgelassen. Die ein, drei und fünf Jahre alten Kinder hätten etwa zwei Tage verlassen in der Wohnung ausgeharrt, berichtete die Polizei. In der Wohnung fanden die Polizeibeamten verdorbene Lebensmittel. Die Wände seien mit Kot beschmiert gewesen. Ungeklärt ist der Verbleib der Mutter. Die Polizei hatte kurz mit der Frau telefoniert. Sie stand offenbar unter Alkoholeinfluss.
Montag 19. Februar, 2007

Pferd.lig

An dieser Stelle wieder, pünktlich zum Mittag, der Spruch zum Wochenstart:
helau! Das Pferd ist hinten wie höher.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Wochenstart ;-)
Sonntag 18. Februar, 2007

Nor.mal

Manchmal wird Freundlichkeit, wenn manN sich so ausdrücken darf, falsch verstanden. Kein Grund distanziert durchs Leben zu wandern. Es gibt nur immer wieder alle Monate ein ernstes Gespräch um den Gegenüber wieder auf den Teppich der Realität zu holen. »Aber du hast doch signalisiert dass« Vorwürfe, schmettert man freundlich aber bestimmt mit »ich hab' nichts signalisiert, ich bin so«, ab. Die Vorstufe zu einem solchen Gespräch wird fast immer gleichartig eingeleitet. Nämlich immer dann wenn Frau anfängt Enthüllungen von anderen Frauen, vermeintliche Freundinnen, zu offenbaren. Ungefragt. Oh oh, denke ich dann immer. Jetzt ist es wieder so weit. Körperliche und geistige Gebrechen aller Art der «Freundin» liegen plötzlich ausgebreitet vor mir. »Weißt du, die hat mal das und das gemacht und erst ihre Hängetitten, die sieht man ja so gar nicht, ekelhaft.« Klar, ekelhaft. Die Enthüllung nämlich.
Manchmal stresst's wirklich. Sehr sogar. Ist denn da draußen keine normal?

Themawechsel: Der gestrige Abend war in einer Hinsicht perfekt. Die Ulmer, und deren Gäste, verstehen sich auf guten House zu bewegen. Auch dann wenn der Laden bis zur Oberkante gefüllt ist. In jeglicher Hinsicht. Bravo.
Samstag 17. Februar, 2007

Bal.boa

Eine handvoll Menschen weiß, dass ich auf bestimmte Tonfolgen körperlich reagiere. Warum ist egal, nur dass, ist wichtig. Zumindest war's das gestern.
Rocky Balboa.
Endlich habe ich geschafft das Ding zu Ende zu sehen. Meine Begleitung hat nicht schlecht gestaunt als ich mich kurz krümmte - musste. War nicht schlimm, doch kurzzeitig hat's mich schier ausgeschaltet. Ich meine die durchdrehende Trompete im Soundtrack. Ich hasse durchdrehende Trompeten. Sie stören, schlagen, schmecken metallisch, als würde man an einem Stück oxidiertes Kupfer lutschen und dabei heiße Nadeln in den Nacken gesteckt bekommen. Kurz, ich hasse die durchdrehende Trompete.
Sie taucht mitten in der Musik auf und keiner weiß wohin sie gehen will. Es bewegt sich im Zickzackkurs über Taktfolgen hinweg und zerrt dabei an der Geometrie. Aua.
Als Kind mochte ich die Serie Dallas nicht sehen. Die durchdrehende Trompete in deren Soundtrack ist nämlich besonders irre. Ein Folterwerkzeug wie man es schlimmer nicht komponieren kann.

Rocky Balboa ist sehenswert. Als eigenständiger Kinofilm ist das Ding eben nur solches, ein Ding. Als Folge aber, ein krönender Abschluss. Gut gemacht Stalone. Für deine Fans. Der Rest möchte bitte verzeihen, wenn man es nicht versteht. Heutzutage ist es nicht leicht, einen Kinofilm der nur in einer einzigen Szene auf ein Special-Effect zurückgreift, gut zu finden. Rotes Blut.
Freitag 16. Februar, 2007

Stick.y

Heute mal ganz im Zeichen externer Startmedien gefangen gewesen. USB Stick mit BartPE als Rettungsanker in der Jackentasche, spart Zeit beim Kunden und lässt so manchen immer noch erstaunt dreinblicken. Ein vergessenes Adminpasswort ist damit sehr schnell ausgehebelt und das Erstaunen darüber noch größer, als der Zugriff auf die Daten. Also für dui Show könnese Geld verlanga, sagt der Kunde. Stimmt, antworte ich, geht auf Rechnung. Im übrigen könnte das jeder, ob er dafür bezahlt wird ist eine andere Frage.
Der Kunde weiß jetzt wie man seine Daten gut verschlüsselt und den Schlüssel auf einem Stick hält.
Für was so ein Stick nicht alles gut ist.
Donnerstag 15. Februar, 2007

gibran

Heute Morgen las ich auf dem besten Kalender wo gibt: Gut ist es zu geben, wenn man gebeten wird, doch besser ist es, ungefragt zu geben durch Verstehen. (Khalil Gibran)
Seltsam, dachte ich mir, denn zu Geben hatte ich gesten Abend beschlossen. Ausgeführt. :-)
Donnerstag 15. Februar, 2007

Graviton11

Heute Nacht gegen drei Uhr, ich bin im Tiefschlaf, aus einem entfernten Teil meines Hirns:
Klopf klopf. Klopf, KLOPF!
Mmmmrrrr...
Nix mmmmrrrr - klopf, klopf!
WER IST DA!?!
Die M-Theorie, mein Lieber, die M-Theorie.
Mitten in der Nacht?
Ja, dein Hirn schläft nicht, selbst schuld.
O. K. erzähl, aber schnell ich will weiterschlafen!
Ja ja, ... das Graviton-String kann das Gefüge gar nicht verlassen.
Mathematisch aber schon!
Mathematisch, klar, mit 11 geschaffenen Dimensionen.
Und wieso kann es das Gefüge nicht verlassen?
Grundsatz halber nicht ...
Energie geht nie verloren?
Ja. Und jetzt schlaf weiter!!! Du störst!

Meine Nächte. Manchmal sehr sonderbar.
Donnerstag 15. Februar, 2007

Fuison.cheap.ing

Gillette Fusion Power. Vor zwei Monden bekam ich das Ding mit Vibrationsfunktion und dem Aussehen eines Raumschiffs von Marsianern für Arme, in Orange. Es ist gut, keine Frage. Mann hat sich daran gewöhnt die vielen Klingen surrend übers Gesicht zu ziehen. Nebenbei erfüllt es seine Aufgabe perfekt. Es glättet Backen, Hals und schickt dich mit einem «Yeah» in den Tag. Fusion Power eben, du verstehst.
Vor zwei Wochen ging die 8er-Batterie der dazugeschenkten Klingenfelder zur Neige. Das heißt, ich dockte elegant das letzte davon an das Mutterschiff und schrieb gleichzeitig, Multitasking ist Männern gar nicht fremd, einen Vermerk auf den im Hinterkopf immer bereit stehenden Einkaufzettels. Man kann sich das als Systemdienst vorstellen, diesen Einkaufszettel, ähnlich den von Windows 2000 oder XP. Am Samstag darauf stand ich also vor dem Männer sind hier zu Hause Regal und .... guckte nicht schlecht aus der Wäsche. Vier Klingenfelder für nur 16,49 Euro. Hallo?! Habt ihr einen an der Waffel oder schon lange keinen Kuchen gegessen, dachte ich. Ich zahl doch keine 16fünfzig für vier Klingenteile! Die Idee war im Internet nach einer günstigeren Quelle zu suchen. Zwei Regale später, hier sind auch Frauen willkommen, sah ich das Fusionding in blauer Farbe für 9 Euro mit zwei Klingenfeldern inklusive. Das blaue Ding ist gleichartig bis auf das Fehlen der Surrfunktion. Kurz überlegt und es in den Einkaufswagen gelegt. Mann braucht ja schließlich auch etwas unter der Dusche für Untenrum. Ein Klingenfeld könnte ich dann gleich auch für das orangene Mutterschiff benutzen. Tat ich auch. Funktioniert gut.
Im Internet fand ich als günstigste Quelle, 11 Eruo für 4 Felder. Eine Manie von mir ist, etwas nicht gleich zu bestellen sondern zu warten. Auf was weiß ich nicht immer genau, aber ich warte erstmal. In diesem Fall wartete ich auf das Prospekt vom Real Markt. 4 Klingenfelder für 11 Euro ungerade, stand da. Im Ganzen günstiger als im Internet angeboten, berechnet man die Frachtkosten mit. GEHT DOCH, gekauft!
Mittwoch 14. Februar, 2007

Marbella

Heute Mittag läuft mein «kleiner» Bruder hier rein und erzählt was von einem Auto, welches er sich anmelden will. Er hätte es gechenkt bekommen. Jetzt gerade kommt er wieder und fragt stolz ob ich es sehen will. Probefahrt.
Seat Marbella, 39 PS, schwarz. Kleines schmuckes Ding. Parkplatzheld, Stadtflitzer. 20 Euro Volltank. Genau das Richtige für ihn. Ich pass' gerade noch so rein in das Ding - wie wir eben feststellen konnten.
In meiner Studienzeit bin ich eine Zeit lang abends Pizzen ausgefahren. Ich war der einzige Fahrer, der kein eigenes Auto hatte - hatte ich schon, nur wussten und sollten die das nicht wissen. So durfte ich dann mit dem Geschäftspanda durch die Gegend rauschen. Hat Spaß gemacht, und es gab 10 Mark die Stunde - Netto. Um Zeit zu sparen, habe ich damit oft über Fußgängerwege abgekürzt. War unfair gegenüber den anderen. Sowieso - die fuhren ja mit dem privat PKW durch die Gegend, mußten selbst Benzin zahlen und bekamen pro errechnete Kilometer Geld. Bis zu 100 Fahrten unter 3 Km täglich. In einem halben Jahr ist der Motor richtig sauer gefahren.


Wünsch' dir ein unfallfreies Fahren, Kleiner!
Mittwoch 14. Februar, 2007

Gemüse.Drink

Heute Morgen überreichte mir ein Kunde einen «Gesunddrink». Es ist so ein kleines Plastikfläschchen mit einem Saftgemisch aus Obst und Gemüse. Lecker und natürlich gesund. Bedingt gesund. Denn der Kunde meinte, er müsse jetzt gar kein Obst oder Gemüse mehr essen - drei dieser Fläschchen am Tag würden den Bedarf daran decken. Ich widersprach - mal wieder. So langsam glaube ich es ist meine Natur, zu widersprechen. Blödsinn. Denn ich hatte meine Gründe.
Klar ist, dass dieses Saftgemisch wirklich gesund ist und den Bedarf an natürlichen Vitaminen und Mineralien deckt. Der Mensch braucht aber Obst und Gemüse nicht nur der Inhaltsstoffe wegen. Sehr wichtig sind auch die Pflanzenfasern, die man nicht ersetzen kann.

Auf Deutsch gesagt, man braucht Pflanzenfasern im Darm damit man gut «kacken» kann.
Mittwoch 14. Februar, 2007

Rosen.tag

Einen frohen Valentinstag allen Liebenden. Heute ist Blumenverschenk-Tag. Komerziell oder nicht, es gehört dazu und ist schön.
Sie will Rosen. Bestimmt. :-)
Dienstag 13. Februar, 2007

Feuer.sucht

Auszug Yahoo!: Grevenbroich (ddp-nrw). Ein 20-jähriger Mann ist in der Nacht zu Dienstag bei einem Wohnungsbrand in Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss) getötet worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers war es bei einem Besuch des Mannes bei seiner Freundin zu einem heftigen Streit gekommen. Die 22-jährige Frau flüchtete daraufhin vor den Schlägen ihres Partners aus der Dachgeschosswohnung. Die inzwischen alarmierten Polizeibeamten wurden Zeuge, wie der Mann mehrere Gegenstände aus der Wohnung auf die Straße und geparkte Autos warf. Kurz darauf kam Rauch aus dem Wohnungsfenster.
Traurig, wirklich. Hier ist Gefühl zu Ultimo eskaliert. Wahrscheinlich Eifersucht.

Wäre ich jetzt die Bildzeitung, würde ich Folgendes schreiben:
Wer weiß, vielleicht macht die Dame ja auch gerade Führerschein und hat sich in Herrn Schlämmer verguckt. Ihr Freund hat es dann erfahren und am Rad gedreht - bis zum Ende.
Ich bin aber nicht die Bildzeitung.
Mein Beileid den Hinterbliebenen!
Dienstag 13. Februar, 2007

FS2562

Das ist mein erster Eintrag mit meinem neuen Schmuckstück. Ich hatte es letzten Sommer von einem Kunden abgekauft, weil er damit nichts anfangen konnte. Fujitsu Siemens. LifeBook. Platte defekt und kein Zubehör. Jetzt hab' ich's «zum Laufen» gebracht. Was soll ich sagen, ein DIN A4 Blatt ist größer aber bei weitem nicht so schön.

meinsmeinsmeinsmeins *hehe*
Montag 12. Februar, 2007

out.ING

Mindestens 10 Jahre nahm ich es zu mir. Am Ende, vor ein paar Monaten noch, waren es bis zu 15 Stück am Tag. Pro Stück 300 mg Raniditin als Hydrochlorid. Oft hatte ich solche Schmerzen, dass ich mir gut und gern einen Säbel in die Därme gestochen hätte. Ich habe Nächte erlebt, von denen ich nicht weiß wie ich sie durchstand. Heute bin ich befreit vom Schmerz und auch von Raniditin - sowie einer ganz besonderen Nebenwirkung.
Das Lustige ist, dass dieses Mittelchen noch etwas ganz anderes mit mir angestellt hat, worüber ich mir nebenher die ganzen Jahre den Kopf zerbrach. Es gab da eine Sache, die ich mir nicht erklären konnte und die mit Ausreden und laienhafter Analyse durchleuchtet wurde. Sex.
Es gab Wochen, dann wieder nur Tage, nämlich immer dann wenn ich es nicht oder nur wenig nahm, da war alles O.K. Doch der Rest der Zeit in diesen Jahren war ein Desaster, wenn ich ehrlich bin. Als mein Arzt mich fragte, ob ich auf diesem Sektor keine Schwierigkeiten gehabt hätte, war ich erstmal erstaunt, dass er mich überhaupt darauf anspricht und nach einer kurzen Aufklärung seinerseits, musste ich lachen. Er meinte noch, er würde sich wundern dass ich überhaupt bei der hohen Dosis Raniditin sexuellen Kontakt gehabt hätte.

Ob ich die Zeit bereue? Nein. Es war das einzige mir zugängliche Mittel welches mich die Schmerzen halbwegs ertragen ließ.
Montag 12. Februar, 2007

Freude

An dieser Stelle wieder, fast pünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal vom Khalil Gibran Kalender abgetippt:
Und er gab dem Menschen den Becher der Freude mit den Worten: Trinke nur daraus, wenn du die Vergangenheit vergisst und die Zukunft nicht beachtest.

Will man darüber nachdenken, sagt uns Gibran dass wahre Freude nur in der Gegenwart zu kosten ist.
In diesem Sinne, einen freudigen Wochenstart!
Montag 12. Februar, 2007

Rocky.cating

Eigentlich sollte man während eines Kinobesuchs das Telefon ausschalten. Manchmal ist es aber gut, wenn man es nicht so macht. So wie heute Abend.
Eine halbe Stunde lief Rocky Balboa als mein Handy leuchtete. Der kleine Kater meiner Schwester meinte Tarzan spielen zu müssen und sprang vom Schrank. Er blute leicht aus dem Mund und wäre sehr benommen. Ciao Rocky, dachte ich nur und wir trafen uns 20 Minuten später vor ihrer Haustür.
Eines muss ich der Tierklinik in Heidenheim lassen, es ist im schönsten Gebäude dass ich in unserem Ländle kenne. Die Villa war schon als Kind mein Traum, bin ich doch ein paar Meter davon aufgewachsen. Es ist eigentlich ein kleines Schloss. Ein Schlösschen.
Am Ende war's gar nicht so schlimm. Der Kleine hat sich nur zwei Milchzähne angeschlagen. Er muntert schon wieder kräftig umher. Lümmel.
Na ja. Ich werde Rocky morgen zu Ende sehen. Bestimmt fängt er «was» mit der kleinen Marie an. Adrian ist tot ... hätte nicht sein müssen. Ist aber so.

Vielleicht noch einen Satz zum Schluss, den ich als Kind immer wieder hören musste: Ein Junge ist kein Junge, wenn er nicht vom Baum fällt.
Sonntag 11. Februar, 2007

sPAM

Die »Aktion Lebendiges Deutsch«, ein Projekt der »Stiftung Deutsche Sprache«, sucht nach einer deutschen Entsprechung für SPAM. Das wundert mich.
Ich bin bestimmt kein Freund von Anglizismen. Selbst in meinem Beruf versuche ich englische Fachbegriffe zu vermeiden, soweit es mir möglich ist. Ich höre mich oft genug am Tag Update, Ethernet, Router, DVD oder Software sagen. Begriffe, Namen, die sich nicht vermeiden lassen, will man verständlich kommunizieren.
Kann man für Spam ein deutsches Wort finden? Würzfleisch, Dosenfleisch, Penetrantwerbung oder gar Postfach-Jehovas? Will man für Spam überhaupt ein deutsches Wort haben? Reicht es nicht, SPAM als das zu nehmen was es ist - eine Bezeichnung für lästige Warenanpreisung im Weltweiten Rechnerverbund. Niemand will Ford oder Pespi mit einer deutschen Entsprechung benennen. Es reicht wenn man es umschreibt.
Freitag 09. Februar, 2007

Balboa

Irgendwann Ende der Siebziger, kauften wir - also meine Eltern - einen Videorecorder. Ein Wunder der Technik, damals. Video. Ich kann mich noch gut an das Ding erinnern. Sony C7, Betamax.
Filmverleiher gab's nicht viele in unserem Ort. Ein Bekannter vermittelte uns an einen VHS-Dealer, der von Tür zu Tür fuhr und damit schönes Geld machte. Unser erster Videoabend mit der ganzen Familie gehörte Rocky I und II. Zuerst wollten wir das nicht sehen, aber der Verleiher versicherte uns, dass es sehenswert sei. Und er hatte Recht. Ich weiß noch, wie wir Rocky angefeuerten und jede Minute der beiden Filme mitfieberten. Später kam der lang ersehnte Teil III. Beim vierten Teil dachte ich, jetzt ist aber genug und als der fünfte erschien, habe ich es mir nicht mehr angetan. Jetzt ist der sechste und voraussichtlich letzte Teil in den Kinos hierzulande angelaufen ... und, ich werde es mir ansehen.
Manches wird von selbst zum Kult und ich denke, diesmal ist's sogar ein guter. Allein schon wegen der aparten Nostalgie, die sich über die Jahre entwickelt hat, will ich das nicht verpassen.

Rocky Balboa, meine 9 Euro sind dir sicher! Ich werde sogar eine Tüte Nüsse dazu essen und dich wieder anfeuern, wenn du mit 60 die Dackelaugen aufgeschlagen bekommst. Aaaadrrrriaaaan, Aaaadrriaaan ... Aaaadrrriaaaan ...
Donnerstag 08. Februar, 2007

B.Manco

Ein der ganz großen. Baris Manco. Seit Jahren erlöst - schade für uns. Seine Musik lebt weiter. Herr Bioloek wird sich sicher noch an ihn erinnern können. Ich traf ihn gerade wieder, auf Youtube.

Das hier von ihm war Ende der Siebziger mein Lieblingslied. 2025

Nachtrag': Ich hatte den Link auf »2025« falsch gesetzt. Jetzt ist es richtig.
Donnerstag 08. Februar, 2007

ver.Schüchter

Vielleicht, bestimmt sogar, kennt ihr auch diesen besonderen Typus des jähzornig verstörten Menschen. Man erkennt ihn am Gang, halbschräger Haltung und wenn man mit ihm kommuniziert, an leiernder Stimme und ausweichendem Blickkontakt. Meist blickt er während es seine Sätze formuliert nach links oben. Eine weitere Besonderheit dieser Art Mensch ist auch, wenn er den Entschluss gefasst hat mit anderen in Kontakt zu treten, trotz seines schüchternen Auftretens auf biegen und brechen zu reflektieren, nicht verarscht werden zu wollen. Klar ist, dass niemand verarscht werden will, außer vielleicht ein paar Vollpfosten - aber davon will ich jetzt gar nicht anfangen. Der jähzornig verstörte Schüchterne, schlägt dich mit einer irrealen Art von programmiertem Selbstbewußtsein. Mir stockt jedesmal das Eiweiß im Hirn, wenn solche Menschen ihre Wünsche gegen mein Bewußtsein hämmern. Buhh, will ich dann jedesmal flüstern und sehe ihn zu Boden fallen. Natürlich mache ich das nicht, sondern bleibe stur freundlich. Manchmal gelingt es mir sogar diesen Menschen aus seinem, von anderen oder durch Medien aufgetackertem Authismus zu befreien und, ihn die Irre der beigebrachten Worte vorzuführen, die er mir gerade vorleierte. Geister, von welcher Art auch immer, die diese Menschen treiben, sind mir wider.
Der Kandidat heute war ein ganz besonderer. Er hatte einen Zettel, auf dem «seine Vorstellung» mit Leuchtfarbe markiert war. Es ging darum, dass ich seinen PC vor Angriffen schützen sollte. Er wisse «dass man auf bestimmten Chatseiten ausspioniert» werde. Irgendwann riefen wir zusammen den Verfasser dieses Zettelchens an und ich machte ihn darauf aufmerksam, dass ich mit dem Gedanken spiele, ihn anzuzeigen. Wenn er einen Internet-PC wolle, mit dem man «sicher einen Pädophilchat» besuchen kann, solle er seinen Arsch selbst in meine Richtung bewegen.
Fakt ist, ich habe jetzt viel zu gut gegessen, als dass ich mich weiter über diesen Musterschüler aufregen will. Matzen, mit Käse, Tee und zwei Orangen. Alles wert und gut, sich den Magen nicht durch schlechte Gedanken zu verdrehen. Nicht mal nach überstandenem Krebs.
Donnerstag 08. Februar, 2007

Ei.tel

Festfahren. Festgefahren. Weder ist das Fahren zu einem, noch sind die Gefahren auf einem, Fest gemeint. Viel mehr die Eitelkeit, mit der man sich in Meinung und Gedanken festfährt. Nietzsche sah's ganz richtig: Der eine hält eine Meinung fest, weil er sich einbildet von selbst darauf gekommen zu sein. Der andere, weil er sie mit Mühe gelernt hat und stolz darauf ist, sie begriffen zu haben. Beide also aus Eitelkeit. Leider ist er selbst wie auch seine Freunde im Geiste, Steiner zum Beispiel, oft in diese Falle getreten. So ist es nicht verwunderlich, dass der «Normalobürger» eitel erleuchtet durchs Leben wandert, weil er die Eitelkeit der Gedanken für Weisheit hält. Und selbst wenn's blutet und schmerzt, hält man es für richtig und begreift den Schmerz als Lebenserfahrung, der nötig ist oder war, neue Stufen zu erklimmen.

Eitelkeit ist das Gift des Lebendigen, der Freund des «freudentanzenden» Stillstands.
Dienstag 06. Februar, 2007

Ver.laufen

Eben habe ich mir verlaufen. In meiner Wohnung. Auf dem Weg von der Küche ins Arbeitszimmer. Vier Meter sind arg, wenn man verläuft. Eigentlich hatte ich mich schon nach ca. zwei Metern verlaufen, dachte aber, es wäre interessant die restlichen weiter zu gehen; hatte ja sonst nichts vor und irgendwo würde ich schon ankommen. Bin ich auch, nachdem ich den Weg wieder fand.
Seltsames Gefühl.
Montag 05. Februar, 2007

Welt.meist.Er

An dieser Stelle, der etwas andere und verspätete Spruch zum Wochenstart.
Nun ist es endlich soweit. Deutschland ist wieder Weltmeister. Im Handball. Gratulation, habt ihr gut gemacht! Es wird gefeiert und gelacht. So wie sich das gehört.
Bitter ist, dass das nur im Männersport etwas zu heißen hat, Weltmeister. Als die Damen unlängst Weltmeister im Fussball wurden, hat kein Hahn danach gekräht - oder nur sehr müde, wenn eine Henne ihn pikste, krähen zu müssen. Es ist zum Heulen, auch weil mehr Frauen freiern wenn Männer Weltmeister werden, als Männer freiern wollten, wenn Frauen Weltmeister sind.
Es ist so. Die Männer sind wieder Weltmeister, die Frauen wider schön längst.


In diesem Sinne, nochmals einen frohen Wochenstart. Kikeriki.
Montag 05. Februar, 2007

Netz.WerK

Heute ist hier mal etwas ruhiger - der Spruch zum Wochenstart kommt erst am Abend. Werde den ganzen Tag ein Netzwerk über 3 Etagen verkabeln - allein. Was muss, das muss. Schließlich ist das auch Arbeit.

Trotzdem vorab einen schönen Wochenstart!
Sonntag 04. Februar, 2007

wenn.Du

Gestern abend spielten wir das Spiel, »wenn du wärst was wärst du dann«. Ich habe es selten - eigentlich nie - erlebt, dass man fast zwei Stunden während eines Téte-à-Téte die Nasen 20 cm von einander, über eine Sparte von, wenn du wärst was wärst du dann, diskutiert. Nach lustigen Antworten zu Bauwerk, Fluss und Insekt, war die Reihe an mir und ich fragte, wenn du ein aktuelles Liebeslied wärst, was wärst du dann. Meine Gegenüber war überzeugt davon, «Das Beste» von Silbermond sein zu wollen.
Jetzt mal ehrlich, Silbermond ist ansonsten ja wirklich gut. Aber das Lied? Dieses Geplärre, blubbering, ist alles andere als ein Liebeslied. Dedede dididi di ... passiert ist, du tust so dididi ... uaaaaah! Mag ja sein, was ich völlig akzeptiere, dass es Jugendlichen ... und anderen gefällt, aber nee, mir nicht. über Geschmack lässt sich nicht streiten, also wählte ich «The only ones» von Reamonn und Lucie Silvas - es musste aktuell und ein Liebeslied sein. Zack, vergingen zwei Stunden. Ich kenne jetzt jede Sommersprosse von ihr persönlich und kann deren Koordinaten dazu nennen.
Wir einigten uns, dass die schöne Lucie Silvas in diesem Stück etwas unterbesetzt ist. Sie kann stimmlich Rea Garvey Sänger der Reamonn nicht das Wasser reichen - aber wer vom aktuellen Gesingsel kann das schon.

Jo. So ist das mit, wenn du wärst was wärst du dann... Zeit vergeht ;-)
Samstag 03. Februar, 2007

Life.on.Mars

What a pity, dass Schrift Geschmack nicht weiter geben kann. Ich hab' gerade sowas von lecker gekocht. Seit etwa zwei Jahren habe ich mich nicht mehr an eine Tomatensoße herangewagt. Warum das so war ist egal - es hatte persönliche Gründe. Heute, dachte ich mir beim Einkaufen, ist der richtige Tag für Capellini mit einer guten Tomatensoße. Ich habe mich nicht enttäuscht. Ja. Aber das ist nicht der Grund, warum ich den Laptop angekurbelt habe.
Da ich erst nach Zehn das Haus verlassen werde, suchte ich nach einem guten TV Programm zu dem lecker Teller Nudel. Mehr aus Faulheit weiter das Umschaltknöpfchen zu drücken, als an Interesse, blieb ich auf Kabel 1 hängen. Life on Mars. Serienstart, Great Britain, Krimigenre. Und hey, als ich die Musik hörte, hatte das Ding schon halb gewonnen. Ja genau. Led Zeppelin mit der Stimme David Bowie. Wie geil ist das denn für eine Serie! Aber nicht genug da kommt noch The Who, Lou Reed und Deep Purple um die Ecke. Kann's noch besser kommen? Klar. Blue Oyster Cult.

Hey. Habt ihr die Serie nur für mich erfunden?
Samstag 03. Februar, 2007

gelb.Sackdu

Das ... Bändchen ist jetzt gelb. Früher war's orange. Jetzt ist es gelb, der Sack aber wurde nicht besser davon - es ist an sich genialer humbug und mehr als ein Lachen, regt es mich nicht auf. Ich muss so tun, ansonsten würde ich schreien dass den Dschinn die Ohren platzen. Und wer will das schon!
Der Gelbe Sack, das Duale System. Mülltrennung ist wichtig und gut. In vielen Städten gibt es den gelben Sack, der vermeintlich kostenfrei an die Haushalte ausgeteilt wird und worin der brave Bürger, den Verpackungsmüll entsorgt. Mit den Dingern, die hier in Heidenheim verteilt werden, wird das Entsorgen zur regelrechten Farce, zur Posse in der Abstellkammer. Das Material ist so dünn, dass man sich überlegt, ob es Wasser durchlässig ist. Wenn man es anhaucht, sprengt der Atem die Molekülkette und es zerfällt in seine gerade mal, sieben Atome. Der Schwabe würde sagen, des isch a G'lumb a rechts!, und sich wieder seinem wohlgeliebten Schwartenmagen zuwenden.

Der Gelbe Sack ist genau das. Ein gelber Sack!
Freitag 02. Februar, 2007

May.be

Das Folgende habe ich gerde per Mail bekommen:
... hier weiter lesen!
Freitag 02. Februar, 2007

Rechne.n

Zum Wochenende eine kleine Text-Rechenaufgabe:
Du bekommst Besuch und bist vollkommen pleite. Von zwei Freunden leihst du dir je 25 Euro. Mit den 50 Euro in der Tasche gehst du einkaufen für insgesamt 45 Euro. 5 Euro bleiben übrig. Um dein Gewissen zu erleichtern, gehst du zu den beiden Freunden und gibst ihnen je 1 Euro zurück. Das heißt, du schuldest den beiden nur noch je 24 Euro - in der Tasche bleiben dir noch 3 Euro übrig (5 - 2).
Nun. Deine Gesamtschuld an beide Freunde beträgt noch 48 Euro (24 + 24). Wenn du die 3 Euro, die noch übrig sind, dazu rechnest, hast du einen Euro zuviel.
Woher kommt der?

Ich wünsche ein schönes Wochenende.
Donnerstag 01. Februar, 2007

Sau.billig

gut getroffen    Eine Karikatur ist eine Karikatur ist eine Karikatur. Meinungsfreiheit ist Meinungsfreiheit ist Meinungsfreiheit. So ist das. Aber nicht immer. Vor Monaten stand die Welt einig hinter den in einer dänischen Zeitung veröffentlichten Mohammed Karikaturen. Damals war man sich einig, dass Satire nicht verboten werden darf.
Hier hat ein Blogger die Freiheit der Satire in Form einer Karikatur ausgedrückt und plötzlich wird das Ganze rechtlich verfolgt und mit einer einstweiligen Verfügung belegt. Die Media-Markt-Saturn-Gruppe, die seit Jahren ihre Kunden mit Blödsprüchen lockt und sie unlängst mit «Schwein-gang» begrüßt und mit «Sau-sgang» verabschiedet, fühlt sich, schwäbisch gesagt, angepisst. Lachhaft.

Jo. Ganz richtig. Das ist sau billig. Da helfen auch günstige Angebote nicht weiter darüber hinwegzusehen.
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