Montag 26. Juli, 2010

Zasterparade

Natürlich war früher alles besser. Auch die Loveparade.
In den 90ern war ich einige Male in Berlin und feierte vor und hinter der Absperrung. Als 1999, mehr oder weniger vor unseren blinden Augen und nur ein paar Meter von uns entfernt, ein Mensch erstochen wurde, war das Ding für mich endgültig gegessen.
Natürlich werden jetzt Stimmen laut, in Berlin wäre das nicht passiert. Die Parade sei – und es ist wirklich so - nicht mehr das was es war, sondern nur noch eine Kommerz-Veranstaltung. In den letzten Jahren ging einem das Gezerre ... auf die Eier. Glücklich, die es noch anders erlebt haben. Von einer Parade – Harmonie durch Musik - konnte man schon lange nicht mehr reden.

... copyright AFPDie Schuld an dem Desaster in Duisburg muss nicht gesucht werden, denn sie liegt klar und deutlich zutage. Eine solche Masse durch einen Käfig zu schleusen, als wäre das Ganze nur eine Konzertveranstaltung, ist bittere Dummheit. Selbst als alles klar war, suchten die Verantwortlichen die Schuld bei den Opfern.
Bleibt die Frage ob man das Ding nicht sofort abbrechen hätte sollen. Und nur weil jeder nachplappert was die Verantwortlichen als (Ausrede-)Argument für das Weiterlaufen bringen, wird es nicht Wahrheit. Ein DJ Kollege schreibt mir in einer Mail, dass sie zwar informiert wurden, es «sei was passiert» und sie sollten die Menge bei Stange halten. Aber keiner der Verantwortlichen hätte auch nur eine Träne vergossen, sondern man hätte sich sogar Gedanken um die Besucherzahlen gemacht. Der Rekord sei nun wohl nicht mehr zu knacken, wäre geäußert worden.

Aus den Aufnahmen wird klar, dass niemand so richtig begriffen hat, was da unten wirklich passierte. Die Einsatzkräfte reagieren nämlich gar nicht, außer dass sie versuchen die Menge eingezäunt zu halten. Man kann es ihnen nicht verdenken, denn dafür wurden sie bereit gestellt. Notausgänge blieben geschlossen – so wie sich das gehört.

Fragen wir uns, wie man sich vorgestellt hat die Masse von Menschen mitten in der Nacht - nach der Party - durch diese Schleuse zu bekommen. Ich wage zu bezweifeln dass es dann «nur» 19 Opfer gegeben hätte.

Bitter. Das Ganze ist einfach nur bitter.
Beileid an alle Hinterbliebenen, gute Besserung an alle Verletzten.

image: via AFP
Sonntag 11. Juli, 2010

Sunscreen

Wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!

Ich liege am See und freue mich darüber, dass ich alleine bin. Das ist erstaunlich, denn ein paar hundert Meter weiter tummeln sich hunderte Menschen an einem See, der sich mit diesem weder an Schönheit noch noch Größe messen kann.
  Wear sunscreen. If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it… – höre ich die Ruhe, durch die Stimme meiner ungeborenen Tochter Edith, zerreißen.
  The long term benefits of sunscreen have been proved by scientists … – vervollständige ich und sage –, ich wusste gar nicht, dass du das kennst!
  Ich hab’s auf deinem Handy gefunden … und auswendig gelernt.
  Sagte ich nicht, dass mein Mobiltelefon ein Tabu ist! – versuche ich ernst mit noch immer geschlossenen Augen zu klingen.
  Nein, Herr Vater. Das sagtest du nicht… – gibt sie schnippisch zurück – … und wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!
  … … – gebe ich zurück und hoffe dass sie verschwindet.
  Wie viel Hitze kann ein Mensch aushalten? Du weißt doch immer alles, Herr Vater… saaaaag.
  Eine Milliarde Grad Celsius! – antworte ich darüber verärgert dass sie immer noch da ist.
  Ha ha … Herr Vater macht Witze! Herr Vater macht, schlechte Witze!
  NEIN, Herr Vater macht keine Witze und schon gar keine schlechten Witze! – sage ich und hocke mich hin.
  Eine Milliarde Grad Celsius … da würden wir doch verdampfen???!!! – will sie es besser wissen.
  Nein, würden wir nicht … wir würden frieren!!! – lächle ich.
  Du bist doch …. was soll denn das jetzt?! Hast du einen Sonnenstich Herr Vater?!
  Das ist mein ernst, du Handyspionin!

Tatsächlich ist es so, dass Hitze nicht gleich Hitze ist. Heißt, die Grad-Zahl sagt nichts über die Dichte der Masse auf, in der sie auftritt. Das ist auch der Grund warum wir 80° Celsius aus einem Föhn ertragen können, uns aber bei 80° Celsius im Wasser verbrühen würden. Hätte also die Erde eine geringere Dichte in der Atmosphäre – zum Beispiel wie auf Uranus -, würden wir bei einer Million Grad Celsius eher frieren als uns verbrennen. Natürlich dürfte man dann auch nicht die Tatsache vergessen, dass wir ein paar Sekunden später – nachdem wir gefroren haben -, aufgehen wie ein Hefeteig und platzen wie ein Frosch, dem man eine Zigarette in den Mund gestopft hat. Es ist also alles relativ – lieber schwitzen als platzen.

  … und es ist trotzdem heiß! – sagt sie als ich ihr das erklärt habe.
  Ja, darum werden wir jetzt auch ins Wasser springen, du Quälgeist …
  … I will dispense this advice now. Enjoy the power and beauty of YOUR YOUTH… – schreit sie als sie ins Wasser werfe.

Donnerstag 01. Juli, 2010

rrrrRRR

Was ihr da nicht hört, ist der neue Achtzylinder der hier im Hintergrund surrt.
Und für die es nicht verstanden haben, auf das Ganze auf Schwäbisch: Das Fieber hat eine frisches Betriebssystem verpasst bekommen.

Für ein paar Stunden sah’s wirklich schlecht aus – denn auch ich mache Fehler, wenn ich einfach so drauf los klicke. Man wird nicht älter sondern leichtsinniger. Allzumenschlich das – frei nach Nietzsche.
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