Montag 13. September, 2010

Gendefekt

Mein Leben lang, wurde mir gesagt wie ich bin. Dank Herrn Sarrazin (wörtlich, "der aus dem Osten kam"), weiß ich jetzt auch warum. Meine Gene sind defekt. Denn ich bin Moslem.

Ich dusche täglich. Trage täglich frische Unterwäsche. Ich wasche mir nach jedem Stuhlgang mit Wasser und Seife den Hintern. Ich verlasse nie das Haus ohne meine Zähne geputzt zu haben. Ich schneide meine Finger- und Fußnägel. Ich bin Moslem.

Ich habe etwas über 700 Bücher, und jedes Mal wenn ich die ersten Zeilen aus Don Quichotte lese, muss ich lächeln und weinen. Ich liebe Guareschi für seine Geschichten um Don Camillo, und Shakespeare, Dostojewski, Tolstoi, Goethe, Dickens, Heine, Gibran, Ende und so viele mehr. Ich hab die Bibel, den Koran und den Babylonischen Talmud gelesen. Ich bin Moslem.

Ich habe in Deutschland studiert, und liebe die Sprache. Ich lese und sehe täglich Nachrichten. Ich liebe die Physik und die Philosophie, interessiere mich für Politik, Psychologie, Geschichte und verschiedene Kulturen. Ich bin Moslem.

Ich kann ohne Musik nicht leben. Ich liebe Klassik und hätte gern mit Tschaikowsky geredet, liebe guten Rock und ebensolchen Pop. Ich bin House, innerlich Electro und weine zu alten türkischen Liedern. Ich bin Moslem.

Ich kann nachts nicht schlafen, wenn ich jemanden übervorteilen musste. Ich gehe nie an einem Bettler vorbei ohne ihm etwas zu geben – auch wenn ich weiß, dass er vielleicht mehr in der Tasche hat als ich. Wenn ich weiß, dass jemand in meinem Umfeld hungert, kaufe ich für ihn ein. Ich spende monatlich der UNICEF, weil ich hoffe, dass dadurch Kindern in aller Welt geholfen wird. Ich bin Moslem.

Ich habe am 11. September 2001 geweint. Ich bin Moslem.

Immer wieder treffe ich Menschen, die mir sagen, dass ich kein Türke bin. Sie irren. Denn ich bin Türke, Moslem, für einige sogar Mensch und für wenige ein Freund.

Und meine Gene, gehören mir.
Freitag 03. September, 2010

Wünsche

In alten Zeiten, war ein Prophet im ganzen Land bekannt und geehrt.
Eines nachts schickte Gott einen seiner Engel zu dem Propheten, um folgenden Auftrag zu übermitteln: Er solle in einem bestimmten Dorf, einen bestimmten Mann aufsuchen und ihm sagen, dass Gott ihm drei Wünsche erfüllen werde. Der Prophet übermittelte die frohe Botschaft gleich anderntags dem Glücklichen.
  Aber wisse gut mit deinen Wünschen umzugehen, gab er dem Mann als Rat, es werden dir alle Wünsche erfüllt.
Als der Prophet das Haus verließ, kann die Frau des Hauses und wollte wissen, was der Geehrte denn gewollt habe.
  Nichts, er wollte mich nur besuchen, antwortete der Mann.
  Das kann nicht sein, sagte die Frau, der Prophet kommt nicht einfach nur zu Besuch ohne ein Anliegen. Da steckt doch etwas dahinter!
Der Mann wollte nicht ganz mit der Wahrheit herausrücken und drückte sich in verschiedenen Ausreden. Als aber die Frau nicht nachgeben wollte, erzählte er ihr, was ihm der Prophet überbracht hatte.
  Du wirst doch nicht alle drei Wünsche NUR für dich verschwenden, sagte sie daraufhin gleich.
  Ich weiß noch nicht was ich wünschen soll, gab der Mann zurück, denn ich soll mit bedach...
  Was heißt hier, ich weiß noch nicht, schrie die Frau ihn an! ICH koche, putze für dich! ICH pflegte dich, als du krank warst. ICH habe meine Jugend für die verschwendet! ICH war immer an deiner Seite und DU WEISST NICHT WAS …
  Also, unterbrach der Mann sie, sag was du dir wünscht und ich will es so tun!
Die Frau hielt sich selbst nicht für allzu schön und war schon immer neidisch auf die jungen Frauen gewesen. Deshalb wünschte sie sich, die Schönste der Welt zu sein. Und so betete der Mann in der Nacht, Gott solle seine Frau zur schönsten der Welt machen. Am nächsten Tag war die Frau nicht wieder zu erkennen. Wer sie sah, verneigte sich vor solcher Schönheit; was die Frau genoss.
Nach ein paar Tagen war die Frau dem Mann über.
  Sieh mich an, sagte sie. Ich bin so schön und du so hässlich! Was will ich mit dir noch leben, wo ich Könige als Gatten haben kann?! Morgen will ich dich verlassen...
In der Nacht betete der Mann in seiner Wut und Verzweiflung, Gott solle seine Frau zur hässlichsten Frau der Welt machen. Was Gott natürlich erfüllte.
Nach ein paar Tagen, konnte er sie nicht mehr ertragen. Denn er ekelte sich vor soviel Hässlichkeit. Also betete er, Gott solle seine Frau wieder so machen, wie sie war, damit sie wieder glücklich würden.
So hat der Mann, dem drei Wünsche von Gott gewährt wurden, diese für nur eine Frau verschwendet

Und die Moral von der Geschichte? Frag nie eine Frau was sie sich wünscht, sondern kauf ihre Stühle. Und das versteht nur jemand, der den Film »Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr« gesehen hat.
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