Montag 25. Juli, 2011

Scherge Breivik

Es gab eine Zeit, da lernten wir in der Schule, die menschenverachtende Ideologie der Hitlers – eben er selbst und seine Hintermänner – hätte in den zwanzigern einen fruchtbaren Boden gefunden, weil die Bevölkerung ausgebeutet und unzufrieden war. Ich kann mich noch gut an die Worte unserer Geschichtslehrer erinnern, die uns immer wieder einbläuten, wir wären wahrscheinlich genau so auf ihn und seine Mitstreiter hereingefallen, wenn wir in den 1920ern in Deutschland aufgewachsen wären.
Wir wuchsen mit der Gewissheit auf, heute könne das nicht mehr passieren. Die Gesellschaft heute wäre (vielleicht ist sie sogar) zufriedener, als dass sie eine Antwort im Nationalsozialismus finden wolle. Des weiteren sind die in unserer Demokratie Mechanismen verankert, die eine Wiederholung des Desasters, 3. Reich, verhindern.
Ich habe nie daran geglaubt. Und wer hier nicht erst seit heute liest, weiß das. Denn bei dieser Entschuldigung fehlte mir die, für die damalige Elite in diesem Land. Diesen Menschen ging es gut, besser als dass es ihnen heute gehen kann. Wo waren die Ärzte, Anwälte, Literaten, Professoren, Schauspieler? Ich will das an dieser Stelle nicht ausweiten, dafür gibt es im Fieber-Archiv genug Beitrag zu diesem Thema.
Das Massaker in Norwegen – man muss nicht dazu schreiben welches, denn Norwegen hatte in der Neuzeit keines als das aktuell in allen Medien diskutierte -, zeigt vor allem eines: Nationalsozialismus, Rechtsradikalismus braucht keinen fruchtbaren Boden, der aus unzufriedenen Menschen besteht. Nationalsozialismus ist auch in einer zufriedenen Gesellschaft gesellschaftsfähig.
Und deshalb gibt es und braucht es für Nationalsozialismus vor allem eines nicht, eine Entschuldigung. Nationalsozialismus ist nicht weil, sondern weil es Menschen wollen. Nationalsozialismus ist keine Krankheit, sondern freier Wille.
Und deshalb gibt es und braucht es für das 3. Reich vor allem eines nicht, eine Entschuldigung.
Mittwoch 20. Juli, 2011

Stabilisierende Panzer

Deutsche Panzer für Saudi-Arabien, und alles wird gut.
Man hört und spricht die Tage davon, Saudi-Arabien sei ein Stabilisator des Nahen-Osten. Beachtlich, wie viele da unbedacht mitreden, nur weil es ihnen so vorgekaut wird. Die Wahrheit sprich aber eine andere Sprache, wie es eben meistens so ist. Saudi-Arabien als Stabilisator des und im Nahen-Osten zu bezeichnen, ist vergleichbar damit, Japaner als Retter der Wale zu betiteln – nur weil sie aus wissenschaftlichen Gründen, eben der Forschung wegen, Wale fangen.
Saudi-Arabien ist aktuell im Kriegszustand mit Israel – diese Tatsache sollte nie vergessen werden. Aber auch Israel legitimierte klammheimlich den deutschen Waffendeal mit Saudi-Arabien. Der Grund ist der Iran, vor dem sich Israel noch mehr fürchtet als dass es vor Saudi-Arabien könnte. Saudi-Arabien wird vordergründig von den USA kontrolliert. Was nicht stimmt, denn Saudi-Arabien lässt seinen Partner (vordergründig) das Sagen, weil es weiß dass die USA die einzigen sind, die ihnen den Rücken stärken. Denn Öl ist nicht alles und vor allem nicht immer. In absehbarer Zukunft sind die Ölfelder der Saudis ausgeschöpft und dann wäre das Land nur noch Wüste und Mekka.
Iran und Saudi-Arabien sind natürlich beides muslimische geführte Länder; und nach dem Öl, ist das nicht das Einzige was sie verbindet. Der Iran ist vorherrschend schiitisch bevölkert, während Saudi-Arabien sunnitisch ist. Denkt man. In Wahrheit ist Saudi-Arabien ein wahhabitisch geführtes Volk. Die Wahhabiten sind zwar Sunniten, den Schiiten aber in vielem näher als dass sie Muslime sein könnten. Mit diesem Hintergrund wurde und wird Saudi-Arabien von den Schiiten des Iran, als großer Bruder gesehen - von dem es über die Zeitgeschichte hinweg unterstützt wurde. Das einzig stabilisierende Regime Nahen-Osten – in den letzten Jahrzehnten - war der Irak, der einen Gegenpol zu der Achse der Wahhabiten und Schiiten darstellte, die maßgeblich an der Entstehung der Al-Qaida beteiligt waren.
Für die westliche Welt spielten die Saudis immer den Partner, den sie brauchen um aus ihrer Wüste eine Wirtschaftsmacht zu machen. Das Beispiel des Iran mag da als negatives Beispiel gelten. Iran ist reicher als Saudi-Arabien – an Bodenschätzen, Intellektuellen und wirtschaftlicher Zukunft. Aber als offener Feind des Westens ist der Iran isoliert. Saudi-Arabien geht den anderen Weg, küsst Füße und darf dafür als stabilisierender Partner auftreten, während es Al-Qaida finanziell fördert. Mit Geld, dass aus dem Handel mit dem Westen gewonnen wird.
Da der Irak im ersten Golfkrieg von USA gefördert wurde, musste auch Saudi-Arabien hinter dem Irak stehen, der oder die, in den Achtzigern die größten Waffenimporteure weltweit waren. Dessen ungeachtet belieferten die USA über Strohmänner-Staaten den Iran – die in der Zeit des Schah mit Waffentechnik und Ausbildung an solchen (Piloten, Kampfübungen etc.) aus den USA ausgestattet worden waren – mit Waffen und Ersatzteilen. Die Saudis machten in dieser Zeit doppelte Geschäfte. Das hat bis heute nicht aufgehört.
Die Hamas Fatah Geschichte im ewig zukünftigem Palästina, ist derzeit ein offenes Beispiel – an dem auch die Saudis gut verdienen.
Im Persischen Golf kreuzt eine US-Flotte (1 Flugzeugträger, U-Boote etc.), in Bahrein sind ca. 300 US-Militärangehörige stationiert. Als im Mai unlängst der US Außenminister Bahrein – mit dem Hintergrund der Aufstände – besuchte, liefen die Saudis in Bahrein mit Panzern ein und schlugen den Aufstand nieder. Klar ist, dass die USA weder ihre Flottenherrschaft im Golf noch ihre Stützpunkte in Bahrein und umliegenden Kleinstaaten nicht verlieren wollen. Ein Aufstand des arabischen Volkes, wie es in Ägypten und Libyen geschehen ist, kann sich der Westen und Israel am Golf nicht leisten. Die Intervention der Saudis in Bahrein geschah also mit Zustimmung der USA – die selbst nicht handeln konnten. Das einzige Stabilisierende hierbei, ist die Unterdrückung einer Demokratiebewegung. Denn der Westen weiß oder fürchtet, dass ein demokratischer Nahen-Osten, sich eher gegen den Westen stellt als dass es sich von ihm ausbeuten lässt.
Wenn eine Demokratiebewegung mit deutschen Waffen niedergeschlagen wird, nutzt es wenig, hierzulande in öffentlichen Mahnreden an die Regime des Nahen-Ostens, Menschenrechte und Demokratie zu propagieren.
Mittwoch 13. Juli, 2011

Prinzenrolle -30% Zucker

Prinzenrolle -30% ZuckerSehr geehrte Damen und Herren.
Seit Jahren begann mein Tag mit dem Verzehr von zwei Prinzenrolle Schoko-Keksen -30% Zucker. Ich möchte nicht sagen, dass ich süchtig danach bin, jedoch habe ich mich daran gewöhnt. Es ist sogar so, dass mein Tag – subjektiv – mit diesen beiden Keksen zum Kaffee, einfach schöner beginnt.
Seit drei Wochen ist nun aber das Regal mit den Prinzenrollen -30% Zucker, im Kaufland (89518 Heidenheim/West), leer. Ich habe daraufhin diesem Markt meine Kundschaft gekündigt - keine Kekse, kein Einkauf! Schließlich ging ich davon aus, die Zuständigen vom Einkauf im Markt hätten etwas mit dem leeren Regal zu tun: Faulheit, Ignoranz eines guten Produktes, griechische Mitarbeiter, etc. Ich beschloss künftig nur noch im Realmarkt – am anderen Ende der Stadt – einzukaufen.
Am Samstag war ich dann auch dort. Leider musste ich feststellen, dass es auch hier bzw. dort, keine Prinzenrolle -30% Zucker mehr gibt. Auf mein Nachfragen bekam ich als Antwort, ihre Firma hätte diese Kekse vom Markt genommen. Nicht, und nicht mehr, lieferbar.
Nun, die Welt mag sich auch ohne die Prinzenrolle -30% Zucker drehen. Für mich täte sie das aber mit Prinzenrolle -30% Zucker, schöner. Ihre anderen Kekse mag ich nicht, und ihre Konkurrenz scheint die von ihnen geschlagene Marktlücke noch nicht erkannt zu haben.
Sollten sie also noch einen Markt mit Prinzenrolle -30% Zucker beliefern, bitte ich sie mich darüber zu informieren. Ich frage auch nicht nach, warum wir in Heidenheim keine mehr bekommen – sondern werde mir den Weg machen, diesen Exklusivmarkt aufzusuchen.
Ansonsten wäre es sehr freundlich, zumindest den Realmarkt in Heidenheim wieder mit diesen Keksen – zur Erinnerung: Es die Prinzenrolle -30% Zucker - zu beliefern. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie eines ihrer besten Produkte einfach so vom Markt genommen haben...

Mit freundlichen Grüßen,
...
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