Freitag 03. September, 2010

Wünsche

In alten Zeiten, war ein Prophet im ganzen Land bekannt und geehrt.
Eines nachts schickte Gott einen seiner Engel zu dem Propheten, um folgenden Auftrag zu übermitteln: Er solle in einem bestimmten Dorf, einen bestimmten Mann aufsuchen und ihm sagen, dass Gott ihm drei Wünsche erfüllen werde. Der Prophet übermittelte die frohe Botschaft gleich anderntags dem Glücklichen.
  Aber wisse gut mit deinen Wünschen umzugehen, gab er dem Mann als Rat, es werden dir alle Wünsche erfüllt.
Als der Prophet das Haus verließ, kann die Frau des Hauses und wollte wissen, was der Geehrte denn gewollt habe.
  Nichts, er wollte mich nur besuchen, antwortete der Mann.
  Das kann nicht sein, sagte die Frau, der Prophet kommt nicht einfach nur zu Besuch ohne ein Anliegen. Da steckt doch etwas dahinter!
Der Mann wollte nicht ganz mit der Wahrheit herausrücken und drückte sich in verschiedenen Ausreden. Als aber die Frau nicht nachgeben wollte, erzählte er ihr, was ihm der Prophet überbracht hatte.
  Du wirst doch nicht alle drei Wünsche NUR für dich verschwenden, sagte sie daraufhin gleich.
  Ich weiß noch nicht was ich wünschen soll, gab der Mann zurück, denn ich soll mit bedach...
  Was heißt hier, ich weiß noch nicht, schrie die Frau ihn an! ICH koche, putze für dich! ICH pflegte dich, als du krank warst. ICH habe meine Jugend für die verschwendet! ICH war immer an deiner Seite und DU WEISST NICHT WAS …
  Also, unterbrach der Mann sie, sag was du dir wünscht und ich will es so tun!
Die Frau hielt sich selbst nicht für allzu schön und war schon immer neidisch auf die jungen Frauen gewesen. Deshalb wünschte sie sich, die Schönste der Welt zu sein. Und so betete der Mann in der Nacht, Gott solle seine Frau zur schönsten der Welt machen. Am nächsten Tag war die Frau nicht wieder zu erkennen. Wer sie sah, verneigte sich vor solcher Schönheit; was die Frau genoss.
Nach ein paar Tagen war die Frau dem Mann über.
  Sieh mich an, sagte sie. Ich bin so schön und du so hässlich! Was will ich mit dir noch leben, wo ich Könige als Gatten haben kann?! Morgen will ich dich verlassen...
In der Nacht betete der Mann in seiner Wut und Verzweiflung, Gott solle seine Frau zur hässlichsten Frau der Welt machen. Was Gott natürlich erfüllte.
Nach ein paar Tagen, konnte er sie nicht mehr ertragen. Denn er ekelte sich vor soviel Hässlichkeit. Also betete er, Gott solle seine Frau wieder so machen, wie sie war, damit sie wieder glücklich würden.
So hat der Mann, dem drei Wünsche von Gott gewährt wurden, diese für nur eine Frau verschwendet

Und die Moral von der Geschichte? Frag nie eine Frau was sie sich wünscht, sondern kauf ihre Stühle. Und das versteht nur jemand, der den Film »Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr« gesehen hat.
Montag 26. Juli, 2010

Zasterparade

Natürlich war früher alles besser. Auch die Loveparade.
In den 90ern war ich einige Male in Berlin und feierte vor und hinter der Absperrung. Als 1999, mehr oder weniger vor unseren blinden Augen und nur ein paar Meter von uns entfernt, ein Mensch erstochen wurde, war das Ding für mich endgültig gegessen.
Natürlich werden jetzt Stimmen laut, in Berlin wäre das nicht passiert. Die Parade sei – und es ist wirklich so - nicht mehr das was es war, sondern nur noch eine Kommerz-Veranstaltung. In den letzten Jahren ging einem das Gezerre ... auf die Eier. Glücklich, die es noch anders erlebt haben. Von einer Parade – Harmonie durch Musik - konnte man schon lange nicht mehr reden.

... copyright AFPDie Schuld an dem Desaster in Duisburg muss nicht gesucht werden, denn sie liegt klar und deutlich zutage. Eine solche Masse durch einen Käfig zu schleusen, als wäre das Ganze nur eine Konzertveranstaltung, ist bittere Dummheit. Selbst als alles klar war, suchten die Verantwortlichen die Schuld bei den Opfern.
Bleibt die Frage ob man das Ding nicht sofort abbrechen hätte sollen. Und nur weil jeder nachplappert was die Verantwortlichen als (Ausrede-)Argument für das Weiterlaufen bringen, wird es nicht Wahrheit. Ein DJ Kollege schreibt mir in einer Mail, dass sie zwar informiert wurden, es «sei was passiert» und sie sollten die Menge bei Stange halten. Aber keiner der Verantwortlichen hätte auch nur eine Träne vergossen, sondern man hätte sich sogar Gedanken um die Besucherzahlen gemacht. Der Rekord sei nun wohl nicht mehr zu knacken, wäre geäußert worden.

Aus den Aufnahmen wird klar, dass niemand so richtig begriffen hat, was da unten wirklich passierte. Die Einsatzkräfte reagieren nämlich gar nicht, außer dass sie versuchen die Menge eingezäunt zu halten. Man kann es ihnen nicht verdenken, denn dafür wurden sie bereit gestellt. Notausgänge blieben geschlossen – so wie sich das gehört.

Fragen wir uns, wie man sich vorgestellt hat die Masse von Menschen mitten in der Nacht - nach der Party - durch diese Schleuse zu bekommen. Ich wage zu bezweifeln dass es dann «nur» 19 Opfer gegeben hätte.

Bitter. Das Ganze ist einfach nur bitter.
Beileid an alle Hinterbliebenen, gute Besserung an alle Verletzten.

image: via AFP
Samstag 13. Februar, 2010

Ficken

Gott hat den Menschen erfunden, weil er es konnte.
Hätte ich auch, wenn ich Gott wäre. Ja auch Hitler, den Wichser – und Gott sei Dank war er ein Wichser. Denn wenn er es nicht gewesen wäre, hätte er getan was das Thema hier ist: Ficken.

Ficken kann jeder geschlechtsreife Mensch, und wie es scheint, macht das auch jeder. Auch wenn man das bei dem einen oder anderen nicht glauben will, muss man es. Denn Kinder fallen nun mal nicht vom Himmel – auch nicht die von asozialen und oder dummen Menschen. Die meisten Kinder werden auf diese Welt geworfen, weil zwei Menschen tun was jeder kann; eben ficken.
Man sollte Alkoholiker, Drogenabhängige und Vollpfosten sterilisieren, denn auch wenn man ihnen Kondome und sonstige Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung stellte, würden sie es nicht nutzen. Sie zu bitten, nicht zu ficken würde auf taube Ohren stoßen.

Und bevor jetzt jemand schreit und «prangert», sollte er darüber nachdenken welch' Schicksal Kinder solcher Eltern durchleben - wenn sie es überleben -, bevor sie selbst geschlechtsreif werden und das tun was jeder kann – ficken.

Ich schreibe das weil diese Woche ein 2 Jähriges Baby gestorben ist. Die Mutter hängt an der weißen Nadel, der Vater ist das unberechenbarste Arschloch das man sich vorstellen kann. Der kleine Mensch hatte keine Chance. Es starb nach langem Kampf an Organversagen.
Freitag 01. Januar, 2010

Neujahr

Allen Freunden, Bekannten, Lesern und sonstigen Lieben, wünsche ich für das Jahr 2010 das Allerbeste. Ich halte mich fern von unsinnigen Wünschen, die man einfach ausspricht, ohne darüber nachgedacht zu haben. Bleibt nach Möglichkeit gesund, umgebt euch mit Menschen dir ihr liebt, respektiert das Leben und vergesst nicht zu lachen.

Hier wird sich im Vergleich zum Vorjahr einiges ändern. Das Private verschwindet völlig, bis auf die kleinen Geschichten von und mit Edith. Wer sich mit dem Rest anfreunden kann, ist willkommen - und darf sich mit Kommentaren Pro und Kontra dazu äußern. Privates gibt es nur als Hakan Surat und nicht als Ebola auf Facebook zu lesen - denn da gehört es hin.

In diesem Sinne - gehabt euch wohl!
Dienstag 29. Dezember, 2009

Todesstrafe

Nicht dass ein Brite besser wäre als ein Chinese, oder China besser als die USA, Saudi-Arabien oder Jordanien. Es geht nicht um Vergleiche.
Laut Amnesty International wurden im Jahre 2008, 2.390 Menschen hingerichtet. In China allein waren es 1.780, in den USA 37 und in Saudi-Arabien 102. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Erschreckende Zahlen.

Während wir mit China kräftig Geschäfte machen, springen dort Menschen über die Klinge nur weil das System sich von ihnen gestört fühlt. 2008 sprach man darüber, China mit der Olympiade für ihre Politik des neuen Weges zu belohnen. Belohnt hat man nur den globalen Absatzmarkt. Unsere Politiker schütteln Diktatoren die Hand, und proklamieren sich selbst als Hüter der Menschenrechte. Saudi-Arabien ist ein Hort von Terroristen, regiert vom Abschaum der Menschheit – und trotzdem verbeugt man sich vor den stinkenden Scheichs. Das ist keine subjektive Äußerung, sondern objektives Faktum. Wer schon einmal neben einem Saudi stand, weiß was ich meine. Dessen ungeachtet weiß man um die Steinigungen und öffentlichem Köpfen in Saudi-Arabien. Sicher, das gibt es auch in anderen Ländern – und gut, ist es dort auch nicht. In Afghanistan ist man deshalb «eingelaufen», aus humanitären Gründen.
Warum laufen wir nicht in Saudi-Arabien ein ... oder in China?
Mittwoch 16. Dezember, 2009

päuschen

Nicht wundern.

Hier ist bis zum Wochenende, Pause. Ich arbeite für gefühlte 12 Personen.
Nebenbei habe ich vor Wochen ein neues Outfit für die Farm angefangen - komme aber nicht weiter das Ding zu Ende zu bringen.

Also, bis Sonntag - gehabt euch wohl.
Mittwoch 09. Dezember, 2009

Papa Handschuhe

Im Bus nahm ich hinter einem Vater mit Kinderwagen platz. Das Mädchen schätzte ich auf 2, ihn selbst etwa fünfzig. Er unterhielt sich rege mit einer Rentnerin.
Sie sei ja so ein kluges Kind! Wenn man ihr Fragen stelle, kämen nur logische Antworten. Fragen sie sie mal etwas, forderte er die alte Dame auf. Fragen sie mal wo wir sind! Wo sind wir denn?, fragt die Rentnerin. Im Bus, antwortet die Kleine mit süßer Stimme. Sehen sie, sehen sie was ich meine?, springt der Vater ein. Du bist aber eine Kluge, sagt die Rentnerin. Papa Handschuhe, sagt die Kleine. Sehen sie, sie weiß dass man bei diesem Wetter Handschuhe tragen muss!, sagt der Vater.
Die Rentnerin erzählt von ihrer Nichte, die gar keine ist, sondern ihre Enkelin. Mir der sei sie letzte Woche beim Arzt gewesen und der hätte sie gefragt, wie geht es dir denn? Seit dem würde die Enkelin jeden dem sie begegne fragen, wie geht es dir denn? Ein kluges Kind.
Der Vater sagt, dass er seiner Tochter beigebracht hätte Danke zu sagen. Man muss Danke sagen, wenn man etwas bekommt. Jetzt würde sie immer Danke sagen, wenn sie etwas bekomme, egal vom wem. Geben sie ihr mal etwas, sie werden schon sehen.
Die Rentnerin zieht irgendwas aus der Tasche und hält es dem Kind hin. Was sagt man da, will der Papa wissen, was sagt man da?, Danke! Danke, sagt das Kind, Papa Handschuhe. Ein kluges Kind. Man müsse Kindern Anstand beibringen. Und sie sei ja so ein kluges Kind.


Gott sei Dank musste ich aussteigen. Ich liebe Kinder, komme aber mit dummen Eltern nicht klar. ...
Montag 07. Dezember, 2009

Kinder

Beginnen wir diesen Text nicht mit Behauptungen, sondern mit Beobachtungen.

  In ihre Söhne verliebte Väter. Manchmal tauchen sie bei mir im Laden auf, und ich muss mir dann anhören was diese Vollpfosten mit ihren an der Kette geführten Vätern von sich geben. Die Väter stehen daneben und bekommen kaum ein Wort heraus, wenn sie von ihrer Brut blamiert werden.
  Die alles-darf Kinder. Sie dürfen alles; nicht nur ihren Eltern auf den Sack gehen, sondern gleich ihrer Umwelt in die Eier treten. Sie drücken auf Knöpfe, ziehen alles vom Regal ...
  Jugendliche. Sie spucken durch die Straßen, hocken rauchend und saufend an Busbahnhöfen und trinken sich die Birne weich. Ihr Körper rührt sich keinen Millimeter, wenn ältere Menschen vorbei gehen.

Irgendwann habt ihr den Faden verloren; ihr Eltern. Ihr begleitet eure Kinder nicht mehr durch ihre Entwicklung, ihr versaut ihnen das Leben. Meist seit ihr überfordert, glaubt an den falschen Weg – weil ihr euer Wissen mit dem eines Kindes verwechselt, oder das eigene Leben vor dem euer Kinder stellt. Ihr spielt euch auf, wie schwer ihr es hattet ...
Und weil es so ist, solltet ihr euch die Worte von Khalil Gibran verinnerlichen:
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile aus geschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.


Und genau die letzten paar Worte, solltet ihr nicht überlesen – denn euer Kinder haben eines nicht gelernt: Respekt.
Dienstag 01. Dezember, 2009

Menschinnen

Ich mag zum Kaffee zurzeit, morgens zwei Schoko-Kekse genießen. Das reicht mir dann als erstes Frühstück, und ist genau richtig zu den Nachrichten.
Leider vergesse ich es immer wieder mir zur rechten Zeit Nachschub zu «holen». Das heißt, es passiert dass es immer wieder nur Kaffee zu den Nachrichten am Morgen gibt. ... Schlimme Sache.

Und als ich das heute Morgen auf Facebook verlauten ließ, dass ich keine Schoko-Kekse habe, ... wusste ich nicht dass zwei liebe Menschinnen unabhängig voneinander mir je einen Zylinder leckerste Schoko-Kekse ins Büro bringen werden.

Wie herrlich ihr seid! Die besten Besten Menschinnen der Welt! :-)
Mittwoch 25. November, 2009

Und alle ...

... die trotzdem da geblieben sind, werden in ein paar Tagen belohnt.

Schließlich ist Treue kein unbezahltes Gut.
Sonntag 01. November, 2009

Supergau

Als ich gestern Abend abgeholt wurde, nahm ich einen Schlüssel mit - ließ Mobiltelefon und großen Schlüsselbund zu Hause. Als ich heute Morgen um 6 nach Hause gebracht wurde, merkte ich dann vor verschlossener Tür, dass ich den Büroschlüssel mitgenommen hatte.
Schlafe ich eben bei meiner Schwester, dachte ich und lief den Berg hoch. Das Mädel war leider nicht da, so dass ich luftig bekleidet lächelnd in die Stadt lief - ins Büro.

Zweieinhalb Stunden im Büro geschlafen, danach mit dem Taxi heim gefahren und eben den netten Nachbarn geweckt.
Samstag 31. Oktober, 2009

pan.gea

Ja, eben drum.

Let's party, SI-Centrum Stuttgart.
Have fun!
Mittwoch 28. Oktober, 2009

Hermes

Ich denke ich werde einen Hermes-Vesand Subunternehmer auspeitschen. Etwaige Mordgedanken hatte ich nur zwei Sekunden. Auspeitschen ist wahrscheinlich effektiver.

Jemand eine Peitsche übrig? Ich bräuchte sie nur ein paar Tage.
Über Gegenleistungen müssten wir im Vorfeld einig werden.
Mittwoch 21. Oktober, 2009

unporked

Erkältung überstanden.
Sonntag 11. Oktober, 2009

Kürbissuppe

Na du?, wie geht's?
Es ist ganz einfach. Dazu brauchst du nur einen Topf, einen Pürierstab und etwas Vorarbeit.
Du schälst und schneidest drei kleine Zwiebel und eine Lauchstange (man sagt auch Poree dazu). Dann nimmst du einen Butternut Kürbis - es geht auch Hokkaido, nur ist der nicht ganz so süß -, den du ebenfalls schälst und würfelst. Es fehlen noch drei Tomaten, die in Scheiben geschnitten auf ihren Einsatz warten dürfen.



Die Zwiebel und den Lauch gibst du nun in den Topf, in dem schon etwas Ölivenöl heiß geworden ist. Das Ganze muss nun scharf an-rösten, aber nicht verkohlen. Wenn es soweit ist, drehst du die Hitze etwas runter und gibst den Kürbis dazu. Nach drei bis vier Minuten gibst ist der Einsatz der Tomaten dran. Das Ganze wird fünf Minuten im geschlossenen Topf erhitzt, erst dann gibst du Salz hinzu und rührst es in derselben Hitze weiter. Jetzt darfst du das Ganze mit chlorfreiem Wasser bedecken und nebenher hörst du dir den schönen Song von Harry Belafonte <-- klick aufs Video, Mäuschen an.
Danach nimmst du den Topf von der Herdplatte und pürierst es vorsichtig. Wenn du damit fertig bist, gibst du ein paar grob gemörste Pfefferkörner dazu. Umrühren, eine Minute den Deckel drauf und lächeln. Vergiss nicht ein paar Tröpfchen Kürbiskernöl auf vollen Teller zu geben.

Na du, geht's besser?
Sonntag 20. September, 2009

Happy Bayram

Bayramιnιz mubarek olsun!
Mittwoch 16. September, 2009

Zensursulas

Einer schreit, und alle rennen mit. So war das, und wird das schön immer bleiben.

Das Gute dabei ist, dass wir dadurch immer wieder neue und unsinnige Wörtchen bekommen. Ohne darüber nachzudenken plappern wir sie nach und fühlen uns dabei so herrlich. Piraten, zum Beispiel. Oder Zensursula. Oder oder, noch besser, aktiver Sauerstoff. Nein nein nein, noch besser, noch besser: Blockbuster.
Mittwoch 16. September, 2009

Nebenbeis

Man kann nicht ändern was, aber anpassen wie man ist.
Ich sprechen Deutsch und rasieren mich auch im Gesicht. Ich essen Vollkornbrot und trinken Kaffee. Ich sprechen auch mit Frauen und laufen nicht mit Pyjama auf der Straßen. Ich Türke in Deutschland und zahlen Steuern.
Freitag 11. September, 2009

dam.als

11. September, 2001... New York SkylineDas war doch der Tag, als? Ja, das war der Tag als. Man wird seine Erinnerungen haben, jeder. Es gab noch kein Euro und kein Hartz IV.
Wirklich grausam an dem heutigen Datum ist die Tatsache, dass ein gewisser Osama noch immer nicht gefasst wurde. Wir, die sekundären Opfer des 11. September 2001, haben gelernt damit zu leben. Wie die Hinterbliebenen der primären Opfer damit umgehen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Intermezzo:
Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum.
Ich war wieder in diesem Haus, von dem ich oft träume. Jemand war zu Besuch, wir redeten als es an der Tür klopfte. Ich öffne und sehe einen etwa ein Meter kleinen Jungen vor mir stehen. Das erste was mir auffällt ist dass er einen riesigen Schädel hat. Das heißt, sein Hirn war riesig, wie in diesen Alienfilmen. Ihm fehlt der linke Arm, ansonsten ist er am Kopf rasiert und steckt in einem hellblauen Strampelanzug. Er redet schnell, monoton und mit einer hellen Stimme. Zuerst verstehe ich ihn nicht, ahne aber, dass es wichtig ist.
Er wohne auf der anderen Straßenseite, in einer Nebenstraße, im ersten Stock. Ich solle ihnen helfen, der Vater sei ein Tyrann.
Ich nehme den Kleinen auf den Arm, stütze sein Genick wie man es bei Babies macht und gehe vor die Tür um zu sehen, ob da noch jemand ist. Ein anderer Junge, etwa 10, ist sei Bruder und macht mir klar, dass ich mich nicht einmischen solle, weil es keinen Zweck hätte. Sie würden auch so klar kommen, ich könne da nichts machen...
Mittwoch 26. August, 2009

Als wir noch wie

Früher gab's immer Kaffee zum Gebäck. Als Imperator trug man noch Purpur und durfte mit seinen Möbel sprechen, während man Zarathustra sprechen ließ. Manchmal verseuchte man ein Bikini und ließ es in der Schweinebucht krachen. Hatte man was zu s...agen, schlug man auch gern mit dem Schuh auf den Pult, während magische Kugeln texanisch einen Punkt setzten. Früher gab's immer Kaffee zum Gebäck.
Heute darf man nicht SPD wählen und muss sich mit Piraten bedecken. Heute darf man nicht als wie sagen, aber Fleckenfinder.

Und der Kaffee schmeckt nicht besser als, wie es sollte.
Dienstag 25. August, 2009

wieder.Daaa

Ich musste viel erklären.
Zum Beispiel, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe schneller laufen können als solche mit heller. Dass es gar keine Aliens gibt aber man trotzdem welche fängt. Dass Joghurt sich auch ohne Löffel drehen kann und ein Kompass nur an bestimmten Orten wirklich nach Norden zeigt.

Edtih hält mich ganz schön auf Trab.
Dienstag 18. August, 2009

Sie.Die

Ich begegne ihnen überall, ihr auch. Man kann sie von weitem an ihren Gang erkennen, und wenn man sie aus der Nähe betrachtet, an ihrem schmuddeligen Äußeren. Sie schleichen an uns vorbei, man muss schon ein Auge haben um sie zu sehen. Sie sind da und doch nicht. Sollten sie doch gesehen werden, betrachtet man sie nicht lange. Manche lachen vielleicht innerlich, guck mal was für ein Penner, und gehen weiter. Ihre Klamotten scheinen wie aus einem Würfelspiel zusammen geworfen. Kein Hemd passt zur Hose, kein Kleid zum Schuhwerk.
Sie sind unförmig, manche buckeln, andere sabbern oder visieren aus dicken Brillengläsern, eingefasst in unförmigen Gestellen.
Ich sehe sie, wie sie ausweichen, während andere gehen. Sie halten keinen Augenkontakt, fühlen sich untergeordnet. Sie sind wie lahme Wölfe eines Rudel, die warten dass die Gesunden ihnen ein Stück am Leben übrig lassen, dass sie dankbar und leise nehmen - weil sonst nichts bekommen.
Die sind dumm, schwach und aussätzig. Aber da auch sie Menschen sind, haben sie Gefühle und ihren Wert.

Wenn ich ihnen begegne mache ich Platz, und wenn sie den Kopf senken, grüße ich.
Samstag 15. August, 2009

Klo.ding

Liebe Herren!
Nach der Benutzung ist der Toilettendeckel wieder herunter zu klappen.
Vielen Dank ihr blabla-Team!

So steht's da, handschriftlich, und so kann Mann es lesen, wenn er vor dem Klosett steht.

Liebe Herren!? Also fühle ich mich schon einmal nicht angesprochen. Denn abgesehen davon dass ich nicht lieb bin, ist Herren mir zu weitläufig als Ansprache. Hätte sie, Liebe Männer, geschrieben, könnte ich mich angesprochen fühlen.
Tja, ich bin zwar kein lieber Herr aber verwundert war ich dennoch. Was ein lieber Herr denn mit so einem Toilettendeckel machen würde, überlegte ich mir. Nach Benutzung sei dieser nämlich herunter zu klappen. Ganz klar, fällt es mir ein. Ganz klar, es ist Sommer; Und was macht ein Herr gern im Sommer? Richtig, grillen. Wahrscheinlich wird der eine oder andere Herr diesen Toilettendeckel zum grillen benutzt haben. Mit so einem Toilettendeckel kann man nämlich bestimmt gut fächern. Ich mag mir das zwar nicht vorstellen müssen, denke aber, dass das technisch sehr gut funktionieren könnte. Ansonsten fällt mir nämlich nichts weiter ein, wozu man einen Toilettendeckel benutzen könnte. Schließlich leben wir nicht auf den Bergen und es ist nicht Winter, dass Mann einen Toilettendeckel als Snowboard etc.
Vielleicht ist es aber auch so, dass die verfassende Dame die Benutzung der Toilette meinte und schlichtweg nur vergaß das auch so hin zuschreiben? Nach Benutzung der Toilette ist der Toilettendeckel herunter zu klappen.
Aber nein. Denn ich habe nach oben gesehen, und tatsächlich: Da oben war nichts. Mann könnte also gar nichts herunter klappen.
Beim Abschütteln ist mir dann aufgefallen dass Mann den Toilettendeckel runter klappen kann, auch nach Benutzung. Vielleicht meinte die Dame ja das? Mann weiß es nicht.

Ist ja auch egal. Denn wo gibt es schon liebe Herren!?
Montag 10. August, 2009

isst II

Na du?, wie geht’s.
Es ist ganz einfach. Du brauchst dazu einen Topf und eine Pfanne. Dann nimmst du ein zwei Zwiebel, schneidest sie in halbe Scheiben und gibst sie in die Pfanne, in der du schon etwas Oliven-Öl erhitzt hast. Vergiss alle Geschichten, man dürfe Oliven-Öl nicht erhitzen. Danach gibst du zwei klein geschnittene Tomaten dazu und lässt es auf mittlerer Hitze stehen.



Nachdem du ein zwei Strophen von Charlie Chaplins Lied gesungen hast Nat singt es dir hier links vom Text auf Wunsch vor, darfst du dem Ganzen ein Döschen Tunfisch dazu geben, während die Vollkornnudel schön im Wasser köcheln. Salze das Ganze, gib ordentlich Pfeffer – das du vorher im Mörser erdrückt hast Merke: Pfeffer gibt man nicht in die Mühle, das machen nur dumme Menschen - und nach Belieben Knoblauch dazu. Gieße die Nudel ab und vermenge das Ganze über leichter Hitze.
Auch wenn man dir erzählt hat, dass Parmesan Käse nicht zu Tunfisch passe, reibst du etwas davon über den Teller. Und isst.

Na du, geht’s besser?
Freitag 31. Juli, 2009

Intermezzo

Die letzten Aktionen in der «alten Wohnung» haben begonnen.
Heute Abend wird der Rest verpackt, die letzte Maschine Wäsche ist gerade im Schleudergang, die Bilder sind abgehängt und jedenfalls. Heute schlafe ich noch hier oben auf dem Berg, und morgen schon trinke ich Kaffee in der neuen Wohnung.

Nur damit ihr es wisst und ich es nicht vergesse. Das ist so.
Montag 27. Juli, 2009

guck.mal

Und weil schon wieder pünktlich Wochenstart ist, soll es hier an einem Spruch nicht fehlen. Diesmal ein Satz aus «Die fabelhaften Welt der Amélie»:
Nur ein Idiot schaut auf einen Finger, wenn der in den Himmel zeigt!
In diesem Sinne – manchmal lohnt es sich, in die gezeigte Richtung zu sehen -, einen wunderschönen Wochenstart.

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Für mich beginnt die Woche mit... einem Lächeln. Das heißt, ich befreie mich von alten Ketten. Nicht dass das leicht wäre, aber nötig.
Daneben mache ich mir Gedanken, ob es sich dieses Jahr noch lohnt den neuen Balkon zu bepflanzen. So ein Blumenkasten wächst ja nicht in ein paar Tagen auf. Vielleicht warte ich dann doch lieber bis nächstes Jahr?
Donnerstag 23. Juli, 2009

turns

Vorhin wurde ich gefragt, ob es unverschämt sei mich zu fragen, ob frau mich zum Kaffee einladen dürfe. Nett, dachte ich mir und löste das Ganze so diplomatisch als möglich. Als, nicht wie. Und draußen, ist es schon dunkel unter den Wolken Deutschlands. Irgendwo auf den Bahamas pfeift gerade eine Barbusige locker die Flöte, während in Frankreich ein dicker Mann seine Frau schlägt.

Die Welt dreht sich weiddaaaaaa...
Samstag 11. Juli, 2009

Hoppings

Manchmal hat man seltsame Träume.
Heute Nacht bin ich in Offenbach in einer fremden Wohnung aufgewacht. Der Hausherr war recht freundlich und erklärte mir wo ich bin. Wir tranken Espresso und als ich darauf einschlief, wachte ich wieder in einer fremden Wohnung auf. Es war eine WG, und ich begriff dass sie in der Straße meiner Verwandten in Offenbach sein musste. Ich ging auf die Straße und suchte nach deren Haus, musste aber erkennen dass es inzwischen abgerissen war. Dann wollte ich nach Hause und merkte dass ich in der ersten Wohnung meine Uhr vergessen haben musste. Dort angekommen, es waren nur zwei Querstraßen, öffnete mir freundlich die Hausfrau. Wir tranken wieder einen Espresso und ich begriff dass der Hausherr wohl einer dieser siebziger Jahre Alkoholiker ist. Ich verabschiedete mich und wachte ... hier in meiner Wohnung auf.

Schlimme Sache. Träume.
Donnerstag 09. Juli, 2009

psssst

Und dann ist ja auch schon wieder Donnerstag :-)
Dienstag 07. Juli, 2009

Ei

Ein Ei, ein etwas anders EiMan mag bei Eiern an Vieles denken. Hart, weich, Omelette, Spiegel-, Rühreier, Salat. Woran man nicht denkt ist eine schrumpelige Schale.

Wie, Eier haben schrumpelige Schalen?
Darf ich vorstellen klick aufs Foto, Mäuschen, Ei. Bio-Ei. Schrumpeliges Hühner-Ei.

Das Leben ist immer ein Erlebnis wert. Manchmal schmeckt es sogar, ganz gut.
Donnerstag 25. Juni, 2009

charity-bash

www.hifle-fuer-lenaig.de Hier mein Angebot: Ich geb' richtig Gas, ihr feiert ordentlich und zusammen retten wir ein Leben!
Auszug aus www.hilfe-fuer-lenaig.de: Bei Lenaig (20 Jahre) aus Heidenheim/Ulm wurde Ende Februar 2009 Leukämie (AML) diagnostiziert.
Diese für ihr Alter seltene Form des Blutkrebses kann nur durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden. Trotz der mittlerweile weltweiten Suche wurde bisher kein passender Spender gefunden.
Bitte lassen Sie sich für Lenaig typisieren und geben Sie ihr damit die Chance zu leben!
Auch wenn Sie für Lenaig nicht der passende Spender sein sollten, so könnten Sie es vielleicht für einen anderen Patienten sein, der heute (oder in der Zukunft) auf einen Stammzellspender wartet.

Lenaig mit ihrer Schwester Gwendolin 21.06.09Weiter ist dort zu lesen, dass am 21.06.2009 die Typisierungsaktion in Heidenheim «ein voller Erfolg war!» Es wurden über 2100 neue potentielle Stammzellspender in die DKMS aufgenommen. «Jede Typisierung kostet ca. 50.00 € (Laborkosten, etc.). Diese Kosten müssen für Jeden, der sich typisieren lässt, aufgebracht werden. Für die Kostendeckung sind wir auf Ihre Geldspenden angewiesen.»

Deshalb veranstalten wir am 03.07.2009 im RoomOne in Heidenheim, eine Charity-Bash für Lenaig. Sämtliche Einnahmen gehen zu Gunsten von www.hilfe-fuer-lenaig.de.
Für alle die Spenden wollen, denn man hat die benötigte Summe noch nicht erreicht:
Empfänger: DKMS
Konto-Nr.: 372072003 - BLZ: 63290110
Bank: Volksbank Heidenheim eG

ps. klick aufs Foto, Mäuschen!
Donnerstag 18. Juni, 2009

Sex

Das Problem ist, es funktioniert nicht, wenn ich nicht verliebt bin.

Vorgestern wurde mir mit Tarot-Karten geweissagt. Die Dame sagte etwas von Hufeisen, und dass das gar nicht so leicht wäre. Die anderen Hübschen am Tisch erzählten, man könne schon glauben was «sie legt», es gäbe genug Beweise dass sie damit bisher immer ins Schwarze getroffen habe. Selbst wenn man gar nicht daran glauben würde - wie es erst vor kurzem bei einer gewesen wäre -, träfe es irgendwann ein.
Eigentlich wollte ich weder Tarot-Karten gelegt bekommen, noch irgendetwas wissen. Ich ließ mich aber überreden und wusste nicht wirklich, an wen ich denken sollte während ich die Karten mischte. Irgendjemand solle es sein, hieß es; irgendeine von der ich wissen wolle, ob und überhaupt. Ich wusste leider niemand, so stellte ich nicht die Frage nach Frau und Liebe, sondern einfach nur allgemein.
Oh, da sei ein Kelch der Asse und Königen der Herzen auch. Das sei sehr selten in dieser Kombination, oh oh oh. An die anderen Karten kann ich mich nicht so ganz erinnern. Jedenfalls sei da jemand, die ich absolut lieben würde – vielleicht schon bald wenn nicht jetzt, schon. Und, und jetzt kommt's, bald würde ich mit dieser Person unglaublichen und unvergesslichen Sex haben. Wer auch immer das sein ist (kein Schreibfehler ihr zwiebelgefischelten) und mich, würde es unvergesslich und unglaublich schön werden. Revolutionär. Es war sogar die Rede davon, dass es in die persönliche Geschichte eingehen würde.

Na klasse. Da springt also gerade eine Dame da draußen, irgendwo, durch die Gegend, die in Bälde unvergesslichen Sex mit mir haben wird. Schön.

Bitte melden. Aber sie - wir kennen uns noch nicht weshalb ich sie jetzt noch sieze - sollten wissen, dass ich mich erst in sie verlieben müsste, wenn wir unglaublichen Sex haben wollen.
Montag 15. Juni, 2009

Vorn

Wenn man Wahlergebnisse beobachtet, fragt man sich nicht selten was der Staatsbürger denn verstanden hat – oder ob er noch bei Verstand ist.
Letztens konnte man beobachten wie vermeintlich klugen Menschen ihre Stimme für die Piratenpartei gaben. Das nicht allein, man muss es natürlich auch noch öffentlich machen. Nach dem Motto, seht her, ich bin klüger als ihr alle und wähle die Piratenpartei – die neuen Grünen.
Nichts gegen Meinung, nur sollte da auch wirklich eine sein. Denn was die Herren und Damen Staatsbürger da gewählt haben, versteht keiner so richtig – oder man gibt sich zufrieden, dass kluge Menschen sich von Schlagworten blenden lassen. Nur weil da ein paar Dinge angesprochen werden, heißt das noch lange nicht, dass dahinter ein Programm steht. Wer will schon in einem Bus zur Arbeit gefahren werden, dass zwar bequeme(re) Sitze aber dafür keine Reifen und einen schlotternden Motor hat.
Die dummen Staatsbürger wähl(t)en natürlich gar nicht oder rein traditionell - einige haben nämlich auf ihrer Geburtsurkunde die richtige Partei mit auf-gestempelt bekommen – alte Geschichte. So schenkt sich der dumme nichts weniger als der kluge Staatsbürger: Er klagt nach der Wahl dass sich nicht geändert hat.

Dank Phönix darf man an Parteitagen teilhaben. Parteitage nennt man diese Lobveranstaltungen, wo sich Parteigenossen und Genossinnen, Freunde und liebe Freundinnen, treffen und gemeinsam ein zwei Gläser trinken und sich schöne Worte sagen: Wir sind schöner, besser und gemeinsam gehen wir nach Vorn. Vorn, ist irgendwo und muss wirklich ein schönes Land sein – leider weiß weder Google noch das geniale Bing wirklich näheres darüber zu berichten. Der zuschauende Staatsbürger bleibt im Hinten und googelt nicht weiter. Denn Hinten ist bekannt und eh alles fürn Arsch.


Nun, keine Sorge; ich bin kein Staatsbürger, nur Ausländer.
Freitag 05. Juni, 2009

Arschtanz

Sie steht vor mir an der Kasse, und ich möchte ihr sagen, bitte strecken sie mir nicht ihren Arsch entgegen; es ist nämlich nicht schön anzusehen und recht ekelhaft, ich hab' nichts gegen dicke Menschen, mit einigen bin ich sogar sehr gut befreundet, aber sie sind nicht nur dick, sie sind dazu noch ungepflegt.
Ihr Arsch sieht wirklich schrecklich aus. Ich zweifel an der Breite, muss aber Fakten gegen Zweifel stellen: Das ist Wirklichkeit und zudem eine schreckliche. Wie das dazugehörige Mensch es wohl schafft, so viel menschlichen Arsch in eine Hose zu zwängen will ich gar nicht wissen. Ich versuche auszuweichen, indem ich kleine Schritte rückwärts mache, bis mich mein Hintermensch wieder nach vorne zwingt. Dann als ich es nicht mehr aushalte, drehe ich mich um und sage dem Hintermenschen, wenn du es eilig hast, stell du dich vor diesem Desaster und gut ist!
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie sich das Ding bewegt. Die dazugehörige Frau macht eine 180° Grad Drehung und sieht mich genauso ungläubig wie der Hintermensch an. WAS?!, frage ich in beide Richtungen gleichzeitig. Arschloch, sagt sie ohne Zweifel dass ich ihren Hintern mit Desaster betitelt habe. Wenigstens ist sie nicht begriffsstutzig, denke ich mir. Der Hintermensch lacht, weil er das lustig findet. Wenn ich will dass du lachst kitzle ich dich, sage ich in seine Richtung und schnippe ihm mit dem rechten Zeigefinger die Nase. Er hält sich die Nase und schreit als hätte man ihn abgestochen. Ich zeige ihm nochmal meinen Zeigefinger und er hört wie auf Kommando auf zu gilfen. Die Frau sagt nichts und trägt ihren Arsch endlich aus meiner Reichweite in Richtung Ausgang.
Super, denke ich mir. Nur weil ein Leggingsmonster ihren Arschtanz vorführt hast du hier innerhalb von gefühlten Millisekunden halbes Chaos angerichtet. Schöner kann ein Wochenende nicht beginnen.


Ein Päckchen Kaugummi und eine Dose Flying-Horse. In fremden Städten werde ich an Tankstellen nicht mehr einkaufen.
Donnerstag 04. Juni, 2009

Pause

Ich werde mir zwei Wochen Pause mit meinem aktuellem Projekt gönnen. Es zehrt mehr an mir, als ich es zugeben würde.

Auch wenn man den Kern einer jeden Religion, salopp in der Anbetung eines Schöpfers sehen mag, ist es eher die Androhung der Strafe. Das ist jeder Religion gleich. Es wird eine Ethik bestimmt, der man sich unterzuordnen hat, ansonsten findet man sich im nächsten Leben als Wurm oder in der Hölle wieder. Ein System dass von jeder Staatsform übernommen wurde. Eines das früher oder später zum Scheitern verurteilt ist. Denn die Androhung von Strafe hält vor Verbrechen nicht ab.

Keine der Religionen funktioniert. So stellte katholische Sekte der Christen dem Schöpfer eine Gegenmacht und schuf so bewusst eine «Gegenreligion». 80% der Mohammedaner wurden von den Machthabern zu Assassine erzogen, weil das Machtgefüge anders nicht zu halten ist. Das Judentum hat den Schock von Babylon bis heute nicht überwunden und Hinduismus konnte selbst in seiner neuen Formation, der Wahrheit nicht näher kommen; denn nur der Dumme wird Buddhist.

Einzig Stephen Hawking ist überzeugt dass wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts, Gottes Plan entschlüsseln werden. Ein kluger Mann, der kein Becher Schierling trinken muss um zu überleben.
Montag 01. Juni, 2009

Wald.lichter

Der heidenheimer Wald, manche werden es schon geahnt haben, ist mehr als nur ein Wald. Hier passieren unerzählte Geheimnisse ... aber der Reihe nach.

Auch Laboranten gehören verschlagenMan wusste schon immer, irgendwo muss man sie verschlagen können. Auf offener Straße ist das natürlich nicht machbar; am Ende hätten noch Passanten Mitleid und würden einschreiten. Also hat man da ein Plätzchen im Wald, wo man sich trifft um diesen frechen Laboranten gehörig den Hintern zu verhauen. In Baden-Württemberg kommen auf elf Verhauer, drei Laboranten. In Bayern mag das anders sein, ich weiß es nicht.

So manches Wasser reißteAuf der Schwäbischen Alb is, wie des Butter so woich ond den Schoklad so süiaß, des Wasser so hart - und da kann es schon mal passieren dass das Wasser reißt. Wir mögen es aber nicht wenn schlimme Dinge einfach so und überall wie sie wollen ihren Lauf nehmen. So gibt es auch dafür ein Plätzen, im Wald. Sogar noch mit scharfem S – und lange bevor in Hollywood die Meister der Filmindustrie den Filmriss erfanden.

Wer sagt denn das Buckel nicht heiß sind...Fragen sie nicht, niemand weiß es...Wir leben in einer Demokratie, Gott sei dank. Da muss es auch für die Hitzbuckel Platz geben, im Wald. Schließlich ist so ein Hitzbuckel kein Niemand und baut statisch optimierte Gebilde, im Wald. Da wir aber nicht mehr von Hitzbuckel und ihren Denkweisen wissen, erschließt sich uns der Sinn solcher Gebilde nicht. Nur das Optimiert ist sichtbar am Wegrand, im Wald.

Grimm waren die anderen...Tja, dann gibt es noch eine Sache die man erzählen müsste, wenn es kein Geheimnis wär'. Die Gebrüder Zorro kamen ursprünglich aus Heidenheim, und lebten hier im Wald nahe dem Hitzbuckel Treffplatz. Was soll man sagen, außer dass sie schwul waren, ferner sogar sehr eifersüchtig. Und so nahm die Geschichte ihren Lauf; Der eine erstach den anderen und floh nach Mexiko. Dort konvertierte er zum Hetero, wurde berühmt und kam nie wieder. Schlimme Sache.

ps.: Klick auf Foto, Mäuschen.

In diesem Sinne, an dieser Stelle pünktlich gewünscht, einen wunderschönen Wochenstart.
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