Montag 27. Juli, 2009

guck.mal

Und weil schon wieder pünktlich Wochenstart ist, soll es hier an einem Spruch nicht fehlen. Diesmal ein Satz aus «Die fabelhaften Welt der Amélie»:
Nur ein Idiot schaut auf einen Finger, wenn der in den Himmel zeigt!
In diesem Sinne – manchmal lohnt es sich, in die gezeigte Richtung zu sehen -, einen wunderschönen Wochenstart.

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Für mich beginnt die Woche mit... einem Lächeln. Das heißt, ich befreie mich von alten Ketten. Nicht dass das leicht wäre, aber nötig.
Daneben mache ich mir Gedanken, ob es sich dieses Jahr noch lohnt den neuen Balkon zu bepflanzen. So ein Blumenkasten wächst ja nicht in ein paar Tagen auf. Vielleicht warte ich dann doch lieber bis nächstes Jahr?
Donnerstag 23. Juli, 2009

turns

Vorhin wurde ich gefragt, ob es unverschämt sei mich zu fragen, ob frau mich zum Kaffee einladen dürfe. Nett, dachte ich mir und löste das Ganze so diplomatisch als möglich. Als, nicht wie. Und draußen, ist es schon dunkel unter den Wolken Deutschlands. Irgendwo auf den Bahamas pfeift gerade eine Barbusige locker die Flöte, während in Frankreich ein dicker Mann seine Frau schlägt.

Die Welt dreht sich weiddaaaaaa...
Samstag 11. Juli, 2009

Hoppings

Manchmal hat man seltsame Träume.
Heute Nacht bin ich in Offenbach in einer fremden Wohnung aufgewacht. Der Hausherr war recht freundlich und erklärte mir wo ich bin. Wir tranken Espresso und als ich darauf einschlief, wachte ich wieder in einer fremden Wohnung auf. Es war eine WG, und ich begriff dass sie in der Straße meiner Verwandten in Offenbach sein musste. Ich ging auf die Straße und suchte nach deren Haus, musste aber erkennen dass es inzwischen abgerissen war. Dann wollte ich nach Hause und merkte dass ich in der ersten Wohnung meine Uhr vergessen haben musste. Dort angekommen, es waren nur zwei Querstraßen, öffnete mir freundlich die Hausfrau. Wir tranken wieder einen Espresso und ich begriff dass der Hausherr wohl einer dieser siebziger Jahre Alkoholiker ist. Ich verabschiedete mich und wachte ... hier in meiner Wohnung auf.

Schlimme Sache. Träume.
Donnerstag 09. Juli, 2009

psssst

Und dann ist ja auch schon wieder Donnerstag :-)
Dienstag 07. Juli, 2009

Ei

Ein Ei, ein etwas anders EiMan mag bei Eiern an Vieles denken. Hart, weich, Omelette, Spiegel-, Rühreier, Salat. Woran man nicht denkt ist eine schrumpelige Schale.

Wie, Eier haben schrumpelige Schalen?
Darf ich vorstellen klick aufs Foto, Mäuschen, Ei. Bio-Ei. Schrumpeliges Hühner-Ei.

Das Leben ist immer ein Erlebnis wert. Manchmal schmeckt es sogar, ganz gut.
Donnerstag 25. Juni, 2009

charity-bash

www.hifle-fuer-lenaig.de Hier mein Angebot: Ich geb' richtig Gas, ihr feiert ordentlich und zusammen retten wir ein Leben!
Auszug aus www.hilfe-fuer-lenaig.de: Bei Lenaig (20 Jahre) aus Heidenheim/Ulm wurde Ende Februar 2009 Leukämie (AML) diagnostiziert.
Diese für ihr Alter seltene Form des Blutkrebses kann nur durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden. Trotz der mittlerweile weltweiten Suche wurde bisher kein passender Spender gefunden.
Bitte lassen Sie sich für Lenaig typisieren und geben Sie ihr damit die Chance zu leben!
Auch wenn Sie für Lenaig nicht der passende Spender sein sollten, so könnten Sie es vielleicht für einen anderen Patienten sein, der heute (oder in der Zukunft) auf einen Stammzellspender wartet.

Lenaig mit ihrer Schwester Gwendolin 21.06.09Weiter ist dort zu lesen, dass am 21.06.2009 die Typisierungsaktion in Heidenheim «ein voller Erfolg war!» Es wurden über 2100 neue potentielle Stammzellspender in die DKMS aufgenommen. «Jede Typisierung kostet ca. 50.00 € (Laborkosten, etc.). Diese Kosten müssen für Jeden, der sich typisieren lässt, aufgebracht werden. Für die Kostendeckung sind wir auf Ihre Geldspenden angewiesen.»

Deshalb veranstalten wir am 03.07.2009 im RoomOne in Heidenheim, eine Charity-Bash für Lenaig. Sämtliche Einnahmen gehen zu Gunsten von www.hilfe-fuer-lenaig.de.
Für alle die Spenden wollen, denn man hat die benötigte Summe noch nicht erreicht:
Empfänger: DKMS
Konto-Nr.: 372072003 - BLZ: 63290110
Bank: Volksbank Heidenheim eG

ps. klick aufs Foto, Mäuschen!
Donnerstag 18. Juni, 2009

Sex

Das Problem ist, es funktioniert nicht, wenn ich nicht verliebt bin.

Vorgestern wurde mir mit Tarot-Karten geweissagt. Die Dame sagte etwas von Hufeisen, und dass das gar nicht so leicht wäre. Die anderen Hübschen am Tisch erzählten, man könne schon glauben was «sie legt», es gäbe genug Beweise dass sie damit bisher immer ins Schwarze getroffen habe. Selbst wenn man gar nicht daran glauben würde - wie es erst vor kurzem bei einer gewesen wäre -, träfe es irgendwann ein.
Eigentlich wollte ich weder Tarot-Karten gelegt bekommen, noch irgendetwas wissen. Ich ließ mich aber überreden und wusste nicht wirklich, an wen ich denken sollte während ich die Karten mischte. Irgendjemand solle es sein, hieß es; irgendeine von der ich wissen wolle, ob und überhaupt. Ich wusste leider niemand, so stellte ich nicht die Frage nach Frau und Liebe, sondern einfach nur allgemein.
Oh, da sei ein Kelch der Asse und Königen der Herzen auch. Das sei sehr selten in dieser Kombination, oh oh oh. An die anderen Karten kann ich mich nicht so ganz erinnern. Jedenfalls sei da jemand, die ich absolut lieben würde – vielleicht schon bald wenn nicht jetzt, schon. Und, und jetzt kommt's, bald würde ich mit dieser Person unglaublichen und unvergesslichen Sex haben. Wer auch immer das sein ist (kein Schreibfehler ihr zwiebelgefischelten) und mich, würde es unvergesslich und unglaublich schön werden. Revolutionär. Es war sogar die Rede davon, dass es in die persönliche Geschichte eingehen würde.

Na klasse. Da springt also gerade eine Dame da draußen, irgendwo, durch die Gegend, die in Bälde unvergesslichen Sex mit mir haben wird. Schön.

Bitte melden. Aber sie - wir kennen uns noch nicht weshalb ich sie jetzt noch sieze - sollten wissen, dass ich mich erst in sie verlieben müsste, wenn wir unglaublichen Sex haben wollen.
Montag 15. Juni, 2009

Vorn

Wenn man Wahlergebnisse beobachtet, fragt man sich nicht selten was der Staatsbürger denn verstanden hat – oder ob er noch bei Verstand ist.
Letztens konnte man beobachten wie vermeintlich klugen Menschen ihre Stimme für die Piratenpartei gaben. Das nicht allein, man muss es natürlich auch noch öffentlich machen. Nach dem Motto, seht her, ich bin klüger als ihr alle und wähle die Piratenpartei – die neuen Grünen.
Nichts gegen Meinung, nur sollte da auch wirklich eine sein. Denn was die Herren und Damen Staatsbürger da gewählt haben, versteht keiner so richtig – oder man gibt sich zufrieden, dass kluge Menschen sich von Schlagworten blenden lassen. Nur weil da ein paar Dinge angesprochen werden, heißt das noch lange nicht, dass dahinter ein Programm steht. Wer will schon in einem Bus zur Arbeit gefahren werden, dass zwar bequeme(re) Sitze aber dafür keine Reifen und einen schlotternden Motor hat.
Die dummen Staatsbürger wähl(t)en natürlich gar nicht oder rein traditionell - einige haben nämlich auf ihrer Geburtsurkunde die richtige Partei mit auf-gestempelt bekommen – alte Geschichte. So schenkt sich der dumme nichts weniger als der kluge Staatsbürger: Er klagt nach der Wahl dass sich nicht geändert hat.

Dank Phönix darf man an Parteitagen teilhaben. Parteitage nennt man diese Lobveranstaltungen, wo sich Parteigenossen und Genossinnen, Freunde und liebe Freundinnen, treffen und gemeinsam ein zwei Gläser trinken und sich schöne Worte sagen: Wir sind schöner, besser und gemeinsam gehen wir nach Vorn. Vorn, ist irgendwo und muss wirklich ein schönes Land sein – leider weiß weder Google noch das geniale Bing wirklich näheres darüber zu berichten. Der zuschauende Staatsbürger bleibt im Hinten und googelt nicht weiter. Denn Hinten ist bekannt und eh alles fürn Arsch.


Nun, keine Sorge; ich bin kein Staatsbürger, nur Ausländer.
Freitag 05. Juni, 2009

Arschtanz

Sie steht vor mir an der Kasse, und ich möchte ihr sagen, bitte strecken sie mir nicht ihren Arsch entgegen; es ist nämlich nicht schön anzusehen und recht ekelhaft, ich hab' nichts gegen dicke Menschen, mit einigen bin ich sogar sehr gut befreundet, aber sie sind nicht nur dick, sie sind dazu noch ungepflegt.
Ihr Arsch sieht wirklich schrecklich aus. Ich zweifel an der Breite, muss aber Fakten gegen Zweifel stellen: Das ist Wirklichkeit und zudem eine schreckliche. Wie das dazugehörige Mensch es wohl schafft, so viel menschlichen Arsch in eine Hose zu zwängen will ich gar nicht wissen. Ich versuche auszuweichen, indem ich kleine Schritte rückwärts mache, bis mich mein Hintermensch wieder nach vorne zwingt. Dann als ich es nicht mehr aushalte, drehe ich mich um und sage dem Hintermenschen, wenn du es eilig hast, stell du dich vor diesem Desaster und gut ist!
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie sich das Ding bewegt. Die dazugehörige Frau macht eine 180° Grad Drehung und sieht mich genauso ungläubig wie der Hintermensch an. WAS?!, frage ich in beide Richtungen gleichzeitig. Arschloch, sagt sie ohne Zweifel dass ich ihren Hintern mit Desaster betitelt habe. Wenigstens ist sie nicht begriffsstutzig, denke ich mir. Der Hintermensch lacht, weil er das lustig findet. Wenn ich will dass du lachst kitzle ich dich, sage ich in seine Richtung und schnippe ihm mit dem rechten Zeigefinger die Nase. Er hält sich die Nase und schreit als hätte man ihn abgestochen. Ich zeige ihm nochmal meinen Zeigefinger und er hört wie auf Kommando auf zu gilfen. Die Frau sagt nichts und trägt ihren Arsch endlich aus meiner Reichweite in Richtung Ausgang.
Super, denke ich mir. Nur weil ein Leggingsmonster ihren Arschtanz vorführt hast du hier innerhalb von gefühlten Millisekunden halbes Chaos angerichtet. Schöner kann ein Wochenende nicht beginnen.


Ein Päckchen Kaugummi und eine Dose Flying-Horse. In fremden Städten werde ich an Tankstellen nicht mehr einkaufen.
Donnerstag 04. Juni, 2009

Pause

Ich werde mir zwei Wochen Pause mit meinem aktuellem Projekt gönnen. Es zehrt mehr an mir, als ich es zugeben würde.

Auch wenn man den Kern einer jeden Religion, salopp in der Anbetung eines Schöpfers sehen mag, ist es eher die Androhung der Strafe. Das ist jeder Religion gleich. Es wird eine Ethik bestimmt, der man sich unterzuordnen hat, ansonsten findet man sich im nächsten Leben als Wurm oder in der Hölle wieder. Ein System dass von jeder Staatsform übernommen wurde. Eines das früher oder später zum Scheitern verurteilt ist. Denn die Androhung von Strafe hält vor Verbrechen nicht ab.

Keine der Religionen funktioniert. So stellte katholische Sekte der Christen dem Schöpfer eine Gegenmacht und schuf so bewusst eine «Gegenreligion». 80% der Mohammedaner wurden von den Machthabern zu Assassine erzogen, weil das Machtgefüge anders nicht zu halten ist. Das Judentum hat den Schock von Babylon bis heute nicht überwunden und Hinduismus konnte selbst in seiner neuen Formation, der Wahrheit nicht näher kommen; denn nur der Dumme wird Buddhist.

Einzig Stephen Hawking ist überzeugt dass wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts, Gottes Plan entschlüsseln werden. Ein kluger Mann, der kein Becher Schierling trinken muss um zu überleben.
Montag 01. Juni, 2009

Wald.lichter

Der heidenheimer Wald, manche werden es schon geahnt haben, ist mehr als nur ein Wald. Hier passieren unerzählte Geheimnisse ... aber der Reihe nach.

Auch Laboranten gehören verschlagenMan wusste schon immer, irgendwo muss man sie verschlagen können. Auf offener Straße ist das natürlich nicht machbar; am Ende hätten noch Passanten Mitleid und würden einschreiten. Also hat man da ein Plätzchen im Wald, wo man sich trifft um diesen frechen Laboranten gehörig den Hintern zu verhauen. In Baden-Württemberg kommen auf elf Verhauer, drei Laboranten. In Bayern mag das anders sein, ich weiß es nicht.

So manches Wasser reißteAuf der Schwäbischen Alb is, wie des Butter so woich ond den Schoklad so süiaß, des Wasser so hart - und da kann es schon mal passieren dass das Wasser reißt. Wir mögen es aber nicht wenn schlimme Dinge einfach so und überall wie sie wollen ihren Lauf nehmen. So gibt es auch dafür ein Plätzen, im Wald. Sogar noch mit scharfem S – und lange bevor in Hollywood die Meister der Filmindustrie den Filmriss erfanden.

Wer sagt denn das Buckel nicht heiß sind...Fragen sie nicht, niemand weiß es...Wir leben in einer Demokratie, Gott sei dank. Da muss es auch für die Hitzbuckel Platz geben, im Wald. Schließlich ist so ein Hitzbuckel kein Niemand und baut statisch optimierte Gebilde, im Wald. Da wir aber nicht mehr von Hitzbuckel und ihren Denkweisen wissen, erschließt sich uns der Sinn solcher Gebilde nicht. Nur das Optimiert ist sichtbar am Wegrand, im Wald.

Grimm waren die anderen...Tja, dann gibt es noch eine Sache die man erzählen müsste, wenn es kein Geheimnis wär'. Die Gebrüder Zorro kamen ursprünglich aus Heidenheim, und lebten hier im Wald nahe dem Hitzbuckel Treffplatz. Was soll man sagen, außer dass sie schwul waren, ferner sogar sehr eifersüchtig. Und so nahm die Geschichte ihren Lauf; Der eine erstach den anderen und floh nach Mexiko. Dort konvertierte er zum Hetero, wurde berühmt und kam nie wieder. Schlimme Sache.

ps.: Klick auf Foto, Mäuschen.

In diesem Sinne, an dieser Stelle pünktlich gewünscht, einen wunderschönen Wochenstart.
Dienstag 26. Mai, 2009

Sperren




Natürlich ist das Thema brisant. Natürlich hat man seine eigene Meinung dazu.
Natürlich hört man wieder nur die, die laut dagegen schreien - und natürlich, winkt man nur ab.

Es geht nicht darum Recht zu haben, sich einer Meinung anzuschließen, weil man sich dann besser oder gar «klüger als» fühlt. Dazu ist das Thema zu heikel und ein Handeln ist seit Jahrzehnten mehr als nötig. Leider wurde und wird zu wenig getan.
Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie und weiteren Ressorts, mag in bona fide reagieren - wahrscheinlich gibt ihr Intellekt nicht mehr her oder sie ist wirklich so kaltblütig im Gemüt? -, eine Lösung ist das aber nicht.

In dem hier gezeigten Bericht wird alles zusammengefasst was man zu sagen hat. Und wie Josh es treffend schrieb, ist «dieser Bericht von ZAPP ... endlich mal wieder, leider eines der wenigen, Beispiele für guten Journalismus. Aber nicht umsonst sind ja die Macher von ZAPP gerade bei Politikern, Lobbyisten aber auch Teilen der Journalisten eher unbeliebt.»

Via Josh und Sven Scholz
Samstag 23. Mai, 2009

nicht Dänemark

Es geht drunter und drüber, sagt man so. Nicht hier; hier geht alles neue Wege.

Irgendwie habe ich an einem neuen Buch angefangen. Wahrscheinlich werden mich viele dafür hassen, vielleicht sogar sehr hassen. Entweder ich verbrenne es gleich nachdem ich damit fertig bin, oder ich wandere schneller als gleich nach Dänemark aus und lass' mich dort verbrennen. Es bleibt also spannend, so oder so.
Die Hauptsache ist aber dass ich meine schöne Wohnung aufgegeben habe. Einfach so, von einem Tag auf den anderen. Das Ganze nur, um in ein schöneres Haus zu ziehen. In ein paar Wochen. Mit Balkon, Garten, Terrasse, mehr Zimmer, Parkett, großem Keller und eben solcher Garage, einer schönen Küche, einem schönen Bad, einem herrlichen Garten und einem kleinen Teich. Alles Vorteile.
Irgendwo schlägt mich aber Wehmut. Als ich das erste Mal hier an meinem Briefkasten meinem Namen las, hatte ich Tränen vergossen. Vor Freude. Damals; nach knapp fünf Monaten Hotel und Naturfreunde-Haus, wo die Dusche und das Klo - man konnte nicht Toilette dazu sagen - auf dem Gang waren. Ich hatte in den letzten Wochen dort nur einen Wunsch gehabt; bloß nicht krank werden in diesem Loch! Durchhalten, bis ich eine Wohnung gefunden habe und dann lass' ich mir in Ruhe das Böse aus dem Leib schneiden. Aber nicht hier, nicht während ich auf einem Gemeinschaftsklo zum Pissen muss. So war diese schönste aller Dachwohnungen eine Erlösung, ein Neuanfang – und jetzt verlasse ich es, einfach so; von einem Tag auf den anderen.
Die Nachbarn freuen sich für mich, wünschen mir Glück. Ich sei ein angenehmer und sehr freundlicher Mitbewohner gewesen. Mehr sagen sie nicht, und ich ertappe mich bei dem Wunsch, irgendjemand solle mich festhalten versuchen. Aber warum sollte das jemand versuchen.
In Gedanken koche ich mir schon in der neuen Küche Kaffee, lese auf dem Balkon und schreibe im Arbeitszimmer an dem neuen Buch; das ich entweder gleich nachdem es fertig ist verbrenne oder ... nein, nach Dänemark will ich nicht auswandern. Die haben dort schlimmen Käse und auf dänisch klingt «ich liebe dich» eher wie ein Witz, als dass ich das je vor einem Kamin ernst zu einer Frau sagen könnte.

Wer will schon nach Dänemark.
Samstag 16. Mai, 2009

Jurassic.Parking

Konserviert...Eine in Bernstein eingeschlossene Schnacke ist bestimmt etwas seltenes. Eine in einem Einweg-Feuerzeug eingeschlossene Schnacke, bestimmt seltener. Eingeschlossen Vielleicht Material für eine neue Jurassic Park Episode - wer weiß.
Zuerst dachte ich, es handle sich um Produktionsrückstände. Als ich das Ding dann gestern Abend näher betrachtete, wollte ich zuerst nicht glauben was ich da sah. Wie kommt eine relativ ausgewachsene Schnacke in dichtes Einwegfeuerzeug?
Vielleicht verkaufe ich es über Ebay... ;-)

Klick aufs Foto, Mäuschen.
Donnerstag 14. Mai, 2009

Stinker

Dann gibt es noch die Geschichte mit den Turnschuhen. Eigentlich keine Geschichte, eher ein Desaster.
In meiner Jugend trug ich selbst gern Turnschuhe der Marke Adidas. Es waren strahlend weiße Olymp, die ich alle drei Monte zum Leid aller Beteiligten nachkaufen musste, weil sie nach dieser Zeitspanne das Strahlend am weiß verloren. Dumme Sache, und teuer. Spätestens im Studium fand ich es dann sehr unappetitlich in Turnschuhen herumzulaufen, wenn ich nicht gerade Sport betrieb.
Heute trägt fast jeder Turnschuhe untertage - vielleicht, so vermute ich bei einigen Zeitgenossen, sogar nachts. Wenn man mich dann besuchen kommt, muss man seine Schuhe vor der Tür ausziehen; weil ich niemanden mit Straßenschuhen in meiner Wohnung ertragen will. Es ist immer derselbe Geruch der sich dann stinkend über die ganze Wohnung verteilt.
Letzte Woche zum Beispiel, habe ich einem Besucher gesagt dass seine Füße stinken. Das kann sein, war die Antwort, er hätte den ganzen Tag in Turnschuhen gesteckt. Und genau an dieser Stelle ist das Dilemma, Stinker ignorieren gekonnt ihren Gestank.

Diät-Tipp: Du willst abnehmen und keine Lust Kalorien zu zählen? Stell' dir vor wie Menschen, die «ungeduscht» mit wildem Scham unter den Achseln und Tennissocken an den Füßen in alten Turnschuhen steckend, dich besuchen kommen - und du bittest sie ihre Schuhe vor der Tür auszuziehen (du Idiot).
Mittwoch 13. Mai, 2009

Ketchup

Ich schlaf' gleich ein. Nicht jetzt - das habe ich nur den ganzen Tag über gedacht. Ich schlaf' gleich ein. Am schlimmsten war es kurz nach der Mittagspause, in der ich dachte etwas essen zu müssen weil ich Hunger hatte. Man soll nicht essen wenn man müde ist und keine Zeit zum Schlafen hat.
Aber es ist auch müde kein Lust zu sehen wie Menschen nur sehen was sie wollen. Wie zum Beispiel die eine Dame die heute den Laden betrat und meinte hier eine Vertretung für eine ihr nicht genehme Gesellschaft zu finden. Sie wollte ihren Ärger abstreifen, endlich da sie Gesichter gefunden zu haben glaubte, wo sie bisher nur Stimmen am Telefon zu erreichen versuchte. Leider begriff sie nicht, dass sie hier an falscher Stelle ihren Abstrich zu hinterlassen vorhatte; und leider war ich selbst nicht da, so bugsierte sie mein Lehrling elegant - ich will jetzt nicht mit ihnen weiter diskutieren – aus dem Laden.
Nächstes Mal wenn ich einen Hünen mit Ketchup-Fleck auf dem Hemd treffe – es gibt einige davon in unserer Gesellschaft -, fahre ich ihn an, weil ich letztens hinterrücks geschmacklich von einer bekannten Ketchup-Firma hintergangen worden bin. Der Inhalt der Falsche hatte mehr Grauenhaftes als gewohnt Leckeres zu bieten. Wenn der Hüne es dann zu fragen wagt, was er mit der Ketchup-Firma am Hut hat, werde ich ihn schreiend darauf hinweisen dass er, wenn er nichts mit Ketchup am Hut hat, gefälligst nicht mit einen Ketchup-Fleck am Hemd durch die Gegen zu laufen hat!

Irgendwo muss man Grenzen ziehen, schließlich!
Freitag 08. Mai, 2009

Intermezzo

Nicht dass man sich Sorgen macht;
Hier ist alles noch am Leben soweit. Zurzeit bin ich leider ganz schön beruflich und privat eingefangen. Schöne Dinge passieren - Entscheidungen vor allem. Dazu aber irgendwann mehr.

Und morgen Abend wird wieder ausschließlich Englisch gesprochen und gelacht. Die Mädelz dort zappeln interessanter ;-)

Ich wünsche vorab, und für die mittendrin, ein wunderschönes Wochenende!
Mittwoch 29. April, 2009

Wasser

Auszug Yahoo!-Nachrichten: Die Schweinegrippe hat nun auch Deutschland erreicht. Betroffen ist Bayern.
Soviel dazu. Es hätte nicht anders sein können als Bayern. Immer die Ersten, immer Vorreiter. Freistaat.

Aber kommen wir zum Thema: Wasser.
Ein Vorteil gegenüber der Steinzeit ist die Tatsache des fließend Wassers in unseren Behausungen. Man hat sich so daran gewöhnt, dass wir es gar nicht mehr anders wollen. Öffnet man den Wasserhahn erwartet man kein Gockel-Gesang, sondern klares Wasser. Früher muss das wohl anders gewesen sein. Da hatte manN Frauen, die sich gern zum Klatsch am Dorfbrunnen trafen und nebenher in allen möglichen Behältern Wasser zurück trugen. Leider gibt es heute keine Dorfbrunnen mehr und Frauen tratschen lieber via Mobiltelefon.
Vor einer Weile bekam ich die Nachricht, dass man in meiner Wohnung die Wasseruhr tauschen müsste. Man wolle mich hierzu noch zwecks Termin kontaktieren. Als ich gestern Abend nach Hause kam, wunderte ich mich beim Abspülen über die sonderbaren Geräusche aus dem Klosett-Kasten. Minuten später war ich mir sicher, dass aus keinem der Wasserhähne herauskam, was man im Allgemeinen erwartet: klares Wasser.
Der Hausmeister hat Spätschicht und kann sowieso nichts machen. Die Vermieterin will sich gleich nach Sonnenaufgang darum kümmern, und die Firma, die gestern in den Nachbar-Wohnungen die Wasseruhren tauschte, will mich gleich zurückrufen – wahrscheinlich seien nur die Wasserleitungen verstopft. Gleich ist relativ und bedeutet, dass ich schon seit zwei Stunden warte.
Ich traf in der Waschküche eine leere Gießkanne, die sich von mir gerne mit Wasser befüllen ließ. Damit konnte ich mich wenigstens waschen und rasieren. Vielleicht bin ich zuversichtlich, dass die verstopften Wasserleitungen bis heute Abend wieder frei sind.

Nachtrag 15:35 Uhr:
Heute Morgen holte der Monteur unseres Vertrauens, meine Wohnungsschlüssel. Eben brachte er sie mir wieder. Ich hätte wieder Wasser - zwischenzeitlich wäre aber mein Bad geflutet gewesen. Mein Handtuch und die Waschlappen müsste ich wohl in die Wäsche geben. ... Egal, wo gehobelt wird, fallen auch Späne.
Hauptsache ist, ich muss mich nicht nochmal aus der Gießkanne waschen... und kann wieder daheim scheißen.
Montag 27. April, 2009

Hammer

Es bleibt einem nicht erspart.
Vorhin fahre ich vom Kunden zurück – es ist circa 21:30 Uhr – und freue mich endlich Feierabend zu haben. Ich parke den Wagen vor meiner Haustür und will gerade aussteigen, als jemand mit einer Taschenlampe durch das Fahrerseitenfenster leuchtet. Allgemeine Verkehrskontrolle.
... hier weiter lesen!
Donnerstag 23. April, 2009

Heute schon getoastet?

Manchmal will ich ganz normal sein. Das heißt, ich schalte einfach ein paar Gehirnregionen ab.

Schwarzbrot - Eigenproduktion, eher nicht genießbarIch wollte frühstücken. Im Brotkasten lagen aber nur zwei harte Roggenbrötchen. Kein Thema, man legt sie nur kurz in die Mikrowelle, dann werden die Dinger wieder weich. Gedacht getan und ab ins Bad, Wasser lassen und Gesicht wassern. Das Ding mit der Mikrowelle funktioniert nur, wenn man Brot wirklich kurz darin bestrahlen lässt. Etwas länger und der gewünschte Effekt geht ins Negative.
Kein Thema, man kann harte Brötchen aufsäbeln und toasten. Gedacht getan und ab ins Schlafzimmer, Bett richten und nebenher die gestern von der Leine geholte Wäsche in den Schrank räumen.
Nun ist es so, dass Toaster eher für leptosomische Toastscheiben als für Brötchen konzipiert sind, Roggenbrötchen aber in ihrer Form eher pyknisch sind. Des weiteren haben amerikanische Toaster, neben ihrem verchromten Äußeren, die Eigenschaft zu klemmen, wenn man sie mit dicken Roggenbrötchenhälften stopft.
Als ich aus dem Schlafzimmer kam, musste ich nicken. Zwar war die schwarze Rauchfontaine recht interessant anzusehen, aber eher lästig auszuhalten. Das war auch der Grund, und nur dieser, weshalb ich die abgeschalteten Gehirnregionen wieder einschaltete und das Schauspiel beendete.

Nebenbei gesagt sind Fenster eine sehr gute Erfindung. Wahrscheinlich die Beste überhaupt.

ps: Klick aufs Foto, Mäuschen.
Freitag 17. April, 2009

MyHouse

roomONE 01052009 Wir tanzen in den Mai.

Es gibt ja nicht viel wo man hier am Ort noch lecker feiern kann. Die paar Lokalitäten die es gibt - und die sich immer wieder ankündigen ohne wirklich da zu sein - dürften nicht wirklich genug Hitze erzeugen um das Blut über Körpertemperatur zu bringen.
Anders ist es mit dem «roomONE». Das Ding ist wohl die erste Clubbing-Adresse in dieser Gegend.


Und deshalb - gibt es mich auch mal wieder in der Heimatstadt unter den Kopfhörern zu erleben: Am ersten Mai wird's kochen in euren Venen! Have fun!

ps: Klick' auf Foto Mäuschen! ;-)
Mittwoch 15. April, 2009

Leukämie

Aus aktuellem Anlass, möchte ich einen Aufruf starten:
Können sie sich vorstellen ein Leben zu retten? Sie brauchen sich hierzu nur typisieren lassen und bei Bedarf als Knochenmark-Spender (Stammzelltransplantation) zur Verfügung stellen. Knochenmark ist kein Rückenmark. Die Entnahme geschieht völlig Schmerzlos und der Körper regeneriert das entnommene Knochenmark innerhalb weniger Tage.
Für die Typisierung bekommt man von der DKMS ein Wangenabstrichset. Kurz, schmerzlos und kostenlos (danke für den Hinweis in den Kommentaren).
Sollten sie als Spender in Frage kommen, retten sie Menschenleben - vielleicht wären sie dankbar, wenn irgendwann ihnen oder ihrem Umfeld so geholfen wird.
Zurzeit ist es leider so, dass zu wenig Spender typisiert sind. Menschenleben könnten gerettet werden. Also:

1. Typisierungsset per E-Mail oder Telefon bestellen – Informationen hierzu finden sie auf der Seite der DKMS.
2. Das darin enthaltene Wattestäbchen zweimal über die Innenseite der Wangen streichen.
3. Eintüten, in den mitgelieferten frankierten Umschlag stecken und zurück senden.


Das war's schon.
Samstag 11. April, 2009

Veränderungen

Am Mittwoch habe ich mich getrennt. Ich weiß nicht genau wie lange ich das Ding hatte, aber es muss wohl irgendwann vor der Jahrtausendwende gewesen sein, dass ich mir in der Form wachsen ließ. Der schmale Streifen Haare von der Unterlippe bis zum Kinnende gehörten einfach zu meinem Gesicht des letzten Jahrzehnts. Nun ist es weg, rasiert.
Ich wurde im Obsthaus darum gebeten. Die Chefin dort ist eine Bekannte, die mich seit meinen Kindertagen kennt. Es würde nicht zu mir passen, sagte sie. Außerdem zähle sie als meine große Schwester und würde auch ihren leiblichen Bruder darum bitten, wenn er so ein Ding im Gesicht hätte.
Na, da konnte ich dann einfach nicht anders. Es geht auch ohne, besser.

Frohe Osterfeiertage, weiterhin.
Mittwoch 01. April, 2009

Mängel-Exemplar

Heute Nacht bin ich Bus gefahren, im Traum.
Es stiegen immer wieder Menschen aus meiner Vergangenheit ein, saßen neben mir und stiegen wieder aus. Die Haltestellen waren solche meiner Erinnerungen, an den ebenfalls Menschen aus meiner Vergangenheit in ihren Gärten standen. Ich wusste dass ich träume und versuchte gerade herauszufinden was genau dieser Traum zu bedeuten hatte, als ich eine Welle aus silbern-roten Halbkreisen sah und modrige Erdbeere schmeckte. Das war kein Teil vom Traum, sondern Realität. Eben etwas dass ich gehört haben musste, und wovon ich wach wurde. Das war eindeutig menschliche Modulation, bedeutet: Jemand in der Nähe muss geschrien haben. Ich öffnete das Fenster und vernahm nur Stille.
An Schlaf war nicht mehr zu denken, denn ... eben, wie das so ist. In der Küche trank ich Wasser und konnte sehen, dass es drei Uhr war. Seltsam, denn wenn ich geweckt werde, dann meist um drei - Sommerzeit.
Das Gute an der Sache ist, dass ich bis halb fünf gelesen habe - wo wir dann beim Thema wären:
Letztes Jahr, im Juni, fand ich keine interessanten Bücher mehr. Alles was als Bestseller ausgelegt war, ließ mich kalt. Nicht dass alles schlecht war, was ich damals zu kaufen bekam – es berührte mich nicht mehr. Ich hatte auch die Vermutung, dass ich abgestumpft war oder mich zu sehr in meiner eigenen Welt bewegte, als dass ich in die Gedankenwelt der Bestsellerautoren versinken konnte.
Irgendwann stand ich damals kurz vor 22°° Uhr noch im Kaufland um Wasser zu kaufen, als ich auf dem Weg zur Kasse eine Auslade voll von Taschenbüchern sah. Die dort geschichteten Bücher kosteten zwischen 2.99 EUR und 5.99 EUR und trugen den Stempel «Preisred. Mängel-Exemplar». Arme Dinge dachte ich, liegen da wie Lepra-Kranke im Mittelalter. Zwei Minuten später hatte ich einen dieser Lepra-Kranken, mit dunkelgrünem Stempel am Fuß, im Einkaufswagen liegen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte - es gefiel mir sogar sehr -, fasste ich den Plan 100 solche aussätzigen Bücher aus den Lepra-Tonnen der Discounter meiner Einkaufswelt zu befreien.
Bis heute habe ich es nicht bereut und vorhin das 100. angefangen; «Der Marlowe Code», von Leslie Silbert.

Und nächste Woche gehe ich wieder in die Buchhandlung und wühle auf der Bestsellertheke. Schließlich muss man auch mal ... Bestseller wieder lesen.
Donnerstag 26. März, 2009

Konjunktur.Eimer

Konjunkturprogramm, Finanzspritze, Abwrackprämie*, Leitzinssenkung. Mit diesen Schlagworten wird dem Bürger gerade gehörig die Ohren gewaschen. Man hat den Eindruck, die Regierung steht auf der Seite der Gebeutelten und versucht, so gut als möglich (nicht wie), den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Wahrheit ist aber, dass diese Programme nicht dem gemeinen Mob, eben uns, zur Hilfe kommen, sondern die unterstützen die den Karren in den Dreck schoben.
Ein Loch ist im Eimer...Die Senkung des Leitzinses kommt nicht beim Bürger an, Finanzspritzen nageln die Köpfe an den Rümpfen der Henker fest, Abwrackprämie* füllt die Kassen der Gierigen weiter während sie den wirklichen Steuerzahler nur kostet und Konjunkturprogramm bedeutet nichts weiter, als das ganze System am Leben zu halten.
Kurz, man kann keinen Eimer auffüllen, ohne vorher die Löcher geflickt zu haben. Karl-Otto und der gute Henry sangen das schon im Kindergarten.
Es ist nicht lange her, da sprach man von Mindestlohn um Wählerstimmen zu mobilisieren. Vielleicht, und ganz sicher, sollte man das wahre Übel knacken und eine Grenze für Höchstlöhne setzen. Denn Manager feiern gerade Schlachtfest, mit frischem Geld.

*Ein nicht geringer Teil der Fahrzeuge, die abgewrackt wurden, werden wieder in den Straßenverkehr eingeschleust. Das Kraftfahrzeugbundesamt gibt gerade nicht wenige neue KFZ-Briefe für Alt-Fahrzeuge aus. Das ist keine Vermutung, sondern eine Erfahrung die ich an einem konkreten Fall miterleben durfte. Alles legal, im Sinne der Legislative... (ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto...)

image: ingram publishing, lizensfrei
Samstag 21. März, 2009

Armstrong

Das aktuelle Programm-Plakat...«Komm' zu Fatih», heißt sein aktuelles Programm – und gestern Abend kamen wir zu Fatih, Fatih Cevikkollu. Der Mann in Esprandillos und gefühltem Armanianzug.
Richtig, das ist der Türke aus Atze Schröders Kiosk. Der kann auch alleine, sogar richtig guten Kabarett und es macht Spaß im zuzuhören. Denn Fatih hat viel zu sagen. Wenn er dem Publikum mit einem Anglizismen gespickten zehnminütigem Satz vorm Kopf stößt, bleibt kein Auge trocken. In der elften Minute denkst du darüber nach, Pullover oder Trainer zu meiden, versprichst dir, sollte dir je einer sagen dass «wir das greenlighten», das Gespräch sofort und auf Stelle zu beenden. Nicht dass man das nicht eh so gemacht hätte, man verspricht es sich nur noch einmal. Vielleicht ist da noch der bitter Nachgeschmack, dass Integrations-Ausländer am Ende die besseren Deutschen sind.
Als Quotentürke weißt du, was Fatih erzählt wenn er davon spricht, dass manch einer seinen Türken hat. Auch davon, dass eben diese manch einer sich besser damit fühlen, wenn sie ihren Quotentürken grüßen.
Und dann ist da noch Joao ... - An dieser Stelle vielleicht ein kurzes Intermezzo: Joao, kannst du nicht einfach so aussprechen. Du musst strahlend weiße Zähne haben, die du durch offene Lippen zeigst, während du ganz langsam und lächelnd Tschauohhhh artikulierst. - Joao ist Brasilianer, und jede geht mit ihm mit. Schließlich muss es ja jemanden geben der die ganzen Mädelz abschleppt. Genau, das ist Joao. Und Joao erzählt Fatih was er so alles erlebt hat... und Fatih erzählt es uns.
Sein Programm endete mit der Geburt seiner Tochter und den zwei Regeln, die Mann bei der Geburt einzuhalten hat: Dasein und Fresse halten. Die dritte Regel ist seine Hand zu opfern und sich nebenher von seinen Bandscheiben zu verabschieden.

Nach der Show saßen wir noch zusammen. Und was soll ich sagen, er kann wirklich Türkisch, Herr Yanar.
Freitag 20. März, 2009

Insel mit zwei Bergen

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang! Und pünktlich dazu, träume ich Wirres...
... oder Nasses.



Gestern zum Beispiel wachte ich mit den Worten «was für eine Frau!» auf. Das heißt, ich wurde durch meine Stimme wach und brauchte Minuten um zu begreifen, was - und vor allem warum - ich da(s) gesagt hatte. Hallo, geht's noch! Ich rede sonst ... nie im Schlaf. Jedenfalls ist es mir nicht bekannt gewesen.
Heute Morgen brauchte ich Minuten um zu begreifen, dass niemand neben mir lag, weil niemand neben mir liegt. Ich konnte aber noch gut spüren, dass das vor ein paar Minuten anders gewesen sein musste. Heißt, ich träumte, jemand hätte neben mir gelegen.
Scheint dass meine Psyche einen Weg gefunden hat, nächstens auszuleben was ich tagsüber ... Daran muss ich arbeiten. Sehr sehr schnell daran arbeiten. Diese Switch zwischen Traum und Realität, setzten mehr zu als dass sie helfen.
Donnerstag 12. März, 2009
Sonntag 08. März, 2009

Der Vorleser

Kinofilm - Der VorleserIch dachte es wäre ein Film über den Holocaust, wollte ihn aber trotzdem wegen Frau Winslet sehen. Weit gefehlt, denn das Thema ist nicht der Holocaust - der anders als im Buch hier nur nebenbei als effektvoller Träger dient - sondern der Stolz.
«Der Vorleser» verarbeitet den menschlichen Stolz gekonnt und eindrucksvoll. Es wird gezeigt wie Stolz - nicht nur das eigene sondern auch das anderer - Leben zerstören kann.
Ich bin begeistert, absolut begeistert. Auch von den Akteuren.
Kate Winslet hat ihren Oscar verdient!
Ein wunderbarer Film.

Natürlich hatte ich die wunderbarste Begleitung, die man für diesen Film haben kann.
Donnerstag 05. März, 2009

Thema

Man müsste sich ja schämen, schon wieder von dem Thema hier anzufangen. Unter Umständen, müsste man das. Aber sie wissen ja, wo sie hier sind. Und eben, sie gehen ja auch nicht zu einem Boxkampf und erwarten dass sie Akteure auf der Bühne sich mit Blüten bewerfen. Also, ich schäme mich nicht hier schon wieder davon zu schreiben:
AM SAMSTAG geht's wieder zum Snowboarden.



So, das wollte nur mal losgelassen haben hier. Weil wenn ich es nicht getan hätte, wäre ich geplatzt! Die ganze Woche spitzt sich meine Freude immer weiter und weiter... Wahrscheinlich werde ich Freitag Abend so aufgedreht sein dass ich nur noch drei Worte in Tarzanmanie herausbringe: Ich morgen boarden!
Gerüchten zufolge, ist da eine Videodatei aufgetaucht. Ein türkischer Sportreporter mit chronischem Husten hätte mich beim Boarden gefilmt. Natürlich werden wir diesen brisanten Streifen hier an dieser Stelle heute Abend online stellen.
Montag 02. März, 2009

muh.lich

Entgegen der allgemeinen Annahme dass der Mensch erst im Tiefschlaf träumt, kann ich schon während dem Einschlafen zu träumen anfangen. Meist bekomme ich das noch voll mit, vergesse aber was
... hier weiter lesen!
Freitag 27. Februar, 2009

News

Ich habe heute meinen 5-Zylinder verkauft. Zwar blutete mir sprichwörtlich das Herz dabei, aber der Verstand stand über der Sache. Der Neue ... verrate ich nicht. Mann muss auch seine Geheimnisse haben.

Morgen geht's wieder auf die Piste. Schneepiste. Das ist so ziemlich das Highlight der Woche, heißt, ich freue mich ungemein darauf. Einen ganzen Tag nur für mich. Um mich herum nichts als Schnee und steile Hänge. Ich und mein Brett unter den Füßen.
Ja und gibt es da noch brabbelnde Tirolerinnen. Die sollte manN natürlich nicht vergessen.

Schönes Wochenende, allen, bei was auch immer - mit allem, was dazugehört.
Mittwoch 25. Februar, 2009

Socken.loch

Man verliert ja viel, in diesem Leben. Geldbeutel, Schlüssel, Schmuck und die Sache mit den Socken in der Waschmaschine ist wahrscheinlich auch jedem bekannt. Letzteres ist mir jedoch nie passiert. Ich fand immer die gleiche Anzahl Socken, nach wie vor dem Waschgang, in der Maschine. Vielleicht, so nehme ich an, hat sich das heute gerächt.
Im Winter wird in diesem Haus die Wäsche gern im einem Trockenraum im Keller getrocknet. Als ich heute nach Hause kam, ging ich in eben diesem Raum und nahm meine Wäsche ab. Drei Jeans, zwei Hemden, mehrere Unterhosen und fünf Paar Socken. Ich legte alles fein säuberlich zusammen und trug es vier Stockwerke in meine Wohnung, stellte den Stapel, nachdem ich die Wohnungstür geöffnet hatte, auf den Stuhl in der Garderobe, zog meine Jacke aus und wanderte mit dem Stapel ins Schlafzimmer, legte es aufs Bett und fing an die Sachen ... zu verstauen. Hosen, Schiebeschrank. Hemden und Unterhosen, Wandschrank. Ein paar Socken, Schiebeschrank. Stopp.
Da ist, man mag es wenn man aufmerksam gelesen hat schon erkannt haben, etwas schief gelaufen. Zur Erinnerung, ich nahm fünf Paar Socken von der Leine. Es fehlten also vier Paar Socken. ... Die muss ich wohl fallen gelassen haben, dachte ich und lief den ganzen Weg aufmerksam zurück. Weder im Trockenraum noch (n)irgendwo im Treppenhaus lagen Socken. Wahrscheinlich liegen sie irgendwo in der Wohnung, dachte ich und lief, aufmerksam, den Weg wieder zurück. Keine Socken, auch nicht in der Wohnung. Nirgends vier Paar Socken. Nicht auf, nicht unter dem Stuhl in der Garderobe oder einem anderen irgendwo in der Wohnung, nicht im Schlafzimmer, nicht unterm Bett, nicht im Wandschrank, nicht im Schiebeschrank, nicht in meiner Jackentasche, nicht im Bad, nicht im Kühlschrank. Nickis Tschorab.
Dafür fand ich im Kühlschrank eine Tube Senf, deren Aufdruck ich anfing durchzulesen, weil ich irgendwas lesen musste um nicht aus dem Fenster zu springen. So, und wie sagt man so schön dass alles sein Gutes hat, lernte ich dass Senf - zumindest der scharfe von Thomy - das Vierfache an Eiweiß gegenüber Kohlenhydrate hat. Das wusste ich noch nicht.

Jetzt sitze ich, gebildeter als vorher, hier und ... frage mich ob meine Hosen nicht interessanter gewesen wären als vier Paar beige Socken?
Dienstag 24. Februar, 2009

Kaffee

Wahrscheinlich hat man damit sogar in der Schweiz angefangen. Ich weiß es nicht, man müsste es googlen oder wikipediaen. Das ist so ein Ding dass man früher nicht tat, googlen. Man schlug nach, meist in Büchern. Heute googlet man und das Ranking bestimmt den Wahrheitsgehalt des Gesuchten. Aber was ist heute schon wie es mal war. Es gibt Not leidende Banken, die man notleidende Banken nennt, was fast so schlimm ist wie kremiger Kaffee um den es hier geht.
Kaffee ist ein Genussmittel, Luxus den man sich gerne gönnt. Oder gönnte, denn heute ist da nichts mit Luxus und schon gar nichts mit Gönnen. Kaffee bekommt man heute nur unter einem braunen Schaum serviert, meist auf Knopfdruck und lautem Getöse in einen Becher abgelassen. Eben so, wie Mann früher im Stehen abließ und danach aufs Knöpfchen drückte damit es nicht zu stinken anfing was da abgelassen war. Heute macht Mann das gern im sitzen und hat in der Tasse ähnliches an Geschmack und vor allem, Temperatur. Cremiger Kaffee. Lauwarmer Luxus den man nicht haben will weil es keiner ist.

Ich rege mich schon seit Jahren über diese Unart Kaffee auf, und es wird schlimmer. Gelobt sei meine Enklave die ich Küche nenne, und darin noch ganz im Geheimen echten Kaffee koche. Erzählen sie es nicht weiter. Es könnte Neid entstehen – und das ist bekanntlich eine Todsünde.
Freitag 20. Februar, 2009

schick.Saal

  Mein Leben lang hab' ich gewartet, gekämpft und du warst nicht da! Jetzt wo ich mich damit abgefunden habe kommst du?!
  Jetzt beruhigen sie sich doch... ich kann das erklären...
  Ich pfeife auf deine Erklärung! Und hör' auf mich zu sietzen! Von dir möchte ich nicht Sie genannt werden!
  Du. ... was soll ich denn machen, ich kann doch nichts dafür.
  Klar kannst du dafür, Volleimer inwendiger! Hast du denn nicht die ganze Zeit zugesehen und nichts getan?! JETZT kommst du an und legst mir Blumen in meine Gedanken, schüttelst einen Reim nach dem Anderen durch meinen Tag und versprichst mir ...
  Übertreibst du jetzt nicht etwas...? Beruhig' dich doch erstmal...
  ÜBERtreiben?! Hast du noch alle beisammen du Arschgeweih einer Seele?! Übertreiben!? Ich hab' noch gar nicht angefangen zu über...
  Du kannst gar nichts dagegen machen!, wollte ich noch sagen. Es ist jetzt so bestimmt und nichts kann dagegen an. Nicht einmal du! Entweder nimmst du es an oder es geschieht auch ohne dein Einverständnis! BASTA.
  Jetzt komm' mir nicht frech...
  FRECH?! Ich bin das Schicksal. Essenz, Richtung und Weg des Seins. Du wagst es mich frech zu nennen?!
  ... ich nenn' dich ganz anders, Arsch!
  Jetzt mach' aber mal einen Punkt! Ich hör' mir das nicht länger an! Denk' was du willst, du wirst es nicht ändern!
  ... das wollen wir mal sehen. Ich ... schwirr' ab bevor ich ... ach geh' einfach und lass' mich in Ruhe!

Manchmal, muss manN Tacheles mit dem Schicksal reden. Auch wenn das nicht ändert – es beruhigt.
Freitag 13. Februar, 2009

Intermezzo

Ja, ich lebe noch. Bin immer noch da und atme mich durchs Leben. Lache viel, neben dem einen oder anderen Gedanken, habe Stress den ich so gut als möglich bewältige, und so weiter.
Nein, auch wenn alles um mich herum schwanger wird und wild bussiert, habe ich weder Nachwuchs gezeugt noch mit irgendwelchen Zicken das Kopfkissen geteilt. Dafür war ich in London, hab' dort einen Heiratsantrag bekommen und bin glücklich abgereist. Das Ganze wiederholt sich in ein paar Wochen - vielleicht sogar der Heiratsantrag.
Ich bin viermal in diesem Jahr auf dem geilsten Brett des Winters gestanden und verschiedene Abfahrten hinunter geschossen. Morgen, sollte alles passen, mache ich das wieder.
Mir schmeckt der Kaffee am Morgen, am Mittag und am Abend. Ich esse genug und manchmal sogar sehr fein. Seit Januar habe ich gerade mal sechs schöne Bücher gelesen, selbst ca. 150 Seiten an verschiedenen Geschichten geschrieben.

Das Leben geht weiter. Auch ohne dich - wer auch immer du bist.
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