Donnerstag 24. Juni, 2004

Dutroux II

Herr Dutroux fühlt sich ungerecht behandelt.
Er beantragte Gestern die Wiederaufnahme seines Verfahrens, und leitete die überprüfung möglicher Verfahrensfehlern ein.
Bei Erfolg ist das Urteil nicht rechtskräftig!
Freitag 18. Juni, 2004

Dutroux

8 Jahre nach der Befreiung der beiden überlebenden Mädchen (Laetitia Delhez und Sabine Dardenne) wurden Marc Dutroux und Mitangeklagte endlich für schuldig befunden. Das Strafmaß steht noch aus. Diese Chronologie (via Yahoo!) zeigt, wie die belgische Justiz sich seit 20 Jahren mit Dutroux befasste.
Es mag dahin gestellt sein, ob wirklich alle Hintermänner und Auftraggeber von Dutroux gefasst worden sind. Vor 8 Jahren ließ die Presse von einem internationalen Ring berichten, dem Dutroux und Hintermänner angehören sollten. Ich will nicht wissen wie viele Dutrouxens es da draußen wirklich gibt. Sexuelle Handlungen gegen den freien Willen gibt es in jeder bekannten Gesellschaftsform. Ebensolche übergriffe auf Minderjährige und Schwächere, lassen sich täglich überall auf der Welt listen.
Ich hoffe, die überlebenden und die Angehörigen der Ermordeten können mit diesem Urteil endlich in Frieden leben; die Seelen der Toten in Frieden ruhen.
Montag 14. Juni, 2004

Staulichkeit

Land- und oder Bundesstraßen haben die Eigenschaft Ortschaften zu durchqueren. So auch die durch das kleine und enge Königsbronn. Ich musste diese Straße von Norden her gen Süden passieren. Schon am Ortseingang bildete sich ein kleiner Stau, Schritttempo, vielleicht eine Baustelle. Nach ca. 10 Minuten sehe ich die Ursache für das Stauen. Ein Opel Astra steht mit Warnblinkfeuer in Fahrtrichtung, so, dass keiner an ihm ohne Ausweichen auf die Gegenspur vorbei kommen kann. Eine Panne, denke ich. Niemand hilft. Also fahre auch ich vorbei, wende weiter vorne an günstiger Stelle und parke auf einem Parkplatz genau gegenüber dem Astra. Ein älterer Herr, ca. 70, sitzt am Steuer und sieht gelassen nach vorn. Durch sein geöffnetes Seitenfenster frage ich ihn, ob ich helfen kann, vielleicht schieben bis zur Tankstelle 100m weiter. Nein sagt er, es sei alles in Ordnung, er warte nur auf seine Frau, die sei nur kurz etwas besorgen. Schön, sage ich, schön dass alles in Ordnung ist.
Montag 07. Juni, 2004

Food werben

Ich arbeite gerade an einem Expose für einen Kunden. Früchtejoghurt. Erd- und Himbeere, Ananas, Apfel etc.
Es gibt Hersteller, die von Werbung der anderen leben. Bespiel hierfür sei Aldi genannt. Während Zott wirbt, verkauft Aldi. Selten wird jemand wegen einer Joghurtwerbung ein Kaufhaus aufsuchen. Man sieht Foodwerbung nur noch nebenher um dann im Kaufhaus im Regal ein ähnliches Produkt zu ... ziehen. Wagner und Oetker gestalten Pizzawerbung, während im Kühlregal ein Nonameprodukt darauf zielt, von den großen schon beworben zu sein.
Mit Food, bekommt man bekanntlich keine Kunden mehr in ein Kaufhaus − obwohl Nahrung Primärkaufgrund ist. Aldi (und Pedanten wie Lidl etc.) lösen das elegant mit Technik. Kunden werden mit technischen Produkten angezogen. Themenwochen sind der Trend. Camping, Küchen, Bürobedarf und immer wieder Computer-und-drum-herum locken wöchentlich die Käufer.
Sind wir mal ehrlich, wer kauft schon Food nach Werbung?
Wenn ich Erbsen und Möhrchen, Mais, Sauergurken, Senf oder Sahne brauche, richte ich mich da nach Hersteller oder dem Umstand des Vorhandenseins im Regal? Wer wird das Kaufhaus für Champions in der Dose wechseln? Wer wird die Lust auf Früchtejoghurt in einer Marke betonieren? Niemand.
Ist also Foodwerbung für die sprichwörtliche Katz?
Vielleicht sollte es Spartenwerbung geben. Werbeinstitute werben dann für Joghurt, Schokoriegel, Müsli usw. von einer besonderen Verarbeitungsart. Der Kunde sucht sich die Marke eh selbst im Regal aus. Die Produkte wären billiger weil kein Hersteller selbst werben muss, sondern in ein Werbepool einbezahlt. Damit wäre eine gewisse Gerechtigkeit zwischen Aldiware und so genannter Markenhersteller geschaffen - denn auch der Aldiwarenhersteller müsste gleichsam in diesen Pool einbezahlen. Sozialismus innerhalb der freien Marktwirtschaft und weniger "Verarsche" abends beim Fernsehen. Ich hatte noch nie einen Milchjieeper, lasse mir aber doch gerne mal ein Kinderdings auf der Zunge zergehen. Primär ist es egal ob es in der richtigen oder der Aldiverpackung steckt. Hauptsache es schmeckt und der Inhalt ist vertretbar.
Nebenbei gesagt, tauchen bei Aldi plötzlich sogar Eier mit der Codierung 1 auf. Bei Penny sah ich selbst noch keine.
Donnerstag 03. Juni, 2004

Arbeit los

Es gibt ja bekanntlich ... viele Arbeitslose in unserer Gesellschaft.
Viele finden einfach keine Arbeit, weil sie entweder zu alt oder zu gebunden sind. Andere ... egal, ich möchte und werde hier niemanden bewerten, denn keine Arbeit zu haben, ist schlimm genug. Auch wenn das der Eine oder Andere selbst nicht begreift.

Vor ein paar Tagen stellte ich einen Netzauftritt eines Kunden online. Dort läuft auch ein kleiner Stellenmarkt, da der Kunde im Bereich Zeit-/Verleiharbeit tätig ist. Eben sehe ich, dass in allen 15 Geschäftsstellen im Bundesgebiet, Stellenangebote online sind.
Zumindest mit dem Stellenangebot, kann die hohe Zahl der Arbeitslosen nicht erklärt werden.
Samstag 29. Mai, 2004

Homoschwul

«Schwule sind wirklich amüsant.»
Das bekam ich gestern zu hören. Es ging um eine Sendung, in der Schwule (so bezeichnet im Titel) einen Bürger "gesellschaftsfähig" machen. Ich selbst habe die Sendung bis her aus Zeitgründen nur zweimal sehen können, und fand sie ... amüsant. Und schon sind wir wieder beim Kern der Aussage, "Schwule sind amüsant".
Klar; Türken stinken, Polen klauen, Holländer lügen, Deutsche kartoffeln und Schwule sind amüsant. Man neigt dazu dem zu glauben, wenn und vor allem weil kein Kontakt zu den Ververbten besteht. Dieses Phänomen ist allgemein bekannt. Ich habe mir, ab einem gewissen Alter, abgewöhnt, Menschen ob ihrer gesellschaftlichen Schubladen "vorzudefinieren". Polen klauen nicht alle, Deutsche kartoffeln seit Jahren weniger, Türken stinken nicht mehr als jeder andere und bestimmt gibt es den einen oder anderen Holländer der lügt. Und Schwule? Ich kann schließlich schlecht durch die Gegend rennen und nach Schwule suchen, um heraus zu finden ob das Amüsantsein eine Eigenart des Schwulseins ist. Ich kenne nur ein paar. Zwei. Ein Paar. Die sind wirklich amüsant. Einen Weiteren, den ich letztens auf einer ... sagen wir Party ... treffen lernen musste, halte ich für einen Idioten. Aber auch er war ... sagen wir ... amüsant. Etwas nervig, weil er mit sich selbst nicht zu Recht kam, aber amüsant. Passiert jedem von uns. Ich kann also nicht wirklich sagen, dass ich ihn kenne.
Persönlich bin ich überzeugt davon, dass amüsant nicht in Verbindung mit schwul, sondern mit dem Menschen steht. Es könnte aber sein, dass schwul leben (uff, haltet mich zurück sonst hau ich mir gleich auf die Finger) diese Eigenschaft bewirkt.
Vielleicht sollte ich unterscheiden zwischen Schwulen und Homosexuellen. Nicht vielleicht, sondern bestimmt. Schwule, das Wort ist gesellschaftsfähig, treten in die öffentlichkeit. Homosexuelle leben. Unter uns. Sind also Menschen; Türken, Holländer, Kartoffeln und bestimmt auch Polen. Politiker auch. Und, selbst im Vatikan mit seiner Präseranomalie ... Präserphobie, gibt es den einen oder anderen Homosexuellen.

Jedenfalls finde ich die Sendung amüsant.
Und die Schönste der Denkbaren, die es mit mir sah, auch.
Dienstag 25. Mai, 2004

Geheilt.ist.er

Florida-Rolf ist von seiner Deutschland-Allergie geheilt. Er ist sozusagen gesundet von einer üblen Krankheit. Allergien sind schrecklich und niemandem zu wünschen. Allergiker sind eingeschränkt in ihrer Lebensqualität.

Schreiben sie doch ein Buch für "Bild und Bunte", Herr Florida-Rolf. Und schon steigt die Lebensqualität auch ohne Allergie wieder. Wer sagt denn dass man als Gesunder verzichten muss ...
Freitag 07. Mai, 2004

Dogma.s

Wer mich kennt, weiß dass ich gegen jede Fessel menschlichen Geistes bin. Dazu zählen auch Kirchen, Sekten und Dogmen im Allgemeinen. Der Glaube hat damit nichts zu tun. Die Religiosität, die Menschen mit Angst fesselt, andere Religionen ächtet, sich über Leben stellt, Töten gebietet oder billigend in kauf nimmt, ist mit wider.
Ich persönlich bin, obwohl ein Freidenker, gläubig. Nicht im religiösen Sinn, denn ich halte jede Religion für ein Machtorgan. Außerdem hat jeder der heute bekannten Religionsgruppen ihre Wurzeln verraten und nichts mehr mit dem Eigentlichen zu tun. Ginge man nach der Geschichte, dürfte es heute keine Vatikan geben. Denn dessen Vorhandensein, ist eines der größten Lügengeschichten der letzten 2000 Jahre. Ebenso, um es an dieser Stelle nicht ungesagt zu lassen, was heute vom Islam praktiziert wird.
Dennoch sehe ich die Kirche als nötiges Organ in der - zumindest westlichen - Gesellschaft an. Die Kirche hat auch eine andere Funktion, als den vermeintlich Gläubigen zu einem Leben in Angst und bigotter Frömmigkeit zu zwingen. Immer dort wo die Gesellschaft in ihrer menschlichen Ethik gegenüber den Schwächeren versagt, fängt die Kirche den Religiösen oder Bittenden auf. Leider und auch Gott sei dank für den Menschen, der diese Hilfe braucht. Hierin liegt auch der Hauptgrund, weshalb irrsinnig religiöse und radikalpolitische Sekten immer ihre Anhänger finden werden, auch wenn ihre Thesen gegen jede menschliche Vernunft sprechen. Denn jede von der Gesellschaft - um beim Thema zu bleiben - verschmähte Seele, ist Futter für den Rattenfänger.
Stimmt. Ich zähle radikalpolitische Gruppierungen zu den Sekten. Denn nichts anderes sind sie. Jedes Papier das ein Denken vorschreibt und ein eigenes verbietet, ist der Feind des Menschen. Und der Mensch ist, sein einziger Feind.
Donnerstag 06. Mai, 2004

Rasputpenis

Was genau erkennt man auf diesem Foto? Richtig, Rasputins Bild im Hintergrund und im Vordergrund ist ein männliches Genital in einem Glaszylinder abgebildet. Das Ding, wollen wir es mal so nennen, soll 30cm messen und Rasputin täglich begleitet haben. Nun wird es im ersten Erotik-Museum Russlands in St. Petersburg ausgestellt. Auszug aus den Yahoo-Nachrichten:
»... Zum absoluten Highlight des Museums zählt natürlich Rasputins männliches Teil. "Der eingelegte 30-Zentimter-Penis kann es locker mit den Amerikanern aufnehmen, die Napoleons Penis ausstellen", so der Experte. Im Vergleich dazu ist das Glied des französischen Diktators eine kleine Schote, berichtet die Prawda stolz. Â… Nach jüngsten Berichten war Knyazkin bei einer Auktion des Versteigerungshauses Christie's in London vor wenigen Tagen eingeladen: Dort standen die Genitalien der Jungfrau von Orleans zum Verkauf. Möglicherweise soll damit das Sexmuseum, das übrigens auch eine Liebesschaukel zeigt, auf der 365 Arten des Geschlechtsverkehrs gezeigt werden, um einen weiteren Highlight ergänzt werden. ...«
Heißt es nicht richtig "ein weiteres Highlight"? Egal. Ich musste lachen als ich las, dass ... der eingelegte 30cm Penis es locker mit den Amerikanern aufnehmen könne. Ich frage jetzt nicht, wie überhaupt jemand auf die Idee kam, die Genitalien besagter Herren zu konservieren. Ich will sie auch nicht sehen.
Dann sollte noch jemand Chirstie's eine Mail schicken. Johanna von Orleans wurde auf dem Scheiterhaufen ... nein, halt! Nicht Christies's ... schicken wir dem Papst eine E-Mail. Er soll Christie's segnen. Die Mumu einer Heiligen ist laut erbrachtem Beweis durch Christie's feuerfest.
Montag 03. Mai, 2004

Marder

Es gibt viele Tipps die keinen - oder keinen − Nutzen bei Marderangriffen auf KFZ zeigen. Das Gro der Autobesitzer ohne Garage, kennt das Dilemma mit den kleinen Tierchen und den Zündkabeln. Hundehaare in einem Frauenstrumpf lassen den Marder im wahrsten Sinne des Wortes kalt, weil der Geruch vom Hund zwar da ist, aber die Wärme des Hundes selbst im Geruch fehlt. Piepser für etliche zwei Euro und mehr, verbrauchen Energie und machen den Beißer nur noch wütender. Motorwäsche hilft oft, aber nicht immer.
Gibt es eine Lösung? Ja die gibt es. Der Münchner Autofahrer kennt ihn:
Man nehme vier Holzstückchen mit circa 12cm x 50cm x 4cm, ein Drahtgeflecht (Pöbeldeutsch = Maschendrahtzaun) von circa 50cm x 50 cm, vier Nägel, einen Hammer, Kleidung (weil sich nackt bücken auf der Straße nicht schickt), und schon ist man vor Marderangriffen geschützt. Der Marder ist ein schlaues Tierchen. So schlau, dass er nicht in eine Falle treten will. Ist nun unter dem Motorraum eines KFZ ein Drahtgeflecht in ca. 12 cm Höhe, wird er diesen Raum meiden. Er hat nämlich Angst, dass er sich in diesem Drahtgeflecht verfangen könnte. Das ist alles. Schlaues Tierchen, schlauer Mensch, Frieden, Auto startet jeden Morgen.
Natürlich sollte man das Gebilde vor dem Wegfahren ... aber was schreibe ich da; es hieß doch gerade schlauer Mensch.
Donnerstag 22. April, 2004

Termine

1. Heute ist Girls Day in Deutschland. Grils, wohlgemerkt. Day angefügt.
Frauen lieben das, wenn Männer der Politik sie Girls nennen und ihnen ein Day schenken.

2. ANDY Trex am 8. Mai im Felsen. Di didi, did DID! YES Baby! Plakat ist in arbeit.
Freitag 02. April, 2004

IHK goes Excel

Ist doch immer wieder gut, IHK Mitglied zu sein.

Ansonsten müsste ich das Ganze (Exceldatei!) berechnen lassen ... lach!

Persönliches:
Thank God, it's Friday!!!
Donnerstag 01. April, 2004

Egg

Jeder kann - zumindest in der westlichen Welt - essen was ihm beliebt. Ich kann niemanden davon abhalten, Geflügel oder anderes Fleischgetier zu sich zu nehmen, dass einzig zum Zwecke des Schlachtens in diese Welt gezwungen wurde. Wobei sich mir jedoch die Hutschnur um sämtliche Brustwarzen wickelt ist die Tatschache, dass es heute noch Menschen gibt die einfach "Eier vom Regal holen" ohne darüber nachzudenken. Seit geraumer Zeit sind alle Eier in Europa mit einer Codierung gekennzeichnet. Wer bis Fünf zählen und lesen kann, entscheidet über Haltung und Qual der eierspendenden Hühner. Mit der ersten Zahl nämlich will uns die Codierung sagen, wie das Huhn gehalten wurde:
  • 0: Bio-Eier. Artgerechte Haltung mit Futter aus kontrolliertem Anbau.

  • 1: Freiland-Eier. Kombinierter Stall- und Auslaufhaltung mit mindestens 10 qm pro Tier.

  • 2: Intensiver Auslauf ohne Mindestvorgabe.

  • 3: Bodenhaltung. Hühner die in Großställen sehr dicht leben müssen.

  • 4: Käfighaltungen.

  • 5: Legebatterie. Diese Tiere können sich praktisch überhaupt nicht bewegen. Wird bald verboten.

Mag sein, dass es den Meisten egal ist, woher ihr Frühstücks- oder Pfannkuchenei stammt. Wahrscheinlich stütz sich diese Unart auf dem Denken, man selbst sei nicht dafür verantwortlich wie die Hühner gehalten werden. Schließlich ist man nur Konsument und das Angebot fördert die Nachfrage. Eben.
Salopp gesagt: Jeder der sich Eier mit 3er, 4er oder 5er Codierung kauft, ist blöd und stinkt aus dem Mund!
Mittwoch 24. März, 2004

Journal.ik

Was will uns dieser Artikel (Link!) sagen?
Einer der Verdächtigen an den Anschlägen in Madrid, bekam von David Beckham eine Autogramkarte mit einem Geburtstagsgruß. Wen interessiert das? Beckham wird etlichen Leuten eine Autogramkarte gegeben haben. Genauso wie Alice Schwarzer etlichen Männern vorgelesen haben wird, die später daheim ihre Frauen verprügelten. Man sollte mediale Journalistik nicht mit Journalismus vergleichen. Ich wehre mich gegen den Vergleich einiger Journalisten mit Waschweibern. Waschweiber bewahrten die Welt vor allzu stinkenden Menschen. Solche Art Journalistik aber fördert den Gestank in der Gesellschaft. In den USA wäre Beckham mit diesem Artikel ein Geächteter.
Freitag 12. März, 2004

Revolection

In dem ganzen Parteientumult, ist die Frau Schwan wohl die beste Wahl. Wenn manN sich die Perücke wegdenkt, hat die Frau auch wirklich was zu sagen. Der CDU Bonaventura Köhler scheint mir etwas unbeholfen mit seiner Aussage, er werde dem Amt die nötige Würde verleihen. Ich persönlich würde ihm nichts verleihen, nicht mal das Amt des Bundespräsidenten.

Anderes Thema aus der Ebolaküche:
Versuchen wir mal kurz das Wahlsystem der Bundesrepublik zu revolutionieren. Bis heute ist es so, dass sich Parteien mit einem Wahlprogramm an die Wähler wenden. In der Praxis propagieren parteiintern gewählte Personen über die Medien den Wählern Versprechungen, um ihn zur Stimmenabgabe zu bewegen. Glaubt der Wähler diesem Schauspiel oder lässt er sich davon überzeugen, gehtÂ’s an einem Sonntag zur Urne, damit am Abend eine Party steigen kann.
Der Wähler denkt - und damit ist leider die Demokratie leicht ausgehebelt - seine Stimme würde seine Interessen politisch zum tragen bringen. Nun gibt es noch den Wähler der nichts mit den Versprechungen der Medienclowns während eines Wahlkampfs anfangen kann. Er wählt entweder nicht, oder mutiert zum Protestwähler. Protestwähler ist ein Wort, dass sich in den letzten Jahren immer mehr in der Demokratie etabliert hat. Wenn in einer Demokratie eine Wahlbeteiligung zwischen 40-60% eine Regierung stellt, sollten sich die Politiker mehr schämen als sich über ihren vermeintlichen Sieg freuen.
Wie dem auch sei, nach der Wahl hat der Wähler keine Wahl. Die gewählte(n) Partei(n) handelt im eigenen Interesse, der Wähler ist Nebensache. Wahlversprechungen werden in der Lawine der Realität vergraben.

Die Lösung? Ein neues Wahlsystem.
Der Wähler muss die Möglichkeit bekommen, neben den Parteien einen Nullpunkt zu wählen. Das heißt, auf jeder Wahlliste gibt es diesen Nullpunkt für Erst- und Zweitstimme. Ergibt das Wahlergebnis einen Nullpunkt größer gleich 18% oder 20% (darüber kann und sollte diskutiert werden) muss die Wahl wiederholt werden. Die Parteien werden so gezwungen ihr Wahlprogramm zu überdenken und mehr auf die Wähler einzugehen. Der Wähler bekommt mehr Macht, die Wahlbeteiligung steigt voraussichtlich über 80%.
So werden unqualifizierte Machtgeier das Feld räumen müssen, weil sie vom Wähler ausgenullt werden. Keine Union ohne Wahlprogramm und keine SPD mit leeren Versprechungen. Demokratie eben!
Donnerstag 11. März, 2004

BB-Worm

Tja, manchmal denke ich wirklich, dass es einen Internetführerschein geben sollte. Besonders wenn es um den Mailverkehr geht. 99% aller Viren, Würmer und Trojaner werden durch Mailuser aktiviert und verbreitet. Was aber diese Woche in England kursierte, lässt sich als Big Brother Wurm bezeichnen. Big Brother deshalb, weil das Gro der westlichen Welt in nichts lieber stöbert, als in der Intimsphäre ihrer Mitmenschen.
Frau, Mädel oder Dame aus EnglandEine Frau, Mädel oder Dame bekommt von ihrem Freund eine Mail auf die sie antworten will. Sie beschreibt, wie sie den letzten Telefonsex mit ihm genossen hat, fragt artig, ob es ihm genauso ging und schließt mit der Info, dass sie jetzt noch an eine Reihe von Kunden eine Schleimdankes-Mail schreiben muss. Klick und weg ging das Ganze, wie immer bei Mails.
Nun ist es beim Mailversand möglich, ein Schreiben an eine ganze Reihe von Teilnehmern zu schicken. Rundmail. Eine solche hatte der hier erwähnte Freund ihr nämlich auch geschickt. Wahrscheinlich eines dieser lustigen Power-Point-Geschichten. Und wie 99% aller Mailuser, hatte er das CC (Carbon Copy) Verfahren genutzt anstatt das BCC (Blind Carbon Copy). Der Unterschied: Beim CC sieht der Empfänger die anderen Mitempfänger, beim BCC wird nur der erste Empfänger gelistet. Empfängt man nun eine CC Mail und will darauf antworten, sollte man Reply to Sender Only und nicht Reply to All ausführen. An dieser Stelle ist es kein Geheimnis mehr, was die Frau, Mädel oder Dame aus England tat. Richtig, sie schickte ihre Antwort an alle. Es dauerte nicht lange, bis Millionen von Briten die Mail in ihren Postfächern hatten. Big Brother Wurm.
Damit nicht genug. Der Daily Mirror (Link!) und die Daily Mail (Link!), Boulevardzeitschriften ähnlich der Bild in England, druckten freundlicherweise die Mail für alle Briten die keine Mailbox haben. Damit ist dieser Wurm der erste, der sich außerhalb der digitalen Sphäre verbreitet hat. Ein Wurm der es bis an den Frühstückstisch der Queen schaffte.
Ihr Virenschreiber der Welt, Euch muss das Ganze schon deutlich an die Eier gegangen sein. Da schafft es ein Mädel, Frau oder Dame aus England Euch den Rang abzulaufen. Was sagt uns das Ganze? Ihr solltet mehr Telefonsex haben, dann klappt das auch mit den Würmern.

Ps.
Die Frau, Mädel oder Dame wird wahrscheinlich ihren Job verlieren. Ihr Chef ließ verlauten, es sei gegen die Firmenpolitik obszöne Mail zu verschicken. Armes Ding. Ich hoffe, dass wenigstens der Telefonsex mit dem Freund das Ganze wert war.
Mittwoch 10. März, 2004

Muscetrawitz

Ein Bayer steht vor Gericht, weil er zwei Preussen angefahren und schwer verletzt hat.
Richter: "Angeklagter, sagen's die Wahrheit!"
Bayer: "D'Strass war eisig, mei Wagen is ins Schleidern kemma..."
Richter: "Mir ham August, Sie soin die Wahrheit sagen!"
Bayer: "Es hod grengt und Laub war auf der Strass..."
Richter: "Seit Tagen scheint d'Sunna. Zum letzten Moi, die Wahrheit!"
Bayer: "Oiso guad. D'Sunna hat gschiena und scho von weitem hob i die Scheiss-Preissn gsehn. Dann hobi einfach auf sie draufghaltn. Der oane is durch die Frontscheibn, der ander is in einen Hauseingang gflogen. Ich bereue nichts!"
Richter: "Na, oiso. Warum denn net glei aso? Den oana verklag mer wegen Sachbeschädigung, den andern wegen Hausfriedensbruch!".
Mittwoch 03. März, 2004

Algidus-Sex

Auch Obdachlose haben das Bedürfnis nach Sex.
Am Montagabend hat in Stockholm ein Obdachlosenpärchen gegen fehlende Unterkünfte protestiert. Nichts Ungewöhnliches will man meinen, wenn da nicht Bett und Liebesspiel auf offenem Platz in der Innenstadt gewesen wäre. Die Beiden vergnügten sich fast anderthalb Stunden vor den Augen der meist empörten Passanten, bis sie daraufhin von der Polizei abgeführt wurden. Die Stockholmer Presse berichtet laut AFP, dass das Liebesspiel auch im Polizeiwagen nicht zu stoppen war.

Alle Achtung. Entweder war die Dame unsagbar scharf oder der Herr hatte sich Viagra intravenös verabreicht.
Montag 01. März, 2004

Klatsch-TV

Wie gut, dass ich vormittags nicht vor dem TV sitze. Ansonsten müsste ich mich angesprochen fühlen durch SAT1s neuster Zielgruppenfütterung. Hier soll nämlich, neben Sibylle Weischenberg, Jenny Elvers die neue Sendung "Klatsch TV" ... moderieren. Da ich meist kurz vor 6 bis gegen 7 Uhr u. a. ZDF oder SAT1, zwischen Duschen und Frühstück zur Nachrichtenaufnahme laufen habe, kenne ich Weischenberg. Aber was soll der Trick mit der Elvers?

Nun, wieder einmal lernen wir: Wo keine Zielgruppe, da keine Sendung.
Dienstag 17. Februar, 2004

US-Lolaw

Amerikas Angst um die Moral.
Hier ein paar Auszüge aus dem Hamburger Abendblatt:


  • "Wer weiblich ist und im US-Bundesstaat Kentucky lebt, darf sich im
    Badeanzug nicht auf der Autobahn zeigen - es sei denn in Begleitung von zwei
    Polizisten oder mit einem Knüppel bewaffnet". Stuten sind von dieser
    Regelung ausgeschlossen (A. Ebola - Quelle HNP 17.02.04).

  • In Portland im Staate Ohio sind Lackschuhe für Frauen verboten. Es
    könnte sich die Unterwäsche darin spiegeln.

  • In Chicago (Illinois) ist das Angeln in Pyjama verboten.

  • Ganz hart geht es in St. Louis (Missouri) zu. Dort darf nämlich eine
    Frau von der Feuerwehr aus einem brennenden Gebäude nur gerettet werden,
    wenn sie ein Nachthemd oder Morgenmantel trägt. Nacktschläferinnen
    Â… die durch z. B. Rauchentwicklung ohnmächtig wurden, haben somit
    keine Berechtigung auf eine Rettung.

Sonntag 15. Februar, 2004

Altenpflege

Wenn es nach der Union und der FDP geht, dürften Langzeitarbeitslose "... sich zum Putzen, Waschen oder Essenausfahren für alte oder kranke Mitbürger nicht zu schade sein". "Der Staat unterstützt manche arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger jahrelang. Da kann die Gemeinschaft auch eine Gegenleistung erwarten", so der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle.

Interessant. Reden wir darüber.
Sicherlich wird es die Alten auf Hilfe Angewiesenen super freuen, sich von auf Hilfe verdonnerten Langzeitarbeitslosen betreuen zu lassen. Hier stellt sich die Frage, welcher Seite die Würde mehr aberkannt wird.
Altenpflege ist bestimmt kein Bereich, in dem eine Zwangsbeschäftigung erwünscht ist. Auch wenn ich den Vorschlag, Langzeitarbeitslose in eine Beschäftigung hineinzubringen grundsätzlich für diskussionswürdig halte, stehe ich dieser Lösung mit äußerster Skepsis gegenüber. Alte Menschen sind nicht irgendeine Ware in den Lagern der Altenhäuser, die es zu verwalten gilt.
Demgegenüber stehen die Altenpfleger, die ihre Arbeit als Berufung empfinden. In einem von Zwangsbeschäftigten übersättigtem Markt, werden diese Menschen selbst zu Arbeitslosen, oder zumindest gesellschaftlich mit den "Verdonnerten" gleichgestellt. Der Beruf des Altenpflegers wird − auch wenn das jetzt niemand wahrhaben will - in der Gesellschaft deplaciert, verpönt.

Interessant auch die Tatsache, wie die Union und FDP "Langzeitarbeitslose und Sozialhilfempänger" über einen Kamm scheren will.
Dienstag 09. September, 2003

Mein lieber Zacherl ... so net/t.

Pro Sieben (bekannt auch als Pro7) bringt ja sporadisch ein Heftchen in die Briefkästen seiner Clubmitglieder. Designtes Altpapier, hochglanz.

Seite 56, Headliner Punk de cuisine, Text Tanja Post:
... hier weiter lesen!
Montag 08. September, 2003

Das Türkenmariandl

Die Zeit 37 / 2003 - H.Heller:
Eine Grabinschrift in der Kirche von Elsnig bei Torgau in Sachsen erzählt von einer wundersamen Ehe: Hier wurde Sophia Wilhelmina Kayserin beigesetzt, 1735 verstorbene Gattin des örtlichen Herrn Pastor %u2013 die eine gebürtige Türkin war... [ ... hier weiterlesen (Die Zeit.de)...]

Via Melodymail

Have fun,
meine Freidenker.
Sonntag 11. Mai, 2003

dies mater

Und womit habt Ihr Eure Mutter heute beehrt?
Dienstag 29. April, 2003

Wohnst du noch, oder lebst du schon?

Ikea hat vor ein paar Tagen eine Klage gegen einen anderen Möbeldiscounter eingereicht.

Der Grund?

Der Discounter warb mit dem Slogan:

Lebst du schon, oder schraubst du noch?

*hehe*
Wie geil!

Have fun, meine Freidenker ;)

ps.
Ich war noch nie in einem Ikea ...
Samstag 22. März, 2003

Bowling for Columbine

Great!

Wenn Ihr die Möglichkeit habt,
geht ins Kino und schaut Euch diesen ... Film an.

Wichtig! Sehr wichtig!

So,
und jetzt geh' ich etwas den Beat drehen! *schnauzevoll*

Have fun, meine Freidenker!
Dienstag 11. März, 2003

Sprechen wir darüber ... unpolitisch.

Mir wird es immer wieder ein Rätsel bleiben, wie salopp und hopshaft manche Menschen über Krieg denken können.
Krieg ist kein Kinderspiel, Krieg bedeutet nicht, dass da irgendwo in der Wüste ein paar Schüsse gewechselt werden. Krieg bedeutet Tod. Tod von Menschen. Menschen, die leben wie wir, Du, Ich, Er, Sie oder Es -wir möchten ja einen Daniel Kübeldings nicht ausgrenzen.
Zugegeben, diese Menschen "da unten" sind uns nicht persönlich bekannt und würde sich einer davon den Arm brechen und oder vom Taxi überfahren, interessierte es hier wirklich niemanden. Hier geht es aber um mehr.
Krieg bedeutet schießen dürfen, nicht auf ein Rehkitz im Walde, sondern auf Menschen. Die Legitimation uniformierter Killer. Krieg. Hier wird sich nicht gewehrt, nicht befreit. Hier wird gemordet, unter Beifall und mit späteren Tapferkeitsauszeichnungen.
... hier weiter lesen!
Stichwort-Wolke

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