Donnerstag 26. Juli, 2007

Schicksal

Meine Schwester hatte ihr irgendwann meine Nummer gegeben, sie könne sich bei PC-Problemen an mich wenden. Heute war ich bei ihr vor Ort.
Ihr Türkisch ist sehr rein, meines hinkt an allen Ecken. Dennoch konnten wir uns in den zweieinhalb Stunden, während ich ihren PC auf Vordermann brachte, sehr gut unterhalten.
Sie erzählte mir ihre Geschichte, die sich wahrscheinlich ähnlich auch heute noch oft wiederholt. Mit 17 wurde sie von ihren Eltern nach Deutschland mit einem Verwandten verheiratet. Er war nicht viel älter, gerade Anfang 20. Schon nach 3 Wochen bat sie ihre Elten telefonisch sie zurück zu holen, da ihr Mann sie schlug. Die Mutter war dagegen, sprach von Gesicht verlieren in Gesell- und Verwandtschaft. Nach einem Jahr kam ihr Sohn auf die Welt und ihr Mann schlug sie noch immer. Sie hatte keine Freunde, nur die Familie ihres Mannes als Bekannte hier in Deutschland. Irgendwann brachte ihr Mann eine 13-Jährige Deutsche nach Hause und stellte sie ihr als seine Freundin vor. Die würde jetzt bei ihnen wohnen, sagte er und als sie sich dagegen wehrte, wurde sie geschlagen. Bald war die 13-Jährige und sie (wieder) schwanger ... und endlich schaffte sie es zu fliehen.
Heute lebt sie mit ihren beiden Kindern in einer schönen kleinen Wohnung, arbeitet täglich 6 Stunden, besucht einen Deutschkurs, den sie selbst finanziert, und ist ihren Kindern eine stolze Mutter. Mit ihren knapp 32 Jahren kann sie jeder 26jährigen das Wasser reichen. Man muss als Mann recht durchatmen um ihr nicht gleich hörig zu werden.
Sie erzählte mir wie sie letztes Jahr ihre Mutter nach neun Jahren das erste Mal besucht hätte. Dass nur, weil die Mutter krank sei - verzeihen könne sie ihr nicht. Verständlich. Von ihrem Vater wusste nichts Gutes zu berichten.
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Mittwoch 25. Juli, 2007

Telefon Teil 101

«Herzlichen Glückwunsch!!! Sie haben gewonnen», sagte mir eben eine elektronische Stimme am Telefon. Bis zu 3.000 EUR in Sachpreisen wären mir sicher. Um meinen Gewinn dingfest zu machen, müsse ich nur «... die Telefonnummer ihrer Gewinnhotline notieren. Null ... neun ... null .... null ...».
Schlimm an dieser Sache ist, dass es wirklich Menschen gibt die auf diesen Betrug hereinfallen.
Mittwoch 25. Juli, 2007

Kritios

Kritik äußern ist immer ein Grenzgang. Reine Feststellungen werden oft als Kritik verstanden. Einfache Beispiele wären, wenn man ein Auto als zu groß bezeichnet oder einen Apfel als rund. Komplexer - aber genau so eine Feststellung - ist es, wenn man ein Volk oder eine Gesellschaftsschicht als einfach oder mit fehlend an Innovation bezeichnet.
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Mittwoch 18. Juli, 2007

anders

Anders zu sein, hieß etwas. Es wurde als sogar als positiv innovativ erkannt. Jetzt fragt man sich, ob es auch negative Innovation gibt. Gibt es. Zum Beispiel in der Kriegsführung: Präventivschlag. Oder in der Innenpolitik: Präventivschutz. Beides ist sicher innovativ aber negativ.
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Montag 16. Juli, 2007

Froop

Kaum ein Film hat mich in meiner Jugend so geprägt, wie «Der gelbe Meister» mit David Carradine. Ich hab' gerade versucht irgendwelche Info darüber zu finden, leider erfolglos. Zurück zum Thema:
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Samstag 14. Juli, 2007

MoM

Diese «Disco» in der Innenstadt war den Behörden schon seit Mitte der Neunziger ein Dorn im Auge. Man hat oft versucht den Schuppen zu schließen. 1999 habe ich das Boot verlassen und es seitdem nur ein einziges Mal in Ausnahme betreten. Als ich damals noch dort auflegte, durfte ich eine Razzia miterleben. Damals hatte man es auf Jugendliche unter 16 abgesehen.
Gestern Abend sind wir von Lokal zu Lokal gezogen, lustig war's. Unsere Fahrzeuge waren auf dem Parkdeck über meinem Laden geparkt - das Nachbargebäude zum MoM. Als wir irgendwann vom Warsteiner Seminar in die Wunderbar losbrachen, bemerkten wir die Armada von Sondereinsatzfahrzeugen der Polizei anfahren. In Minuten war alles abgeriegelt. Die fahren aber mal gut auf, dachte ich. Es war mehr als das - sowas hatte Heidenheim bis Dato nicht erlebt. Die gesamte Marienstraße wurde abgesperrt und zu einer Art Operationsbasis umfunktioniert. Volle Uniform, keine Ahnung ob das SEK, MEK oder eine andere Spezial-Beamtentruppe war. Man sah aber, dass es hier nicht um eine einfache Razzia ging. Alle im und um MoM befindlichen Personen waren sozusagen festgenommen. Man sah Gäste und Personal die mit hinter dem Kopf verschränkten Händen dastanden, andere wurden per Kabelbinder gefesselt abgeführt. An dieser Stelle war ich mir ziemlich sicher, dass es das MoM nicht mehr geben wird.
Wir durften dann auch, als wir nach Stunden aus der Wunderbar wiederkamen, unsere Fahrzeuge vom Parkdeck fahren. Man hat uns sozusagen «persönlichen Geleitschutz» zu unseren KFZ gegeben.
Angeblich war diese Aktion gegen fünf Personen gerichtet und das MoM könne nächste Woche wieder zum Alltag zurückkehren - sagt der Pächter vom MoM.

Bin gespannt was am Montag die HZ zu berichten weiß.
Donnerstag 12. Juli, 2007

Integrations.Gipfel

Ich will ja nichts sagen, aber man sollte sich mit diesem Boykott sachlich auseinander setzen. Natürlich schießen sich die Verbände selbst ins Knie, nicht an dem Integrationsgipfel teil zu nehmen - der Grund (ja es ist nur einer) ist aber verständlich, wenn auch nicht sinnvoll.
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Dienstag 10. Juli, 2007

Wumm.flucht

Wahrscheinlich ist jeder irgendwann irgendwie vor Verantwortung geflüchtet. Wo ist die Grenze, materielle Schäden - die man anderen verursacht -, noch als harmlos zu bezeichnen?
Eine Freundin und ich liefen gestern gegen Mitternacht ein paar Problemchen spazieren. Wir beide hörten hinter uns diesen typisch dumpfen Knall, bei dem ich sofort an einen geplatzten Reifen dachte. Ich sah gerade noch irgendein Plastikteil durch die Luft fliegen als ein dunkler PKW auf uns zufuhr. Der hat bestimmt eine Begrenzung gestreift, dachte ich und suchte mit den Augen danach. Der PKW wurde nicht langsamer sondern gab plötzlich richtig Gas, blinkte rechts und fuhr unsicher links in die nächste Seitenstraße ab. Der flüchtet, wurde mir klar. Eine paar Sekunden später entdeckten wir auch warum: Ein auf dem Seitenstreifen geparkter PKW war regelrecht Schrott. Die linke Seite aufgerissen, der Wagen vorn etwa 30cm auf den Gehweg geschoben, das linke Vorderrad zeigte unwirklich fast 90° nach rechts. Totalschaden - da gibt es nichts mehr zu richten.
Die verständigte «Streife» stellte fest, dass es sich um ein dunkelblaues KFZ handeln musste, was sich mit unseren Beobachtungen deckt. Leider konnten wir uns weder Typ noch Kfz-Zeichen merken.
Für den Geschädigten hoffe ich, dass man den Fahrerflüchtigen ausfindig machen wird. Für den Fahrer hoffe ich, dass er wenigstens betrunken war - ansonsten kann man sich so ein Verhalten nicht erklären. Den Führerschein darf er oder sie sowieso abgeben.
Freitag 29. Juni, 2007

Marco.logika

Der Fall Marco nimmt ungeahnte Formen an. Fakten werden durch Interessengemeinschaften neu geformt und für eigene Zwecke missbraucht. Politiker intervenieren auf höchster Ebene oder drohen blind und lauthals populistisch mit Konsequenzen. Man möchte meinen, dass es hier zu einer kleinen europäischen Schweinebucht-Affaire der Neuzeit kommt. Es fehlen nur noch die Atombomben.
Wer mich kennt weiß, dass ich es nicht gerade gut meine mit der türkischen Regierung. Wir sind keine großen Freunde, werden es in Zukunft auch nicht sein. In diesem Fall aber, sollte man sprichwörtlich die Kirche im Dorf lassen.
Fakt ist, die Mutter der 13 jährigen hat Anzeige wegen sexuellem Missbrauch erstattet. Kein türkischer Beamter ist von selbst auf die Idee gekommen einen 17 jährigen deutschen Staatsbürger zu inhaftieren. Marco wurde sogar nachweislich Einzelhaft angeboten - er lehnte dies ab. Leider ist das in der Presse hierzulande nie so berichtet worden. Nicht weil es an der Information gefehlt hat, sondern weil es nicht in das Schema «Täter wird zum Opfer gemacht» passt.
Wolfgang Kauder und Konsorten fordern seit Jahren von der Türkei die Rechtsstaatlichkeit einzuhalten. Unlängst scheint das aber vergessen zu sein und eben Kauder droht der Türkei, wenn Marco nicht freigelassen wird, mit Konsequenzen im EU-Betrittsverfahren. Auch wenn es dümmer nicht mehr geht, zeigt dieses Verhalten, wie in den Unionsparteien über Demokratie gedacht wird.
Auf der anderen Seite intervenierte unser Außenminister Steinmeier bei seinem türkischen Kollegen im Fall Marco. Wieder steht hier die geforderte Rechtsstaatlichkeit in einem diffusen Licht. Würden sich deutsche Gerichte beeinflussen lassen, nur weil auf höchster Ebene der Legislative interveniert wird? Ist das Rechtsstaatlichkeit?
Der gesunde Menschenverstand fragt sich warum eben dieser Außenminister nicht bei seinen Kollegen in Groß Britannien interveniert, die Eltern des 13 jährigen vermeintlichen Opfers dazu zu überreden, die Anzeige wegen sexuellem Missbrauchs zurück zu ziehen. Die nämlich, sowie das Mädchen selbst, beharren auf der Anzeige und «vertrauen auf die türkische Justiz». Man stelle sich die Lawine vor, die aus England gegen die türkische Justiz rollen würde, wenn man den Fall Marco aussetzt.

Ich bin überzeugt davon dass die Türkei es nicht in den Bund der Europäischen Staaten schafft. Alle Richtlinien aus den Sechzigern und Versprechungen aus den letzten Tagen des letzten Jahrhunderts sind nichtig, gegen die Kluft zwischen den christlich abendländischen und der muslimisch morgenländischen Kultur. Diese Brücke kann und wird nicht überwunden werden. Schon gar nicht auf politischer Ebene. Und seit dem Wegfall des Ost-Westkonfliktes kann hier nicht mal ein Gummiboot geschweige denn Brücke beide Ufer des Bosporus verbinden. Bitter sind nur die leeren Versprechungen über die Jahrzehnte, deren Konsequenzen irgendwann wie ein Tsunami über Europa hereinbrechen werden. Leider.
Dass der Fall Macro Weiss als politisches Druckmittel missbraucht wird, zeigt, wie weit diese Kluft wirklich ist.
Montag 25. Juni, 2007

Mindestlohn

Wir sind uns hier alle einig, dass der deutsche Staat souverän ist. Soweit so gut.
Wir wären uns hier aber nicht einig, wenn ich behaupte, dass die Souveränität des Staates in diesen Zeiten stark in Frage gestellt ist. Will sagen, die Arbeitsmarktpolitik ist korrupt. Holla die Waldfee, was behauptet er denn jetzt wieder?!
Jede Regierung misst sich auch oder gerade an den Zahlen der Arbeitslosenstatistik. Unlängst spiegelt eben diese Statistik einen Aufschwung. Fakt ist, es gibt einen Aufschwung - sogar im und auf dem Arbeitsmarkt. Nur ist dieser eben, wie schon erwähnt, korrupt. Die Regierung badet zwar in Zahlen die das Beschäftigungsverhältnis positiv darstellen, in der Realität aber ist der Arbeitsmarkt ein reines Desaster. Eines, dass auf Kosten des Arbeiters ausgetragen wird.
Dass die Arbeitsvermittlung vor Jahren privatisiert wurde, halte ich für gut und nötig. Die Subventionierung dieses Marktes aber durch den Staat, zieht natürlich findige Vollpfosten mit sich. Ich weiß, wovon ich rede - denn ich habe EDV-technisch jahrelang eine Zeitarbeitsfirma betreut. Der Markt unterliegt einem heißen Konkurrenzkampf, den ich selten aus anderen Sektoren kenne. Und ebenso selten, kann man schneller bessere Gewinne erzielen als hier.
Für die Vermittlung eines Arbeitslosen stehen bis zu 2.500 EUR netto steuerfrei vom Staat auf den Tisch. Bei einzelnen Fällen kann sich diese Summe fast verdoppeln. Für die langwierige Beschäftigung eines solchen Bürgers, bekommt die Vermittlungsgesellschaft ebenfalls eine satte Subvention am Jahresende. In Form von Steuervergünstigung.
Der Beschäftigte ist in den meisten Fällen der Gelackmeierte - wie man früher so schön zu sagen pflegte. Ich weiß von einem Arbeiter, der netto 4.07 EUR/h bekommt - bei neun Stunden an sechs Tagen die Woche. Das kann so gemacht werden, weil hier kein Tariflohn greift, also keine Gewerkschaft dahinter steht. Meist bleibt einem Familienvater keine andere Möglichkeit als auf den sogenannten Kombilohn zu greifen. Das heißt, der Staat - in diesem Fall seine Bürger und nicht die Regierung - übernimmt hier die Sozialpflicht, den Arbeitenden am Existenzminimum zu halten. In der Statistik aber, wird das nicht gezählt. Die Bürgergemeinschaft - wir - zahlen also doppelt. Erstens subventionieren wir seine Vermittlung und danach fördern wir seinen Sklavenlohn. Wofür? Damit die Statistik am Ende gute Zahlen spiegelt, mit den sich die Politiker, die hier blind zusehen, uns vorgaukeln dass sie was getan haben um von uns wiedergewählt werden. Immer mit einem Lächeln im Gesicht.
Die Gewinner dieses miesen Spiels sind ein paar Minister, die ihr Gewissen mit einer manipulierten Statistik verwechseln, Arbeitgeber, die sich keine Gedanken um Kündigungsschutz und Gewerkschaftsdruck machen müssen, und ein Haufen moderne Lude. Moderne Lude, also Zuhälter, deshalb, weil ein Lude früher Frauen auf den Strich schickte und Camaro mit Tigerfellapplikationen fuhr, wobei er heute Mercedes C- oder E-Klasse fährt und Arbeitslose auf den Strich schickt. Leider konnte ich es nicht direkter ausdrücken, da mich hierbei meine gute Erziehung hindert.

Mit anderen Worten: Mindestlohn muss sein. Da führt kein Weg daran vorbei!
Donnerstag 21. Juni, 2007

Bildungs.politik

Da ich erst um halb zehn meinen ersten Termin habe, sehe ich mir gerade noch den Beginn des Bundestags auf Phönix an.
Vielleicht ist es aufgefallen, dass ich Frau Schavan, Bundesministerin (CDU) für Bildung u. Forschung, nicht gerade für fähig als solche halte. Ihre Intelligenz reicht gerade über die Grenzen einer Mittleren Reife. Das Problem ist, die Dame sieht sich als Dotter, wo kein Ei ist. Außerdem stellt sie andauernd irgendwelche Behauptungen in den Raum, von den sie wahrscheinlich selbst überzeugt ist.
Zum Beispiel sagte sie gerade: «... der Aufschwung im Arbeitsmarkt bringt einen Aufschwung im Bildungsmarkt mit sich.» Sie lächelt dabei und ein paar Bezahlte Mitglieder des Bundestags klatschen. Warum? Ich meine, warum lächelt sie und warum klatschen die anderen?

Frau Schavan.
Vielleicht sollten sie endlich begreifen, dass unsere Bildungspolitik derzeit mit dem Ausspruch «Der kranke Mann am Bosporus» zu vergleichen ist. Ehemals eine Weltmacht, die das Zeitliche verpasste und dem Untergang geweiht war. Realitätsverlust.
Mittwoch 20. Juni, 2007

straßen.Kind

Eigentlich wollte ich gestern gleich schlafen gehen - war ja recht spät, als ich Heim kam. Irgendwie hab' ich dann doch noch den Fernseher eingeschaltet und blieb auf Phönix hängen. Christian Sterley und sein Team, suchen fünf Jahre später nach einer Gruppe Straßenkinder in Manila. Die 45 minutige Reportage reißt einem das Herz auf und lässt innerlich verbluten. Das Gezeigte ist ein globales Problem und nicht nur auf Manila Philippinen beschränkt. Amerika, Europa, Asien, Afrika und auch in Australien. Hier versagt Politik, Kirche und vor allem die Menschlichkeit.
Mir geht es nicht besser, weil ich die UNICEF monatlich unterstütze, soweit es mir möglich ist. Mein Gewissen ist nicht reiner, nur weil ich ein paar Euro spende, die irgendwo ein paar Mägen füllen. Im Gegenteil, ich habe die letzte Nacht kaum geschlafen und die gesehenen Bilder verfolgen mich jetzt noch. Wie damals, als ich die Doku sah, worin Polizisten aus Rio überführt wurden die nachts Straßenkinder wie Hasen abschossen.
Natürlich ist es einfach zu sagen, dass diese Welt so läuft und man nichts dagegen machen kann. Ich habe für mich beschlossen, nicht an diese Lüge zu glauben. Scheiß' auf Urlaub und neues Auto.

Und dann lese ich vorhin noch diese Meldung in den Yahoo! Nachrichten: Augsburg (AP) Eltern, die ihren fünfjährigen Sohn nur abends zum Schlafen ins Haus ließen, müssen sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Das Kind habe sich regelmäßig von 08.00 Uhr morgens bis zum Abend ohne Aufsicht im gesamten Stadtviertel aufgehalten, bei Nachbarn um Essen und Trinken gebettelt und nur dort auch auf die Toilette dürfen, erklärte ein Gerichtssprecher. Bei Regen und Kälte habe das unzureichend gekleidete, oft völlig durchnässte Kind ebenfalls bei Nachbarn Zuflucht gefunden.
Regelmäßig bei Nachbarn Essen und Trinken gebettelt?
Nun, traurig ist, dass eben die meisten Nachbarn sofort zum Telefon greifen und die Schupo benachrichtigen, wenn irgendwo ein KFZ im Halteverbot steht. Schließlich kann man dann mit einem ruhigen Gewissen schlafen, wenn ein Auto nicht im Halteverbot steht.
Donnerstag 14. Juni, 2007

Kacken

Jetzt mal so unter uns Erdbewohnern, fällt euch das eigentlich auch auf? Ich meine das Ding mit dem Kacken.
Egal wo man hinkommt findet man das Klo vollgemacht. Der Bürger ist am Stuhlgang, ständig. Kein Café, kein Bistro, kein Restaurant ohne braune Scheißereste in der Schüssel. Da fragt man sich doch, was machen die Leute zu Hause? Warum geht man abends ins Cafe oder schick zum Essen, wenn man kacken muss? Wie macht man das, wenn man mit einer Dame im Café oder Restaurant sitzt, was sagt man da: Du entschuldige dass ich dich unterbrechen muss, interessantes Thema übrigens, besonders der Teil mit deinem fiesen Mitarbeiter, vergess' bitte nicht den Faden, ich muss nur schnell kacken ... und wenn die Bedienung kommt, frag' doch gleich noch nach einem trockenen Roten, der hier ist zu süß. So in etwa?
Vorhin bin ich in der Mittagspause kurz nach Hause. Auch weil die Handwerker da sind. Dachte, ich mach' mir ein Salat und seh' nebenher nach dem Rechten. Als ich ins Bad bin um Zähne zu putzen, sah ich dann die Streifen in der Schüssel. Der Verursacher hat es dann schön gesäubert, weil ich ihn darum bat. Netter Mensch. Bitten ist so ein Breitbandthema und Auslegungssache.

Wie ist das? Geht noch irgendjemand zu Hause aufs Klo oder ist da irgendwo eine Olympiade im Auswärtskacken am Laufen von der ich nichts weiß? Wenn ja, was gibt's da zu gewinnen?
Dienstag 12. Juni, 2007

Parsi Hilton

Also jetzt mal ehrlich; wenn mir vor was weiß ich wann, jemand gesagt hätte dass ich irgendwann einen positiven Beitrag über Paris Hilton schreibe, wäre meine Antwort schnell und deutlich, Du mich auch, gewesen. Und jetzt?
Als die Kleine vor ein paar Tagen aus dem Gefängnis in Stubenarrest entlassen wurde, sprangen hierzulande Prominente brüskiert vor die Kamera. Wie könne man diese Person nur entlassen, sie hätte ihre Strafe »abzusitzen« wie jeder andere Mensch auch. Wem ist denn geholfen, wenn Paris Hilton ihre Strafe im Gefängnis absitzt? Die Dame ist kein Mörder, wie Christian Klar, den man unlängst eher begnadigt wissen wollte als man es der Hilton gönnen würde. Klar ist aber auch, dass die Kleine eine Einmannjolle bekommen muss. Einfach mal nachdenken.
Dummchen Hilton äußerst sich nun geläutert und spricht von Gott, den sie in ihrer Strafe gefunden haben will. In einer US-Talkshow machen ein paar Bush Anhängerinnen ihre Witze darüber: Jetzt wisse man ja wo Gott sich versteckt hielte, man hätte ihn schon gesucht. Dieselben Frauen wählten einen Alkoholiker zum Präsidenten, der Gott jenseits der 3 Promille fand. Wo Gott sich nicht überall versteckt.

Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf und die Hilton-Erbin in Frieden. Das glaubt doch keiner, dass ich das irgendwann sagen muss. Schlimm.
Freitag 08. Juni, 2007

Soldat

Das Problem in eine Demokratie und einem Rechtstaat hineingeboren zu werden, derart erzogen und aufgewachsen zu sein, sein Leben danach gerichtet zu haben, ist, dass man sich daran gewöhnt. Man hält das Grundgesetz und die Menschenrechte für unbrechbar und vertraut darauf.
Das Problem in einer Demokratie und einem Rechstaat zu leben, rechtlich aber bilateral zu gelten, ist der Schlag ins Gesicht, wenn man oben erwähnte Rechte abgesprochen bekommt.
Ich bin der festen überzeugung, dass jeder halbwegs satte Mensch, der mehr als 10 Bücher gelesen hat, irgendwann zum Pazifisten wird - über den Satz darf nachgedacht werden. Wenn Uniformen in meiner unwissenden Jugend eine recht magische Wirkung auf mich hatten, stößt jeder Gedanke eine tragen zu müssen an meine charakterlichen Grenzen. Zwar halte ich die Verteidigung einer freien Gemeinschaft für existentiell, kann mich aber mit dem Soldatentum nicht anfreunden. Der Grund ist einfach beschrieben: Jede noch so gute Absicht einer Verteidigungsmaschinerie kann und wird irgendwann von dessen Führung missbraucht. Beispiele dafür gibt es genug und man muss dafür nicht in Geschichtsbüchern suchen, sondern kann es aus aktuellen Nachrichten erfassen. Ein Soldat, egal welcher Armee oder Ideologie folgend, ist instrumentales Machtgut einer unkontrollierbaren Befehlsgewalt. Soldaten töten auf Befehl. Der Ausdruck, potentielle Mörder in Verbindung mit Soldatentum ist so nicht wahr aber diskutabel. Ich kann kein Soldat sein - auch nicht, wenn ich nur so tun soll als ob ich einer wäre. Quasi pro forma Soldat, wie es der Staat meiner Eltern jetzt wieder von mir fordert.
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Mittwoch 30. Mai, 2007

Niere

Auszug Netzeitung: Organspenden-Show sorgt in Holland für ärger 28. Mai 15:36
Bizarre Show-Idee: Drei Nierenkranke sollen bei einer Fernsehshow in den Niederlanden um das Organ einer todgeweihten Niederländerin wetteifern.
Bei der »Großen Spendershow« am Freitag soll die 37 Jahre alte Lisa darüber entscheiden, welcher der drei Kandidaten ihre Nieren erhalten soll. Die Zuschauer können der Todkranken per SMS empfehlen, welcher Kandidat das Organ erhalten soll, teilte der Sender BNN im Vorfeld mit. ...


So grotesk und abscheulich das Ganze auch ist, ich bin mir sicher, dass die Einschaltquoten den Produzenten ein Lächeln entlocken werden. Leider.
Montag 21. Mai, 2007

SAT

Falls es jemanden interessiert, ich fahre jetzt nach Hause und installiere eine SAT-Schüssel aufs Dach. Ab heute ist Schluss mit Kabelfernsehen. 17 Euro im Monat für 32 Programme, von den eh nur vier ertragbar sind: Ganz schlimm.
Und falls ich nicht abstürze, irgendwelche mutierte Riesen-Raben mich abschleppen und anschließend von einer Anakonda verschlungen werden oder versehentlich ein UFO - just in dem Augenblick in dem ich irgendwelche Schrauben verzweifelt der Positionierung halber anziehe - auf mich abstürzt, gucke ich nachher mehr für gar kein Geld.

Leider sind wir hier in BadenWürttemberg ja «sowas von» in Väterleswirtschaften gefangen, dass wir auf so schöne Dinge wie DVB-T verzichten müssen außer Stuttgart und andere Großstadt-Derivate. Kabel-BW macht's möglich dieses ständige Geheule, ihre Kunden könnten erfahren, dass ihr Angebot veraltet und überteuert ist, geht einem auf die Eier. Die Lieben werden nur noch wegen ihrer Internetanbindung überleben - und solange das nicht Flächendeckend im Ländle steht, müssen wir halt auf DVB-T verzichten. Gell?
Sonntag 20. Mai, 2007

7. Weltethos-Rede

Ich bin immer noch überwältigt von der 7. Weltethos-Rede »Zum Ethos des Politikers« von Helmut Schmidt. Eben konnte ich endlich eine Aufzeichnung auf Phönix sehen.
Bravo Herr Schmidt! Zu jedem ihrer Worte!
Samstag 19. Mai, 2007

Kurz.klärt

Dank Christian bin ich auf einen sehr amüsanten Artikel in der Netzeitung aufmerksam geworden, der einer alten Weisheit alle Ehre bereitet. Jetzt will man bestimmt wissen, welche alte Weisheit ich hier meine. Zumindest die Jüngeren von uns werden das fragen, der Rest denkt nach lesen des Artikels 100%tig an die uralten Worte: «In jedem noch so guten Verein findest du mindestens eine trällernde Vollpfeife».
Frau Kurz und Konsorten vergessen bei aller Expertenehre den wahren Konsens der Tatsachen. Erstens geht es um die Durchsuchung der Technik von terroristischen Naturen, die sich nicht einfach der Welt offenbaren werden. Zweitens zieht man hier den Riegel zur Industriespionage erschreckend weit in eine geöffnete Stellung: Kein Schutz gegen Online-Durchsuchung möglich - heißt es da. Ein paar Sätze weiter kommt prompt das überhebliche Konträr der eigenen Worte: «Die Ermittler werden es sich zweimal überlegen, uns anzugehen. ... Die Gefahr ist einfach zu groß, dass wir den Online-Spion aufspüren.« Davon bin ich überzeugt - und die wahren Terroristen, die, man glaube es kaum, schon seit Jahrzehnten mit fließend Wasser und Elektrizität umgehen und sogar Kleidung von der Stange tragen, auch.
An dieser Stelle beginnt man das US Rechtssystem zu lieben. Ich meine die Möglichkeit zur Millionneklage. Einer dieser im Artikel beschriebenen CDs würde irgendwann unweigerlich seinen Weg in eine der internationalen Firmen hierzulande, vielleicht sogar Börsenrechner, finden. Könnte Kacke dann ärger dampfen, wenn ein findiger Manager sein Versagen der Bundesregierung in die Schuhe schiebt? Wer sagt denn, dass dieser Berserker von Trojaner nicht auch von anderen Elementen geb... Verzeihung, missbraucht wird? Nämlich dort wo es um richtig viel Geld geht - da draußen, dreht sich alles um Geld. Und das Innenministerium wird in nächster Zeit richtig viel Geld in die Entwicklung eines «unschlagbaren Systems zur Online-Durchsuchung» ausgeben. Klar, es ist ja genug Geld übrig - schließlich sparen wir seit Jahrzehnten am Bildungssystem. Jetzt wissen wir auch wofür. Schützen wir unsere Analphabeten vor dummen Terroristen. Die Klugen werden sich nicht durchsuchen lassen. Vielleicht infiltrieren sie ja den CCC und fragen Frau Kurz wie man sich schützt. Ahnung hat sie keine, aber reden «tut» sie ein schlechtes Buch darüber.
Ein paar persönliche Worte noch an dieser Stelle: Liebe Constanze, Computer sind mehr als man zwischen den Standarten des Windows erahnen kann. Uralte Weisheit das. Holla die Waldfee.
Sonntag 13. Mai, 2007

Muttertag

Ich hoffe alle Mütter hatten und haben heute einen schönen Muttertag erlebt.

Meine - die weltbeste Mutter, wie so viele es sind - werde ich in ein paar Minuten besuchen gehen. :-)
Freitag 11. Mai, 2007

Lennart

Welcome Lennart - Foto by DocRollingerNahrung ist das erste Streben des Menschen. Sobald das ausreichend gedeckt ist will er Anerkennung und Luxus.
Das Schönste aber was einem Menschen wirklich passieren kann, ist die Gewissheit neues Leben zu begleiten - es wachsen zu sehen, beizustehen.

Willkommen im Leben, Lennart!
Donnerstag 10. Mai, 2007

Apfel

Auszug Netzeitung: Eklat im sächsischen Landtag: NPD-Fraktionschef Apfel sorgte mit ausländerfeindlichen Parolen für Empörung. Doch ein sofortiger Ordnungsruf des CDU-Parlamentspräsidenten unterblieb. ... Die rechtsextreme NPD hat im Landtag von Sachsen wieder einmal mit ausländerfeindlichen Parolen für Empörung gesorgt. In einer Debatte zum Zuwanderungsgesetz sprach Fraktionschef Holger Apfel am Mittwoch in Dresden unter anderem von »Wohlstandsnegern«...

Peinlich. Nicht die Aussage von Vollpfosten Apfel - die ist, wie er und seine auf Staatskosten lebenden Kameraden, einfach nur dumm -, sondern die Tatsache, dass sich ein Haufen Demokratiefeinde in einem demokratischen Landtag halten kann.
Dienstag 08. Mai, 2007

QualiQuant

Auszug jawl: ... Wir sind da natürlich alle viel weiter. Wir können abends im Club jemanden fragen «Hey, Du siehst toll aus, ich seh Dich schon den ganzen Abend. Willst Du mit mir schlafen?» und bekommen manchmal (falls wir Jungs sind) oder meist (falls wir Mädchen sind), was wir wollen. Manchmal sogar Frühstück. Selten Respekt.
Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht, es geht um Verfügbarkeit. Was uns einst als wichtig und wertvoll galt, ist heute larifari - oder wer bekommt den heute noch ein feuchtes Höschen für ein bisschen Kaviar.
Mittwoch 02. Mai, 2007

Mai.mei

Seit ca. 12 Dekaden gibt es pünktlich zum 1. Mai die allseits beliebten Straßenschlachten rund um den Globus. Wer überlebt, geht am 2. Mai brav 8 Stunden arbeiten oder hängt interessiert vor irgendwelchen Talkshows. Je nachdem.

Master Bush hat sein Veto bezüglich eines terminierten Abzugsplan aus dem Irak eingereicht. Das oberste Gericht der türkischen Republik hat die Präsidentschaftswahlen für ungültig erklärt. Chávez hat Venezuelas ölindustrie verstaatlicht. Olmert weigert sich zurückzutreten und «wahrscheinlich» ist ein Al Kaida Führer erschossen worden. Und Merkel? Sie lächelt.
Guten Morgen.
Montag 30. April, 2007

Arsch.hoch!

Arsch-Hoch! Nun. Du siehst dieses Bild und denkst, was ist denn das? Vielleicht eine Aufforderung zur Party, tanzen auf der Straße oder doch nur eine neue Diät aus der aktuellen Mädchenzeitschrift um die Ecke?
Könnte sein. In Wahrheit ist es viel besser. Es geht um dich, lieber Bürger - und wenn du dich umguckst, um UNS.

Na neugierig geworden? Dann klick einfach auf das Bildchen und lies was dahinter steht!

image - via jawl.net by christian
Donnerstag 26. April, 2007

BrrrRD

Konjunkturhoch, rückgängige Arbeitslosenzahlen, positive Statistiken. Und Frau Merkel schweigt.
Uns, wer auch immer uns ist, geht es besser. Die große Koalition zeigt Früchte, das Volk ist zufrieden.
Fakt ist, dass es der deutschen Wirtschaft wirklich besser geht. Diese Tatsache aber als Frucht der großen Koalition zuzuschreiben ist eher Denken im geringsten Widerstand denn Wahrheit. Deutschland hinkt immer noch Europa hinterher, wenn es um positive Zahlen geht. Frau Merkels Ruhe nach außen (die wirklich nötig war nach Schröders Geschrei), ihr Nichtantworten auf essentielle Fragen war genau das kurzsichtig Richtige um die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln. Ob es auf langer Sicht auch richtig bleibt, ist fraglich. Die Mischung macht's: Schröders Weichen, die heute Früchte tragen und der Bundeskanzlerin Ausweichshaltung lassen heute Zahlen lächeln. Gehen wir aber diesen Lähmgang weiter, bleibt der wirklich große Knall in naher Zukunft nicht aus. Deutschland fehlt der starke Partner einer demokratischen Regierung: Die Opposition. Sowohl die FDP wie auch die Grünen sind gelähmt in ihren Handlungen, weil beide ihren möglichen Koalitionspartnern nach der nächsten Wahl nicht das harte Kontra bieten können, den unser Land braucht. Kuschelkurs Berlin. Und wie bei jedem Konsum von Pyschedeklika ist die Folge eine Depression.
Zuerst sieht man Farben, fühlt sich leichter und alles ist schön - bis man aufknallt in der Realität.
Mittwoch 25. April, 2007

Trüb

Diese mediale Verschiebung der Realität in Sachen Klar und RAF ist mehr als bedenklich. Da gibt es Vollkappen-Promis die fern jeder Messbarkeit in Sachen Dummheit, T-Shirts mit RAF Aufdruck vor die Kamera tragen. Vielleicht werden die Söhne dieser Vollkappen in dreißig Jahren in Al-Kaida-Shirts lächelnd Interviews geben. Zurzeit wird Klar als Opfer denn als Täter reflektiert.
Bleibt auf den Boden, Kinder. Christian Klar war oder ist Mitglied einer Terrororganisation gewesen. Das Leben über dreißig Menschen wurde auf Grund einer politischen Meinung kaltblütig beendet. Klar stand und steht zu diesen Taten. Ob er Siegfried Buback selbst erschossen hat oder nicht: Klar ist ein Terrorist. Seine Inhaftierung schonte weitere Opfer, die heute noch atmen dürfen.

Natürlich muss die personelle Schuldfrage an Bubacks Ermordung endlich aufgedeckt werden.
Montag 23. April, 2007

Prävention

Die überschrift ist ein übles Wort, im Sinn. Buchstaben können selbst nicht übel sein. Meist jedenfalls.
Prävention. Was ist das, ohne Fragezeichen. Praevenire. Manchmal eine gute Sache, im Nachhinein. Zumindest will man das denken, wenn man Nachrichten über Kinderschicksale aus den neuen Bundesländern schlucken muss. Das Schlucken hätten ein paar Damen dort verhindern können, wenn sie präventiv das geschluckt hätten was es in diesen Fällen zu schlucken gibt: Die Pille, die Antibaby ... auch ein übles Wort. Aber bleiben wir beim Thema. Schäuble. Wolfgang Schäuble.
Herr Schäuble ist einer der wenigen Fleischpolitiker Europas. Was den meisten nur ein Beruf, ist seine erklärte Berufung. Schäuble ist ein wahrer Politiker - und er handelt dementsprechend. Leider fehlt das Gegenpol, das Yang quasi. Schäuble ist also ein unaufhaltsamer Ying und wir die saure Gesellschaft - PH Wert gesprengt. Verständlich. Auch seine Forderungen - leider ohne ernst zunehmenden Gegenpol. Schäuble sieht seine Aufgabe, und die ist nicht ohne, nur durch taktische Prävention erfüllt. Sein gefühlter Gegenpol ist der Feind, der unsere Gesellschaft unterläuft. Aus dieser Sicht hat er Recht - und so handelt er eben. Richtig. Er kann gar nicht anders.
Die Frage bleibt natürlich, wie seine Gedankenwelt des Schutzes in der Praxis missbraucht wird. Sehen wir von den Dingen ab, die noch nicht sind und wenden uns zu den Tatsachen hin. Toll Collect ... im Mittelalter wäre das ein super schönes Wort gewesen. Ich bin mir sicher Martin Luther hätte davon gebraucht gemacht. Ursprünglich sollten die dort gesammelten Daten nur für die Mautberechnung dienen. Heute dient diese Datenbank auch ganz anderen Subjekten. In der Strafverfolgung z. B. Ein schönes Beispiel wie das Yin Schäubles ohne Yang den PH-Wert der Justiz aus der Mitte schoss. So wird es auch mit allen anderen Yin-Gedanken Schäubles passieren. Und derweil werden die wahren Feinde der Gesellschaft ihre Triebe ungetrübt ausleben können. Schließlich gibt es genug Kindergärten vor den man sich seine Opfer jagen kann und genug Boden, um anschließend die Leichen zu verscharren.
Kann eine Gesellschaft präventiv geschützt werden, mit Fragezeichen?
Sie, also die Gesellschaft, kann. Die Frage ist nur wie, ohne Fragezeichen.
Dienstag 17. April, 2007

single@gemüsetürke

Auszug Neon-Magazin - Kommentar von Judith: Ich hab schon fast vergessen, wie sich das anfühlt. Geliebt zu werden. Der eine Mensch für jemanden zu sein. Alle anderen Menschen in dieser Stadt scheinen das allerdings zu wissen. Ich weiß gar nicht, wieso dieses Gefühl gerade jetzt wieder hochkommt. Vielleicht weil Frühling ist. Und die Pärchen ihre Sofas und Betten verlassen und raus gehen zum Knutschen. Am liebsten tun sie das vor meinen Augen. Als ob sie darauf warten würden.
Ich weiß, dass es äußerst unsexy ist, sich als frustrierte Alleinseierin über glückliche Paare zu empören. Aber seit einigen Tagen schreit es geradezu aus mir heraus: "Pärchen stinken, Pärchen lügen, Pärchen winken und fahren nach Rügen." Und verdammt, ja, natürlich bin ich frustriert. Es ist ja auch nicht auszuhalten. Keinen Meter kann man mehr aus dem Haus gehen, ohne damit konfrontiert zu werden, dass jeder Mensch hier scheinbar seinen perfekten Gegenpart gefunden hat. Und man selbst allein beim Gemüsetürken steht. ...


Jo. sic!
Dienstag 17. April, 2007

Lobby.lich

Argumentation.
Eigentlich keine Sache sondern eine Gegebenheit, der man sich bedient. Durch Argumentation, wenn es durchdacht dargebracht wird, kann man rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist. Auch dass sich Geschichte wiederholt. Columbine lässt grüßen. Solange, bis jeder Schüler, Student und jede Lehrkraft mit einem Colt rumläuft. Hätten die 32 nämlich einen solchen gehabt, wäre das Massaker nie zu einem geworden. So die Argumentation, die man im Laufe des Tages zu hören bekommen wird.

Beileid an die Hinterbliebenen - vielleicht kaufen sie sich ja gleich mal ein paar Pistolen.
Freitag 13. April, 2007

Park

Bei so einem schönen Wetter will man weder nach Hause oder sich irgendwo reinsetzen, zum Mittagessen. Die Stadtzone ist voll mit Menschen. Schön. In der FuZo herrscht eine Geräuschkulisse, die nicht recht zum Entspannen einlädt. Ich späte nach einem ruhigen Plätzchen um, Thunfischsalat an Balsamico-Dressing mit Plastikgabel und 1.86cm Mensch, parken zu können. Es gibt ja noch den Stadtpark - dachte ich und musste gleich daraufhin lachen.
Stadtpark ist so eine Sache in Heidenheim. Früher parkte man dort in zwei Reihen KFZ, heute parken dort professionelle Bierdoseninhaltkonsumiere. Die muss es natürlich auch geben, keine Frage. Darum geht es auch nicht, sondern um den Park. Im Ganzen dürfte es etwas über elfhundert Quadratmeter messen, vier oder fünf Sitzmöglichkeiten und einen Blickfang bieten. Keiner weiß genau was es darstellt, der Blickfang. Ich stelle mir immer vor, es wäre die überdimensionierte Darstellung des Rednerpults, an dem Martin Luther Kind seine I-had-a-dream-Rede hielt. Aus mattem Metall mit bunten Mikrofonen und stadteinwärts gerichtet. I have a dream that one day on the green hills of Heidenheim the sons and daughters of city managed slaves and the sons and daughters of city managed slave owners will be able to sit down together at a green of a real cityground. Träumen darf man ja, während man Thunsfischsalat an Balsamico-Dressing unter der Sonne von Heidenheim isst. Im Stadtpark, dort wo's so schön ist, weil man es sich so vorstellt wenn man sich anstrengt.
Schön ist es im Park, in Heidenheim. Mit nur einem Kuttereimer, nahe dem Entree - weil wahrscheinlich niemand davon ausgeht dass sich Bürger auch wirklich auf die paar Bänke niederlassen um Thunfischsalat zu essen.

Erfreuliches? Ja, klar:
Morgen bin ich in der Lage über den Film 300 zu berichten - wenn ich die Zeit dafür finde.

Ach so. Ein schönes Wochenende - falls ich nicht mehr die Zeit dafür finde! ;-)
Donnerstag 12. April, 2007

Esel

Lach. Also.
Wenn man einen Esel oder Eselin ständig mit den Worten »du bist der/die Schönste«, umschwirrt, glaubt das Tier es irgendwann selbst und handelt überheblich. Klar ist, ein Esel ist schön - wie fast alles Lebendige - aber recht weit von «Schönstem» entfernt. Nun wird man sich fragen, wer an der Reaktion schuld ist: Der, der es behauptete oder der/die es glaubt.

Es bleibt spannend.
Ich fahre jetzt ins nachbarliche Ausland.
Freitag 06. April, 2007

Ost.ern

Vorhin war mein Lieblings-Grieche und bester Freund zu besuch. Er kam mit seiner neuen Rakete angefahren. Gelb, Ninja, nur 130 PS. Das Ding fährt bei 11td. U/min 260 km/h im fünften Gang. Wenn man sich dann wundert warum das Ding so langsam ist, sollte man hochschalten. Es gibt ja noch einen Sechsten. Eben.
War ein sehr interessantes Gespräch bei Kaffee und Tabak. Dieses Jahr feiern die Orthodoxen mit den übrigen Christen zusammen Ostern. Er fastet, was ich persönlich gut finde - weil es immer gut ist, wenn Menschen sich Gedanken machen. Aber ab morgen abend darf er ja wieder richtig essen.

Heute Abend mache ich leckere Musik, für leckere Menschen. Das restliche lange Wochenende wird nicht minder interessant, was Musik und Menschen betrifft.

Ein schönes Osterfest allen - wo und wie auch immer.
Donnerstag 05. April, 2007

un.Art

Rentner, weitgehendes, sind auch Menschen. Verhältnismäßig gemeint. Bevor man sich über diese zwei Sätze aufregt, sollten sie in Ruhe gelesen werden. Außerdem gibt es unzählige Berufstätige, die sich unmenschlich verhalten. Saumäßig, sozusagen.
Einige Rentner aber, scheinen ihre gesellschaftlichen Schnittstellen nur noch im Kampf zu begreifen. Und irgendwie begegne ich allen solchen. Im Edeka-Markt, an der Kreuzung da vorn oder, an der Tankstelle. Kriegerische Rentner. Da hilft es nicht freundlich guten Tag zu sagen und den Einkaufswagen zu stoppen, damit Rambo Omi vorbeiziehen kann oder, Opa Xerxes freundlich darauf hinzuweisen, dass er gerade seinen schönen 230D mit Superbenzin befüllt. Ganz schlimm.

Und was sagt uns das?
Zustände beschreiben keinen Charakter - und wer in jungen Jahren keinen solchen gebildet hat, bleibt im Alter ein Arschloch.
Dienstag 03. April, 2007

Finger.garage

Uhh. Ich weiß nicht wie ich das jetzt hier formulieren soll.
Letzte Woche traf ich jemanden, die sich sehr interessiert an der Weblogszene zeigte. Sie studiert - was ist jetzt egal -, in der BW Landeshauptstadt. Wir haben gestern Abend telefoniert und ich versprach ... das Folgende:
Gesucht werden Kosenamen und Umschreibungen für menschliche Primär-Geschlechtsorgane. Die Theorie ist, dass es für das männliche Organ mehr Nennungen gibt als für seine Gegenstücke. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ich persönlich nicht dieser Meinung bin - was zu beweisen ist. Leser dürfen, gerne auch anonym das ist hier kein WP-Blog, man kann hier auch ohne Mailadr. kommentieren, pro Reaktion bis zu vier Namen posten - natürlich im Rahmen der Thematik.

Nachtrag: Ich muss aufhören, solche Dinge am Telefon zu versprechen. Es hagelt E-Mails.
Montag 02. April, 2007

Hatschie

übrigens. Diese Neuart, nicht mehr Gesundheit sagen dürfen. Bescheuert.
Ich verstehe ja noch, dass man sich entschuldigen soll, wenn man geniest hat - mache das selbst oft. Aber nicht mehr Gesundheit sagen, weil es plötzlich nicht mehr Pli ist?

Da waren mal wieder ein paar Vollpfosten langweilig, überlegten was man daran ändern könnte und einer nieste.
Gesundheit, du Hammel. Gesundheit!
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