Donnerstag 18. Juni, 2009

Sex

Das Problem ist, es funktioniert nicht, wenn ich nicht verliebt bin.

Vorgestern wurde mir mit Tarot-Karten geweissagt. Die Dame sagte etwas von Hufeisen, und dass das gar nicht so leicht wäre. Die anderen Hübschen am Tisch erzählten, man könne schon glauben was «sie legt», es gäbe genug Beweise dass sie damit bisher immer ins Schwarze getroffen habe. Selbst wenn man gar nicht daran glauben würde - wie es erst vor kurzem bei einer gewesen wäre -, träfe es irgendwann ein.
Eigentlich wollte ich weder Tarot-Karten gelegt bekommen, noch irgendetwas wissen. Ich ließ mich aber überreden und wusste nicht wirklich, an wen ich denken sollte während ich die Karten mischte. Irgendjemand solle es sein, hieß es; irgendeine von der ich wissen wolle, ob und überhaupt. Ich wusste leider niemand, so stellte ich nicht die Frage nach Frau und Liebe, sondern einfach nur allgemein.
Oh, da sei ein Kelch der Asse und Königen der Herzen auch. Das sei sehr selten in dieser Kombination, oh oh oh. An die anderen Karten kann ich mich nicht so ganz erinnern. Jedenfalls sei da jemand, die ich absolut lieben würde – vielleicht schon bald wenn nicht jetzt, schon. Und, und jetzt kommt's, bald würde ich mit dieser Person unglaublichen und unvergesslichen Sex haben. Wer auch immer das sein ist (kein Schreibfehler ihr zwiebelgefischelten) und mich, würde es unvergesslich und unglaublich schön werden. Revolutionär. Es war sogar die Rede davon, dass es in die persönliche Geschichte eingehen würde.

Na klasse. Da springt also gerade eine Dame da draußen, irgendwo, durch die Gegend, die in Bälde unvergesslichen Sex mit mir haben wird. Schön.

Bitte melden. Aber sie - wir kennen uns noch nicht weshalb ich sie jetzt noch sieze - sollten wissen, dass ich mich erst in sie verlieben müsste, wenn wir unglaublichen Sex haben wollen.
Freitag 05. Juni, 2009

Arschtanz

Sie steht vor mir an der Kasse, und ich möchte ihr sagen, bitte strecken sie mir nicht ihren Arsch entgegen; es ist nämlich nicht schön anzusehen und recht ekelhaft, ich hab' nichts gegen dicke Menschen, mit einigen bin ich sogar sehr gut befreundet, aber sie sind nicht nur dick, sie sind dazu noch ungepflegt.
Ihr Arsch sieht wirklich schrecklich aus. Ich zweifel an der Breite, muss aber Fakten gegen Zweifel stellen: Das ist Wirklichkeit und zudem eine schreckliche. Wie das dazugehörige Mensch es wohl schafft, so viel menschlichen Arsch in eine Hose zu zwängen will ich gar nicht wissen. Ich versuche auszuweichen, indem ich kleine Schritte rückwärts mache, bis mich mein Hintermensch wieder nach vorne zwingt. Dann als ich es nicht mehr aushalte, drehe ich mich um und sage dem Hintermenschen, wenn du es eilig hast, stell du dich vor diesem Desaster und gut ist!
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie sich das Ding bewegt. Die dazugehörige Frau macht eine 180° Grad Drehung und sieht mich genauso ungläubig wie der Hintermensch an. WAS?!, frage ich in beide Richtungen gleichzeitig. Arschloch, sagt sie ohne Zweifel dass ich ihren Hintern mit Desaster betitelt habe. Wenigstens ist sie nicht begriffsstutzig, denke ich mir. Der Hintermensch lacht, weil er das lustig findet. Wenn ich will dass du lachst kitzle ich dich, sage ich in seine Richtung und schnippe ihm mit dem rechten Zeigefinger die Nase. Er hält sich die Nase und schreit als hätte man ihn abgestochen. Ich zeige ihm nochmal meinen Zeigefinger und er hört wie auf Kommando auf zu gilfen. Die Frau sagt nichts und trägt ihren Arsch endlich aus meiner Reichweite in Richtung Ausgang.
Super, denke ich mir. Nur weil ein Leggingsmonster ihren Arschtanz vorführt hast du hier innerhalb von gefühlten Millisekunden halbes Chaos angerichtet. Schöner kann ein Wochenende nicht beginnen.


Ein Päckchen Kaugummi und eine Dose Flying-Horse. In fremden Städten werde ich an Tankstellen nicht mehr einkaufen.
Donnerstag 04. Juni, 2009

Pause

Ich werde mir zwei Wochen Pause mit meinem aktuellem Projekt gönnen. Es zehrt mehr an mir, als ich es zugeben würde.

Auch wenn man den Kern einer jeden Religion, salopp in der Anbetung eines Schöpfers sehen mag, ist es eher die Androhung der Strafe. Das ist jeder Religion gleich. Es wird eine Ethik bestimmt, der man sich unterzuordnen hat, ansonsten findet man sich im nächsten Leben als Wurm oder in der Hölle wieder. Ein System dass von jeder Staatsform übernommen wurde. Eines das früher oder später zum Scheitern verurteilt ist. Denn die Androhung von Strafe hält vor Verbrechen nicht ab.

Keine der Religionen funktioniert. So stellte katholische Sekte der Christen dem Schöpfer eine Gegenmacht und schuf so bewusst eine «Gegenreligion». 80% der Mohammedaner wurden von den Machthabern zu Assassine erzogen, weil das Machtgefüge anders nicht zu halten ist. Das Judentum hat den Schock von Babylon bis heute nicht überwunden und Hinduismus konnte selbst in seiner neuen Formation, der Wahrheit nicht näher kommen; denn nur der Dumme wird Buddhist.

Einzig Stephen Hawking ist überzeugt dass wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts, Gottes Plan entschlüsseln werden. Ein kluger Mann, der kein Becher Schierling trinken muss um zu überleben.
Samstag 23. Mai, 2009

nicht Dänemark

Es geht drunter und drüber, sagt man so. Nicht hier; hier geht alles neue Wege.

Irgendwie habe ich an einem neuen Buch angefangen. Wahrscheinlich werden mich viele dafür hassen, vielleicht sogar sehr hassen. Entweder ich verbrenne es gleich nachdem ich damit fertig bin, oder ich wandere schneller als gleich nach Dänemark aus und lass' mich dort verbrennen. Es bleibt also spannend, so oder so.
Die Hauptsache ist aber dass ich meine schöne Wohnung aufgegeben habe. Einfach so, von einem Tag auf den anderen. Das Ganze nur, um in ein schöneres Haus zu ziehen. In ein paar Wochen. Mit Balkon, Garten, Terrasse, mehr Zimmer, Parkett, großem Keller und eben solcher Garage, einer schönen Küche, einem schönen Bad, einem herrlichen Garten und einem kleinen Teich. Alles Vorteile.
Irgendwo schlägt mich aber Wehmut. Als ich das erste Mal hier an meinem Briefkasten meinem Namen las, hatte ich Tränen vergossen. Vor Freude. Damals; nach knapp fünf Monaten Hotel und Naturfreunde-Haus, wo die Dusche und das Klo - man konnte nicht Toilette dazu sagen - auf dem Gang waren. Ich hatte in den letzten Wochen dort nur einen Wunsch gehabt; bloß nicht krank werden in diesem Loch! Durchhalten, bis ich eine Wohnung gefunden habe und dann lass' ich mir in Ruhe das Böse aus dem Leib schneiden. Aber nicht hier, nicht während ich auf einem Gemeinschaftsklo zum Pissen muss. So war diese schönste aller Dachwohnungen eine Erlösung, ein Neuanfang – und jetzt verlasse ich es, einfach so; von einem Tag auf den anderen.
Die Nachbarn freuen sich für mich, wünschen mir Glück. Ich sei ein angenehmer und sehr freundlicher Mitbewohner gewesen. Mehr sagen sie nicht, und ich ertappe mich bei dem Wunsch, irgendjemand solle mich festhalten versuchen. Aber warum sollte das jemand versuchen.
In Gedanken koche ich mir schon in der neuen Küche Kaffee, lese auf dem Balkon und schreibe im Arbeitszimmer an dem neuen Buch; das ich entweder gleich nachdem es fertig ist verbrenne oder ... nein, nach Dänemark will ich nicht auswandern. Die haben dort schlimmen Käse und auf dänisch klingt «ich liebe dich» eher wie ein Witz, als dass ich das je vor einem Kamin ernst zu einer Frau sagen könnte.

Wer will schon nach Dänemark.
Donnerstag 14. Mai, 2009

Stinker

Dann gibt es noch die Geschichte mit den Turnschuhen. Eigentlich keine Geschichte, eher ein Desaster.
In meiner Jugend trug ich selbst gern Turnschuhe der Marke Adidas. Es waren strahlend weiße Olymp, die ich alle drei Monte zum Leid aller Beteiligten nachkaufen musste, weil sie nach dieser Zeitspanne das Strahlend am weiß verloren. Dumme Sache, und teuer. Spätestens im Studium fand ich es dann sehr unappetitlich in Turnschuhen herumzulaufen, wenn ich nicht gerade Sport betrieb.
Heute trägt fast jeder Turnschuhe untertage - vielleicht, so vermute ich bei einigen Zeitgenossen, sogar nachts. Wenn man mich dann besuchen kommt, muss man seine Schuhe vor der Tür ausziehen; weil ich niemanden mit Straßenschuhen in meiner Wohnung ertragen will. Es ist immer derselbe Geruch der sich dann stinkend über die ganze Wohnung verteilt.
Letzte Woche zum Beispiel, habe ich einem Besucher gesagt dass seine Füße stinken. Das kann sein, war die Antwort, er hätte den ganzen Tag in Turnschuhen gesteckt. Und genau an dieser Stelle ist das Dilemma, Stinker ignorieren gekonnt ihren Gestank.

Diät-Tipp: Du willst abnehmen und keine Lust Kalorien zu zählen? Stell' dir vor wie Menschen, die «ungeduscht» mit wildem Scham unter den Achseln und Tennissocken an den Füßen in alten Turnschuhen steckend, dich besuchen kommen - und du bittest sie ihre Schuhe vor der Tür auszuziehen (du Idiot).
Mittwoch 13. Mai, 2009

Ketchup

Ich schlaf' gleich ein. Nicht jetzt - das habe ich nur den ganzen Tag über gedacht. Ich schlaf' gleich ein. Am schlimmsten war es kurz nach der Mittagspause, in der ich dachte etwas essen zu müssen weil ich Hunger hatte. Man soll nicht essen wenn man müde ist und keine Zeit zum Schlafen hat.
Aber es ist auch müde kein Lust zu sehen wie Menschen nur sehen was sie wollen. Wie zum Beispiel die eine Dame die heute den Laden betrat und meinte hier eine Vertretung für eine ihr nicht genehme Gesellschaft zu finden. Sie wollte ihren Ärger abstreifen, endlich da sie Gesichter gefunden zu haben glaubte, wo sie bisher nur Stimmen am Telefon zu erreichen versuchte. Leider begriff sie nicht, dass sie hier an falscher Stelle ihren Abstrich zu hinterlassen vorhatte; und leider war ich selbst nicht da, so bugsierte sie mein Lehrling elegant - ich will jetzt nicht mit ihnen weiter diskutieren – aus dem Laden.
Nächstes Mal wenn ich einen Hünen mit Ketchup-Fleck auf dem Hemd treffe – es gibt einige davon in unserer Gesellschaft -, fahre ich ihn an, weil ich letztens hinterrücks geschmacklich von einer bekannten Ketchup-Firma hintergangen worden bin. Der Inhalt der Falsche hatte mehr Grauenhaftes als gewohnt Leckeres zu bieten. Wenn der Hüne es dann zu fragen wagt, was er mit der Ketchup-Firma am Hut hat, werde ich ihn schreiend darauf hinweisen dass er, wenn er nichts mit Ketchup am Hut hat, gefälligst nicht mit einen Ketchup-Fleck am Hemd durch die Gegen zu laufen hat!

Irgendwo muss man Grenzen ziehen, schließlich!
Donnerstag 23. April, 2009

Heute schon getoastet?

Manchmal will ich ganz normal sein. Das heißt, ich schalte einfach ein paar Gehirnregionen ab.

Schwarzbrot - Eigenproduktion, eher nicht genießbarIch wollte frühstücken. Im Brotkasten lagen aber nur zwei harte Roggenbrötchen. Kein Thema, man legt sie nur kurz in die Mikrowelle, dann werden die Dinger wieder weich. Gedacht getan und ab ins Bad, Wasser lassen und Gesicht wassern. Das Ding mit der Mikrowelle funktioniert nur, wenn man Brot wirklich kurz darin bestrahlen lässt. Etwas länger und der gewünschte Effekt geht ins Negative.
Kein Thema, man kann harte Brötchen aufsäbeln und toasten. Gedacht getan und ab ins Schlafzimmer, Bett richten und nebenher die gestern von der Leine geholte Wäsche in den Schrank räumen.
Nun ist es so, dass Toaster eher für leptosomische Toastscheiben als für Brötchen konzipiert sind, Roggenbrötchen aber in ihrer Form eher pyknisch sind. Des weiteren haben amerikanische Toaster, neben ihrem verchromten Äußeren, die Eigenschaft zu klemmen, wenn man sie mit dicken Roggenbrötchenhälften stopft.
Als ich aus dem Schlafzimmer kam, musste ich nicken. Zwar war die schwarze Rauchfontaine recht interessant anzusehen, aber eher lästig auszuhalten. Das war auch der Grund, und nur dieser, weshalb ich die abgeschalteten Gehirnregionen wieder einschaltete und das Schauspiel beendete.

Nebenbei gesagt sind Fenster eine sehr gute Erfindung. Wahrscheinlich die Beste überhaupt.

ps: Klick aufs Foto, Mäuschen.
Dienstag 21. April, 2009

Leer Badeunglück

Das Hallenbad hatte noch 35 Minuten geöffnet, als eine Mutter mit ihren drei Kindern noch auf Einlass bestand. Ein paar Minuten später findet man alle vier leblos auf dem Grund des Schwimmer-Beckens liegen. Die Bademeisterin holt sie aus dem Wasser. Das jüngste der Kinder stirbt gestern im Krankenhaus, alle anderen schweben in Lebensgefahr.
Soweit, die aktuellen Berichte in verschiedenen Medien.

Unglaublich. Absolut unglaublich. Es liegt nahe an Suizid zu denken. Wie schaffte sie es aber, die Kinder ...
Mittwoch 15. April, 2009

Leukämie

Aus aktuellem Anlass, möchte ich einen Aufruf starten:
Können sie sich vorstellen ein Leben zu retten? Sie brauchen sich hierzu nur typisieren lassen und bei Bedarf als Knochenmark-Spender (Stammzelltransplantation) zur Verfügung stellen. Knochenmark ist kein Rückenmark. Die Entnahme geschieht völlig Schmerzlos und der Körper regeneriert das entnommene Knochenmark innerhalb weniger Tage.
Für die Typisierung bekommt man von der DKMS ein Wangenabstrichset. Kurz, schmerzlos und kostenlos (danke für den Hinweis in den Kommentaren).
Sollten sie als Spender in Frage kommen, retten sie Menschenleben - vielleicht wären sie dankbar, wenn irgendwann ihnen oder ihrem Umfeld so geholfen wird.
Zurzeit ist es leider so, dass zu wenig Spender typisiert sind. Menschenleben könnten gerettet werden. Also:

1. Typisierungsset per E-Mail oder Telefon bestellen – Informationen hierzu finden sie auf der Seite der DKMS.
2. Das darin enthaltene Wattestäbchen zweimal über die Innenseite der Wangen streichen.
3. Eintüten, in den mitgelieferten frankierten Umschlag stecken und zurück senden.


Das war's schon.
Freitag 20. März, 2009

Insel mit zwei Bergen

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang! Und pünktlich dazu, träume ich Wirres...
... oder Nasses.



Gestern zum Beispiel wachte ich mit den Worten «was für eine Frau!» auf. Das heißt, ich wurde durch meine Stimme wach und brauchte Minuten um zu begreifen, was - und vor allem warum - ich da(s) gesagt hatte. Hallo, geht's noch! Ich rede sonst ... nie im Schlaf. Jedenfalls ist es mir nicht bekannt gewesen.
Heute Morgen brauchte ich Minuten um zu begreifen, dass niemand neben mir lag, weil niemand neben mir liegt. Ich konnte aber noch gut spüren, dass das vor ein paar Minuten anders gewesen sein musste. Heißt, ich träumte, jemand hätte neben mir gelegen.
Scheint dass meine Psyche einen Weg gefunden hat, nächstens auszuleben was ich tagsüber ... Daran muss ich arbeiten. Sehr sehr schnell daran arbeiten. Diese Switch zwischen Traum und Realität, setzten mehr zu als dass sie helfen.
Mittwoch 18. März, 2009

Ballerspiele

Teil.. I:
Das Desaster in Winnenden zieht mal wieder die Diskussion über Computerspiele hoch. Für und Wider liefern sich mit idiotischen Argumenten - am Thema vorbei - eine Schlacht.
Mag sein, dass der Amokläufer aus Winnenden, so wie seine Vorgänger auch, Ballerspiele auf seinem PC hatte. Dass das aber der Grund für sein Austicken war, ist nicht nur fraglich sondern völlig indiskutabel.
Ich persönlich halte von Ballerspielen nicht viel. Gar nichts eigentlich. Von mir aus müsste es keine geben – schon gar nicht auf Rechnern von Jugendlichen. Diese alle nach demselben Schema ablaufenden virtuellen Psychosewelten sind nicht mehr als minderwertige Verherrlichung miserabler Menschlichkeit. Krieg und Waffen sind schlecht. Basta. Ein Rollenspiel in dem man seine Gegner töten muss – und wenn es nur Aliens sind – ist das Dümmste was man als Unterhaltung anbieten kann.
In der aktuellen Diskussion macht man sich Gedanken wie man Jugendliche «weg vom PC» bekommt. Die einen möchten Ballerspiele verbieten, die anderen mehr sportliche Programme in den Schulen anbieten. Alles Käse, würde der Schwabe sagen. Denn weder das eine noch das andere könnte einen Jugendlichen von solchem Quatsch abbringen. Man sollte sich eher die Frage stellen, warum man sich überhaupt für solchen Mist begeistern kann.
Fakt ist, dass es cool ist cool zu sein. Pseudohelden ziehen mit allen möglichen Waffen Bösewichte schlachtend im Vorabendprogramm durch alle möglichen TV-Kanäle. Man möchte schon gar nicht mehr auf die Autobahn, weil man überlegt ob da nicht in «Cobra 11»-Manie irgendwelche 40-Tonner explodierend einem entgegen fliegen könnten. Entweder wird sinnlos geballert oder ebenso sinnlos gekocht – was nicht minder schrecklich ist.
Jugendliche bekommt nicht mit Verboten oder «attraktiven» Sportprogrammen «weg vom PC». Man muss ihnen etwas bieten, mit dem sie im Schulhof angeben können – so salopp das klingen mag. Etwas, mit dem sie ihre Geltung spiegeln. Oder wie erklärt man sich sonst das Aufkommen von Trittbrettfahren?
Da reicht es nicht irgendwelche Matten in Hallen aufzustellen. Das erreicht man nur im Zusammenspiel mit den Medien.

.. Fortsetzung folgt.
Sonntag 08. März, 2009

Der Vorleser

Kinofilm - Der VorleserIch dachte es wäre ein Film über den Holocaust, wollte ihn aber trotzdem wegen Frau Winslet sehen. Weit gefehlt, denn das Thema ist nicht der Holocaust - der anders als im Buch hier nur nebenbei als effektvoller Träger dient - sondern der Stolz.
«Der Vorleser» verarbeitet den menschlichen Stolz gekonnt und eindrucksvoll. Es wird gezeigt wie Stolz - nicht nur das eigene sondern auch das anderer - Leben zerstören kann.
Ich bin begeistert, absolut begeistert. Auch von den Akteuren.
Kate Winslet hat ihren Oscar verdient!
Ein wunderbarer Film.

Natürlich hatte ich die wunderbarste Begleitung, die man für diesen Film haben kann.
Montag 02. März, 2009

muh.lich

Entgegen der allgemeinen Annahme dass der Mensch erst im Tiefschlaf träumt, kann ich schon während dem Einschlafen zu träumen anfangen. Meist bekomme ich das noch voll mit, vergesse aber was
... hier weiter lesen!
Mittwoch 25. Februar, 2009

Socken.loch

Man verliert ja viel, in diesem Leben. Geldbeutel, Schlüssel, Schmuck und die Sache mit den Socken in der Waschmaschine ist wahrscheinlich auch jedem bekannt. Letzteres ist mir jedoch nie passiert. Ich fand immer die gleiche Anzahl Socken, nach wie vor dem Waschgang, in der Maschine. Vielleicht, so nehme ich an, hat sich das heute gerächt.
Im Winter wird in diesem Haus die Wäsche gern im einem Trockenraum im Keller getrocknet. Als ich heute nach Hause kam, ging ich in eben diesem Raum und nahm meine Wäsche ab. Drei Jeans, zwei Hemden, mehrere Unterhosen und fünf Paar Socken. Ich legte alles fein säuberlich zusammen und trug es vier Stockwerke in meine Wohnung, stellte den Stapel, nachdem ich die Wohnungstür geöffnet hatte, auf den Stuhl in der Garderobe, zog meine Jacke aus und wanderte mit dem Stapel ins Schlafzimmer, legte es aufs Bett und fing an die Sachen ... zu verstauen. Hosen, Schiebeschrank. Hemden und Unterhosen, Wandschrank. Ein paar Socken, Schiebeschrank. Stopp.
Da ist, man mag es wenn man aufmerksam gelesen hat schon erkannt haben, etwas schief gelaufen. Zur Erinnerung, ich nahm fünf Paar Socken von der Leine. Es fehlten also vier Paar Socken. ... Die muss ich wohl fallen gelassen haben, dachte ich und lief den ganzen Weg aufmerksam zurück. Weder im Trockenraum noch (n)irgendwo im Treppenhaus lagen Socken. Wahrscheinlich liegen sie irgendwo in der Wohnung, dachte ich und lief, aufmerksam, den Weg wieder zurück. Keine Socken, auch nicht in der Wohnung. Nirgends vier Paar Socken. Nicht auf, nicht unter dem Stuhl in der Garderobe oder einem anderen irgendwo in der Wohnung, nicht im Schlafzimmer, nicht unterm Bett, nicht im Wandschrank, nicht im Schiebeschrank, nicht in meiner Jackentasche, nicht im Bad, nicht im Kühlschrank. Nickis Tschorab.
Dafür fand ich im Kühlschrank eine Tube Senf, deren Aufdruck ich anfing durchzulesen, weil ich irgendwas lesen musste um nicht aus dem Fenster zu springen. So, und wie sagt man so schön dass alles sein Gutes hat, lernte ich dass Senf - zumindest der scharfe von Thomy - das Vierfache an Eiweiß gegenüber Kohlenhydrate hat. Das wusste ich noch nicht.

Jetzt sitze ich, gebildeter als vorher, hier und ... frage mich ob meine Hosen nicht interessanter gewesen wären als vier Paar beige Socken?
Freitag 20. Februar, 2009

schick.Saal

  Mein Leben lang hab' ich gewartet, gekämpft und du warst nicht da! Jetzt wo ich mich damit abgefunden habe kommst du?!
  Jetzt beruhigen sie sich doch... ich kann das erklären...
  Ich pfeife auf deine Erklärung! Und hör' auf mich zu sietzen! Von dir möchte ich nicht Sie genannt werden!
  Du. ... was soll ich denn machen, ich kann doch nichts dafür.
  Klar kannst du dafür, Volleimer inwendiger! Hast du denn nicht die ganze Zeit zugesehen und nichts getan?! JETZT kommst du an und legst mir Blumen in meine Gedanken, schüttelst einen Reim nach dem Anderen durch meinen Tag und versprichst mir ...
  Übertreibst du jetzt nicht etwas...? Beruhig' dich doch erstmal...
  ÜBERtreiben?! Hast du noch alle beisammen du Arschgeweih einer Seele?! Übertreiben!? Ich hab' noch gar nicht angefangen zu über...
  Du kannst gar nichts dagegen machen!, wollte ich noch sagen. Es ist jetzt so bestimmt und nichts kann dagegen an. Nicht einmal du! Entweder nimmst du es an oder es geschieht auch ohne dein Einverständnis! BASTA.
  Jetzt komm' mir nicht frech...
  FRECH?! Ich bin das Schicksal. Essenz, Richtung und Weg des Seins. Du wagst es mich frech zu nennen?!
  ... ich nenn' dich ganz anders, Arsch!
  Jetzt mach' aber mal einen Punkt! Ich hör' mir das nicht länger an! Denk' was du willst, du wirst es nicht ändern!
  ... das wollen wir mal sehen. Ich ... schwirr' ab bevor ich ... ach geh' einfach und lass' mich in Ruhe!

Manchmal, muss manN Tacheles mit dem Schicksal reden. Auch wenn das nicht ändert – es beruhigt.
Freitag 06. Februar, 2009

da

Es gibt so Zitate, die vergisst man nicht. Und deshalb, ganz aus der Rolle hier, ein Spruch zum Wochenende!:
Das ist kein Flugzeugträger!, DAS IST DER MOND!

Ja, wirklich. Manchmal sollte man achten wo man zur Landung ansetzt. Könnte - trotz aller elektronischen Unterstützung die uns täglich begleitet - etwas daneben gehen.
Montag 26. Januar, 2009

Geschäfts.fähig

Irgendwann kurz vor Sommer 2008 tauchte sie mit ihrem Hündchen in meinem Laden auf. Ich verstand nicht gleich, was sie wollte. Man muss schon angestrengt hinhören, denn sie nuschelt mehr als dass sie redet. Sie zahle einen Internetvertrag den sie nicht nutzen könne, das Telefon ginge nicht und ihre TV-Kanäle seien verstellt.
Die Wohnung bestätige meinen Eindruck, dass sie ein recht hilfloser Mensch ist. Näher möchte ich nicht darauf eingehen.
... hier weiter lesen!
Donnerstag 22. Januar, 2009

Satt.e

Bringst du eigentlich jede zum Lachen?,
... hier weiter lesen!
Dienstag 20. Januar, 2009

Käfer

Zurzeit läuft ja wieder das Dschungelcamp im TV.
... hier weiter lesen!
Samstag 03. Januar, 2009

sudden

Und plötzlich merke ich, dass ich so Zeugs da hab';
... hier weiter lesen!
Dienstag 09. Dezember, 2008

Clochard

Er sitzt zurzeit meist mittags an der Ecke. Nicht auf dem Boden, ich schätze auf einer Kiste - was man nicht genau sehen kann, weil er sich in eine alte Überdecke hüllt. Wenn ich sage, er ist alt, dann meine ich das auch so. Er ist alt. Wahrscheinlich weit über sechzig. Man kann das nicht genau sagen, denn er ist ein Clochard und entsprechend gezeichnet. Seine Finger sind von langen geschwärzten Horn geziert, auf seinem Kopf trägt er eine Wollmütze.
Immer wenn ich ihn auf dem Weg zum Bäcker entdecke, bringe ich ihm eine Suppe, ein «Schnitzelwecken», Kaffee und ein paar Euro mit. Heute sagte er, er hätte mich schon erkannt. Freundlich wie er ist. Letzten Monat saß da eine alte Frau, die mich mal grüßte als sie zivil unterwegs war. Ich fand das lustig. Kaffee, Kuchen. Suppe gab's damals noch nicht beim Bäcker.

Das Schlimme ist, dass jemand in seinem Alter noch an Ecken sitzen muss. Auch wenn der eine oder andere eine andere Meinung haben will, er müsse da ja nicht sitzen. Er sitzt. Und allein diese Tatsache ist schlimm. Wer weiß, wo er ... später sitzt. Oder liegt.
Dienstag 02. Dezember, 2008

Jemand

Als die Menschen sich nicht mehr anfassten, war's ein bitterer Tag.
Jemand war gestorben, nachdem er Jemanden anfasste der im Sterben lag und jemand anderes erzählte, dass Jemand wohl gestorben sei, weil er jemanden angefasst hatte der im Sterben lag. So fasst niemand mehr jemand an, wenn der im Sterben liegt, um nicht selbst zu sterben, wie jemand es erzählte.
Aber es war bitterer Tag als jemand Niemand wurde um dem Sterben mit ruhigem Gewissen zuzusehen.
Donnerstag 27. November, 2008

schwimmen

Schwimmen gehen ist so ein Ding.
Schwimmen kann man gehen. Bäder gibt es genug, wenn man Zeit dafür hat oder es sich nimmt. Schwimmengehen, ein Vorhaben, ein ausführbares. Der Erfolg dahinter ist schnell erreicht und weit besser als in anderen Dingen des Lebens. Man packt Badekleidung und Utensilien ein, macht sich auf den Weg und taucht bald darauf in das Wasserbecken. Schwimmengehen, kann fast jeder. Man muss weder Lehre noch Rechenschaft darüber ablegen. Der Mensch sollte öfter schwimmen gehen und weniger versuchen zu lieben oder sich sonst wie zu behaupten.

Schwimmengehen. Etwas das jeder kann und worin man nicht scheitern muss.
Außer man ertrinkt.
Dienstag 18. November, 2008

noch.besser

Immer höher, schneller, mehr und vor allem besser. Das Mobiltelefon mit 3- ist besser als das mit 2-Megapixel(n). Der PC mit 512- ist besser als der mit 256MB Grafikspeicher. Der Pimmel mit 25- ist besser als der mit 20cm.
Nur im Alter, meine Lieben, macht manN einen Unterschied - an der Frau, nicht an sich selbst. Während Mann immer besser wird - *hust* -, wird Frau immer «schlechter».
Ich rieche ja noch ganz frisch und soweit funktioniert alles ... besser.
Und das am Vorabend meiner nächsten Hürde zum «Noch-Besser».
Donnerstag 13. November, 2008

pc.Proffessor

Der Sohn von Yilmaz, sagt er, denn kennst du doch. Der ist jetzt auch Professor für Computer. In seinem Auto hat er ein Computer gebaut, verkauf' seine Mutter*, der sagt ihm wo er fahren muss. Ich nicke nur.
Der Sohn von Yilmaz, den ich kenne, ist jetzt auch Professor für Computer.

* Redewendung im Türkischen - «anasini satayim». Sagt man, wenn man absolut beeindruckt oder sauer ist. Je nach Gemüt und Laune. Eben so wie der Russe, «dass deine Großmutter!» sagt.
Sonntag 02. November, 2008

G'wehr.les

Heute Mittag musste ich ausnahmsweise auch am Sonntag arbeiten. War nicht viel, dafür mit angenehmer Unterhaltung. Abends beschloss ich dann den üblichen Sonntagslauf zu machen.
Zurzeit scheint es mir Spaß zu machen, nicht auf Waldwegen sondern durch den Wald zu laufen. Irgendwann weiß man nur noch ungefähr wo man ist und richtet sich nach Licht und Schatten. Wenn dann noch die Dämmerung einschlägt wie das dritte Bier mit vierzehn, stehst du da und lächelst vor dich hin: Da lang, immer da lang. Da ist Licht und irgendwo muss da auch ein Weg sein. Jeder deiner Schritte ist lauter als ein Düsenjäger in der Kirche, auch wenn du versuchst noch so leise zu sein, wie ein Nebenbuhler im Kleiderschrank. Es funktioniert nicht. Je dunkler es wird, desto lauter bist du. Bis ... BäääMMM!!! ... Echo ... Echo.... schsssss. Stillstand.
Vor mir in mir nicht schätzbarer Weite, weil ich gegen das Licht laufe, sehe ich Rauch aufsteigen und bin starr wie Aphrodite ohne Höschen. Der Idiot hat doch nicht tatsächlich auf dich geschossen?!, überlege ich. Wenn ich rufe oder mich sonst wie bewege, hört er es vielleicht nicht und feuert nochmal. Also nicht bewegen und ruhig!
Hundert Jahre später, setzte ich in Zeitlupe ein Bein langsam in Bewegung. Zehn Minuten später, mache ich dass ich aus diesem Spielplatz für Vollpfosten mit Gewehr raus komme. Als ich dann endlich wieder auf dem Waldweg gen vier Wände gehe, knallt noch ein Schuss durch den Wald.
Entweder hat der Volltrottel das erste Mal gar nicht auf mich geschossen und verfehlte Schwein, Reh oder Schwager. Oder, der Depp ist suizidal, leidet aber an Parkinson, weshalb er das erste Mal ausrutschte und solange brauchte um nachzuladen. Einen anderen Grund, weshalb man am Sonntag nach Sonnenuntergang im Wald noch Räubeles mit G'wehr spielen muss, fällt mir nicht ein.
Dienstag 28. Oktober, 2008

Pissa

Singles essen Schinken und Salami, oder Hackfleisch... und Tunfisch.
Ich hab's nicht gern mir mittags irgendwo »etwas hinter die Binden zu schieben«, was mir dann den restlichen Tag schwer im Magen liegt. So passiert es eben, dass ich abends manchmal an eine Tiefkühlpizza denke. Gibt es ja überall zu kaufen ... denkt man.
Das Einkaufsleben als Single ist nicht gerade rosig. Als Single, der kein Fleisch isst, ist es weder rosig noch lustig: Du stehst am Kühlregal, versuchst eine Pizza mit gutem Belag zu finden und staunst nicht schlecht. In Einzelpackung gibt es die Teile fast ausschließlich mit Schinken, Salami oder Hackfleisch belegt. BIO Rukola mit Schinken. American Pizza mit Käserand und Hackfleisch. Salami Champion. etc.

Ist ja auch nicht immer gesund, so eine Pizza ...
Mittwoch 22. Oktober, 2008

Dschihadis

Eigentlich ist Bezeichnung «Islamist» ja nicht gerade das als was es medial missbraucht wird. Man kann aber darüber hinwegsehen, denn Missbrauch ist so ziemlich die Hauptsäule rund um den Islam.
Ich kenne einige Burschen hier am Ort, die in den letzten Jahren zu Muslime mutierten. Aus Gesprächen weiß ich, dass sie keine Ahnung über die Religion selbst haben. Vielmehr wurde und wird eine neue Bewegung geschaffen, dessen Anhänger weder das Verlangen noch die Motivation zum Glauben haben, als dass sie eine Möglichkeit suchen, einem System an dem sie scheitern zu kontern. Das Radikale ist hier ein Motor für den eigenen Frust.
Auf der anderen Seite passiert recht wenig. Ab und an hört man Sprüche wie, wer einen Menschen tötet tötet die gesamte Menschheit, wer einen rettet etc. usw. Sicher ist, dass das auch wirklich im Koran so wörtlich wiedergegeben wird. Sicher ist aber auch, dass das schon lange vor dem Koran von Rabbinern so gelehrt wurde. Des Weiteren wird aller Antrieb - Tag der offenen Tür in Moscheen etc. - nur als Selbstdarstellung genutzt. Das heißt, man versucht den Islam der Gesellschaft näher zu bringen - nicht aber, gegen die in den Medien als Islamisten bezeichneten vorzugehen. Zwar wird der Terror verurteilt, aber nur zum Zweck des eigenen Rampenlichtes. Keine Programme gegen den Missstand, sondern nur um sich selbst reinzuwaschen.
Hier wird auch kein staatlich kontrollierter Religionsunterricht helfen. Der Typus Breiniger ... zeigt, dass das wenig Sinn macht.

Ich hab' das Video von/mit dieser Vollpfeife gesehen und denke, er hält sich irgendwo im ehemaligen Jugoslawien auf.
Samstag 11. Oktober, 2008

Haider

Und so hat die einzig end.gültige Tatsache in diesem Leben in jedem Fall eine Einzigartigkeit. Menschen sterben - so ist das Leben.

In manchen Kulturen wird geboten, den Tod als Befreiung zu begreifen.
Donnerstag 09. Oktober, 2008

Milena

Heute Nacht um 02:10 Minuten wurde ich durch eine SMS geweckt.
... hier weiter lesen!
Donnerstag 09. Oktober, 2008

Samurai

Man kennt hierzulande heroische Geschichten um die Samurai. Bedachte Krieger, die keines Gleichen an ihr Kampfkunst mit dem gefalteten Stahl haben. Es gibt nicht wenig Wohnzimmer, in den ein Plagiat mit Plastikgriff und Schafft aufgestellt ist. Samurai, Shogun, Kendo, Karate - im Abendland hochgespielte Mythen.
... hier weiter lesen!
Donnerstag 02. Oktober, 2008

hoch.Wasser

Heute Nacht habe ich geträumt, Karlsruhe hätte Hochwasser. Die ganze Stadt sei überschwemmt und man könne den Wasserpegel nicht dämmen. Man beauftragte mich, etwas dagegen zu unternehmen.
Mit Karlsruhe verbinde ich neben Technik noch absolut guten Sex. Jetzt darf ich schon den ganzen Tag darüber grübeln, was der Traum bedeutet.
Mittwoch 24. September, 2008

Me.asozial

Was heißt es eigentlich, jemanden zu lieben. Es ist zumindest nichts was man so lapidar beschließt, von heute auf morgen. Vielmehr passiert es einfach - und manchmal begreift man es nicht.
Ich bin froh und glücklich mich aus diesem grausamen Spiel verabschiedet zu haben. Hätte auch nichts dagegen, wenn das so bliebe. Meine Erfahrung damit war bisher immer und irgendwann dramatisch.
Klar habe ich glückliche Tage in Zweisamkeit erlebt. Ich hätte für so manche Partnerin - nicht für alle - alles getan. Jedenfalls dachte ich das zu dem gegebenen Zeitpunkt. Manchmal erinnere ich mich zurück und vermisse. Vermisse das Vertrauen, im Körper und Geist der Partnerin, Geliebten.
Zumindest falle ich dann in kurze Phantasie, wenn ich einen Film oder ein Buch mit einer Lovestory und des darin propagierten Happyends sehe oder lese. Augenblicke - mehr nicht - in den ich gewahr werde, ebenso ein Mensch zu sein wie die Anderen. So nämlich nennen wir Singels - zumindest nehme ich das stark an - den Rest der Menschheit. Nämlich die Sorte, die irgendwann ihren Partner gefunden haben und - folgend ist wohl der grausamste Unterschied das den Ausdruck die Anderen rechtfertigt - es auf die Reihe bekamen mit diesem einen Menschen sein Leben zu teilen. Und damit wären wir beim Thema: Ich bin asozial.
So muss ich es eingestehen, der Logik halber. Alles um mich herum paart und vögelt, wirft und gedeiht, knutscht und richtet gemeinsame Wohnungen ein. Ich begegne ihnen überall. Sie kommen in meinen Laden, suchen Rat in Technik, sie stehen vor mir an der Kasse im Einkaufsland, heben lächelnd ihre gemeinsam erstandenen Produkte aufs Laufband, laufen Händchen haltend über die Straße während ich - gesetzlich dazu aufgefordert - bei rot warten muss, bis sie auf der anderen Seite sind. In diesen Augenblicken wäre ich bereit jede Partei zu wählen, in deren Programm die Änderung der Ampelfarben steht. Stopp bei grün und weiß für Fahrt. Gelb kann bleiben.
Eben, ich bin asozial. Ich habe es nicht auf die Reihe gebracht mich der vielen Zicken zu beugen. Asozial weil ich nicht bereit war Kompromisse einseitig zu akzeptieren. Asozial, wie ich sonntags nicht ausschlafe, da niemand neben mir liegt. Asozial weil mich eine verheiratete Frau stalkte, eine andere in einer glücklichen Beziehung mir MMS mit ihren Brustwarzen schickte. Eben asozial.

Aber irgendwie, glücklich. Manchmal.
Freitag 19. September, 2008

Lotto

Einer Fee zu begegnen die einem drei Wünsche erfüllt, ist relativ unrealistisch. Im Lotto sechs Richtige plus «Superzahl» zu tippen, dagegen relativ realistisch - auch, und das zurecht, wenn Mathematiker hierzu Berechnungen erstellt haben, die unabdingbar zeigen wie unwahrscheinlich ein solcher Treffer sein kann. Am Ende aber, trifft doch immer einer - oder zwei, oder drei treffen - sechs Richtige mit der richtigen «Superzahl». Das Ganze, ohne einer Fee begegnet zu sein.

Wahrscheinlichkeitsrechnungen haben demnach eines gemein; sie sind unrealistisch. Oder aber, die Realität ist es selbst; unrealistisch. In Wahrheit aber ist die Realität sehr real - Einstein wusste das am Besten zu erklären. Wahrscheinlichkeitsrechnungen haben eines gemein: Sie beschreiben die Realität. Und im Sinne des Lottospiels beweist sie, dass jemand gewinnt - wie unwahrscheinlich es auch sein mag; die Wahrscheinlichkeit besteht.

Leider bin ich keiner Fee begegnet. Wäre ich aber gern - nur leider ist dieses Leben zu real, als dass man einer Fee begegnet, die einem drei Wünsche erfüllt. Man muss sich schon selbst Wünsche erfüllen.

In diesem Sinne - ein wunderschönes Wochenende. Meines, ist real und erfüllt.
Sonntag 14. September, 2008

Wenn

Flögen Fische, wären es Vögel - und gäbe der Ochse Milch, wär er eine Kuh.
Hätten wir in manchen Situationen anders gehandelt, wären wir nicht was wir waren: Jeder sein eigen Ich.

«Ich bin so» Sprüche, langweilen mich. Dasselbe gilt für falsche Reue - «wenn ich damals anders gehandelt hätte» - oder das Hadern mit dem Schicksal - «mit ein bisschen Glück wäre ...».

Des Menschen primäre Evolution spiegelt sich in seinem Geiste. Doch manche sitzen noch im Alter auf Bäumen, fressen Bananen und ihr höchster Grad am Denken ist ein «wenn».
Donnerstag 11. September, 2008

911

Natürlich kann jeder der diese Zeilen gerade liest, sich genau an den 11. September
... hier weiter lesen!
Stichwort-Wolke

fieber reaktion


fieber kategorien

Θ ebonal
Θ menschlich
Θ xelllich
Θ gesellschaftlich
Θ fiebrig
Θ wochenstart
Θ musikalik
Θ poli
Θ edith
Θ sportlich
Θ geonal
Θ tech
Θ -100
Θ laz

fieber statistic

off
Ebola is: back

fieber verweis

offline

archiv

Θ 2016: Okt
Θ 2015: Feb
Θ 2015: Jan
Θ 2014: Dez
Θ 2013: Mai
Θ 2013: März
Θ 2012: Feb
Θ 2011: Nov
Θ 2011: Okt
Θ 2011: Sep
Θ 2011: Aug
Θ 2011: Jul
Θ 2011: Jun
Θ 2011: Mai
Θ 2011: Apr
Θ 2011: März
Θ 2011: Jan
Θ 2010: Okt
Θ 2010: Sep
Θ 2010: Aug
Θ 2010: Jul
Θ 2010: Jun
Θ 2010: Mai
Θ 2010: März
Θ 2010: Feb
Θ 2010: Jan
Θ 2009: Dez
Θ 2009: Nov
Θ 2009: Okt
Θ 2009: Sep
Θ 2009: Aug
Θ 2009: Jul
Θ 2009: Jun
Θ 2009: Mai
Θ 2009: Apr
Θ 2009: März
Θ 2009: Feb
Θ 2009: Jan
Θ 2008: Dez
Θ 2008: Nov
Θ 2008: Okt
Θ 2008: Sep
Θ 2008: Aug
Θ 2008: Jul
Θ 2008: Jun
Θ 2008: Mai
Θ 2008: Apr
Θ 2008: März
Θ 2008: Feb
Θ 2008: Jan
Θ 2007: Dez
Θ 2007: Nov
Θ 2007: Okt
Θ 2007: Sep
Θ 2007: Aug
Θ 2007: Jul
Θ 2007: Jun
Θ 2007: Mai
Θ 2007: Apr
Θ 2007: März
Θ 2007: Feb
Θ 2007: Jan
Θ 2006: Dez
Θ 2006: Nov
Θ 2006: Okt
Θ 2006: Sep
Θ 2006: Aug
Θ 2006: Jul
Θ 2006: Jun
Θ 2006: Mai
Θ 2006: Apr
Θ 2006: März
Θ 2006: Feb
Θ 2006: Jan
Θ 2005: Dez
Θ 2005: Nov
Θ 2005: Okt
Θ 2005: Sep
Θ 2005: Aug
Θ 2005: Jul
Θ 2005: Jun
Θ 2005: Mai
Θ 2005: Apr
Θ 2005: März
Θ 2005: Feb
Θ 2005: Jan
Θ 2004: Dez
Θ 2004: Nov
Θ 2004: Okt
Θ 2004: Sep
Θ 2004: Aug
Θ 2004: Jul
Θ 2004: Jun
Θ 2004: Mai
Θ 2004: Apr
Θ 2004: März
Θ 2004: Feb
Θ 2004: Jan
Θ 2003: Dez
Θ 2003: Nov
Θ 2003: Okt
Θ 2003: Sep
Θ 2003: Mai
Θ 2003: Apr
Θ 2003: März
Θ 2003: Feb
Θ 2002: Mai
Θ 2002: Apr
Θ 1966: Nov

menü


background-image

Elvis Presley 

wir lesen

«Drachenläufer» 
Khaled Hosseini 

mod

busy surviving 

link.listen


stuff

Valid XHTML 1.0!  
Valid CSS!  
Blogverzeichnis  
Bloggeramt.de  
Blogverzeichnis - Bloggerei.de  
Die beliebteste Webseite  
spam poison  
SPAMMERS SUCK! We redirect ours to SpammerBeGone.com!  
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits 
Powered by PivotX - 2.3.11  
XML-Feed (RSS 1.0)  
XML: Atom Feed