Freitag 24. August, 2007

Drug.pranks

Damit das klar ist, ich bin Philanthrop und somit Pazifist. Gewalt ist für mich immer abscheulich. Schlägt mich aber jemand, breche ich ihm nur die Knochen wenn er eine gewisse Statur hat - ansonsten lasse ich ihn stehen oder liegen. In beiden Fällen würde ich mich anschließend sogar um die erste Versorgung kümmern. Soviel dazu.
Ab und zu kommt mir jedoch das Bedürfnis gewissen Menschen mit purer körperlicher Gewalt zu begegnen. Solchen, die keine andere Sprache verstehen. Solchen, die meinen anderen Drogen unters Getränk zu mischen, weil sie ihren Spaß daran haben.
Einer Freundin wurde das gestern angetan. Citrus Ulm. Ich war nicht dabei. Sie wusste nicht was mit ihr geschieht. Gott sei Dank konnte man ihr im Krankenhaus soweit helfen und ihr ist nichts weiter passiert.
Wenn ich den erwischen sollte, darf er nicht mit Gnade von meiner Seite rechnen oder hoffen. Das ist keine Drohung, das ist ein Faktum.
Salbei!
Dienstag 21. August, 2007

Teresa.Fidalgo

Meine Schwester schickte mir einen Video-Link, um meine Meinung darüber zu erfahren. Gezeigt wird eine Autofahrt, irgendwo in Portugal - jedenfalls entnehme ich es der Sprache. Drei Personen nehmen eine Anhalterin mit, die etwas verstört wirkt. Nach einer Weile zeigt sie auf eine Straßenlaterne und sagt, dass sie dort einen Unfall hatten und starben (sie spricht im Plural). Daraufhin schwenkt die Kamera zu ihr und man sieht sie mit Schnittwunden, ein Schrei, ein Knall, die Kamera fällt. Der Abspann erzählt dass die vorderen Insassen starben und der Kameramann überlebte, sich aber das Ganze nicht erklären könne. Von der Anhalterin sei keine Spur zu finden. Vor Jahren (1983) sei an der Unfallstelle eine Teresa Fidalgo bei einem Autounfall gestorben.
Fake hin oder her, das Ding ist sehr gut gemacht.
Samstag 18. August, 2007

Nickelback

Ich konnte noch nie etwas mit der Musik von »Nickelback« anfangen. Zu flach, Lockenwicklermusik, Mädchenrock à la «Mr. Big». Nichts für mich.
Der aktuelle Hit der Nickelback gefällt mir aber mehr als gut. Sehr gut, sogar. Bravo!

I wanna be great like Elvis without the tassels, hire eight body guards that love to beat up assholes and sign a couple autographs so I can eat my meals for free.
I'm gonna dress my ass with the latest fashion, get a front door key to the Playboy mansion.
Gonna date a centerfold that loves to blow my money for me.
I'm gonna trade this life for fortune and fame, I'd even cut my hair and change my name.
'Cause we all just wanna be big rockstars and live in hilltop houses driving fifteen cars.
The girls come easy and the drugs come cheap, we will all stay skinny 'cause we just won't eat.
And we'll hang out in the coolest bars, in the VIP with the movie stars. Every good gold digger's gonna wind up there every Playboy bunny with her bleach blond hair.


Hätte von Kurt Cobain sein können.
Donnerstag 16. August, 2007

Do.tag

Dies ist der verzweifelte Eintrag eines Bloggers, dessen aktueller Hunger ihn schier zum Wahnsinn treibt. Er, man möchte ihn an dieser Stelle ruhig mit Depp betiteln, verließ heute Früh ungefrühstückt das Haus in seinen Arbeitstag. Seine Gedanken dabei, deshalb Depp, waren recht naiv. Ich werde irgendwo in der Stadt eine Stulle frühstücken und wenn nicht, dann irgendwo zu Mittag essen. Was er nicht bedachte war der Faktor der vierten Dimension in Verbindung mit seinen Kunden. Verschwindend klein, quasi Limes gegen Null - und schon ist der Urahnen-Spruch, »Holla die Differentialfee«, wahr. Der Schwabe würde das einfacher ausdrücken: Keine Zeit zum Essen, gefunden. Immer kam und kommt etwas dazwischen.
Sollte kein Beitrag auf diesen hier folgen - heute, morgen, irgendwann -, ist er verhungert. Als letzten Wunsch gibt er an, auf seinem Grabstein solle stehen: He tried, but he kläglich verhungert. Nicht mal ne Gemüsemaultasche flog ihm zufällig in den Schund.

Nachtrag 17:0x Uhr: Ein Kunde noch - muss 24 KM fahren. Dann will ich essen - irgendwas.
Nachtrag 21:1x Uhr: Gegessen - 2 Spiegeleier a la mir. Köstlich. Satt, kein Katzenjammer.
Mittwoch 15. August, 2007

Schöne ...

... Worte:
Meine Kerze brennt an beiden Enden;
         Sie dauert nicht die Nacht;
Aber ah, meine Feinde und oh, meine Freunde:
                           Ein schönes Licht sie macht!

(«Erste Feige», Edna St. Vincent Millay †)

In ein paar Minuten beginnt der Tag, an dem vor 30 Jahren Elvis Aron Presley starb. Er war wie diese Kerze, brannte von beiden Seiten und war Freunden und Feinden ein heller Schein - für mich, ist er es immer noch.
Montag 13. August, 2007

cupiditas gloriae

Mit dem Lob und dem Loben ist das so eine Sache, die kann auch ins Augen gehen - obwohl das ja grammatikalisch gar nicht möglich ist, ins Auge gehen, faktisch aber schon. Ich lobe oft, denn ich weiß, dass das motiviert und auch Achtung gibt, die jeder braucht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Situationen, in den ich nicht lobe, obwohl zu loben wäre. Das nur, weil ich weiß, dass der Mensch gegenüber Lob nicht ertragen kann - hat was mit Selbstachtung und dergleichen zu tun, wäre jetzt viel zu lang für kurze Erklärungen. Mitunter kann Lob auch kompromittieren, was natürlich nur im Auge des Gelobten (an dieser Stelle und einmalig: nicht Gott) geschieht - hat ebenso was mit Selbstachtung zu tun und wäre ebenso viel zu lang für eine kurze Erklärung.
Wie ich jetzt darauf komme, auf dieses Thema blabla etc.? Gerne würde ich jetzt einen eben gelesenen Text loben, einfach weil es genial von sich selbst erzählt ohne im Vordergrund zu stehen. Aus einem der oben angeführten Gründe mache ich es aber nicht - den/die Schreiber/in loben -, sondern bringe hiermit meine Achtung ... dar.

Have fun!
Sonntag 12. August, 2007

Aua

Auszug Yahoo!: So wurden die Zuschauer gefragt, wie viel Milch zehn Ochsen in zehn Minuten geben, wenn fünf Ochsen in fünf Minuten fünf Liter geben.... Der Zuschauer errechnete nach dem mathematischen Dreisatz die vermeintlich richtige Antwort, eilte zu einem Münzfernsprecher und rief bei der Hotline des Senders an. Statt der im Fernsehen ausgewiesenen 50 Cent kostete ihm das Gespräch aber 90 Cent. Dadurch sah sich der Zuschauer um diese 40 Cent betrogen.
Ich bin ja wirklich kein Freund von diesen so genannten «Call-in-Sendungen» - von mir aus, dürfte man das verbieten weil's de facto Abzocke ist -, aber: Wer will schon seine eigene Dummheit vor Gericht tragen?
Mittwoch 08. August, 2007

jauchen

So ganz unter uns Männern: geht es euch auch so, dass ihr, wenn's Wetter etwas kälter wird, alle halbe Stunde zum Wasserlassen springt?
Draußen regnet es und ich bin ständig am pissen. Außerdem friere ich, weigere mich aber eine Jacke zu tragen oder die Tür zu schließen.
Dienstag 07. August, 2007

Stalk.end

Alles in allem musste was passieren.
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Dienstag 07. August, 2007

62

Irgendwie sind die Massaker von Hiroshima und Nagasaki untergegangen. 62 Jahre scheinen zu genügen.
Gestern und übermorgen vor 62 Jahren, bewies sich die Menschheit.
Samstag 04. August, 2007

rich

Irgendwann hat die eine Gemeinschaft es erfunden: Nahrung gegen Wert. Quinn beschreibt es in »Ismaels Geheimnis« als «Wegsperren der Nahrung». Geld war nicht immer da, sondern ist eine Erfindung einer überlebten Gesellschaft, die sich heute Menschheit nennt. Im Grunde sind wir alle - rund um den Globus - Nachkommen dieser einen kleinen Gruppe.
Geld regiert, dirigiert und richtet - auch - über Leben und Tod. Geld macht Glück und glücklich, oder nicht. Geld schafft Innovation und lässt sie ebenso verschwinden. Geld bringt Status, Staatsbürgerschaft und Titel. Geld macht gesund und lässt Kranke sterben, weil sie keines haben. Geld wäscht Gewissen rein und wer die größte Kerze vor den Altar stellt, darf an Gottes Seite Milch und Honig schlürfen, während andere drunten Kohle schippen. Geld macht gutes Wetter oder lässt Polkappen schmelzen, Flüsse rein und lässt Seen verschwinden. Geld schreibt Bücher und gebiert Kinder. All das nur, weil irgendwann irgendwo irgendwelche anfingen Nahrung wegzusperren.
Sozialismus ist Gift für die Menschheit, Demokratie ihre Rettung. Aber wer will schon diese Menschheit weiter retten? Beide Systeme verkennen das Individuum. Das eine stellt sie alle gleich und das andere überflügelt den Einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft. Und beide werden von Geld regiert.
Donnerstag 02. August, 2007

ploPP

So früh sollte man keine Entscheidungen fällen - schon gar nicht schön mit der »Maus«, während man den ersten Kaffee noch nicht ganz ausgetrunken hat. Ich schickte gerade mit Zeigefinger drei zuvor markierte Beiträge ins «Daten-Nirwana», anstatt sie neu zu ordnen - Klick und weg.
Eigentlich wollte ich nur veröffentlichen, dass ich ENDLICH den neuen Schöngeist per Post überstellt bekommen habe. Gestern Mittag dachte ich noch, die haben bestimmt Sommerpause oder sonstige Schwierigkeiten das Ding zu verschicken. Als ich dann abends an meinen Briefkasten kam, fand ich es still dort eingeworfen liegen. Der Poststempel ist von letzter Woche - langer Weg.
Daneben fand ich noch ein kleines Päckchen weiter im Briefkasten liegen. Schlimm. Denn neben Brief und wirklich schöner Stein-Kette, ist da noch ein Brillant darin verpackt. Das kann ich nicht behalten und überlege schon die ganze Nacht, wie ich es der übersenderin zurück gebe, ohne weitere Schwierigkeiten zu schaffen. Vielleicht schaffe ich das Ding einfach zu den Behörden und lasse es von dort abholen - diesen Gedanken hatte ich wirklich. Es muss einen anderen Weg geben, einen gemäßigten, vor allem aber, einen erfolgreichen. Einen, ohne zu zerstören und die Senderin zu entwürdigen.
Ich muss überlegen.
Montag 30. Juli, 2007

Perigäum

Es gibt Momente die man festhalten will. Nur ein paar - wie den Mond, der gerade voll und von Südost den Himmel zu erstürmen scheint. Vor ein paar Minuten war er noch fast rot, jetzt scheint er immer heller und fließt von gelb ins Weiß. Der Himmel ist fast unbewölkt, so knallt das Ganze ungebremst durch alle Dachfenster in mein Wohnzimmer. Herrlich.
Vollmondzeit hatte für mich schon immer eine beruhigende Wirkung. Ich schlafe besser, ruhiger und habe während der Schlafphase luzide Träume.
Sonntag 29. Juli, 2007

square

Das Leben ist schön ist schön ist schön das Leben. Gott ist definitiv kein alter Mann aber ein Scherzkeks.
Vom Standpunkt aus, dass es Gott gäbe und all die Geschichten stimmten, müsste er sich selbst richten und ganz allein die Hölle füllen mit seiner Größe. Aber die Menschen haben gelernt mit Lügen zu leben, sogar mit offensichtlichen und ohne darüber nachzudenken. Kind wie Erwachsener werden 9ter 10ter 11ter und 12ter antworten, wenn man sie fragte, die wie vielten Monate September Oktober November und Dezember sind. Die wenigsten denken darüber nach. Vielleicht ist das den Jahreszeiten ja ein Graus, weshalb sie sich langsam aber sicher verschieben. Vielleicht machen sie das auch nur weil das Mittelmeer weniger Salz führt und die Erde sich um ein paar Sekunden weiter neigt. Wahrscheinlich könnte es sein, dass Jesus mit dem Mann im Mond Bag Gammon spielt und uns vergessen hat, mit gutem Gewissen, weil er ja damals die Leiden von unseren Ahnen nahm - indem er litt. Und vielleicht befreit sich Zeus Papi bald und frisst seine restlichen Kinder, während sein übersohn als Stier mit einer Jungfrau kopuliert um der Welt einen weiteren Helden zu schenken. Wirklich wahrscheinlich ist aber, dass es bald kein öl mehr gibt und wir immer noch für und mit Fossilen-Energien produzieren. Schlimmer noch, wir bewundern Gefährten auf internationalen Messen, die 13 und mehr Liter pro gefahrene 100KM verpusten und betiteln solches als Wunder der ausgereiften Technik. Bedenklich ist aber wirklich der Einheitsgeschmack: Chinesen gewöhnen sich unlängst an den von Käse. Dass, dank der EU, die dorthin ihren überschuss an Milchprodukten verkauft und diesen nicht mehr im Mittelmeer entsorgt - weshalb wir hier ab Morgen mehr für unsere Molkereierzeugnisse zahlen müssen. 40 Cent mehr auf die Butter wird so manchen zu maulen geben, ohne dass er sich wirklich Gedanken darüber machte, warum man diesen überschuss früher nicht an arme Länder für die Transportkosten verkaufen konnte, weil's zu teuer war. Nicht weiter schlimm ist es, dass der mit Gewerbeschein kein Internet hat, auch keine Steuern zahlen muss, oder so ähnlich. Jedenfalls kann er's nicht erklären, so war's.
Die Pharaonen sind ausgestorben, die Pyramiden gibt es noch. Das ist mehr als von Windows 3.x übrig ist. Gedanken muss man sich darum nicht machen, vielleicht. Nicht weiter schlimm, denn das Leben ist schön. Wirklich. Auch ohne mit Gott.
Donnerstag 26. Juli, 2007

Schicksal

Meine Schwester hatte ihr irgendwann meine Nummer gegeben, sie könne sich bei PC-Problemen an mich wenden. Heute war ich bei ihr vor Ort.
Ihr Türkisch ist sehr rein, meines hinkt an allen Ecken. Dennoch konnten wir uns in den zweieinhalb Stunden, während ich ihren PC auf Vordermann brachte, sehr gut unterhalten.
Sie erzählte mir ihre Geschichte, die sich wahrscheinlich ähnlich auch heute noch oft wiederholt. Mit 17 wurde sie von ihren Eltern nach Deutschland mit einem Verwandten verheiratet. Er war nicht viel älter, gerade Anfang 20. Schon nach 3 Wochen bat sie ihre Elten telefonisch sie zurück zu holen, da ihr Mann sie schlug. Die Mutter war dagegen, sprach von Gesicht verlieren in Gesell- und Verwandtschaft. Nach einem Jahr kam ihr Sohn auf die Welt und ihr Mann schlug sie noch immer. Sie hatte keine Freunde, nur die Familie ihres Mannes als Bekannte hier in Deutschland. Irgendwann brachte ihr Mann eine 13-Jährige Deutsche nach Hause und stellte sie ihr als seine Freundin vor. Die würde jetzt bei ihnen wohnen, sagte er und als sie sich dagegen wehrte, wurde sie geschlagen. Bald war die 13-Jährige und sie (wieder) schwanger ... und endlich schaffte sie es zu fliehen.
Heute lebt sie mit ihren beiden Kindern in einer schönen kleinen Wohnung, arbeitet täglich 6 Stunden, besucht einen Deutschkurs, den sie selbst finanziert, und ist ihren Kindern eine stolze Mutter. Mit ihren knapp 32 Jahren kann sie jeder 26jährigen das Wasser reichen. Man muss als Mann recht durchatmen um ihr nicht gleich hörig zu werden.
Sie erzählte mir wie sie letztes Jahr ihre Mutter nach neun Jahren das erste Mal besucht hätte. Dass nur, weil die Mutter krank sei - verzeihen könne sie ihr nicht. Verständlich. Von ihrem Vater wusste nichts Gutes zu berichten.
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Donnerstag 26. Juli, 2007

Basilikum

Mein Basilikum ist krank. Diesen Satz schrieb' ich vor einer halben Stunde. Irgendwie seltsam: «Mein Basilikum ist krank». Würde das so ein Freund sagen, würde ich ihm mit den Worten «schon klar!» und der flachen Hand einen Strinklatscher verpassen. Die Blätter beider Pflanzen sehen aus, als würden sie stellenweise karamellisieren. Betrachtet man das näher, findet man Knötchen auf deren Unterseite verteilt. Ich denke es ist irgendein tierischer Parasit.
Ich werde das Ganze im Garte aussetzten, schließlich will ich die Pflanzen nicht einfach in die Tonne stecken, nur weil sie befallen sind. Wenn ich darüber hinweg bin, kaufe ich mir am Wochenende einen neuen Basilikumstrauch.
Dienstag 24. Juli, 2007

Intermezzo

Gibt es eigentlich ein Wort für überfressen?

Vielleicht Vollkorn-Spagetti an Sardellen in Olivenöl mit Zwiebel, schwarzen Oliven und Chilli?
Wenn ich's nur wüsste würde ich's jetzt sagen...

So ganz unter uns: Ich hab' sogar Parmesan darüber geschabt ...
Dienstag 24. Juli, 2007

Pustel

Geht es nur mit so, oder hat noch jemand diese Milliarden Pustel in der Wohnung?!
Diese kleinen Dinger fliegen durch alle Fenster und legen sich frech und unzählig auf Wohnzimmertisch, Badboden, Arbeitsplatten, Spüle, DVD-Player, Couch, Bücher und Bett. Am Samstag habe ich gefühlte achtundvierzig Tonnen davon weggesaugt. Heute Morgen finde ich schon wieder welche in der gesaugten Wohnung liegen. Ich denke es sind irgendwelche Baumsamen, vielleicht Birke oder sonst ein freches Gewächs.
Wann hört das denn auf?
Mittwoch 18. Juli, 2007

anders

Anders zu sein, hieß etwas. Es wurde als sogar als positiv innovativ erkannt. Jetzt fragt man sich, ob es auch negative Innovation gibt. Gibt es. Zum Beispiel in der Kriegsführung: Präventivschlag. Oder in der Innenpolitik: Präventivschutz. Beides ist sicher innovativ aber negativ.
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Montag 16. Juli, 2007

Froop

Kaum ein Film hat mich in meiner Jugend so geprägt, wie «Der gelbe Meister» mit David Carradine. Ich hab' gerade versucht irgendwelche Info darüber zu finden, leider erfolglos. Zurück zum Thema:
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Donnerstag 12. Juli, 2007

Colding

Sollten sich diese Zeilen ungewöhnlich langsam lesen, liegt das an mir, respektive daran, weil ich friere und meine Finger nicht schneller tippen können als meine Gedanken, die sich in dieser Juli-Kälte den Weg über erfrorene Nervenbahnen zu Tippreaktionen wandeln müssen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Sache mit dem Supraleiter eine Lüge ist. Meine Elektronen fließen nicht schneller je kälter der Leiter - meine Nervenbahnen - wird. Meine Gedanken formen sich bröckelnd und hätte ich das übliche Zeitgefühl, würde ich mich darüber aufregen. So friere ich nur. Das einzig Schnelle an meinem Körper ist das Zittern. Wieso, weiß ich nicht. Eigentlich müsste ich langsam zittern, in Zeitlupe, sozusagen. So kalt ist es.
Mein rechter großer Zeh - ich bin aktuell nicht davon überzeugt, ob der mir wirklich gehört oder ob jemand sich einen Scherz erlaubte einen Eiswürfel in die Form eines rechten großen Zeh zu lutschen und mir das Ding in die Socke gestopft hat - lag gerade mit dem übrigen Fuß auf dem Wohnzimmertisch und signalisierte, dass er gleich abbrechen würde, wenn ich ihn nicht in die linke Kniekehle stopfe. Ich habe Angst mir einen Suppenlöffel an die Nase zu halten, weil ich denke, dass der dort festfriert. Weil es so kalt ist, frage ich nicht danach, warum ich mir überhaupt einen Suppenlöffel an die Nase halten «wollen sollte». Vielleicht muss ich jetzt auf die Toilette, zum Urinieren. Das Gefühl dazu hat sich noch nicht gänzlich aus den schon genannten Gründen bilden können, scheint es aber zu sein. Wenn es so ist, fürchte ich, dass ich vielleicht Eiswürfel oder ähnliches fallen höre, bevor ich feststelle mit dem Hintern auf der Schüssel fest-gefroren zu sein. Schlimmer Gedanke, dass man mich so finden wird. Er starb mit nacktem Hintern auf der Schüssel, weil er sich weigerte im Stehen zu pinkeln. Vielleicht mache ich mir auch in die Hose. Aber das würde ich euch nicht erzählen.
Es reicht wenn ihr wisst, dass mein rechter großer Zeh, kein in Form gelutschter Eiswürfel ist.
Dienstag 10. Juli, 2007

19Min.

Ich bin der Held der 19 Minuten. Zumindest.
Vorhin dachte ich mir einen Tiefkühlpanierfisch mit Tomaten-Cremeeinlage aus dem Supermarkt mitnehmen zu müssen. So ab und zu etwas Fisch am Abend kann nicht schaden, dachte ich. Fleisch esse ich nicht. Auf der Packung las ich, dass die Zubereitung in der Pfanne empfohlen wird. Reichlich Fett in einer Pfanne heiß werden lassen und die Dinger auf beiden Seiten je 9 Minuten braten; so die Empfehlung. Im Backofen könne man es bei 200° Celsius auf der oberen Schiene mit Umluft in 19 Minuten essbar machen. Na ja. Fett oder Backofen, das war die Frage. Also Backofen.
Die Zeit wollte ich natürlich sinnvoll nutzen. Mann kann in 19 Minuten eine Jeanshose einer Handwäsche unterziehen, weil das wollte ich die Tage eh machen, und sich selbst danach duschen. Andere lernen in der Bar in 19 Minuten jemanden kennen, zeugen mit ihr ein Kind und lassen sich von ihrem Macker die Zähne ausschlagen. Alles in 19 Minuten. Ich hab' nicht mal eine einzige Füllung in der Gosch, geschweige dass ich in einer Bar ein Kind zeugen will. Dafür kann ich Panierfisch auf dem Rost in die obere Schiene des Backofens bei 200° C schieben, die gute Jeanshose in der Dusche waschen, wringen, aufhängen und mich danach selbst duschen und bestimmte Stellen am Körper rasieren. In 19 Minuten.
Nun ist es so dass 19 Minuten, wie Zeit überhaupt ist, recht relativ sind. Aber nur da draußen im Raum-Zeit-Gefüge. Hier auf der Erde ist Zeit recht konstant, wenn man mal von den Gravitationswellen absieht, die uns abwechselnd stauchen und zerren. Auch in meiner Dusche ist das so - soviel der physikalischen Erklärung.
Als ich geduscht und hungrig aus dem Bad kam musste ich heftig an Gott denken, mit einem lauten Oh! davor. Und Gott sei Dank habe ich Dachfenster, denn der Rauch zog dann auch schnell wieder ab. Den Rest habe ich gegessen, nachdem ich ihn vom Backofenboden gekratzt habe.
Wenn ich das nächste Mal verbrannte Tomatensoße mit Paniermehl an Fischgeschmack will, werde ich mir das in der Pfanne bereiten. Von mir aus auch in konstanten 19 Minuten.

Die Hose trocknet wahrscheinlich in zwei Tagen - das ist relativ aber sauber.
Dienstag 10. Juli, 2007

Wumm.flucht

Wahrscheinlich ist jeder irgendwann irgendwie vor Verantwortung geflüchtet. Wo ist die Grenze, materielle Schäden - die man anderen verursacht -, noch als harmlos zu bezeichnen?
Eine Freundin und ich liefen gestern gegen Mitternacht ein paar Problemchen spazieren. Wir beide hörten hinter uns diesen typisch dumpfen Knall, bei dem ich sofort an einen geplatzten Reifen dachte. Ich sah gerade noch irgendein Plastikteil durch die Luft fliegen als ein dunkler PKW auf uns zufuhr. Der hat bestimmt eine Begrenzung gestreift, dachte ich und suchte mit den Augen danach. Der PKW wurde nicht langsamer sondern gab plötzlich richtig Gas, blinkte rechts und fuhr unsicher links in die nächste Seitenstraße ab. Der flüchtet, wurde mir klar. Eine paar Sekunden später entdeckten wir auch warum: Ein auf dem Seitenstreifen geparkter PKW war regelrecht Schrott. Die linke Seite aufgerissen, der Wagen vorn etwa 30cm auf den Gehweg geschoben, das linke Vorderrad zeigte unwirklich fast 90° nach rechts. Totalschaden - da gibt es nichts mehr zu richten.
Die verständigte «Streife» stellte fest, dass es sich um ein dunkelblaues KFZ handeln musste, was sich mit unseren Beobachtungen deckt. Leider konnten wir uns weder Typ noch Kfz-Zeichen merken.
Für den Geschädigten hoffe ich, dass man den Fahrerflüchtigen ausfindig machen wird. Für den Fahrer hoffe ich, dass er wenigstens betrunken war - ansonsten kann man sich so ein Verhalten nicht erklären. Den Führerschein darf er oder sie sowieso abgeben.
Dienstag 03. Juli, 2007

Schmitzchen

«No surface shines brighter than the light that burns beneath it.»
Der Spruch hätte von Plato sein können, wenn es nicht um «ganz dezentes Popoweh» ginge. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob oder dass Platon damals auch ganz gern »ganz dezentes Popoweh« hatte - zwar nicht nach Fahrradfahren aber nach gewissen Symposien.

Ach ja, es fehlt ja noch der Grund für diesen Beitrag hier im Fieber.
Für Spiegel-Leser: Rennrad.
Dienstag 03. Juli, 2007

G.mein

Vorhin nannte man mich am Telefon, einen netten Menschen. Ich könne auch ganz schön gemein sein, ließ ich den Anrufer wissen. Man glaubt mir nicht - also enthülle ich hier eine kleine Gemeinheit von mir:
Ende der Neunziger hatte ich eine Beziehung, die nahe Bitterfeld abstammt. Wir besuchten ihre Familie über Ostern. Ich lernte ihre Bekannten und Freunde kennen, darunter einen, den ich gleich Ampulle nannte. Ein Kerl Mitte zwanzig, der Anabolika wie Brötchen zu sich nahm und Opel GSI fuhr. Irgendwie hatte der einen Narren an mir gefressen, was nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Wir waren dann in der Gruppe in einer dieser Stadt-Dorf-Dissen die es da oben zuhauf gibt. Mister Ampulle hatte seinen GSI im Parkhaus geparkt, die anderen waren entweder mit dem Bus oder ein paar mit mir da. Als wir den Foxschuppen für Arme um vier verließen, bekam ich mit, dass Mister Ampulle einen meiner Mitfahrer um 20 D-Mark abgezockt hatte. Ich sprach ihn darauf an, worauf er meinte dass das «hier» so laufe und wenn «der so blöd ist?». Außerdem brauche er das Geld, denn schließlich müsse er gleich seinen GSI aus dem Parkhaus auslösen. Ich sagte sinngemäß, dass ich einen Trick kenne seinen Wagen ohne Kosten aus dem Parkhaus fahren zu fahren, wenn er mir verspricht den «Zwanni» wieder zurück zu geben. Okay, erst den Trick dann die Kohle meinte er. In meiner Gutgläubigkeit habe ich ihm den Trick verraten. Und jetzt die Kohle, forderte ich. Hey wenn du so blöd bist mir zu vertrauen, sagte er und zog lachend ab. Na der hat dich aber ganz schön gelinkt, meinte dann der Mitfahrer.
Ein paar Minuten später hörte man einen lauten Knall. Der GSI war Schrott. Später hab' ich dann erfahren, dass der Schaden sich auf etwas über zwölftausend Mark belief. So war das.

Was ich ihm als Trick verraten habe?
Ich erzählte, dass ich das Schrankensystem dieses Parkhauses gut kenne. Schließlich sei ich Computerfachmann. Es hätte ein Sicherheitssystem eingebaut. Die Schranken würden sich automatisch öffnen wenn man mit einer Geschwindigkeit größer 50 km/h über die Kontaktschleifen fahren würde. Man müsse nur die leichte Kurve davor treffen. Kein Problem für seinen «liegt wie ein Brett»-GSI.
Dienstag 03. Juli, 2007

Mutter

03.07.1946. Ein Tag der Sonne. Denn an diesem Tag wurde meine Mutter diesseits des Bosporus, als zweites Kind meiner seligen Oma und als erstes meines ebensolchen Opas, in Istanbul geboren.
Dass sie ein Sonnenkind ist, kann man heute mehr denn je erkennen: Sie geht gut und gern als Anfang vierzig durch mit ihren blonden Haaren und dem ständig lachenden Gesicht.
Ich wünsche dir vom Herzen alles Gute zum Geburtstag Mutter! :-)
Donnerstag 28. Juni, 2007

Lüste

Reismehl aus TR - verpackt so zu kaufenIch hab' wieder richtig Lust auf Reismehlpudding. Absolut. Also Lust.
Ist auch ganz schnell gemacht. Man gibt zu Reismehl, Milch und Zucker in einen Topf. Verrührt das Ganze unter Zugabe von Hitze zu einem Brei und fertig. Am Besten heiß genießen. Wer will kann da noch Kirschen untermischen oder ungesalzene Nüsse oder geröstete Mandeln. Wenn dann noch die Hitze so genial zugegeben wurde, dass der Grund des Breis etwas anbrannte, gibt es dem Allen noch einen kleinen geschmacklichen Kick von ungeahnter Herrlichkeit.

Aber man muss seine Lüste im Griff haben. ManN fällt ja auch nicht über jede Frau her die man interessant findet. Deshalb gibt es heute kein Reismehlpudding, sondern Spiegelei und Salat. Dem Gusto ein Schnippchen schlagen und dabei noch Spiegelei essen. Das Leben kann doch so herrlich sein ohne Reismehlpudding. Obwohl das schon ganz toll wäre jetzt ...
Donnerstag 28. Juni, 2007

Woisserdenn

Na ja - ich schreib' was so los war bevor hier Spinnweben wachsen.
Von gestern Vormittag um elf bis jetzt zwei CMSe aufgesetzt und übergeben. Schmucke Teile, können sich sehen lassen. Vor allem, ist der jeweilige Kunde Herr über seine Seite und nicht abhängig von mir.
Interessant war gestern das süße und unerwartete Geschenk zu Mittag. Eine Künstlerin, die seit einem Jahr in Sinai lebt, brachte mir eine absolut tolle Schokolade. Die Speise der Götter, steht drin. 72% Kakao, man schmeckt und fühlt die Bohnen. Nach dem Verzehr der Tafel war ich glücklich. Wirklich. Stimmungshoch.
Am Abend dann kurz entschlossen für vier Prinzessinnen gekocht. Pasta a la Ebola. Eine davon nahm den kargen Rest sogar mit - für heute, zum Mittag. Um kurz vor eins war ich dann mit rauchendem Kopf endlich allein. Mädelz können schlauchen.
Ich ließ es mir nicht nehmen nackt bei geöffnetem Fenster zu schlafen. Herrlich kalt - Betonung auf der ersten Silbe.

Ach ja. Falls es niemanden aufgefallen sein sollte: Tony the hitchhiker Blair ist nicht mehr Herr über die Downing Street No. 10. Wir werden dich nicht vermissen. Viel Glück im neuen Posten - und lass' dich nicht erschießen. Bist noch zu jung zum sterben und zu blöd um ein guter Diplomat zu sein. Aber das wird noch, irgendwie. Arnold lebt ja auch noch und wird bald Vize irgendwas.
Dienstag 26. Juni, 2007

Brians.Mom

Manchmal, wenn ich Nachrichten lese oder sehe, komme ich mir vor wie die Mutter von Brian. Das wird jetzt nicht jeder verstehen - eigentlich niemand, denke ich. Jedenfalls, wie auch immer, ist ja egal. Die Meldungen kommen in mein Wohnzimmer und stellen sich vor: «Guten Tag, wir sind die drei heiligen Könige. Wir sind dem Stern gefolgt...». Mein Hirn antwortet mit der gilfenden Stimme von Brians Mutter: «Was seid ihr?! Sternhagelvoll seid ihr!!!».
Jo. Ich schrieb ja, verstehen wird das niemand. Aber so fühle ich manchmal wenn ich Nachrichten sehe oder lese.
Freitag 22. Juni, 2007

Ochja

Zum Freitag ein kleines Gebet,
von Badesalz (als sie noch gut waren) mit dem Titel «Gereizt»:
Sach ma hat's heut nacht geregnet?
Seh ich so aus du Drecksack?!!
Gereizt!!! - Der neue Film von Jacques Bubu.

Ja Herr Schmidt, nichts Ernstes, nur eine leichte Erkältung.
Was?!? Und dafür sitz ich hier drei Stunden rum?!!
Gereizt!!!

Morgen Schatzi (Peng!) ...
Gereizt!!! - Der neue Film von Jacques Bubu. Mit Sabine LaMere, Peter Platarre, Jim Regney und zum allererstenmal, Richard Vögler!
Vooooogleeeeer du Arschlooooch!!!!


Man darf ja wohl noch beten dürfen. Oder?
Ein schönes Wochenende noch. ;-)
Mittwoch 20. Juni, 2007

straßen.Kind

Eigentlich wollte ich gestern gleich schlafen gehen - war ja recht spät, als ich Heim kam. Irgendwie hab' ich dann doch noch den Fernseher eingeschaltet und blieb auf Phönix hängen. Christian Sterley und sein Team, suchen fünf Jahre später nach einer Gruppe Straßenkinder in Manila. Die 45 minutige Reportage reißt einem das Herz auf und lässt innerlich verbluten. Das Gezeigte ist ein globales Problem und nicht nur auf Manila Philippinen beschränkt. Amerika, Europa, Asien, Afrika und auch in Australien. Hier versagt Politik, Kirche und vor allem die Menschlichkeit.
Mir geht es nicht besser, weil ich die UNICEF monatlich unterstütze, soweit es mir möglich ist. Mein Gewissen ist nicht reiner, nur weil ich ein paar Euro spende, die irgendwo ein paar Mägen füllen. Im Gegenteil, ich habe die letzte Nacht kaum geschlafen und die gesehenen Bilder verfolgen mich jetzt noch. Wie damals, als ich die Doku sah, worin Polizisten aus Rio überführt wurden die nachts Straßenkinder wie Hasen abschossen.
Natürlich ist es einfach zu sagen, dass diese Welt so läuft und man nichts dagegen machen kann. Ich habe für mich beschlossen, nicht an diese Lüge zu glauben. Scheiß' auf Urlaub und neues Auto.

Und dann lese ich vorhin noch diese Meldung in den Yahoo! Nachrichten: Augsburg (AP) Eltern, die ihren fünfjährigen Sohn nur abends zum Schlafen ins Haus ließen, müssen sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Das Kind habe sich regelmäßig von 08.00 Uhr morgens bis zum Abend ohne Aufsicht im gesamten Stadtviertel aufgehalten, bei Nachbarn um Essen und Trinken gebettelt und nur dort auch auf die Toilette dürfen, erklärte ein Gerichtssprecher. Bei Regen und Kälte habe das unzureichend gekleidete, oft völlig durchnässte Kind ebenfalls bei Nachbarn Zuflucht gefunden.
Regelmäßig bei Nachbarn Essen und Trinken gebettelt?
Nun, traurig ist, dass eben die meisten Nachbarn sofort zum Telefon greifen und die Schupo benachrichtigen, wenn irgendwo ein KFZ im Halteverbot steht. Schließlich kann man dann mit einem ruhigen Gewissen schlafen, wenn ein Auto nicht im Halteverbot steht.
Montag 18. Juni, 2007

Konsequenz.en

Es gibt so Gegebenheiten, die sind mir unlogisch.
Zum Beispiel wenn man so Hunger verspürt, dass man darüber erbrechen könnte - oder wenn man so müde ist, dass man nicht schlafen kann.
Und, wenn man über Leichen ging aber danach Verständnis erwartet.
Zugegeben. Die ersten zwei Beispiele kann ich sehr gut verstehen, auch wenn's unlogisch ist, weil ich es schon oft selbst an mir erfahren durfte.

Das Letztere, aber versetzt mich immer wieder in Erstaunen.
Donnerstag 14. Juni, 2007

Kacken

Jetzt mal so unter uns Erdbewohnern, fällt euch das eigentlich auch auf? Ich meine das Ding mit dem Kacken.
Egal wo man hinkommt findet man das Klo vollgemacht. Der Bürger ist am Stuhlgang, ständig. Kein Café, kein Bistro, kein Restaurant ohne braune Scheißereste in der Schüssel. Da fragt man sich doch, was machen die Leute zu Hause? Warum geht man abends ins Cafe oder schick zum Essen, wenn man kacken muss? Wie macht man das, wenn man mit einer Dame im Café oder Restaurant sitzt, was sagt man da: Du entschuldige dass ich dich unterbrechen muss, interessantes Thema übrigens, besonders der Teil mit deinem fiesen Mitarbeiter, vergess' bitte nicht den Faden, ich muss nur schnell kacken ... und wenn die Bedienung kommt, frag' doch gleich noch nach einem trockenen Roten, der hier ist zu süß. So in etwa?
Vorhin bin ich in der Mittagspause kurz nach Hause. Auch weil die Handwerker da sind. Dachte, ich mach' mir ein Salat und seh' nebenher nach dem Rechten. Als ich ins Bad bin um Zähne zu putzen, sah ich dann die Streifen in der Schüssel. Der Verursacher hat es dann schön gesäubert, weil ich ihn darum bat. Netter Mensch. Bitten ist so ein Breitbandthema und Auslegungssache.

Wie ist das? Geht noch irgendjemand zu Hause aufs Klo oder ist da irgendwo eine Olympiade im Auswärtskacken am Laufen von der ich nichts weiß? Wenn ja, was gibt's da zu gewinnen?
Dienstag 12. Juni, 2007

Rotschild

Tja. Manche Menschen bedanken sich mit einer Flasche »Barons de Rotschild (Lafite) - 1995«.

Er ist spontan und lebt gut damit, verkauft Mal schnell sein Haus und zieht nach Berlin, in ein Penthaus. Er fährt Cabrio. Er ist weit jenseits der Sechzig.

Danke für den Wein und das Angebot, bei meiner nächsten Berlinreise im Penthaus schlafen zu können.
Donnerstag 07. Juni, 2007

Hunger

Auch Menschen die kein Fleisch essen haben Hunger. Ich zum Beispiel jetzt. Sehr sogar. So sehr, dass ich nicht weiß was ich essen will. Und das gibt natürlich zu denken, wenn man der Tatsache gewahr ist, dass die Mehrheit der Menschen eben alles essen würde, wenn sie nur hätten. Haben sie aber nicht, und die hungern wirklich. Ich hab' nur Hunger und weiß nicht was ich essen will. Dafür spende ich monatlich der UNESCO, damit ein paar Menschen nicht hungern müssen.
Wäre ich normal, würde ich mir jetzt ein Stück Fleisch auf den Grill schlagen oder irgendwo einen Burger holen. Bin ich aber nicht. Normal. Ich will auch keine Pasta oder lecker zubereitete Gemüse, keine ofenfrische Ciabatta mit Olivenöl, Tomaten, Käse und Salatblätter. Ich will Essen, weiß aber nicht was. Und so hungere ich eben und rieche an jeder Ecke Nahrung.
Heute Morgen, als ich gegen sechs heimkam, roch ich das Obst aus der Schale in der Küche. Der Geruch hatte sich über die ganze Wohnung verteilt. äpfel können sehr gut riechen. Als ich gegen 12 einen Kaffee trank, wusste ich dass jemand im Haus Hühnchen mit Kartoffel und eine Art Rahmsoße aß. Ich aß einen Apfel. Weil ich meinen Hunger für etwas Besseres aufheben wollte. Will.
Jetzt sitze ich im Büro und kann vom Türken um die Ecke Pizza, Döner und etwas undefiniert Fettiges riechen. Von dem Gebäude schräg gegenüber rieche ich Kohl, weil die Tür geöffnet ist. Ich sollte sie vielleicht wieder schließen - wollte aber frische Luft hier haben. Als ich vorhin durch das «Sola» lief, roch ich den Kaffee aus den Tassen auf der Theke und Pommes. Wahrscheinlich war jemand vorher im Kochlöffel gewesen und beschloss sich danach zu sonnen. Schlimm. Ich meine, Kochlöffel.

Mein Kühlschrank ich gefüllt und ich hungere.
Dumme Welt das, wenn Persönlichkeit das Zicken anfängt. Mir bleibt keine andere Wahl als mich zu ertragen und weiter zu hungern. Wahrscheinlich falle ich heute Nacht über meinen Kühlschrank her, vergewaltige alles darin und rolle, falls mich jemand anschubst, gemütlich ins Bett.
Sonntag 27. Mai, 2007

Ur.laub

Natürlich nicht Ur-Laub, nur Urlaub. Quasi. Denn seit gestern Abend steckt in meinem Hand die private SIM-Karte. Bis Dienstag ;-)
Draußen ist heller Sonnenschein, etwas windig aber schön. Ich bin gut ausgeschlafen und fühle mich, wie immer nach 6 Stunden Kopfhörer, absolut gut. Die Herren Veranstalter haben bei mir gepunktet indem man mir ein Privat-Taxi organisierte. Smart Roadster, gnadenlos freundlicher Fahrer, der Dank eines Navigationssystems pünktlich vor der Tür stand. Service. Ich komme mir vor wie ein Star, könnte mich daran gewöhnen jedesmal abgeholt zu werden.
Gleich folge ich einer Einladung zum Kuchen-Essen, beim besten Heizungsmonteur diesseits der Realität und seiner kleinen Familie. Italiener, drei Kinder, ein paar Katzen und nur eine Frau. Na der ist glücklich, was man an seinem ständigen Grinsen erkennen kann. Angenehme Natur.
Morgen Abend feiert man mit ein «paar netten Mädelz» aus Köln den Geburtstag eines anderen netten Mädels aus Köln. Präsent und Wein habe ich gestern schon besorgt - logisch.
Die Wohnung ist sauber, ich fit und Pfingsten schön.
In diesem Sinne, einen ebensolchen allen Menschen da draußen :-)
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