Montag 26. März, 2007

72

Interessantes Wochenende. Am Freitag, gut gefeiert. Am Samstag, besser gefeiert. Am Sonntag, sehr gut gegessen. Nicht dass ich das Große in der Welt verpasst hätte, nein: Die in iranischen Hoheitsgewässern festgenommen britischen Soldaten, oder die 50. Jahresfeier der Römischen Verträge, wie Frau Merkel lächelnd aber doch brüskiert müde in die Kamera guckt - wahrscheinlich weil Benedikt die Gottlosigkeit dieses Jubiläum angeprangert hat Stoiber wird sich gefreut haben. Außerdem sollte es theoretisch innerhalb der nächsten 72 Stunden, einen Passagierflugzeugabsturz geben. Aber das sei nur nebenbei der Statistik halber erwähnt gewesen.

Während mir diese Stunde von Sonntagnacht fehlt - ich muss es verloren haben, kurz bevor ich um Sieben in der Früh heimkam -, bin ich glücklich über das schöne Wetterchen. Frühling du hast uns wieder oder umgekehrt - wie auch immer.
Ach ja, der Wind hat gedreht. Anstatt, wie das letzte halbe Jahr über, von West nach Ost, bläst es nicht minder aus der entgegen gesetzten Richtung.
Samstag 03. März, 2007

Basis.Gretchen

Ich versuch's so einfach wie möglich zu schreiben:
Erderwärmung ist zumindest für den Großteil der Zivilisierten - ich fand gerade keine passendere Beschreibung - kein Fremdwort mehr. In jeder Bildungsschicht unserer Gesellschaft hat man schon davon gehört: Erderwärmung. Ebenso ist man sich einig etwas dagegen «tun» zu müssen. Sogar die Politik scheint das begriffen zu haben, was sich an aktuellen Vorschlägen und Beschlüssen in dieser Richtung beweisen lässt. Im Bürgertum sieht sich der Umweltaktivist an forderster ... sorry .... vorderster Front, für eine sauberere Welt. Als Ultra, der es begriffen hat was da draußen vor sich geht, betoniert man sich gern an eine Bahnschiene, um den bösen Castor aufzuhalten.
Was viele wussten aber niemand wirklich hören wollte, ist die Tatsache, dass die Erderwärmung mit konventionellen Methoden nicht mehr zu stoppen ist. über das Ozonloch spricht man ja schon ein Jahrzehnt nicht mehr. Out of mode, langweilt und zieht kein Massen mehr. Aus Frust frisst das Kind sich immer größer. Futter bekommt es ja genug.
Der Staat reagiert und fordert von seinen Bürgern Umweltbewusstsein. Vorbildlich - wenn auch zu spät und absolut verlogen. Aber Vorbildlich. Ein Ansatz der nicht von der Hand zu weisen ist: Dreckschleudern in Form von KFZ gehören weg von der Straße. Ich stehe vollkommen hinter diesem Beschluss - besser als gar nichts. Der Bürger wird zur Kasse gebeten und der Umwelt «tut» es auch gut. Gerettet ist damit nichts. Denn der Staat versagt an der Basis und traut sich nicht der Wahrheit gegenüber zu treten.
Seit Jahren müssen fossile Brennstoff-Kraftwerke sogenannte Emissionszertifikate kaufen, um z. B. Braunkohle verbrennen zu dürfen. Je mehr Abgase in die Luft geblasen werden, desto tiefer soll damit der Industrie in die Tasche gegriffen werden. Gegenüber dem Bürger stellt sich die Politik damit auf die gute Seite. In der Praxis ist das aber eine reine Farce! Man verkauft das Recht Allgemeingut verschmutzen zu dürfen. Eigentlich sollte das ziehen und die Industrie dazu bewegen, umweltfreundliche Wege der Energiegewinnung einzuschlagen. Aber wie gesagt, in der Praxis ist das eine Farce. So ein Emissionszertifikat ist schon für ein paar Cent an der Börse zu haben. Jeder Hartz IV Empfänger könnte ganze Batterien von Steinkohlekraftwerken am Emissionsrecht aufrechterhalten. Wissen will das keiner der sogenannten Umweltaktivisten.
Klar ist, dass der neue Weg der sich zurzeit in der Politik abzeichnet ein guter ist: Weg mit den Dreckschleudern in Form von KFZ. Gegenüber der Industrie sollte aber ganz schnell das zugedrückte Auge geöffnet werden. Denn hier passiert, was unsere Welt wirklich zerstört. Weg mit Kohlekraftwerken. Fossile Energiespeicher dürfen nicht industriell genutzt werden. Klingt hart und unrealistisch, aber daran führt auf langer Sicht kein Weg vorbei!
Und solange wir nicht die industriell benötigte Masse an Energie durch nachwachsende Biomasse liefern können, sollte kein Castor aufgehalten werden.
Mittwoch 21. Februar, 2007

Ascher.Mi

Heidenheim - Politischer Aschermittwoch des Fiebers
Da könnte man sich doch fragen, ob der Bundestag nicht verfassungswidrig ist -
so ganz ohne Opposition.
Montag 22. Januar, 2007

Mohnhaupt

Ich war 11 als die »Aktion Roter Morgen« Jürgen Ponto ermordete. Damals ging es heiß her in Deutschland. Die RAF hatte ihre Hochphase: 34 vermeintlich feindliche- und 20 kämpferische Seelen starben sinnlos und gewaltsam. Aber das ist jetzt alles kein Thema mehr.
Auszug Yahoo-Nachrichten: Hamburg (ddp). Der Gefängnisdirektor der ehemaligen RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt unterstützt Pläne für eine vorzeitige Entlassung der 57-Jährigen. »Sie wird keinen Menschen mehr töten, nicht mehr straffällig werden«, sagte der Leiter der Justizvollzugsanstalt im bayerischen Aichach, Wolfgang Deuschl, dem Onlinemagazin »stern.de«. Aus der ehemals fanatischen Terroristin sei ein ruhiger, selbstbewusster und hilfsbereiter Mensch geworden. ↵ Mohnhaupt sei anerkannt unter den Häftlingen, betonte Deuschl. »Und ich kann sagen, dass sie mir durchaus nicht unsympathisch ist.« Die schon 24 Jahre dauernde Haft sei eine sehr lange Zeit und als Strafe ausreichend.
Ich bin gegen die Todesstrafe - absolut. Ich bin aber auch dagegen, einen Menschen wieder in die Gesellschaft zu entlassen, der einen anderen Menschen der Meinung oder Ideologie wegen, aus Habgier oder Lust, ermordete. Da ist mir es egal, ob diesem Menschen in 24 Jahren Flügel wuchsen oder sein Atem nach Honig riecht wenn er den Mund öffnet. Es geht nicht darum, was ein Mörder nie wieder tun wird, sondern was er getan hat.
Donnerstag 11. Januar, 2007

Ki-moon

Nun. Ban Ki-moon hielt gerade seine erste Pressekonferenz ab. Faktisch ist der Mann seit dem 1. Januar Nachfolger von Kofi Annan und somit UNO-Generalsekretär. Ich mag ihn nicht - was nicht viel bedeuten soll. Annan war mir lieber.
Was soll man von einem UNO-Generalsekretär halten, der sich nicht eindeutig gegen die Todesstrafe äußert?! Ich hoffe sein Schlingern diesbezüglich ist nur diplomatische Taktik und keine persönliche überzeugung.

Die Idee der Organisation der Vereinten Nationen ist die einzig fassbare Hoffnung, wenn es um die Menschheit als Ganzes geht. Irgendwann nämlich, wird aus dieser Idee ein wahres Organ werden. Wie gesagt, ... hoffentlich.
Donnerstag 11. Januar, 2007

Kriegserklärung

Auszug Netzeitung: Bei einer Razzia im Norden des Irak sind US-Soldaten in das iranische Konsulat eingedrungen. Zahlreiche Materialen wurden beschlagnahmt. ... US-Soldaten haben am Donnerstag im Morgengrauen das iranische Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil gestürmt und fünf Mitarbeiter der Vertretung in Gewahrsam genommen. Das gab ein Sprecher der kurdischen Sicherheitskräfte bekannt.

So ganz nebenbei erklärt ist das völkerrechtlich eine Kriegserklärung der USA an den Iran.
Dienstag 09. Januar, 2007

Motassadeq

Mounir El Motassadeq - dpa via NetzeitungAuzug Netzeitung: Das Hamburger Oberlandesgericht (OLG) hat den Terrorhelfer Mounir El Motassadeq zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Richter folgten damit am Montag einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH). ... Der BGH hatte den Marokkaner im November als Helfer der Todespiloten vom 11. September 2001 rechtskräftig der Beihilfe zum Mord in 246 Fällen sowie der Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung für schuldig befunden und einen früheren Richterspruch des OLG verschärft. Das Hanseatische OLG musste nach dem BGH-Urteil in der dritten Auflage des Prozesses gegen Motassadeq nur noch das Strafmaß festlegen.

Bravo. Endlich hat diese unendliche Geschichte der Verhöhnung sein gerechtes Urteil gefunden.
Schade ist, dass dieser Mensch nie begreifen wird, warum er verurteilt worden ist. In seinem Denken handelte er richtig und die bösen Ungläubigen führen Krieg gegen ihn - den er jetzt verloren hat. Wahrscheinlich wähnt Motassadeq sich als lebender Märtyrer. Egal. Wenn's nach mir ginge, bekäme er 15 Jahre lang nur Wasser, Brot und jeden zweiten Tag ein Vitaminmineralkomplex, dürfte keinen Zugang zu Medien und Bücher bekommen.
Gott sei Dank bin ich kein Richter.

image - dpa via netzeitung
Montag 08. Januar, 2007

Putin Oper IX

Auszug Netzeitung: Weißrussland hat im Gas-Streit russische öl-Lieferungen nach Westeuropa blockiert. In deutschen Raffinerien kam es schon zu ersten Unterbrechungen der Zufuhr. ... Weißrussland blockiert nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax russische öllieferungen nach Deutschland, Polen und die Ukraine. Kurz zuvor hatte das Wirtschaftsministerium in Warschau mitgeteilt, in Polen seien Unterbrechungen der russischen öllieferungen über eine durch Weißrussland führende Pipeline registriert worden.

Ging schneller als ich gedacht habe. Ich dachte, das Spiel würde erst im Frühjahr beginnen ...
Egal. Lehnen wir uns zurück und grinsen Frau Kroes von der/die/das Europäischen Union zu. Madam ist Wettbewerbskommissarin und hat alles voll im Griff. Nur Russland nicht - aber das lernt sie noch.
Sonntag 31. Dezember, 2006

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Die Definition jeglicher Primitivität kann nur getroffen werden, wenn man selbst nicht primitiv ist. Ich denke wir sind uns alle einig, dass die Menschheit in ihrer jetzigen Form, oft und recht als primitiv bezeichnet wird. Natürlich von uns selbst, die wir alle ein Teil davon sind.
Wir schreiben in nicht ganz 24 Stunden das Jahr 2007. Dass heute noch die Todesstrafe im Grundrecht mancher Staaten, die sich auf Demokratie berufen und in ihrer Verfassung vermeintlich Menschenrechte forcieren, verankert ist, kann nicht anders als primitiv genannt werden.

Nun. Bye bye 2006. bYe.
Donnerstag 07. Dezember, 2006

zyPern

Auszug Netzeitung: Nach Druck aus Brüssel geben die Türken im Zypern-Streit nach - zumindest ein bisschen: Ein Hafen und ein Flughafen werden geöffnet. ...

Na bitte, geht doch. Der erste Schritt.
Dienstag 05. Dezember, 2006

UdSSr

Als Ex-Chef der KGB und geistiger Sohn Stalins ist Putin eine Leuchte und wenn die Russen so weiter machen, haben wir in ein paar Jahren die überbevölkerung im Griff. Was soll's. Die nächsten Winter werden wir eh erfrieren, denken sich die Russkies.

Die Europäer, denken noch früh' genug daran.
Dienstag 28. November, 2006

TR vs. Laizismus

Gehabemust Papam goes Turkey. Das heißt nicht, dass der Papst ein Truthahn wird, sondern die Türkei besucht.
Was zurzeit aus der Richtung Türkei kommt, kann man mit gutem Gewissen als peinlich bezeichnen. Daneben, und das ist viel schlimmer, ist es mehr als gefährlich. Vom Iran und Syrien unterstützt versuchen Fundamentalisten in der Türkei seit Jahrzehnten die Oberhand zu gewinnen. Bisher konnte sich die einzig militärisch erhaltene Demokratie dieses Planeten noch gut dagegen wehren - so langsam will man das aber nicht mehr glauben. Besonders nach den letzten Bildern aus der Türkei. Der Aufruhr gegen den Papstbesuch hat nichts mit dem von ihm geäußerten Zitat gemein, sondern nimmt diesen unglücklich dargebrachten Fauxpas als Anlass die Massen wider der EU zu steuern. Religion ist nun mal der beste Motor Massen schnell und gezielt zu manipulieren. Leider.
Der eigentliche Faktor zeigt sich aber in der Geschichte mit der EU. Die aktuelle Lage ist mehr als brisant. Unter normalen Umständen hätte die Türkei, respektive deren Regierung, in der Zypernsache vielleicht eingelenkt. Besser gesagt, hätte einlenken können. Denn die Stimmung im Land war dazu bereit - schließlich will man in die EU. Die Stimmung ist aber, siehe oben, heute eine ganz andere. Ein Tausendjahre altes Zitat wird professionell politisch ausgebeutet, um die Türkei weiter von der EU weg zu treiben. Ein jetziges Einlenken der Türkei in der Zyperngeschichte, wäre Erdogans unterzeichneter Tod. Brief und Siegel darauf.
Den Weg den Erdogan gerade einschlägt ist mehr als diplomatisch klug. Keine Ahnung ob es auf seinem eigenen Misst gewachsen ist. Er kann gar nicht anders als sich in der Zyperngeschichte negativ verhalten und im gleichen Zug den Papst persönlich begrüßen. Damit bricht er den Fundamentalisten ein wenig mehr das Genick als dass er es in den letzten Jahren getan hat. In zwei Wochen dann ist Gras über die Sache gewachsen und dann, am 11. - 14. Dezember, kann er mit wohlwollen eine positive Reaktion in der Zypernangelegenheit signalisieren.

Eine wahre Steilkurve der Politik. Besonders, wenn ein Staat sich vordergründig laizistisch nennt.
Dienstag 28. November, 2006

Struck

Ich mag' ihn ja, den Herrn Peter Struck.
Besonders wenn er andere mit »Dünnbrettbohrer« betitelt... ;-)
Freitag 24. November, 2006

EC-smoke

In der aktuellen lokalen Wochenzeitung lässt sich die Knöpfleswäscherin über die designierte Regelung - ab dem 01.01.2007 - bezüglich den Zigarettenautomaten, aus. Im Großen und Ganzen stimme ich ihr zu.
Auch wenn ich selbst oft an Zigarettenautomaten gebrauch habe, halte ich diese Dinger für völlig fehl. Man möchte meinen, dass an jeder zweiten Ecke ein solcher Klotz angebracht ist - in manchen Straßen sogar keine 20m voneinander entfernt. Tinky-Winky, Dipsy, La-La, Po ... guckt mal, hier gibt's Fluppen! Sofern man beim Raucher vom gesunden Menschenverstand reden kann, schüttelt selbst dieser den Kopf hierbei. Zigarettenautomaten gibt es überall. Verkehrsampeln und oder Zebrastreifen nicht. Es gibt Ortschaften - ich habe selbst über ein Jahr in einer solchen gewohnt -, in den man keinen Bäcker finden kann. Dafür aber gleich 4 Zigarettenautomaten in einem Radius von 250m. Zigaretten kannst du dir überall zu jederzeit «rauslassen», sofern das nötige Klein-, bzw. seit einiger Zeit auch Papiergeld vorhanden ist. In Bohlheim war an meiner Wohnung ein Zigarettenautomat angebracht. Eines dieser ganz alten Teile, mit Zugfach. Morgens um 4 senkrecht im Bett vor Schreck stehen und das Fluchen vergessen, war mein nächtlicher Sport.
Diese beschlossene Maestro-Kartengeschichte (EC Karten gibt es ja eigentlich nicht mehr) ist eine Farce. Vor allem kommt man damit nur dem Automatenaufsteller entgegen. Bargeldlos werden die Automaten weniger Missbrauchsanfällig werden - auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern. Manipulation fast ausgeschlossen.
Ich könnte sehr gut in einer Welt ohne Zigarettenautomaten leben. Und wenn der Papst ja wirklich einen Sinneswandel im Klerus durchwedelt, könnte man die Dinger gegen Kondomautomaten tauschen. Nach veröffentlichten Zahlen am Welt-Aids-Tag (bald ist es wieder soweit), wäre das viel sinnvoller.
Donnerstag 09. November, 2006

Rumfsfeld

Donald Rumsfeld ... ein Bild aus alten TagenEines der meistgenannten Politikernamen auf dieser Seite ist bestimmt, Donald Rumsfeld. Er dürfte nach Bush, Sharon und Arafat die Liste mit anführen.
Sein so genannter Rücktritt ist eine Farce. Es war zu erwarten, dass Rumsfeld in den nächsten Wochen das Feld räumen wird - auch ohne die Republikaner Schmach der letzten Tage. Damit zu hoffen, die Wähler zu besänftigen, ist lächerlich.
Fast will er einem Leid tun, der Herr Rumsfeld. Er hätte einen Skandal verdient. So richtig schön mit Rufmord und späterem Suizid.

Schade eigentlich.
Donnerstag 26. Oktober, 2006

Bush

Die Welt in der BushlehreDu schon wieder, Herr W. Bush.
Man kann sich schon gar nicht mehr an den Kopf fassen vor Ohnmacht ob Deiner Unverschämtheit, die Du an den Tag legst. Unglaublich, denkt man sich, unglaublich was der Typ da von sich gibt. Unglaublich, dass er damit durchkommt.
Stellt die Pfeife sich doch tatsächlich hin und prangert die Lage im Irak an. Die Geduld der USA sei nicht grenzenlos und Amerikaner hätten nicht die Absicht, ins Kreuzfeuer rivalisierenden Fraktionen zu geraten. Sag' mal, geht's noch?! Da pisst einer ins Badewasser und beschwert sich danach über den Uringestank?!

Der Typ spielt nicht nur den Dummen, er ist dumm. Und das Schlimme ist, der Welt, die sich das mit anhört, drückt er diesen Stempel ebenfalls an die Stirn!
Montag 23. Oktober, 2006

Freibier

Ich hab' ihn ja gemocht, den Diether Krebs. Zuletzt war er noch auf unseren TV-Schirmen mit »der Dicke und der Belgier« zu sehen. »(Kein) Freibier für Schröder«, war eine Reihe in der der Belgier (Carry Goossens) auf innovativ unerfolgreicher Weise, dem Schankwirt (Dieter Krebs) ein Glas Bier abzuluchsen versuchte. Ich hab's gern gesehen.
Diether wird wahrscheinlich gerade Tränen lachen, welch' Wahrheit in seiner Komödie noch heute liegt:Kein Freibier für Schröder. Für Altkanzler Schröder.
Ich hab' Dich ja gemocht, Gerd. Damals. Auch wenn Du als Politiker Deine Aussetzer gehabt hast, was andere unvergleichlich mehr haben, warst Du für mich der Mann der Zeit ohne Alternative in der richtigen Position. Heute würde ich Dir frei nach Diether Krebs, kein Freibier ausschenken.
Nun. Es ist so, wie die ultimative Frage an Supermann, sollte ich ihm irgendwann begegnen. Klar Supi, alles gut, du kannst Planeten verschieben, durch die Sonne fliegen, bist unbesiegbar - aber warum um Gottes Willen Strumpfhosen?

Warum um Gottes Willen die Bildzeitung, Gerd, warum die Bildzeitung?
Donnerstag 05. Oktober, 2006

Hallo

Auszug Netzeitung: Er sei als Kind von einem Priester missbraucht worden, sagt der frühere Kongressabgeordnete Foley.
Das Ding verfolge ich schon seit ein paar Tagen, denn es kann die Republikaner arg in die Wählermisere führen und damit ihre Vormachtstellung im Capitol beenden. Außerdem gab der Herr letzte Woche selbst zutage, dass er dem Alkohol verfallen sei und kündigte eine entsprechende Therapie an.
Der Arme, denkt man sich da. Der Arme Mann wurde als Kind von einem Priester missbraucht und ist Alkoholiker. Schrecklich - wirklich. Das rückt das Ganze natürlich in ein ganz anderes Licht. Um Gottes Willen, vergeben wir ihm. Es ist natürlich verständlich, wenn einer als Kind von einem Priester missbraucht wurde, dass als Erwachsener selbst Kinder missbraucht.
Manche Menschen vergessen, dass alles eine Ursache hat. Damit aber die Tat zu entschuldigen, ist peinlich. Schon immer. In diesem Fall ist es noch bitterer, weil besagter Herr Abgeordnete auf christlich konservativen Stützen, selbst Kinder und Jugendliche staatlich fördert. Ein schlauer Bauer, sät sein Abendmahl selbst.
Bleibt abzuwarten wie die Wähler darauf reagieren. Vielleicht entwickelt sich bei dem einen oder anderen konservativen US-Bürger das Bewusstsein, seine kostbare Stimme ehemals an Alkoholiker und Kinderschänder vergeudet zu haben. Eben genau vor dem er seine Familie schützen wollte.
Donnerstag 05. Oktober, 2006

Idomeneo

Auszug Netzeitung: Frühestens in acht Wochen will die Deutsche Oper Berlin die aus Angst abgesetzte Mozart-Inszenierung »Idomeneo« wieder spielen.

Und wenn ich jetzt sag' bzw. schreib', das hab' ich gewußt, glaubt mir ja eh keiner.
Egal. Aber so war's!
Mittwoch 20. September, 2006

Oh.Abraham

Jetzt mal ganz ehrlich: Ich hab' dieses Gequassel über den Islam bis über beide Nasenflügel satt. Ich kann's einfach nicht mehr hören, lesen und schon gar nicht mehr darüber diskutieren. Ich halte nichts davon den Islam als Terrorreligion und Feind der Menschheit zu sehen. Ich halte auch nichts vom Gegengeschwätz, das Christentum sei nicht minder Menschenfeindlich; siehe Kreuzzüge, heilige Inquisition und das aktuelle Afrikadesaster; alles pauschalisierter Mist.
Nicht jeder Muslim ist Terrorist, aber zurzeit sind alle Terroristen Muslime. Auch wenn diese Aussage dumm ist, kann mich nicht umher als das Stück Wahrheit darin anzuerkennen. Muslim, Moslem, Islam - bei jedem dieser Worte wird einem schlecht. Wer in aller Welt weiß denn schon was ein Muslim ist und, wer macht oder bescheinigt jemandem dass er Muslim ist? Dem Islam fehlen die Organe der Exkommunikation. Einmal Moslem, immer Moslem. Man müsste und muss diesen Hirnlosen Bodybomben die Lehre des Korans absprechen, genauso wie man dem Klerus Götzentum vorwerfen muss.

Von den islamischen Vereinen der westlichen Welt, auch oder gerade speziell der hier in Deutschland, wird verlangt sich von Al Kaida und Terror zu distanzieren. Was bedeutet sich davon zu distanzieren? Von den Moslems in den USA wurde und wird verlangt, sich für den 11. September 2001 zu entschuldigen. Was bedeutet sich für Terror zu entschuldigen?
Würde ein islamischer Verein sich tatsächlich öffentlich von Al Kaida oder ähnlichen Vollpfostengruppierungen distanzieren, kann das nur bedeuten, dass sie vorher damit sympathisierten. Niemand verlangt zum Beispiel von der Evangelischen Kirche sich von Al Kaida zu distanzieren. Warum macht man das nicht? Eben!
Würden die Moslems - Muslime -, in den USA oder sonst wo auf der Welt sich für den 11. September 01 entschuldigen, hieße das, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Wir waren es aber es tut uns leid. Geht's noch?!

Richtig wäre, wenn sich alle islamischen Vereinigungen und so geführten Regierungen (leider gibt es davon ein paar), jeglichen Terror im Namen des Islams verurteilen und den Terroristen absprechen Muslime zu sein. Alles andere ist Humbug.
Die Frage ist, warum es die wenigsten, hier angesprochenen, auch wirklich gemacht haben.
Die Antwort - die Teilantwort, um es besser auszudrücken - ist einfach: Weil sie sich kollektiv angegriffen wiederfinden. Nicht der Islam sondern jeder Muslim sieht sich in eine Verteidigerrolle gedrängt. Da aber kein überstehendes Organ - Allah oder Gott spricht nicht mehr zu den Menschen - vorhanden ist, endet das Ganze in dem Desaster, das wir täglich erleben dürfen.

Bravo - die Kreuzzüge auf beiden Seiten scheinen nie geendet zu haben.
Sonntag 10. September, 2006

Pius XI Archiv

In ein paar Tagen öffnet der Vatikan geheime Archive des Pontifikates von Papst Pius XI. Interessant sind diese Millionen von Schriftstücken auch wegen der Haltung des Vatikans, gegenüber dem Naziregime.
Sieht man sich die Geschichte näher an, fällt auf, dass Kirchenvertreter bis 1933 den Nazis nicht wohl gesonnen waren. Danach beginnt weiterer ein Schandfleck in der Klerusgeschichte. Auch wenn es für uns ewig ein Schandfleck bleiben wird - ein Regime kann menschlich nicht gedultet werden -, konnte der Vatikan gar nicht anders, als zum Hitlerregime zu stehen. Denn so gebietet es die Bibel: Kein Staatsführer ohne Gottes Gnaden. Hitler war Staatsführer geworden - sich gegen ihn zu stellen hätte für den Vatikan bedeutet, an Gottes Gnaden zu zweifeln.
Ich weiß, das klingt jetzt etwas hart. Aber es ist so. Mögen Theologen mich dafür strafen.
Donnerstag 07. September, 2006

Les.ig

Ich wußte ja schon Gestern, was ich heute auf meinem Schreibtisch vorfand. Ein Buch. »Iran - Die drohende Katastrophe«, von Bahman Nirumand. Meine nächsten Nächte sind gerettet!

Herzlichen Dank, Dabbelju-di! :-)
Mittwoch 30. August, 2006

oSAMa

Ground Zero - New YorkHeute kann man das Thema 11. September aufgreifen, der/das ja symbolisch wieder vor der Tür steht. Passend dazu die neuste PR-Kampagne der US-Regierung.
Nahezu fünf Jahre nach den Anschlägen auf die Twin-Towers in New York, genießt Osama bin Laden immer noch seine Freiheit! Erstaunlich. Auch, dass die wenigsten US-Bürger nach seiner Verhaftung fragen. Selbst die Demokraten - in der US Opposition -, schlucken die Tatsache, dass dieser Mann nicht mit allen verfügbaren Mitteln gejagt wird. Der Irak-Krieg änderte gekonnt die Fokussierung des Terrorproblems und schuf eine neue, schier unbesiegbare Front. In der beschriebenen PR-Kampagne wird mehr das Israelproblem behandelt, als die wahren Architekten des Ground Zero. Peinlich bleibt aber, wie darin der 11. September als Grundbaustein für den Irak-Krieg behandelt wird. Vielleicht glaubt ja Präsident Bush inzwischen selbst an die Mär, bin Laden sei Hussein. Damit wären seine Probleme in dieser Richtung sehr bald gelöst. Denn Saddam Hussein wird den Winteranfang nicht mehr erleben.
Vielleicht sollte man einen Privatdetektiv auf Osama ansetzten - der würde ihn wahrscheinlich schneller finden, als die US-Regierung es will.
Dienstag 29. August, 2006

Terra.r

Terrorismus ist ein Problem der islamischen Welt. Das bekam ich letzte Woche in einer kleinen Diskussion zu hören. Gesagt hat es ein Akademiker im stattlichen Alter von 55. Das heißt, er sollte zumindest schreiben, lesen und die einfachsten Ereignisse begreifen können.
Ich weiß nicht wann genau sich die Eigenart oder Mode Terror in unserer Weltgesellschaft etabliert hat. Wahrscheinlich gab es das schon vor tausenden von Jahren, als Moses seine Jungs aus ägypten führen haben wollte. Die 10 Plagen sind wohl die erste dokumentierte Terroraktion einer ethnischen Gruppe, die wir kennen. Im Grunde ist Terror sogar angeboren - ich kannte Säuglinge und Frauen, die sich sehr gut mit dieser Materie verstanden und verstehen. Was aber heute auf diesen Planeten passiert, ist nicht nur peinlich, sondern eine Schande für unser Dasein.
Die einzig bekannte intelligente Lebensform im Universum - die einzig fähige, die Welt zu begreifen, beschreiben und zu erleben -, lebt in gegenseitigem Terror. Wir züchten Bombenleger für Götter, Freiheit und öl. Terror ist Mode, gesellschaftsfähig und vor allem steeped in history. Terrorismus ist kein Grad der Intelligenz; Denn manch Intellektueller von Heute, sympathisierte mit den Terroristen der 70er oder, steht heute noch in ebensolchem Verhältnis zu einigen Terrorgruppen. Anfang bis Mitte der 90er war es hierzulande Mode, sich ideologisch hinter die PKK zu stellen. Damals war es noch nicht offiziell als Terroristenvereinigung beschrieben worden. Freiheitskämpfer. Terroristen. Falsche Krieger, die keinem Ideal folgend, skrupellos das Blut Unschuldiger vergießen. Man kann sich die Namen nicht mehr merken. IRA, ETA, Hisbollah, Mafia, El Kaida, Putin, Mao, Bush, Castro ... Ich glaube die zuletzt Genannten sind keine Organisation sondern Menschen. Genau weiß ich es gerade nicht mehr - deshalb haben sie nicht weniger mit Terror gemein. Ironischer Anflug. Egal.
Man hat keine Lust mehr es begreifen zu wollen. Im Grunde ist man glücklich und zufrieden ein paar Steuern zu zahlen und mehr oder minder gemütlich, ein zwei Bier während einer Sportübertragung trinken zu dürfen. The rain in Spain stays mainly in the plain. Ein Zimmerchen mit einem Sofa drin, Gasbeleuchtung, Pralinen und nie mehr kalte Beine; Wäre det nich wunderscheen? Na gut. Ab und zu wird man gestört durch irgendwelche Meldungen, die man aber gut und gern als Klopause nutzen kann.
Aber Spaß beiseite und zurück zum Ernst des Lebens: Vorhin, beim Essen, wurde ich von einem Semifreund gewarnt. Er ist Kurde und meinte beim Kassieren, ich solle auf mich aufpassen. Es sei eine schlimme Zeit gerade und man sammle sich wieder. Am besten wäre es, mich diesmal nicht einzumischen.
Mittwoch 23. August, 2006

Yepo

So - jetzt ist der Lehrling auch wieder da und mein alter Laden voller Schaufensterpuppen. Die ersten Kunden fanden den neuen Eingang ohne Komplikationen und draußen scheint die Sonne. Es ist kurz vor Ein Uhr und Madam Tollpatsch müsste eigentlich schon zurück sein von ihrer Zahn-OP. Das arme Ding rief mich heute Morgen schon an, sie hätte Bammel. Nichts besonderes, haben andere auch und am Ende, überleben es die Meisten. Na ja, über 90% sicher. Hoffe ich doch.

An dieser Stelle einen Gruß nach Bayern. Herr Stoiber meint so kurz vor der Wies'n schlechte Witze machen zu müssen. Gebt dem Mann ein Bier und zeigt ihm den Lokus. Seine Frau wird es danken.
Mittwoch 16. August, 2006

Google

Einfach mal ausprobieren:
Geh' auf Google, gib «Failure» ein und klick «Auf gut Glück».
Bevor Google das ändert, hier das Ergebnis
Für unsere nicht so gut Sprachbewanderten:
Failure bedeutet unter anderem Versager. ;-)

Danke Schneewittchen :-)
Mittwoch 09. August, 2006

Ey.Lenin

Und du läufst an der Schule vorbei, in der man dir demokratisch rechtstaatliche Werte vermittelt, und plötzlich winkt dir Lenin vom Sockel zu und du denkst, hallo?
Demokratie bedingt auch Rechtstaatlichkeit. Etwas auf das man sich verlassen kann, als Bürger. Wenn aber Demokraten ihre Arbeit verschlafen, ist aber- Rechtstaatlichkeit nicht immer demokratisch. Ich denke mal, dass die Mehrheit in diesem Land es nicht begreifen würde, in Potsdam eine Statue eines Diktators - auch noch mit öffentlichen Geldern finanziert -, aufstellen zu lassen. Lenin, ein Diktator, ein Massenmörder, der Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen hat, braucht keine Ehrung in diesem Land.
So fordert es aber die PDS - und, wenn nicht schnell etwas passiert, muss diese Statue sogar aufgestellt werden. Denn Herr Lenin wurde nie von der Denkmalliste entfernt. Da steht zum Beispiel in der aktuellen Denkmalliste des Landes Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark vom 31.12.2005, in Mazahna, in der Gemeinde Treuenbriezen, Schulweg 2: Lenin-Gedenkstein, in der Nähe der Schule.
Und weil's dort steht - und nicht nur dort -, muss das Ding auch irgendwann wieder aufgestellt werden. Bis Verantwortliche, demokratisch gewählte Organe und deren Angestellte, das Ding aus solchen Listen entfernen.

Leider muss ich an dieser Stelle zugeben, in dieser Angelegenheit mit CDU-Politikern konform zu gehen.
Montag 31. Juli, 2006

Zeder

Annektiertes Land - auch von der Hisbollah beschossenWieder mal. Frau Condoleezza Rice, US-Außenministerin, macht Druck auf den UN-Sicherheitsrat: «Noch in dieser Woche soll eine Resolution beschlossen werden.»
Geht's noch?
Auf der einen Seite ist das ja richtig Ritterhaft, Frau Rice. Aber diese Schönwäsche nimmt ihnen wieder nur der konservative Mob ab, sonst niemand. Zweimal innerhalb einer Woche hat die USA, eine eindeutige Verurteilung Israels durch die UNO verhindert. Weder die vermeintlich unbeabsichtigte Tötung der vier UN-Soldaten, noch die absichtliche Ermordung von ca. 60 Zivilisten - darunter mehr als die Hälfte Kinder -, in Kana wurden gerügt. Das begreift Israel natürlich als stille Vollmacht. Die jetzt geforderte Resolution ist eine Farce.
Einzig die 48stündige Aussetzung der Luftangriffe ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Segen für die Zivilbevölkerung - einige können wenigstens versuchen, sich und ihre Kinder, irgendwo im Norden, in Sicherheit zu bringen...
Die Hisbollah ist und bleibt eine Terrorgruppierung. Man kann sie weder mit Waffengewalt noch mit Liquidierung unschuldiger Kinder bekämpfen. Beides stärkt, was man vernichtet sehen will. Einzig die Radierung der Gründe - die Substanz der Ideologie einer solchen Organisation -, kann zum Erfolg führen. Die Annektierung der Golanhöhen sollte und muss rückgängig gemacht werden - damit würde der Hisbollah zumindest einer der Köpfe endgültig abgeschlagen werden.
Donnerstag 27. Juli, 2006

U.no

Auszug Netzeitung: Der UN-Sicherheitsrat hat sich nicht auf eine Erklärung einigen können, die den israelischen Angriff auf UN-Soldaten als vorsätzliche Handlung missbilligt. Bei der Attacke waren vier Blauhelme getötet worden.

Hat jemand dem chinesischen Deligierten zugehört? Danach wußten die Israeli genau, dass es sich um einen UN-Posten handelte.
Dieser Akt war eine Warnung - nach dem Motto: Wir sind entschlossen, mischt euch nicht ein.

Schande.
Donnerstag 20. Juli, 2006

Hyrael

Es ist erstaunlich welch' verschiedene Meinungen zur aktuellen Lage im Nahen Osten kursieren. An die Menschen aber denken die wenigsten.
Israel soll sich wehren, die Hisbollah und die Hamas vernichten. Klar, jede terroristische Organisation muss und sollte aufgelöst werden. Aber der Preis für eine solche Aktion darf nicht das Leben Unschuldiger kosten, wenn man sich selbst nicht auf dieselbe Stufe wie die Terroristen begehen will. Wer heute noch meint eine Organisation wie es die Hisbollah ist, mit Waffengewalt vernichten zu können, lebt in einer Traumwelt und ist eine Gefahr für sein eigenes Volk. Das ist vergleichbar mit dem vergeblichen Kampf gegen die lernäische Schlange, Hydra: Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen an dessen Stelle zwei nach. Dass dabei Unschuldige auf beiden Seiten ebenso enthauptet werden, macht das Drama perfekt.
Israel wird natürlich in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt alles versuchen, soviel der Hisbollahanhänger wie nur möglich über den Jordan zu schicken. Solange die UN-Truppen nicht eingreifen geht der Krieg - nichts anderes ist es -, weiter. Der Libanon wird durch die Aktion Israels geschwächt, so dass die Regierung zu kippen droht. Ein neuer Terroristenherd wie es die USA mit dem Irak gezüchtet haben, ist hier am wachsen. Ob das im Sinne der israelischen Bürger ist, bleibt fraglich.
In der Zwischenzeit sieht die USA ihre Chance gekommen Syrien und Iran massiv zu bedrohen. Diese auf dem Silberteller präsentierte Gelegenheit wird sich der Falkenführer nicht entgehen lassen können. Natürlich werden sich das weder Syrien noch der Iran gefallen lassen. Eine Eskalation ist hier nicht fiktiv sondern real.
Mittwoch 12. Juli, 2006

Fensterkitter

Armes Strahlsund!
Arme Strahlsunder!
Armes Deutschland!
Mittwoch 12. Juli, 2006

Terrorael

Vor ein paar Wochen hat die irakische Staatsführung - so ziemlich als einziges politisches Organ -, ausgesprochen was jeder gesunde Menschenverstand denkt: Es sei «nicht zu rechtfertigen, dass eine Familie getötet wird, weil jemand gegen Terroristen kämpft». Gut gesprochen - aber leider hat es keiner der Verantwortlichen es auch so verstanden.

Israelische Artillerie im Gazastreifen - Foto AP via NetzeitungDer Fall Israel zieht in die nächste Runde. Sharon und Arafat sind kein wirkliches Thema mehr - der Frieden ist aber in gleicher Ferne wie beide Herren noch thronten. Israels jüngste Militäraktion zeigt mehr den je, dass die Legitimen nicht mindere Terroristen sind, wie die Ununiformierten. Was fühlt ein Soldat wenn er den Befehl bekommt, ein bewohntes Haus zu bombardieren in dem sich Kinder aufhalten? Ich weiß nicht, inwiefern sich das mit der jüdischen Lehre vereinbaren lässt. Israel ist de facto der UN-Staat, der die meisten Kinder ermorden ließ. Das ohne Ahndung, ohne Entschuldigung - und das Schlimmste -, ohne ernstzunehmende Verurteilung. Die UNO schläft und Israel überrennt den Gazastreifen - marschiert in den Libanon ein - unter Vorbehalt einer Befreiungsaktion. Während auf der einen Seite Soldaten, die für ihr Land kämpfen entführt wurden, müssen auf der anderen Zivilisten dafür ihr Leben hergeben. Das Leben eines Arabers, ist nichts wert im Vergleich. Ich spare mir hier bewusst den Gegenstand des Vergleichs, weil es keinen gibt. Der einzige Unterschied zwischen den Parteien, ist die Auszeichnung. Vom Sinn her ist aber die Hamas ebenso wie die israelische Führungsliga: Beides Terrororganisationen, denn sie gehen über die Leichen Unschuldiger. Der eine legt Bomben, der andere ermordet dessen Kinder.

Der Mensch - auch im Alltag -, ist fähig das eigene Gewissen mit manifestierter Rechtfertigung reinzuwaschen. Solange man sich bei seinen Aktionen auf diese Rechtfertigung und das daraus resultierende gute Gefühl betten kann, kommt man nicht an den Tisch der Wahrheit. Das fängt im Kleinen an; in der Partnerschaft, im Umgang mit Kollegen und seiner Umwelt. Jeder Mensch der denkt richtig zu handeln, nur weil es ihm dabei gut geht, hat verloren.
Montag 03. Juli, 2006

patriotisch

Deutsche FahneIn aller Munde ist der zurzeit »neu gelebte Patriotismus« in Deutschland. überall findet man Deutschlandflaggen und Fähnchen. Sie hängen, wehen und zeigen sich ungeniert von Häuserdächern, Vorgärten, jeglichen Gebäudefassaden, nicht zuletzt auch an allen möglichen Fahrzeugen und bedruckt auf Kleidungsstücken.
Und schon spalten sich die Gedanken; Bedenken werden geäußert. Darf man das?
Man darf und sollte sogar. Für mich ist das mehr als wichtig, solche Fahnen wehen zu sehen. Denn das bricht den Faschisten das Genick. Die Tatsache sich patriotisch zeigen zu dürfen, deckt und nährt ein gesellschaftliches Grundbedürfnis einer Nation, welches von solchen Mächten immer schon für ihre Machenschaften missbraucht wurde.
Weiter so. Das Maß wird sich selbst regulieren, denn wenn man sich so zeigen darf, braucht es keine braunen ärsche mehr, die einem einreden deutschsein zu müssen. Solange keiner eine andere Flagge mit Füßen tritt, darf er die eigene hochhalten.
Man sollte Faschismus nicht mit Patriotismus verwechseln. Man sollte auch Patriotismus von patriotisch unterscheiden können.

Also weht ruhig weiter! Auch nach der WM!
Donnerstag 29. Juni, 2006

Guantanamo

Auszug Yahoo Nachrichten: Donnerstag 29. Juni 2006, 16:18 Uhr
Washington (AP) US-Präsident George W. Bush hat mit der Einrichtung der Militärtribunale im Gefangenenlager Guantanamo seine Rechte überschritten, wie der Oberste Gerichtshof am Donnerstag bekannt gab. Das Urteil gilt als schwerer Rückschlag für die Antiterrorpolitik der Bush-Regierung. Diese Tribunale seien nach der US-Verfassung und den Genfer Konventionen illegal.


Kommt etwas spät - oder? Aber lieber jetzt als gar nicht.
Donnerstag 29. Juni, 2006

Pädophilie

Aktion gegen Kinderpornographie! Auszug Netzeitung: Fahnder haben in Lüttich die Leichen von zwei Kindern gefunden. Beide Mädchen sind inzwischen identifiziert worden. Der Fundort lässt auf ein Verbrechen schließen.
Das sind schon fast Alltagsmeldungen. Der Fall Marc Dutroux lässt grüßen und wie er damals schon immer wieder bekräftigte, weiß man heute mehr den je, dass das kein Sonderfall ist. Pädophilie, eine Krankheit die jede Gesellschaft in allen Schichten seit Jahrtausenden infiltriert. Schon die alten Griechen vergnügten sich mit Jünglingen. Mit der Ehefrau schlief man nur um Nachkommen zu haben. Man könnte annehmen, dass eine Gesellschaft wie die unsere, ihre Bürger hinreichend vor Pädophilen schützen kann; durch Selbsterziehung, Gesetze etc. In einer Demokratie, kann das aber auch ganz anders laufen; zumindest sobald eine gewisse Lobby vorhanden ist - und in diesem Fall ist es keine geringe und minder mächtige:
Vorreiter sind hier die Niederländer. Aus der seit längerem etablierten Organisation Martijn, entsteht die NVD (Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Verschiedenheit) und will sich schon 2007 an der Niederländischen Parlamentswahl aufstellen. Die NVD setzt sich wie Martijn für die Akzeptanz der Pädophilie und legalen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern ein. Weiter heißt es: Im Rahmen der Erziehung müssten Kinder auch mit Sex bekannt gemacht werden, denn Verbote machten sie nur neugierig, zitiert die Zeitung NVD-Sprecher. Auf freiwilliger Basis sollten nach ihrer Ansicht Kinder auch ab 12 Jahren in Pornofilmen mitwirken, rauchen, Alkohol trinken und wählen dürfen.

Und solange der gesunde Menschverstand im Egoismus des Alltags schläft, kann und wird in einer Demokratie auch eine solche Partei zu Wahlen antreten können.
Deshalb nimm' dir eine Minute Zeit und sag Nein!
Montag 26. Juni, 2006

R.I.P. Bruno

Braunbär JJ1 alias Bruno - Foto via mittelbayrische.deSeit heute Morgen weiß es wahrscheinlich jeder im deutschsprachigen Raum: Bruno ist erschossen worden.
Wieder zeigt der moderne Mensch, wie er grundlos töten «darf», was ihm nicht passt.
Schön habt ihr das gemacht. Die Taschen voller Stolz, die Teller voll Bärenfleisch und der Wald wieder konservativ verbogen, dürfte der Sommer viel mehr Freude bereiten als ohne Brunos. Während in Skigebieten ganze Berghänge abgehen, weil Säufertouristen auf ihren Brettern nicht genug Bergwald geopfert bekommen können, kann man es nicht zulassen, dass der kümmerlicher Restwald von Tieren bewohnt wird - weil ja da Touristen spazieren gehen wollen. Je zivilisierter der Mensch wird, desto dümmer ist er, könnte man meinen. Und die an den Tag gelegten Tatsachen, bescheinigen dieser Meinung Nachdruck.


Hier ein paar Zitate:
Der Sprecher des Bundesamtes für Naturschutz, Franz Emde:
»Es wäre besser gewesen, der Bär hätte sich vernünftig verhalten und eingegliedert.«
Der Sprecher des Landesjagdverbandes Bayern, Thomas Schreder:
»Es ist ein Raubtier, und es wird rauben, wenn es da ist - es braucht ja etwas zu fressen.«
Bayerns Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard:
»Wir appellieren an die Jäger und an den Landesjagdverband, jetzt mitzuhelfen, dass der Bär aus der Natur entfernt wird.«
Bayerns Bärenbeauftragter Manfred Wölfl:
»Es gibt den unauffälligen Bären, das ist der Bär, den wir wollen.«

image - mittelbayerische zeitung - www.http://www.mittelbayerische.de/...
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