Montag 18. Dezember, 2006

Once

An dieser Stelle wieder pünktlich vorm Mittag, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal, vermeintlich nur, ein einziger Satz:
Man lebt nur ein Mal!

In diesem Sinne, einen guten Wochenstart!!!
Montag 11. Dezember, 2006

Voreingenommen

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal aus der Sparte Erwartunghaltung und Voreingenommenheit, anwendbar auf alle Randgruppen dieser Welt - auch auf mich -, und wie man darüber lachen kann:
Es gibt einen Lügendetektor, der frisst alle Menschen auf - schnapp! -, die lügen.
Da kommt ein junger Mann daher und meint: «Ich denke, ich bin der reichste Mann der Welt.» - schnapp!
Dann kommt eine Frau und sagt: «Ich denke, ich bin die hübscheste Frau der Welt.» - schnapp!
Da kommt eine Blondine: «Ich denke... » ... - schnapp!


Ja so ist das. In unserer Voreingenommenheit denken wir auch ... nur - schnapp! Sind wir nicht alle ein bisschen Blondine?
Montag 04. Dezember, 2006

Mondkranz

An dieser Stelle wieder etwas unpünktlich zu Mittag, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal eine kleine Liebesgeschichte, die ich so erlebt habe und die mir gerade beim Autofahren wieder in Erinnerung kam.
Ich war gerade mal 18 geworden, als wir unsere Verwandten in Offenbach über Weihnachten besuchten. Es war immer ein Erlebnis für uns, Cousinen und Cousin wieder zu sehen. Es war die Zeit von Send me an Angel und Whams großen Hit, der mir auch jetzt die Erinnerung wieder brachte - Last Christmas. Der Winter war schneefrei und die Temperaturen ähnlich dem heurigen November. Am ersten Tag des Besuchs, lernte ich ein paar neue Freundinnen meiner beiden Cousinen kennen. Das heißt, ich sah sie in deren Wohnung. Eine Freundin schlug mich gleich mit ihrem Aussehen. Ich, jung und Jungfrau, war sofort bis zur Unterlippe verliebt, was mein Sprachzentrum komplett außer Gefecht setzte. Von diesem Zeitpunkt an wich ich nicht mehr von der Seite meiner Cousinen. Es hätte ja sein können dass sie sich irgendwann wieder mit diesem wundervollen Geschöpf, meiner einzigen Gedanken die ich fassen konnte, trafen. Ich sollte Recht behalten. Sie trafen sich und ich hing an ihnen wie eine Klette am Wasserfall. Nach ein paar Stunden hatte ich es geschafft, dass die Wundervolle sich mit mir unterhielt. Die gegenseitige Sympathie war eindeutig spürbar vorhanden.
... hier weiter lesen!
Montag 27. November, 2006

Finger.CDU

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal als Anregung für Frau Merkel:
Ein Professor hält vor seinen Studenten einen Vortrag. «Also, wenn sie gute ärzte werden wollen, müssen Sie erst einmal den Ekel überwinden.» Der Professor hat eine Leiche vor sich liegen, steckt einen Finger in dessen Hintern und leckt ihn ab. «So, jetzt sind sie dran!», fordert der die Studenten auf. Mit bleichem Gesicht machen sie es ihm einer nach dem anderen nach.
«So, jetzt kommen wir zu ihrer Auffassungsgabe - ich habe den Mittelfinger in den Hintern gesteckt und den Zeigefinger abgeleckt! Also immer schön aufpassen!»


Vielleicht sollte Frau Merkel etwas mehr darüber sinnieren, bevor sie den Vorschlag vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers folgt und den falschen Finger in der Leiche abschleckt.
Montag 20. November, 2006

Tech.nix

Siemens Toplader WXT100An dieser Stelle wieder, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal ein kleines Outing, ohne rot zu werden.
Wer mich kennt, weiß dass ich so ziemlich alles reparieren kann - oder es zumindest versuche. Ich bin handwerklich nicht auf die Finger gefallen - dachte ich zumindest immer.
Vor ca. 1 1/2 Jahren, brauchten wir eine Waschmaschine, weil die alte, wie es so oft passiert, nicht mehr wollte. Ich wusste, dass meine Eltern einen fast neuen Toplader von Siemens im Keller stehen hatten. Genau das Richtige, dachte ich damals. Also holte ich das Ding und stellte es stolz im Bad auf. Und genau damit beginnt eine der lustigsten technischen Spielchen, die ich persönlich erlebt habe.
Die nahezu neue Waschmaschine arbeitete nicht so ganz wie es vorgesehen war. Zwar wusch sie gut, das Schleudern aber setzte ungeahnte Kräfte frei, die selbst ich nicht zu bändigen wusste. Das heißt, die Kiste sprang im Bad von einer Ecke zur anderen. Ich, schlau wie ich bin, versuchte das zu regeln, indem ich die vermeintlichen zwei Stabilisatorstangen an der Hinterseite abwechselnd anzog oder lockerte. Wir stellten die Maschine auf Gummimatten, drehten Füßchen hoch und runter, verschoben die Lage der Maschine kreuz und quer durch den Raum. Nichts half. Sobald es ans Schleudern kam, musste sich einer von uns auf die Maschine setzen oder es in einer Art Kippstellung halten - was natürlich mehr mein Part war. Daran gewöhnten wir uns und es wurde zu einer Art Spaß, während dem Schludervorgang abwechselnd ins Bad zu springen. Irgendwann wurde eine neue Maschine gekauft und die alte nach Memmingen an meine Schwester verschenkt.
Gestern Abend, während Geburtstagskuchen und alten Geschichten, kam das Gespräch aufs Wäschewaschen. Ralf und meine Schwester würden sich eine neue Waschmaschine kaufen, weil der Toplader zu klein sei und ob ich Interesse an dem Ding hätte. Die läuft doch nicht richtig, meinte ich. Doch, die würde super laufen, meinte Ralf. Ich hätte damalas nur die Transportsicherung an der Hinterseite entfernen müssen. Transportsicherung? Ja, die zwei Stangen an der Hinterseite ...
Jo. Ich hab' fast Tränen gelacht.

In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart!

image - http://www.waschmaschine-toplader.de/siemens_wxt_100.html
Montag 13. November, 2006

Klüger

An dieser Stelle, wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Vier Männer sprachen über die Klugheit ihrer Hunde. Der Erste ein Ingenieur, meinte, sein Hund könne gut zeichnen. Er befahl seinem Hund, er solle ein Papier holen und ein Rechteck, einen Kreis und ein Dreieck zeichnen, was der Hund auch leicht schaffte.
Der Buchhalter sagte, er glaube, sein Hund sei besser. Er befahl ihm, ein Dutzend Kekse zu holen und sie in Dreierhäufchen aufzuteilen. Das machte der Hund locker.
Der Chemiker fand das gut, aber meinte, sein Hund sei klüger. Er sagte ihm, er solle einen Liter Milch holen und davon 275ml in ein Halblitergefäß gießen. Der Hund schaffte das leicht.
Nach langem Hin und Her, stimmten die Drei darin überein, dass ihre Hunde gleich klug wären. Dann wandten sie sich an das Gewerkschaftsmitglied und fragten, was sein Hund könnte. Der Gewerkschafter rief seinen Hund und sagte ihm: «Zeig den Jungs mal, was du kannst!». Da fraß der Hund die Kekse, soff die Milch aus, schiss aufs Papier, bumste die anderen drei Hunde, behauptete, sich dabei eine Rückenverletzung zugezogen zu haben, reichte eine Beschwerde wegen gefährlicher Arbeitsbedingungen ein, verlangte Verdienstausfall, ließ sich krank schreiben und lief nach Hause.


In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart!
Montag 06. November, 2006

Fussel

Männer fusseln. Frauen kennen das. Das heißt, Männer fusseln nicht direkt, sondern ihre Bauchnabel sammeln den Tag über Fussel - die Mann oder Frau am Abend dann in Form eines kleinen Knäuels entfernen. Hoffentlich. Wenn nicht, sammelt Mann über Tage den Abrieb aus T-Shirt, Unterhemd, Pulli oder sonstigem am Bauch getragenen Kleidungsstück. Geschmacksache.
Was ich sagen, schreibe, wollte; ich sammel' keine Fussel mehr im Bauchnabel. Nicht dass ich nicht wollte, es ist nur gerade technisch nicht möglich. Zumindest nicht in der nächsten Zeit.
Die Fussel sammeln sich nicht einfach so im männlichen Bauchnabel. Frauen kennen das nicht. Frauen haben am Abend keine Fussel im Bauchnabel. Zumindest sollten sie das nicht haben - wenn doch, bitte nicht melden; ich würde das nicht wissen wollen. Fussel werden geschabt, von - hoffentlich nur - der männlichen Bauchbehaarung. Männer mit Bauchhaaren und ohne Fussel im Bauchnabel am Abend, sind entweder tot oder haben sich den Tag über sonst wie nicht bewegt. Oder, sie sind aus welchen Gründen auch immer so wie ich: Bauchrasiert.
Ich rasiere mich schon seit Jahren an bestimmten Körperstellen. Den Bauch frei, hatte ich noch nicht. Irgendwie ... seltsam.
Das Loch im Bauchnabel sieht man fast gar nicht. Die Schwellung schon - aber die würde in ein paar Tagen vergehen, sagte man mir. Ich überlege, ob es nicht besser gewesen wäre mir bei dieser Gelegenheit gleich etwas Schumck daran anbringen zu lassen.

In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart - mit oder ohne Fusselbehaarung.
Montag 30. Oktober, 2006

Glühbirne

An dieser Stelle wieder aus gewohnter Quelle, der Spruch zum Wochenstart - und warum Blond, nicht immer blond sein muss:
Ein Mann überlegt, wie er ein paar Tage Sonderurlaub bekommen kann. Am Besten scheint es ihm, verrückt zu spielen, damit sein Chef ihn zur Erholung nach Hause schickt. Er hängt sich also im Büro an die Zimmerdecke. Da fragt ihn seine Kollegin, warum er das denn mache - er erklärt es ihr.
Wenige Minuten später kommt der Chef, sieht den Angestellten an der Decke hängen. »Warum hängen Sie an der Decke?« »Ich bin eine Glühbirne!« »Sie müssen verrückt sein, gehen Sie mal für den Rest der Woche nach Hause und ruhen sich aus. Montag sehen wir dann mal weiter.«
Der Mann geht, die blonde Kollegin aber auch. Auf die Frage des Chefs, warum sie auch gehe, sagt sie: »Im Dunkeln kann ich nicht arbeiten.«


In diesem Sinne, arbeiten sie nicht im Dunkeln. Einen Schönen Wochenstart!
Montag 23. Oktober, 2006

Zuckerfest

An dieser Stelle wieder, unpünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal an die Muslime dieser Welt gerichtet.
Heute beginnt das Zuckerfest. Bayram. Westlich gesehen hat dieses 3-Tagefest den Stellenwert unter den Muslimen, wie die Feiertage des christlichen Ostern oder des jüdischen Passafest. Ein Nebeneffekt des Zuckerfests ist das vorgeschriebene Vergeben. Das heißt, jeder Muslim sollte und muss in diesen Tagen seinen Feinden vergeben und seinen Nachbarn die Hand reichen. In diesen Tagen müssen alle Streitigkeiten abgelegt und mehr den je Frieden angestrebt werden. Ich hoffe, dass etwas von Eurer Religion auch in Euren Herzen wohnt.

In diesem Sinne, Bayraminiz mubarek olsun - einen schönen Wochenstart.
Montag 16. Oktober, 2006

Wege

An dieser Stelle, ein etwas anderer Spruch zum Wochenstart:
Dieser Text wird für den größten Teil der Leser hier, etwas sonderbar wirken. Auch wenn es nicht den Anschein hat, halte ich nichts von allzu persönlichen Offenbarungen nach außen. Selbst mein engster Freund und meine engste Freundin, wissen nicht allzu viel von meinen Gedanken oder meiner Gefühlswelt. Alles was ich hier im Fieber veröffentliche, ist zwar ein Teil von mir, aber eben nur ein ebensolcher. Ein kleiner. Ich bin Ebola - er aber nur ein Teil von mir.
Dieser Text, ist an die Männer meiner Schwestern gerichtet. An Ralf, Johannes und die andere Pfeife, die ich namentlich nicht nennen will. Ich bin froh, dass es euch gibt und für den Teil eures Lebens, den ihr mit meinen zwei Kleinen und der einen Großen teilt.
Wenn ich ein paar Jahre zurück denke, sehe ich, wie sehr meine nächst Jüngere gelitten hat. Mein damaliger Schwager ist leicht zu umschreiben: Bilderbuchtürke. Ein Mamabub der heiratet, weil Mama, Papa und der Rest der «kranktraditionellen» Gesellschaft es fordert. Ein Vollpfosten ohne reelle Eigenständigkeit, charakterlos und Prolet, der zwei Kinder in die Welt setzt und ansonsten weder etwas in der Birne hat, noch einen Stein auf den anderen setzten kann. Bildzeitungleser, Zocker, Jack-Cola Trinker. Nächtelang an irgendwelchen Pokertischen hängen, Polentussen unter den Rock gucken und nach außen gekonnt stolzen Ehemann spielen, wenn die Eltern zu Besuch kommen. Für seine Kinder war ich mehr Vater als er es je sein wollte. Und für das, wie seine Kinder gelitten haben, werde ich ihm nie vergeben. Mich wunderte immer, dass er überhaupt den Namen seiner Kinder wusste. Wahrscheinlich hatte er irgendwo einen Spickzettel dafür, den ihm bei Bedarf einer seiner «Autoschieberfreunde» vorgelesen hat. Heute lebt meine Kleine mit einem Bilderbuchmann zusammen. Genau so kann man Ralf mit einem Wort umschreiben: Bilderbuchmann. Er steht nicht nur hinter meiner Schwester, sondern ist der absolute Vaterersatz für die Kinder. Anfänglich hatte ich meine Zweifel - es war die Art, wie sie ihn kennen gelernt hat. Ich halte nichts von Internetbekanntschaften -, stand aber immer hinter meiner Schwester. Heute weiß ich, dass Ralf das Beste für sie und ihre zwei Goldstücke ist. Auch aus dem Grund, weil er weiß, dass sie das Beste für ihn sind.
Meine Jüngste schleppte immer wieder Typen an, bei denen ich mir innerlich an den Kopf fassen musste. Solange sie aber diesen Teil ihres Lebens mit ihnen gehen wollte, konnte ich nicht anders handeln als hinter ihr zu stehen und jeden einzelnen auch so zu respektieren. Johannes wird von vielen nicht sehr ernst genommen, was ein grober Fehler ist. Ich musste schon oft meinen innerlichen Hut vor ihm ziehen und, heute ist er ein richtiger Teil unserer Familie. Was nicht allzu schwer ist, denn die ergänzen sich. Wenn ich mir in der Vergangenheit Sorgen um meine Jüngste gemacht habe, kann ich heute sagen, dass ich froh bin sie in einer solchen Beziehung zu sehen.
Die Pfeife, die ich hier mit Namen nicht nennen will, ist der Ehemann meiner älteren Schwester. Auch wenn ich ihn aus persönlichen Gründen nie für voll nehmen kann, bin ich froh, dass sie zusammen sind. Ihre zwei Kinder, haben gute Eltern. Und das ist unbezahlbar.
Es tut gut zu wissen, dass meine Schwestern ihren Weg nicht alleine gehen. Ich bin nur der Bruder, der zwar immer da ist, wenn man sich umdreht - die drei Beschriebenen aber, sind der wichtigere Teil ihres Lebens. Der auf den es ankommt.

In diesem Sinne - einen guten Wochenstart!
Montag 09. Oktober, 2006

Das Wort zum Montag:
Nie wieder geräucherten Lachs!
Und, heute ist nicht mein Tag.

Nur um es gesagt zu haben. Ich wünsche einen schönen Wochenstart und verbleibe bis Morgen mit verdorbenem Magen, herzlichst nur das Notwendigste arbeitend, ich.
Montag 02. Oktober, 2006

Mahatma

An dieser Stelle, wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart. Diesmal ein paar Zitate von Mohandas Karamchand Gandhi, besser bekannt als Mahatma Gandhi - der heute 137 Jahre alt geworden wäre:
Es ist leichter das Meer zwischen den Kontinenten zu überbrücken, als die Kluft zwischen den Individuen oder Völkern.
Drei Viertel aller Misshelligkeiten und Missverständnisse werden aus der Welt verschwinden, wenn wir uns in die Lage unserer Gegner versetzen und ihren Standpunkt verstehen. Wir werden dann entweder sogleich mit ihnen einig werden oder wir werden nachsichtig über sie denken.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.


In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart!
Montag 25. September, 2006

Melone

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Gestern war ich in Aulendorf meinen Vater besuchen. Die Reha scheint ihm gut zu bekommen. Er hat angenehme Farbe bekommen und erstaunliche 1.5 Kg, die ihm sehr gut stehen, zugenommen. Im Großen und Ganzen, es geht ihm gut. Bis zum 18.10. muss er noch dort bleiben.
Er erzählte von einigen Bekanntschaften, die er in den 3 Wochen dort geschlossen hat. Lustiges wusste er von einer Dame zu berichten, die ihn irgendwann um ein persönliches Gespräch bat. Ihr ginge es finanziell nicht gut und bat deshalb meinen Vater, ihr 900 Euro zu leihen. Natürlich hat er es nicht getan. Was er ihr als Antwort gab, brachte mich zum Lachen: Entschuldige mal, bist du eine Honigmelone der ich am Arsch gerochen habe um zu wissen, was ihr Inhalt ist?! Klingt jetzt recht lustig, sagt aber in einer solchen Situation alles.
In südlichen Ländern riecht man einer Honigmelone wirklich »den Hintern« um feststellen zu können ob das Ding reif ist. Die Dame wird es nicht ganz verstanden haben.

In diesem Sinne - einen sehr guten Wochenstart!
Montag 18. September, 2006

Streich.holz

An dieser Stelle, wieder fast pünktlich, der Spruch zum Wochenanfang:
Ein Prediger - der eigentlich für seine originellen Predigten bekannt war -, musste einen Rüffel einer großen Frauenorganisation einstecken. Er hatte nämlich in einer Predigt gesagt: «Die schlechten Männer sind wie die Schwefelhölzer, die überall Feuer fangen. Die guten Männer aber sind wie die schwedischen Streichhölzer: Sie entflammen sich nur an der eigenen Schachtel...»
Eigentlich fragt Mann sich an dieser Stelle, warum der Rüffel? Vielleicht kann es der eine oder andere aber selbst beantworten :-)

In diesem Sinne: Einen perfekten Wochenstart!
Montag 11. September, 2006

911

Heute mal ein etwas anderer Spruch zum Wochenstart:

... man konnte ihn nie indentifizieren ...5 Jahre sind vergangen. Selten hat ein Ereignis die Welt so verändert, wie die abscheulichen Terrorattentate vom 11. September 2001.
Ich weiß noch, wie geschockt und verzweifelt ich die Nachrichten von damals sah. Selbst Heute kann ich die Bilder nicht gänzlich verarbeiten. Wer kann das schon. Die Verzweiflung wich einer Wut, als ich Palästinenser tanzend auf dem TV-Schirm sah.
Den aktuellen Kinostreifen «World Trade Center» werde ich mir nicht ansehen. Nicht nur weil ich Nicolas Cage als einer der schlechtesten Schauspieler überhaupt halte; sondern keinen Heldenepos von diesem Ereignis vorgesetzt bekommen will. Klar, in diesem Streifen wird die wahre Geschichte der New Yorker Polizisten John McLoughlin (Nicolas Cage) und Will Jimeno (Michael Peña) erzählt. Für mich ist das nichts weiter als ein Heldendump. Geschmacklos. Verschiebung des Fokus auf zwei Personen. Dieser Tag hat keine Helden, nur Opfer. Den Produzenten werden die Taschen mit Dollar gefüllt, Stone und Cage bekommen einen weiteren Oskar. Osama bin Laden ist frei und freut sich - dank seines mobilen Dialysegerätes -, täglich an strahlendem Sonnenschein. Für ihn und seine Anhänger ist das Kinospektakel von Oliver Stone nur eine weitere Bestätigung.
Montag 04. September, 2006

Tell

An dieser Stelle, wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Ein Schweizer, ein Engländer und ein Amerikaner nehmen im Wald einen Jungen gefangen, den sie an einem Baum fesseln. Auf dessen Kopf stellen sie einen Apfel und nehmen 30 Schritte Abstand. Als Erster holt der Schweizer seine Armbrust hervor und zielt auf den Apfel. Kaum hat die Pfeilspitze den Apfel durchbohrt, rühmt er mit mächtiger Stimme: «I'm Wilhelm Tell!»
Der Engländer vollendet dasselbe mit einem Pfeil und Bogen und ruft: «I'm Robin Hood!»
Nun tritt der Amerikaner hervor und spannt den Bogen, schießt, verfehlt und trifft die Stirn des Jungen.
Dann steht er da und meint nach einer kurzen Weile achselzuckend: «I'm sorry!»


Man sollte keine Bestätigung nach dem Schuss suchen, sondern davor schon wissen, dass man richtig handelt und auch gegebenenfalls trifft.
Montag 28. August, 2006

oZ

Am Freitag wollte ich hier schreiben, dass irgendwann in den nächsten 48 Stunden ein Flugzeug abstürzen wird. Ich hab's gelassen, weil mich solche Einträge langweilen. Das Ding dass in den nächsten 72 Stunden runterkommen wird, ändert nichts an der Sache.

In diesem Sinne, eine schöne Woche!
Montag 14. August, 2006

Feuerpause

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Ein Lehrer, ein Physiker und ein Mathematiker übernachten in einer Blockhütte. Plötzlich brennt es.
Der Lehrer wacht auf, sieht dass es brennt, läuft raus und überlebt.
Der Physiker wacht auf, ist von diesem Phänomen begeistert und stirbt in den Flammen auf der Suche nach dem Thermometer.
Der Mathematiker wacht auf, sieht den Feuerlöscher und schläft weiter, denn es existiert eine Lösung.


Seit heute Morgen um 7 Uhr, ist im Libanon Feuerpause.
In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart.
Montag 07. August, 2006

Der Betriebsausflug

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenanfang - «von höherer Stelle»:
Im Himmel wird der diesjährige Betriebsausflug geplant. Man weiß aber nicht so recht, wohin man fahren soll.
Erste Idee: Betlehem. Maria ist aber dagegen. Mit Betlehem hat sie schlechte Erfahrungen gemacht; kein Hotelzimmer und so. Nein, kommt nicht in Frage.
Nächster Vorschlag: Jerusalem. Das lehnt Jesus aber ab. Ganz schlechte Erfahrungen mit Jerusalem!!
Nächster Vorschlag: Rom.
Die allgemeine Zustimmung hält sich in Grenzen, nur der Heilige Geist ist begeistert: «Oh toll, Rom! Da war ich noch nie!»


Soviel zu Ihrer Ansprache am Wochenende, lieber Herr Papst.
In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart.
Montag 31. Juli, 2006

Emanzipation

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart - von höherer Stelle:
Eine Frau saß in einer Bar und gönnte sich einen Afterwork-Drink mit ihren besten Freundinnen. Plötzlich betrat ein gut gebauter, extrem sexy aussehender, junger Mann die Bar. Er war so umwerfend, dass sie ihn ununterbrochen anstarrte. Der junge Mann bemerkte ihren starren Blick und ging direkt auf sie zu. Bevor sie sich für ihr Verhalten entschuldigen konnte, lehnte sich der junge Mann über sie und flüsterte ihr ins Ohr: Ich mache alles, absolut alles, was immer du willst, sei es noch so extravagant, für 20 Euro, ohne jegliche Gegenleistung.
Ganz aufgeregt fragte die Frau was die Konditionen seien. Der junge Mann wiederholte: 20 Euro und du musst mir nur sagen, was du willst, in drei Worten!
Die Frau dachte über seinen Vorschlag für einen Moment nach, zog ganz behutsam einen 20 Euro-Schein aus der Tasche, drückte ihm den Schein ganz gefühlvoll in die Hand - zusammen mit ihrer Privatadresse. Sie schaute ihm tief in die Augen, spitzte ihre Zunge und ließ sie ganz langsam die Lippen entlang gleiten, legte ihm eine Hand auf den Oberschenkel, lehnte sich mit ausgestreckter Brust zu ihm und flüsterte ihm ins Ohr: »Putz mein Haus!!!«


Damit beweißt sich, wie unkonventionell Frauen denken und handeln können. Leider nicht immer.
Montag 24. Juli, 2006

Gras

Und an dieser Stelle wieder, nach langer Zeit und leicht verspätet, der Spruch zum Wochenstart: Eines Nachmittags fuhr ein reicher Anwalt in seiner blinkenden Limousine durch die Gegend, als er am Wegrand zwei Männer entdeckte, die Gräser aßen. Verwirrt befahl er seinem Fahrer den Wagen anzuhalten und stieg aus. Er fragte den einen Mann: »Warum essen Sie Gras?« »Wir haben kein Geld, um etwas zu essen zu kaufen«, antwortet der Mann, »wir müssen Gras essen«. Der Rechtsanwalt antwortete: »Wenn das so ist, dann könnt ihr mit zu meinem Haus kommen und ich werde euch was zu essen geben.«
»Aber mein Herr, ich habe Frau und zwei Kinder. Sie sind dort drüben unterm Baum.«
»Dann bring' sie mit«, antwortete der Rechtsanwalt. Der zweite Mann sagte, er habe auch eine Frau und sechs Kinder. »Dann bringt sie alle mit«, sagte der Rechtsanwalt. Sie quetschten sich alle in die riesige Limousine. Als sie einmal unterwegs waren, wandte sich einer der armen Typen an den Rechtsanwalt und sagte: »Mein Herr, Sie sind sehr freundlich. Vielen Dank, dass Sie uns alle mitnehmen.«
Ehrlich gerührt sagte der Rechtsanwalt: »Es ist mir eine Freude. Ihnen wird es bei mir gefallen, das Gras steht fast dreißig Zentimeter hoch.«


Einen schönen Wochenstart, liebe UNO.
Montag 03. Juli, 2006

Adagio

Ich wurde gestern unterm Sternenhimmel nach meiner Lieblingsmelodie gefragt - nicht nach einem Song wohlgemerkt, sondern nach einer Melodie. Das hat mich irgendwie beeindruckt und mir fiel die Antwort nicht schwer. Denn es gibt da eine Komposition, die ich für mich als absolut halte. Sie ist rund, schön und trägt dich nach Hause, egal wo du bist, wie du dich fühlst. Eine Melodie, die man immer hören kann, die lebt, die ihren Zuhörer nährt, kräftigt, tröstet und sogar lehrt über den Horizont der Welt zu sehen:
Der 2. Satz aus »Concierto de Aranjuez« von Joaquin Rodrigo, »Adagio«.

Leider kannte es die Fragestellerin nicht, deshalb hier die Hörprobe als RealMediaFile.

In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart.
Montag 19. Juni, 2006

Night.wish

Gestern Nacht - Ausblick WohnzimmerHeute bin ich mitten in der Nacht aufgewacht mit einem festen Wunsch, fast einem Drang. Wahrscheinlich hatte es mit meinem Traum «zu tun», an den ich mich aber nicht erinnern kann. Ich musste etwa gegen 3 Uhr »Die Asche meiner Mutter« lesen. Ich hätte mir selbst keine Ruhe gelassen. Warum weiß ich nicht. Das Foto hab ich dann auch gleich «geschossen», mit der kleinen «Digi» - eine große habe ich nicht. Vielleicht war's ja auch das Wetterleuchten, dass mich wach werden ließ.
Aber warum dann dieser Drang das Buch zu lesen?

Können Bücher rufen - mitten in der Nacht?

Ansonsten, schönen Wochenstart!
Dienstag 06. Juni, 2006

9

Vielleicht möchte Gott, dass Du im Laufe Deines Lebens viele falsche Menschen kennen lernst,
damit Du, wenn Du die richtigen triffst,
sie auch zu schätzen weißt und dankbar für sie bist.
(Gabriel-Garcia Marquéz)


In diesem Sinne - einen schönen Wochenstart!
Montag 29. Mai, 2006

Wiss.en

An dieser Stelle, nach einigen Wochen Pause, wieder pünktlich der Spruch zum Wochenstart:
Während einer Vortragsreise setzte sich der Fahrer während der Vorlesung immer in den Vortragsraum. Nach einer gewissen Zeit meinte er zu Einstein, daß er die Vorlesung auch halten könne, so oft, wie er sie schon gehört hatte. Beim nächsten Halt tauschten also Einstein und der Fahrer die Plätze. Einstein saß mit der Fahreruniform im Saal, während der Fahrer die Vorlesung fehlerfrei hielt. Am Ende fragte ein Zuhörer detailliert über einen Vorlesungsinhalt nach. Einsteins Fahrer antwortete: »Nun, die Antwort zu dieser Frage ist so leicht, daß ich wette, daß sie sogar mein Fahrer, der dort im Publikum sitzt, beantworten könnte ...«
Hier zeigt sich wieder der kleine Unterschied zwischen Wissen und Intelligenz. Während Wissen meist als intelligent beschrieben wird, braucht die Intelligenz nicht unbedingt das reine Wissen. Der Fahrer ist ein Musterbeispiel, denn er konnte auch ohne Wissen intelligent wirken und im Nachhinein intelligent handeln.
Was heißt das für uns im Alltag? Wir sollten einem Redner nicht gleich Kompetenz unterstellen, der mit Wissen prahlt. Es könnte sein, dass er von der Materie keine Ahnung hat.
Das gilt auch für Kinder. Die sollten z. B. Wolfgang Gerhardt nicht glauben, wenn er auf die Frage ob er daheim den Müll trenne, antwortet: So wichtig sei das nicht, denn man könne das heute auch bequem elektromagnetisch regeln. Ausgestrahlt im SAT1 Frühstücksfernsehn
Setzen Sechs, Herr Gerhardt!
Das Ganze Universum regelt sich elektromagnetisch - unser Müll leider nicht.
Montag 08. Mai, 2006

Ver.trauen

An dieser Stelle wieder, der Spruch zum Wochenstart:
Als der Zundelheiner und der Zundelfrieder wieder aus dem Turm kamen, sprach der Heiner zum Frieder: »Bruder, wir wollen doch den roten Dieter besuchen, sonst meint er, wir sitzen ewig in dem kalten Hundsstall beim Herr Vater auf der Herberge.« »Wir wollen ihm einen Streich spielen«, sagte der Frieder zum Heiner, »ob er's merkt, daß wir es sind.« Also empfing der Dieter ein Brieflein ohne Unterschrift: »Roter Dieter, seid heute nacht auf Eurer Hut, denn es haben zwei Diebsgesellen eine Wette getan: einer will Eurer Frau das Leintuch unter dem Leibe weg holen, und Ihr sollt es nicht hindern können.« Der Dieter sagte: »Das sind zwei rechte Spitzbuben aneinander. Der eine wettet, er wolle das Leintuch holen, und der andere macht einen Bericht, damit sein Kamerad die Wette nicht gewinnt. ...«

Eigentlich eine schöne Geschichte. Der Auszug aus Johann Peter Hebels «Der Zundelheiner», zeigt wie es mit dem Verbundensein in Wirklichkeit ist. Verbündete, hier sogar Brüder, werden zu Gegnern an der eigenen Seite. Es reicht also nicht eine Union zu gründen um sich dann als Einigkeit präsentieren zu können. Die Einigkeit, das Verbundene und Vertrauen, erlebt man nur, wenn man mit seinen Verbündeten keine Wetten abschließt oder sich mit ihnen misst.
In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart. Messen sie sich nicht an ihren Verbündeten, sondern an ihren Feinden.
Dienstag 18. April, 2006

Hase.lich

Und hier mal wieder, pünklich, der Spruch zum Wochenstart:
Bundestagsaal - voll mit Hasen und IgelJeder kennt die Fabel vom »Wettlauf zwischen Hase und Igel«. Der Hase, von Natur her ein qualifizierter Sprinter, lässt vom Start weg den Igel weit hinter sich - trotzdem ist der Igel schon im Ziel, als der Hase ankommt. So sehr der Hase auf heißen Socken hin- und herrast, es hilft nichts: immer sitzt der Igel schon im Ziel. Obwohl im Wettbewerb an sich ohne jede Chance, verlässt der Igel das Feld als Sieger. Er arbeitete bekanntlich mit einem Trick und setzte seine Frau als Doppelgänger ein. Der Hase bleibt gebrochen zurück.
Es kommt nicht darauf an, was man in den Knien, sondern was man auf dem Kasten hat. Selbst der Stärkste, Beste, Schnellste und oder Größte auf dem Markt muss ständig gewärtig sein, dass einer daherkommt, der schlauer ist als er. Im negativen Sinne zum Beispiel ein Plagiator, der seine Ideen kopiert, oder einer, der seine Erfindung klaut, solange sie nicht geschützt ist. Im positiven Sinne einer, der ganz einfach fehlendes Kapital - oder anderes - durch größere geistige Flexibilität wettmacht.
Der Hase schließlich, ist er zu bemitleiden oder geschieht es ihm recht? Klar ist: Er durchschaut das Spiel nicht, begreift nicht was gespielt wird sondern reiht sich zu jener Sorte ein, die meint, »dass nicht sein kann, was nicht sein darf«.
Und genau das macht ihn zum Verlierer!
Montag 03. April, 2006

Laut.er

An dieser Stelle wieder, der Spruch zum Wochenanfang:
Karl ValentinEin Bekannter gestand Valentin, dass er sich mit seiner Frau überhaupt nicht mehr verstehe, weshalb er an Scheidung denke. »Ach was«, schlug Valentin vor, »wenn ihr euch nimmer verstehts dann müssts halt lauter red'n miteinander!«
In der Tat. Missverstehen heißt auch Unverständnis. Nicht immer ist der vermeintliche Zuhörer schuldig im Verstand.
In diesem Sinne, eine schöne Woche: Machen sie sich verständlich - wenn es sein muss etwas lauter und verständlicher.
Montag 27. März, 2006

Phos

An dieser Stelle wieder, fast pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Es gibt Dinge, die verbinden Menschen auch über den Generationenkonflikt hinweg. So wie bei dem zwölfjährigen Jungen, der seinem Freund erzählte: «Ich hatte gestern Abend ein langes Gespräch mit meinem Vater von Mann zu Mann über Frauen. Er versteht sie auch nicht.»

Manchmal ist eben die Erkenntnis, dass beide Seiten im Dunkeln tappen, der erste Schritt auf dem Weg zu gegenseitigem Verständnis.
Montag 20. März, 2006

Func(be.human)

Hier wieder, leicht verspätet, der Spruch zum Wochenanfang:
Der Typus des nach außen getragenen Selbstvertrauens variiert von Mensch zu Mensch. Während meiner mittäglichen Esseneskapade, kann ich verschiedene Reaktionstypen beobachten. Eigenartig und auch ähnlich, verständlich und doch traurig. Beim Essenwarten gibt es zum Beispiel den Typ, der versucht unbeobachtet am Tisch zu sitzen. Andere wieder blättern sinnlos in ihrem Handy was auch immer. Es gibt auch die Zeitschriftenleser, die sind aber eher selten. Nicht weil wenige lesen können, sondern weil sich die Wenigsten bis zur Zeitschriftenauslage trauen. Wenn es dann mal einer
(der Mensch) wagt, greift er uninteressiert der Auswahl einfach das nächste Heftchen heraus und zieht sich an einen freien Tisch zurück. Bis das Essen kommt.
Wir Menschen brauchen Zuspruch. Den durch unser Umfeld. Wenn keiner dir sagt, dass du gut bist, drehst du irgendwann am Rad. Auch wenn das niemand wahr haben will, es ist so. Egal wie hoch unser Selbstvertrauen - das reale ist gemeint - ist, ohne Zuspruch von außen, brechen wir. Jeder. Ausnahmslos.

Ich natürlich auch. Aber schließlich habe ich Mitarbeiter. Sklaven. Die bezahle ich. Auch dafür, dass sie mir mindestens einmal sagen, wie toll ich bin. Gell Alex?
Montag 06. März, 2006

Kaffee

An dieser Stelle, wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Kaffee trinke ich schon seit längerem. 20 Jahre. Aber so richtig begeistern konnte ich mich nie dafür. Da war Espresso schon eher mein Ding. Es gab Tage, an den ich 4 bis 6 Espressi trank. Letztes Jahr fing ich an, morgens einen Kaffee «an der Tanke zu holen». Das klingt jetzt vielleicht etwas niveaulos, aber der Kaffee von der Tanke in OBK ist nicht zu verachten. Später dann ließ ich mir in jeder Bäckerei einen «Coffee to Go» zur Backware reichen. Heute trinke ich ca. 10 Tassen am Tag - wenn's reicht, vielleicht sind es sogar mehr. Zwar fehlt mir mein Schwarzer Tee (neue Rechtschreibung?) am Morgen, aber mir geht es mit Kaffee nicht schlechter.
Jetzt trinke ich meinen Kaffe schwarz. Schwarz: Ohne Zucker, ohne Süßstoff, keine Milch. Heiß muss er sein, und schwarz.
Wenn mir das jemand vor einem halben Jahr prophezeit hätte ... hätte hätte hätte.
Fakt ist, ich hätte ihn ausgelacht. Kaffee schwarz ich? Nie.


Nie ist manchmal schneller da als wir es erfassen können. Deshalb sollten wir ein Nie, nie zu schnell aussprechen.
In diesem Sinne, einen schönen Wochenstart.
Freitag 24. Februar, 2006

§99

Da der Spruch zum Wochenstart ausgefallen ist, gibt es an dieser Stelle, den Spruch zum Wochenende:

Bürgerliches Gesetzbuch § 99, Früchte
(1) Früchte einer Sache sind die Erzeugnisse der Sache und die sonstige Ausbeute, welche aus der Sache ihrer Bestimmung gemäß gewonnen wird.
(2) Früchte eines Rechts sind die Erträge, welche das Recht seiner Bestimmung gemäß gewährt, insbesondere bei einem Recht auf Gewinnung von Bodenbestandteilen die gewonnenen Bestandteile.
(3) Früchte sind auch die Erträge, welche eine Sache oder ein Recht vermöge eines Rechtsverhältnisses gewährt.


Nicht nur das tragen, ertragen der Früchte ist wichtig, sondern vielmehr ihr Zweck.
In diesem Sinne, genießt Eure Früchte zum Wochenende bevor sie faulen.
Montag 06. Februar, 2006

Real.ist

An dieser Stelle, montagabendlich, der Spruch zum Wochenstart:
Erica AschanEinen Tag hatte ich im Dörfchen Prio zugebracht, wo niemand lesen und schreiben konnte, aber wo man reichlich von seinen Weiden, dem Vieh und dem Obst zu leben hat, und wo die stärksten und flinksten Jünglinge und die muntersten Töchter leben, wo man jahrelang keinen Arzt sieht, in der Regel von nichts als vom zu hohen, atemdünnen Alter stirbt, und wo eine Achtzigerin noch Haselnüsse mit ihren weißen Zähnen aufbeißt. Am Abend sitzen sie beisammen über Stiegen und Straßen, und die Hirten erzählten alte Sagen, oder der Hausierer Marcote berichtet irgendetwas Fabelhaftes aus dem tiefen, fernen Menschenlande ...

Dieser Ausschnitt aus dem »Glücklichen Faulenzer« von Heinrich Federer (†1928) zeigt, wie der Intelligente zu wissen scheint, der Dumme oder dessen Welt sei immer glücklich. Warum, fragt man sich da, hat der Dumme keine Sorgen? Sicher hat er solche.
Nur ist der Dumme eben der bessere Realist und lebt im Heute.

In diesem Sinne, einen guten Wochenstart - wenn auch leicht verspätet.

image - by erica aschan
Montag 30. Januar, 2006

Zukunft

An dieser Stelle - etwas verspätet -, der Spruch zum Wochenstart:
Als ich Auto fahren lernte, sagte einmal der Fahrlehrer zu mir: Sie werden nie wirklich Auto fahren können.
Warum?, fragte ich erschrocken.
Weil Sie immer nur auf die Motorhaube schauen. Heben Sie den Kopf, und schauen Sie 300 Meter voraus auf die Straße.

So ist es überall im Leben. Vorstellen muss man sich nicht nur, was morgen oder übermorgen sein kann, sondern man muss die Zukunft erforschen, manchmal auf Jahre voraus Denken.

Lassen Sie uns den Kopf heben und nach vorne blicken, auf unsere Straße!
have ...
Montag 23. Januar, 2006

Mentalreservation

An dieser Stelle wieder pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
albumcover mental reservation - scannerAls John F. Kennedy US-Präsident war, wurden die Zeitungs- und Fernsehjournalisten nie der Ratschläge müde, wie er seine Sache besser machen könne. Das veranlasste ihn, folgende Geschichte zu erzählen: »Es war einmal ein legendärer Baseball-Spieler. Nie verfehlte er einen Ball, und nie ließ er einen fallen. Niedrige Bälle landeten nie zwischen seinen Füßen. Er warf mit enormer Treffsicherheit und bewegte sich mit der Schnelligkeit und der Anmut eines Leoparden. Nie ermüdete oder verpasste er einen Einsatz. Tatsächlich wäre er einer der Größten aller Zeiten gewesen,
wenn man ihn nur dazu hätte bewegen können, sein Bier zur Seite zu stellen und von der Pressetribüne aufs Spielfeld zu steigen.«

Was Kennedy damit sagen wollte, ist klar. Es ist einfach, das Maul aufzureißen oder die Feder zu spitzen und einem anderen gute Ratschläge zu geben. Es ist jedenfalls viel einfacher, als selbst zu agieren. Denken Sie nur an die vielen Bemerkungen, die unsere Fußballspieler vom Spielfeldrand über sich ergehen lassen müssen (du Flasche, den hättest du doch rein machen können!).

Für Außenstehende ist es leicht, zu urteilen ohne selbst am Geschen teilgenommen zu haben. Das in allen Sparten unseres Daseins. So gesehen haben es nicht nur Kommentatoren leichter Politik zu machen - und nicht nur Politik im eigentlichen Sinne ist gemeint -, sondern auch jede Opposition. Sie kann alles Mögliche und Unmögliche an Forderungen in vorgehaltene Mikrofone rufen und in gespitzte Federn diktieren.
Ihnen wünsche ich, dass Sie immer mitten im Geschehen stehen und die Kraft haben, die Schreihälse auf den Tribünen zu ignorieren.

In diesem Sinne einen guten Wochenstart.

image: albumcover scanner - mental reservation. info
Montag 16. Januar, 2006

Legende

An dieser Stelle wieder, pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Gestern las ich über die Nerolegende. Heute will ich die Woche mit einem Beispiel einer hierzulande nicht minder verbreiteten Legende beginnen.
Eine einzige Stimme, so erzählte es mir mein Deutsch- und Mathelehrer Herr Kürger, habe gefehlt, dann würde heute in den USA nicht Englisch sondern Deutsch gesprochen. Die Abstimmung über die offizielle Landesprache wäre mit einer einzigen Stimme entschieden worden. Ein Herr Muehlenberg - deutscher Abstammung -, hätte die Wahl zugunsten des Englischen entschieden.
Ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, der diese Geschichte so erzählt bekam. Man hält sie hierzulande gemeinhin für wahr und erzählt sie munter - fast stolz - weiter.
Sie ist falsch!


In den USA gab es nie eine Abstimmung über die Landessprache. Auch keine, in der Deutsch um eine Stimme dem Englisch weichen musste.
Erlogen, fragt man sich da? Nicht ganz, denn jede Legende hat ihren wahren Kern:
Vor 212 Jahren, am 9 Januar, wurde im US-Repräsentantenhaus eine Petition eingereicht. Darin forderten deutsche Einwanderer aus Virginia, die Veröffentlichung von Gesetzestexten in deutscher Sprache. Der Antrag wurde mit 41 zu 42 Gegenstimmen abgelehnt. Ein gewisser «Frederik Augustus Conrad Muehlenberg», deutschstämmiger Sprecher des Repräsentantenhauses, hatte sich der Stimme enthalten. Er soll noch gesagt haben: Je schneller die Deutschen Amerikaner werden, desto besser ist es.

Man sollte nicht glauben was man erzählt bekommt, sondern nach dem Kern suchen. Darin liegt die Wahrheit - selbst in der Bilbelgeschichte.

In diesem Sinne, einen kernigen Wochenstart.
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