am Montag 12. September 2005 um 17:55 schrieb Ebola:

Technik.er

über Technik kann man sich bekanntlich regen, nämlich auf, also aufregen. Es kommt auch vor, dass man sich über Techniker aufregt. Wie zum Beispiel heute ich - und das gleich in drei Fällen. Eigentlich in zwei Fällen; ein Aufregen geht auf das Konto eines Users.
Fall 1 - oder die Geheimnisse der Apple-Politik:
Während an einem PC alle Teile durch den Besitzer selbst austauschbar sind, spielt Apple mit anderen Spielregeln. Hier gibt es nämlich non customer installable parts, die nur von einem autorisierten Händler eingebaut werden dürfen. über die Kosten will ich hier gar nicht schreiben. Aber es geht auch anders, wie der zuständige autorisierte Händler und sein stellvertretender Techniker heute erfahren durften.

Fall 2 - oder das Geheimnis warum ein ehemals selbständiger PC-Techniker ein solcher bleiben sollte, ein ehemaliger:
PC, Marke Selbstgebaut mit Komponenten aus dem Internet. Ein 2.500er ist er, zwei Platten hat er, ein halbes Gigabyte RAM ist drin. Eine Platte fürs Geschäft und eine Platte für die Kinder. Wechselrahmen. Aber laufen tut er nicht, nicht richtig. Alle fluchen weil er zu langsam ist und das Internet geht auch nicht. Dann sehen wir das mal kurz an.
PC läuft an mit der Meldung Unknown Processor Type 1.400 MHz. Ich weise den Kunden darauf hin. Die Antwort ist schnell und will erklären wieso: Ein Freund, der mal ein PC-Geschäft hatte, hat hier einen neuen Prozessor eingebaut. Einen 2.500er. Der PC zeigt nur 1.400 MHz an, läuft aber mit 2.500, hat der Freund versichert. Meine Antwort ist ebenfalls schnell, so was gibt es nicht. Ich nehme das Ding mit, weil ich nach einem Blick ins BIOS sehe, dass hier der P-Typus nicht erkannt wird - wie schon gemeldet.
BIOS update, Timing einstellen und schon läuft der Sempron 2500+ mit 1750 MHz. Dann tauschen wir die 40er gegen 80er IDE-Kabel.
Interessant ist die Registry. Hier stellt der Freund, der ehemals ein PC-Geschäft hatte, das IoPageLockLimit auf 242144. Guter Wert, wenn der PC 1GB RAM hätte. Hat es aber nicht. 131072 für 512 MB sind richtig. über die anderen eingestellten Werte will ich gar nicht reden. Nur soviel: Wer Fachzeitschriften liest, sollte auch verstehen was da geschrieben steht oder einfach die Finger von Fremdsystemen lassen. Was jeder mit seinem eigenen PC macht, ist sein Ding. Der Rechner läuft - gut jetzt.

Fall 3 - oder das Geheimnis der Windowsupdate:
Windows bootet nicht mehr. Gemacht hat er nichts, so der im ersten Abschnitt angeschnittene Userkunde. Wirklich nichts? Nein gar nichts. Gut, sehen wir uns das Nichtsgemachte mal an. Als ich ihn später am Telefon frage, ob er irgendein Windowsupdate eingespielt hat, bejaht er das. Und woher er das Update hatte, frage ich? Da er über MS nicht alle Updates einspielen konnte - wie auch, es ist kein legales Windows - griff er auf eine Heft-CD einer Computerzeitschrift zurück. Einen ähnlichen Fall hatte ich letzte Woche schon. Es ist dieselbe Zeitschrift-CD. Bin gespannt wie viele gecrackte Windowsboxen die nächsten Wochen hier einlaufen werden.
Und ja - der Nichtsgemachte Kunde hat jetzt ein legales Windows. Updatefähig bis zum Ende aller MS-Tage. Wer updaten will, darf auch Geld dafür hinlegen. Ansonsten Klappe halten und mit vermeintlich löchrigem Windows weiterarbeiten. Wer braucht schon das neue Direct-X für die tollen Spiele die noch kommen werden? acht Kommentare
s Bildle vom rollinger

——ebenfalls schnell, so was gibt es nicht. Ich nehme das Ding mit, weil ich nach einem Blick ins BIOS sehe, dass hier der P-Typus nicht erkannt wird – wie schon gemeldet. BIOS update, Timing einstellen und schon läuft der Sempron 2500+ mit 1750 MHz. Dann tauschen wir die 40er gegen 80er IDE-Kabel. Interessant ist die Registry. Hier stellt der Freund, der ehemals ein PC-Geschäft hatte, das IoPageLockLimit auf 242144. Guter Wert, wenn der PC 1GB RAM hätte. Hat es aber nicht. 131072 für 512 MB——

sollte ich jemals solche Probleme haben, werde ich mich bei Ihnen melden. Ich dachte bis heute immer, es gäbe keinen Menschen auf der Welt , der all diese BIOS Einträge verstünde.


um 12-09-’05 19:35 von rollinger| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Jederzeit, Herr Rollinger.

Aber vergleichen Sie mein Wissen nicht mit den von Usern oder Selfmadetechnikern (welches bestimmt nicht von schlechten Eltern ist). Ich lebe von diesem Wissen – und wenn ich solche Dinge nicht weiß, brauche ich erst gar nicht weitermachen.



s Bildle vom Dabbelju-Di

in dem Computer-Magazin com! Nr. 10/2005 ist eine CD mit Service Pack 2.5 für Windows XP. Ist das Dein Fall 3? Herzliche Grüße aus Bayern (bald ist Wiesnzeit :-))


um 12-09-’05 22:34 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

s Bildle vom rollinger

zu DOS Zeiten habe ich 6 Jahre User Support mit IBM PCs gearbeitet. Danach hatte ich keinen Bock mehr auf da Zeug. Heute stehe ich beinahe bei Null.


um 12-09-’05 22:41 von rollinger| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Yep. Von dieser Heft-CD ist hier die Rede … :-S

s Bildle vom Dave-Kay

SP2.5? Muss ich doch mal eben bei MSDn vorbei, ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass es da was neues gibt :-)


um 13-09-’05 18:42 von Dave-Kay| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Ja, mach mal. hehe

Aber Nichts gegen die »com!«. Das Ding ist von »JAC Systems Independent« und nennt sich »XP Service Pack 2.5 v2.59«.





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