am Samstag 17. September 2005 um 20:16 schrieb Ebola:

O' zapft is!

Mit zwei Schlägen wurde heute das Spektakel rund um die »Wiesn« eröffnet. Das Maß kostet maximal 7.25 Euro. Wer dann Morgen noch stehen kann, geht wählen.
Ich habe so gut es ging, hier in den letzten Monaten vermieden politische Gedanken zu äußern. Der Grund für dieses Verhalten, sollte klar sein. In nicht ganz 24 Stunden werden wir die ersten Statistiken zur Bundestagswahl zu Gesicht bekommen. Deshalb will ich hier einfach einen Brief zur Bundestagswahl von Bundeskanzler Gerhard Schröder zitieren - den wahrscheinlich jeder Wähler in den letzten Tagen im Briefkasten fand. Wahlkreis und Direktkandidat ... sind jeweils vom Leser selbst anzupassen:

Liebe Wähler und Wählerinnen im Wahlkreis Aalen - Heidenheim,
am kommenden Sonntag geht es um Ihre ganz persönliche Entscheidung. Sie entscheiden, ob unser Land auch in Zukunft wirtschaftliche Stärke mit sozialer Gerechtigkeit verbindet.
Meine Regierung packt kräftig an. Wir haben mit der dringenden notwendigen Erneuerung unseres Landes begonnen. Wir handeln, wo die Vorgängerregierung aus CDU/CSU und FDP sträflich gezögert und blockiert hat. Jetzt wollen diese Parteien wieder an die Macht - und mit der gleichen Unvernunft, mir der sie vor Jahren den Anschluss verpasst haben, wollen Sie jetzt radikal das Gegenteil: Sie wollen das Ende des sozialen Deutschlands.
Achten Sie sehr genau darauf, was CDU/CSU und die FDP für Sie persönlich bedeuten:
Kopfpauschale, Mehrwertsteuererhöhung, volle Besteuerung der Sichtarbeit, Kürzung der Ausbildungsvergütung, Einführung von Studiengebühren, Kürzung der Pendlerpauschale - in jedem Fall zahlen Klein- und Durchschnittsverdiener die Zeche für die Entlastung der Spitzenverdiener. Und im Hintergrund droht ein noch unsozialeres und ungerechteres Steuermodell, das die Union aus guten Gründen vor der öffentlichkeit versteckt. Denn wenn das Kirchhof-Modell Wirklichkeit werden sollte, dann trennt und nichts mehr von einem radikal unsozialen Land.
Auch in anderen Bereichen drohen Rückschritte mit
. dem radikalen Abbau von Arbeitnehmerrechten,
. der Abschaffung des Kündigungsschutzes,
. einer konservativen Familienpolitik, die zurück ins 19. Jahrhundert führt,
. einer Außenpolitik, die nicht die Fähigkeit zum Frieden hat,
. einer unmodernen Energiepolitik und der Rückkehr zur Atomkraft.
Wir haben in der vergangen Jahren hart für ein modernes Deutschland gearbeitet. Wir haben vielleicht nicht immer alles richtig gemacht - aber die Richtung stimmt, und erste Erfolge sind sichtbar.
Jetzt geht es darum, die Reform auch wirken zu lassen, nicht mittendrin den Kurs zu wechseln und vor allem nicht das leichtfertig über Bord zu werfen, wofür die Menschen in diesem Land so viele Jahre gearbeitet haben: eine demokratische Ordnung mit sozialem Zusammenhalt. Deutschland braucht vernünftige Reformen, keinen radikalen Systemwechsel.
Und deshalb bitte ich Sie, Peter Simon im Wahlkreis Aalen - Heidenheim stark zu machen und mir mit Ihrer Zweitstimme für die SPD zu ermöglichen, meinen Kurs fortzusetzen. Für ein starkes und soziales Deutschland.
Es grüßt Sie herzlich,
Ihr Gerhard Schröder.
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