am Sonntag 24. Dezember 2006 um 19:08 schrieb Ebola:

Money

Man stelle sich vor, dass wir eine dicht bevölkerte Straße entlanglaufen und alle paar Meter einem am Boden liegenden Kind begegnen. Die einen liegen blutend da, die anderen rufen kraftlos nach Wasser. Wir bleiben zwar stehen, vergießen Tränen aus Mitleid ob dem Elend, bücken uns aber nicht um zu Helfen. Stattdessen sammeln ein paar Wenige von uns Geld, um damit andere zu beauftragen, den Kindern am Boden zu helfen.
Dieses Szenario ist kein erdachtes, sondern die Realität. Hilfe durch Geldspenden ist unser vermeintlich einziges Mittel wenn es um Welthunger geht.
Betrachtet man die Erde objektiv könnte einem schlecht werden. Unsere Technik ist soweit fortgeschritten, dass wir jede Wüste in fruchtbares Ackerland verwandeln könnten. Die wenigen Satten, produzieren mehr Nahrung als die Gesamtbevölkerung verspeisen könnte. Allein die Europäische Union vernichtet so viel Nahrung, dass kein Mensch in Afrika hungern müsste - wenn sie diese Nahrung bekämen. Trotzdem leiden die meisten Menschen an Hunger und Durst. Fragt man warum das so ist, bekommt man nur eine Antwort: Geldmangel.
Aktuell ist die beste Jahreszeit für Spendensammler. Weihnachten, das Fest der Liebe gewährt vielen Menschen Aufschub - im Hungertod. Jeder Spender trägt das gute Gewissen eine ebensolche Tat getan zu haben mit unter dem Weihnachtsbaum. Die Hungernden der Welt danken und sterben dafür Tage später. Denn wirklich geholfen hat Geld noch nie! Vielleicht hat sich jemand die Mühe gemacht, alle Spenden zu notieren? Die dann errechnete Kaufkraft dürfte eine nicht wiederzugebende Zahl sein. Johanna verschlingt Unmengen an Spenden, ihre Bewohner sterben trotzdem elend an Hunger, ihr Wasser versickert in versuchtem Boden während ihre Wüsten täglich wachsen. Geld kann das nicht aufhalten, denn dafür ist es nicht da.
Wenn es um Hilfe geht, und Hilfe wird gebraucht, dürfte es kein Geld geben. Es müsste einfach getan werden. Leider ist keiner dazu bereit. Den einzigen Weg den wir als Hilfe erkennen, ist das sammeln von Kaufkraft um damit benötigte Hilfe zu kaufen. Sieht man das so, verdient ein Teil der Menschen an der Hilfskraft anderer. Ich gebe dir Geld das ich von anderen gesammelt habe, damit du dem durstenden Kind am Boden ein Glas Wasser gibst - und ich werde es wieder tun und, du wirst davon leben können; an Hilfe die nichts kosten sollte.
Visionäre haben wir genug auf dieser Welt. Um zu helfen, braucht es aber keine Vision, sondern Handeln.

Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! fünf Kommentare
s Bildle vom Christian

Eine Gesellschaft die nur aus humanitärem Antrieb und ohne Kaufkraft Hilfe leistet ist undenkbar. Selbst wenn eine solche Kette denkbar wäre, würde sie in der Realität durch mindestens einem Glied gesprent.
Es gibt ein gutes Buch worin das Problem sehr gut beschrieben wird. Ismails Geheimnis von Daniel Quinn. Das solltest du lesen weil es ganz deinen überlegungen nahe kommt.
WEiterhin eine schöne Weihnacht!


um 26-12-’06 15:47 von Christian| | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Guter Buchtipp. Es heißt aber Ismaels Geheimnis – egal. Hab’ ich gelesen – ein wichtiges Buch in meinem Regal :-)

Dir auch weiterhin ein schönes Weihnachtsfest. Hoffe du hast dich nicht überfressen – stehe nämlich kurz davor. Alles soooo lecker heute.



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s Bildle vom Christian

:-)

Bin die Tage in old Heidenheim. Vielleicht ergibt sich ja eine Gelegenheit? In dieses Hochhaus kommen wir auch am Silvester.
um 27-12-’06 08:11 von Christian| | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Kein Thema. Mach’ dich irgendwie bemerkbar – kenn dich ja nicht. Oder doch?



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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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