am Samstag 17. März 2007 um 13:05 schrieb Ebola:

so.Themen

Es gibt «so Themen» über die man auf einer solchen Seite wie dieser nicht schreiben sollte. Politik, ökologie und all das andere Uninteressante, dass nicht primär mit dem Umfeld «zu tun hat». Der Grund für diese Etikette ist schnell beschrieben: Es gibt genug Fachmenschen die sich damit befassen. Menschen die sich mit all diesen Themen auskennen und Fakten bei Namen nennen können.
Ab und zu jedoch, juckt's im ärschle und man kratzt sich die Gedanken ins Blog. Die Gefahr, als Verschwörungstheoretiker geoutet zu werden ignoriert man - aus Dummheit, Ignoranz oder sonstigem Trotz. Meine Seite ist voll davon.
Zum Frühstück Phönix gucken, Kaffee, Orangen, Aschure und eben das schon beschriebe «Jucken im ärschle» warfen mein kleines Lifebook an. Und ehe ich es begreife tippe ich trotzig Gedanken online - fast, denn es fehlt noch der Klick auf «Artikel veröffentlichen». Später dann.
«Die Welt braucht eine Regierung». Mein Satz für das Wochenende: Die Welt braucht eine Regierung. Es bleibt jedem frei über diese Worte nachzudenken, bevor darüber geurteilt wird.
In Simbabwe steht ein Bauer vor der Kamera, im Hintergrund spiegelt ein grünes Land durch das Okular. Der Bauer zeigt auf ein Maisfeld, hält den Kopf schräg und sagt: «Der Mais hat eine Krankheit die wir nicht kennen und keiner von uns kann das Bewässerungssystem reparieren.» Kurze Zeit später, in einer anderen Szene, werden verkümmerte Maiskolben ohne Fruchtwachstum gezeigt. Erstaunlich. Das passiert in einem Land, dass eigentlich mit Reichtum beseelt ist - und keiner kann das Bewässerungssystem reparieren. Der Tsunami hätte erwartete Spendengelder ausbleiben lassen, wird weiter erzählt. Zwar wären am Tsunami man muss nicht mehr umschreiben wo und welcher Tsunami - es reicht Tsunami zu sagen... viele Menschen gestorben, in Afrika aber würden täglich Menschen sterben. Bei diesen Worten frage ich das Stück Orange, welches ich gerade kaue, warum es plötzlich so bitter schmeckt. Ich bitt' dich Hakan, bei diesem Vorwurf kann man doch nur verbittern, bekomme ich als Antwort. Hmmm. Es war kein Afrikaner der diese bitteren Worte sprach, sondern ein Mensch, ein Europäer, der seine Erfüllung in einer Hilfsorganisation gefunden zu haben scheint. Im Hintergrund spiegelt ein grünes Land das Kameraokular.
Gedanklich mache ich einen keinen Szenenwechsel. Nach Ungarn. Gleich um die Ecke. Ungarn, bekannt für Pörkölt, Gulasch und vor allem Paprika. In zehn Jahren vielleicht, wird ein junger Ungar seine Einkäufe an einem Samstag nach Hause tragen - darunter natürlich spanische, feuerrote Paprika mmmh, lecker haltbar und glänzend gemacht. Traurig. Denn ungarische Paprika gibt es nicht mehr. War nur so ein Gedanke ...
Bitter wirklich. Ich meine Afrika. Mit Reichtum beseelt, mit Hunger nach Reichtum geplündert, mit Hilfsorganisationen in Schach gehalten.

Aber ja. Nicht dass ich keine interessanten Themen zu berichten hätte. Gestern Abend zum Beispiel hab' ich mir ein «La Martina» Hemd geleistet, ein schönes weißes. Später dann saß ich mir einer interessanten Wahl-Wienerin bei Sekt und Cola im Warsteiner-Seminar und sah verzaubert, wie schön die Augenbraue einer Wassermannfrau nachwachsen können.
Und noch was Erfreuliches passierte - fast unmerklich in der Netzwelt: Matthias Hupp kommt mit einer neuen Seite online.

Ein schönes Wochenende allen hier und wo auch immer! drei Kommentare
s Bildle vom Anja

Hm, es scheint mit “Hunger nach Reichtum” würde eine Menge geplündert. Aber natürlich bin ich ebenfalls keine Fachfrau. Ab und an in solchen Gedanken still halten und gewahr werden, macht aber ein Blog nicht weniger lesenswert, oder?
Wie auch immer, für Dich auch ein wunderschönes Wochenende :-)



das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Danke Süße – und natürlich wird ein Blog dadurch nicht uninteressanter als es schon ist ;-)



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