am Mittwoch 21. November 2007 um 18:36 schrieb Ebola:

SterbeHilfe

Erklär' das mal einem Kind, denke ich und frage mich im selben Augenblick ob es ein Erwachsener überhaupt verstehen könnte. Wahrscheinlich habe ich selbst nicht verstanden, begreife ich als ihrem kindlichen Blick standhalte und ihrem Wunsch, mehr der Angst, nachgebe: »Ich verspreche dir hiermit hoch und heilig und für immer, nie von dir zu erwarten eine Selbsttötungsmaschine an mir aufzustellen, noch dass ich es von jemandem anderen fordern werde«. Ich kann ihre Zufriedenheit sehen - sie legt ihren Kopf langsam auf die Couchdecke und schließt dabei die Augen.
Ich kann nie sagen wann Edith plötzlich auftaucht. Das stille Abkommen - mehr ihr Gesetz - immer und zu jeder Zeit da sein zu können wo ich gerade bin, habe ich schon lange akzeptiert. Es ist, so mein Verständnis in der Sache, das Grundrecht meiner Ungeborenen. Also war sie da als, mehr zur Ablenkung denn wirklich an Interesse, ich eine Sendung über Sterbehilfe verfolgte. Soll ich umschalten?, fragte ich nachdem sie sich auf dem Dreisitzer nieder ließ. Darf ich trotzdem mit sehen!, neckte sie zurück. Interessiert es dich denn... Herr Vater, begann sie mit ihrer einzigartigen Weise mir zu zeigen, dass ich nicht fragen soll wenn ich die Antwort schon kenne. Mit einer «schon-Gut-Bewegung» meiner Hand in Richtung TV, schnitt ich ihr das Wort ab. Nach der Sendung musste ich eine gute Stunde Rede und Antwort stehen bis ich das Versprechen oben geben konnte.
Edith wollte nichts von Würde wissen, wenn es um Leben geht. Auch ich habe meine Probleme damit. Vor allem aber machte sie sich - machten wir uns - Gedanken über Herstellung und Vertrieb einer Selbsttötungsmaschinerie. Sind wir denn schon soweit? Wird es die Dinger irgendwann im WWW Ebay günstiger zu kaufen geben oder wird, was ganz sicher ist, jemand auf die Idee kommen solche Apparaturen zu vermieten?

Die Würde eines Menschen ist unantastbar, verspricht ein großes Märchenbuch, ohne zu erklären, wer bei wem diese zu definieren weiß. Waren die Tötungsanlagen in Auschwitz, Sobibor oder Treblinka auch würdevoll... im Zahn ihrer Zeit? zehn Kommentare
s Bildle vom Ich

Krass. Da sucht frau Info über ein Buchgeschenk und landet hier und findet die tollste Geschichte. Ganz habe ich die Edith nicht verstanden. Ist sie ein Geist bzw. tot?
Liebe grüße ausm Ländle!



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s Bildle vom Ebola Edith ist weder noch (Geist bzw. tot). Sie ist ungeboren.

Liebe Grüße aus dem und in das Ländle!



s Bildle vom Fraggle

Sterbehilfe ist ein verwirrendes Thema.Ich stelle mir immer noch die Frage,was ist unmenschlicher ? Einen Menschen der eigentlich tot ist künstlich mit der Rechtfertigung,wir können es,am leben zu erhalten.Oder ein leben schneller zu beenden als es sein muss ?
Ich bin für mich noch zu keinem Entschluss gekommen.


um 23-11-’07 06:04 von Fraggle| (E-Mail ) | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Ich denke nicht, dass man hier einen Entschluss fassen könnte. … Reden kann man schnell… und meist ohne wirklich zu denken. Für manche reicht aber ein Gedanke aus, um nachgedacht zu haben.

s Bildle vom Josh

Schwieriges Thema.
Letztlich kann wohl jeder, wenn überhaupt, diese Frage nur für sich selbst beantworten.
Ich jedenfalls, wie gesagt für mich ganz persönlich gesprochen, stehe auf dem Standpunkt, dass mein Leben, aber eben auch mein Tod ganz alleine mir gehört.

Ich erinnere mich an einen Satz, ich glaube aus einem Film:
“Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß …”

Persönlich habe ich gerade in meiner Familie einen Fall, wo mir diese Thematik/Problematik mal wieder sehr bewußt wird.

Ich stelle mir oft die Frage, ob das Festhalten am Leben um jeden Preis, wirklich humaner und ethischer ist, als jemanden in Würde und Frieden sterben zu lassen Â…?
Dabei geht es nicht um die Frage ob ein Leben wert oder unwert ist. Es gibt im Allgemeinen kein solche Unterscheidung. Es gibt aus gesellschaftlicher Sicht kein unwertes Leben !!!

Ich meine die ganz persönliche Entscheidung eines Menschen, aus welchen Gründen auch immer, das eigene Leben als nicht mehr lebenswert zu betrachten.
Dieser Wunsch sollte auch von der Gesellschaft respektiert werden.



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s Bildle vom Ebola Natürlich gebe ich dir Recht.

Nur sehe ich es als Gefahr, wenn der Respekt sich in Apparaturen manifestiert, steige ich aus mit meinem Respekt dafür.
Wer stellt die Dinger her, über welche Kanäle werden sie vertrieben, wer profitiert daran und wieso. ?

Ich grüße dich, Krieger.



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s Bildle vom Josh Ganz klar, da geb ich Dir völlig Recht.

Ich glaube das grundsätzliche Problem ist, dass wir Menschen uns inzwischen so weit von der Natur entfernt haben, dass der Tod, der einfach zum Leben dazu gehört, etwas ist, was wir als unnatürlich ansehen und mit Tabu´s belegt ist.

Woher kommt den der ganze Jugend- und Schönheitswahn, der sich in Wellness, Cryogenic und sonst welchen abstrusen Auswüchsen zeigt?
Eine Gesellschaft in der jeder über 40 schon quasi abgeschrieben und als unwert angesehen wird.
Aus der Angst vor dem Tod und einer Industrie die uns täglich einredet nur die ewige Jugend und das ewige Leben sei erstrebenswert.

Apropos Leben, Tod, Ethik usw.
Ich weiß nicht ob Du gestern auf Arte die Sendung über die Medzinindustrie gesehen hast?
Ich hätte kotzen können. Aus einem Jugend- und Gesundheitswahn werden inzwischen Grenzen überschritten, die mir die Sprache verschlagen.

Aber es ist ja immer so; sobald es ums Geld, Markanteile usw. geht gelten plötzlich bestimmte Werte nicht mehr und werden auf dem Altar des Shareholdervalue geopfert …



s Bildle vom rollinger

Wow Ebola..letzter Eintrag ein Volltreffer. Schau die Preise an. 2 Kilo Butter sind ein MP 3 Player!

Das mit dem Entfernen vor dem Tod ist wahr. Jetzt nicht komisch gucken, aber ich denke daran imemr in Metzgereien.
Den Menschen wird (weil sie es so lieber haben) Fleisch wie ein Stück……Nahrung verkauft. Das scheint in BRD immer dümmere Züge anzunehmen.
In den “armen” Ländern ist es schon klar, daß das Steak da eine Kuh war und der Schinken eine Sau. Denn der Kopf ist noch dran und das Blut fließt über die Kacheln in eine Rinne.
So muß das sein, denke ich. So ist es ehrlicher.
Es gibt Leute die ekeln sich bei dem Gedanken daran ,essen es aber. Das ist pervers in höchstem Grade!


um 28-11-’07 13:31 von rollinger| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Ja. Ich kenne «Vegetarier» die sich tonnenweise Gummibärchen einschieben, weil es gut schmeckt. Dass dafür Tiere gestroben sind, begreifen viele gar nicht.



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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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