am Donnerstag 16. Juli 2009 um 08:01 schrieb ebola:

STASI.s

Eines der Manipulationsgesetze besagt - und es stimmt -, je mehr Menschen eine Lüge wiederholen, desto wahrer wird der Inhalt.
Wenn man sich die Parteigeschichte von Deutschland ansieht, wird einem spätestens dann klar, dass Antisemitismus keine Erfindung des dritten Reiches war. Judenhass war in Deutschland ein weit verbreitetes Denken - medial sogar schon seit den 1850ern. Es gab immer wieder Organisationen die sich offen dazu bekannten, das Judentum zu bekämpfen. Nicht dass das vom minderen Volk ausging, sondern eher von der sogenannten Elite. Pateigeschichtlich gingen diese Organisationen in Teile der Christlich Sozialen und Demokraten sowie in Liberalen auf.
Den Antisemitismus am dritten Reich festzumachen ist gefährlich und gelogen. Die Quittung dafür bekam man hier ab Ende der 60er recht heftig zu spüren. Hitler und seine Spielgefährten hatten kein Volk im Griff, sondern Helfer an allen Ecken. Man mag der Großmutter verzeihen, aus Angst die Klappe gehalten und die Augen verschlossen zu haben. Man kann aber der Elite Deutschlands nicht verzeihen, mitgemacht zu haben. Generäle, Professoren, Ärzte, Fabrikanten, Autoren, Schauspieler, Wissenschaftler. Sie erst ermöglichten was hierzulande passierte. Nicht weil sie keine Eier in der Hose hatten, sondern weil sie der Sache nicht wider waren. Antisemitismus war im damaligen Denken salonfähig.

Natürlich ist das schon durchgekaut und etliche Male ebenso ausgekotzt worden. Leider wird bei jedem Mal, ein Stück der Wahrheit vergessen. Übrig bleibt eine kleine Gruppe Schuldiger, den man nicht angehört haben will.

Und, und da wären wir beim Thema, dasselbe passiert gerade mit der Aufarbeitung der ehemaligen DDR. sieben Kommentare
s Bildle vom rollinger

Sie haben die Kirchen und ihre Chefs in der Liste vergessen. Die sollten gleich ganz vorne stehen. Wo die wohl grad alle waren in dieser Zeit?


um 16-07-’09 12:24 von rollinger| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Natürlich, Herr Rollinger. Sehr sogar. Man weiß heute, dass der Vatikan das NS-Regime tolerierte – aus Angst weite Teile Europas an die «Rote Flut» zu verlieren. Später entschuldigte man sich, dass in der Bibel, jede Staatsmacht von Gott gegeben erklärt wird.

Vergessen habe ich die Herren hier nicht. Ich zähle sie nur nicht zur Elite. :-)



s Bildle vom Josh

Wobei ich mich immer wieder frage, wo die “Elite” aufhört und die “schweigende Mehrheit” anfängt?

Würden z.B. wir Blogger und sonstigen Internetavinen noch oder schon zur “Elite” zählen oder zu den “Normalbürgern”?

Ich will hier jetzt gar nicht das aktuelle politische/gesellschaftliche Geschehen mit dem Antisemitismus vergleichen, jedoch zeigt sich heute wie damals, dass den “Normalbürger” solche Dinge meist gar nicht interessiern, solange er nicht direkt betroffen ist und sein eigenes Leben einschränkt.
Denn was ist für Otto-Normalverbraucher zu allen Zeiten am wichtigsten?
Fressen, Saufen, Ficken, Fußball, Stammtisch usw., um es mal provokant auszudrücken …



s Bildle vom Ebola

Josh, du weißt ja bestimmt dass es für mich «wir Blogger» nicht gibt. Blogger sind nicht mehr, als der Mensch dahinter. Aus diesem Grund erübrigt sich die Frage.

Beim Normalbürger gebe ich dir insoweit recht, als man genau das auszunutzen weiß. Im römischen Reich schon – und vorher auch – wusste man um «Brot und Spiele». Deckt man diese, und nichts ist leichter als das, redet der «Normalbürger» vom Mund.
Wenn man Harry und seiner Erika bei Weißwurst und Bier erzählt, dass wir Atomkraftwerke brauchen, werden sie das verstehen. Und hetzt man sie auf den erkorenen Feind, werden sie springen.

Blogger sind da nicht weniger Normalbürger. Wir hatten in Kleinbloggersdorf schon die besten Beispiele für «nach dem Mund reden». Die Wurst und das Bier waren hier die vermeintliche Popularität.



s Bildle vom Josh

Schon klar, “Blogger” stellen am Ende auch nur einen Querschnitt der Menschen dar.

Es war auch eher provokativ gemeint, da Blogger sich ja gerne als Gutmenschen outen und als “Weltenerreter” ansehen ^^

Aber wie gesagt, für mich ist es schwer grundsätzlich eine Grenze zwischen “Elite” und “Normalbürger” zu ziehen.
Zivilcourage ist unabhängig von Eliten und Normalbürgern.

Ob ich am Ende die Eier hätte in extremen Situationen, ebenso zu handeln wie z.B. die Geschwister Scholl, vermag ich nicht zu sagen …, obwohl ich mich als intelligenten, weltoffenen, kämpferischen und durchaus selbstbewusten Menschen bezeichne …



s Bildle vom Ebola

Ich weiß ebenfalls nicht, was ich «damals» getan hätte. Wenn’s ums Überleben geht, verleugnet sogar der Jünger den Messias (weiß man ja aus der Bibel).

ps.
Wahrscheinlich würden «wir» zu Terroristen werden.





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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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