am Montag 07. Dezember 2009 um 21:24 schrieb ebola:

Kinder

Beginnen wir diesen Text nicht mit Behauptungen, sondern mit Beobachtungen.

  In ihre Söhne verliebte Väter. Manchmal tauchen sie bei mir im Laden auf, und ich muss mir dann anhören was diese Vollpfosten mit ihren an der Kette geführten Vätern von sich geben. Die Väter stehen daneben und bekommen kaum ein Wort heraus, wenn sie von ihrer Brut blamiert werden.
  Die alles-darf Kinder. Sie dürfen alles; nicht nur ihren Eltern auf den Sack gehen, sondern gleich ihrer Umwelt in die Eier treten. Sie drücken auf Knöpfe, ziehen alles vom Regal ...
  Jugendliche. Sie spucken durch die Straßen, hocken rauchend und saufend an Busbahnhöfen und trinken sich die Birne weich. Ihr Körper rührt sich keinen Millimeter, wenn ältere Menschen vorbei gehen.

Irgendwann habt ihr den Faden verloren; ihr Eltern. Ihr begleitet eure Kinder nicht mehr durch ihre Entwicklung, ihr versaut ihnen das Leben. Meist seit ihr überfordert, glaubt an den falschen Weg – weil ihr euer Wissen mit dem eines Kindes verwechselt, oder das eigene Leben vor dem euer Kinder stellt. Ihr spielt euch auf, wie schwer ihr es hattet ...
Und weil es so ist, solltet ihr euch die Worte von Khalil Gibran verinnerlichen:
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile aus geschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.


Und genau die letzten paar Worte, solltet ihr nicht überlesen – denn euer Kinder haben eines nicht gelernt: Respekt. sieben Kommentare
s Bildle vom Tamme

Das mit den verliebten Vätern haben sie mal wieder auf den Punkt gebracht. Im Restlichen kann man auch nicht widersprechen.

Aber sie haben ja keine Kinder – oder zählt Edith?



s Bildle vom Persephone

Ja, der Respekt. Leider ein Wert, der von den meisten Menschen extrem unterschätzt wird. Von daher, sie hat wenig Vorbilder, die Jugend, um den Respekt zu lernen.

Und Khalil Gibran sollte ich auch mal wieder lesen.

Eine schöne Woche noch, mit repektvollen Mitmenschen :-)


um 08-12-’09 13:36 von Persephone| (E-Mail ) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Danke Persephone, dir ebenso! :-)



s Bildle vom Katinka

Das Problem ist, dass die verliebten Väter es nicht sehen, nicht begreifen, dass sie ihren Kindern mit ihrem Verhalten nur schaden! Alles erlauben sie ihnen, sie sind weich wie Butter, sind die Hampelmänner ihrer Kinder! Ja wo bleiben denn die Grenzen, die die Kinder sogar einfordern? Ich kriegs grad live mit! Aus Angst, den Jungen zu verlieren, dass er sich für Mama entscheidet, wird alles so gemacht, wie der Junge will! Wenn der Junge sagt: Ich will aber, wird gesprungen! Wie macht man solchen Menschen, die z.B. nicht mal den Namen Gibral lesen können geschweige denn seine Bücher, begreiflich, dass ihr Verhalten falsch und schädlich für die gesunde Entwicklung ihrer Kids ist?


um 08-12-’09 19:04 von Katinka| (E-Mail ) | reagiere hierzu

s Bildle vom Katinka

und ich kann dafür nicht schreiben… sorry, Schreibfehler! Sehs grad: Gibran natürlich! ooops…lach…


um 08-12-’09 19:07 von Katinka| (E-Mail ) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Kein Thema Katinka. Auf den Inhalt kommt es an, und der stimmt – in deiner Aussage.

Um deine Frage zu beantworten; gar nicht. Einem Vater der egozentrisch handelt – eben weil er Angst hat zu verlieren -, und sein Kind versaut, kann man nichts erklären.





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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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