am Mittwoch 09. März 2011 um 08:10 schrieb Ebola HS:

Religion und Glaube

Für Wolf-Dieter und jedem den es gefällt:

Der Legende nach, lebte vor sehr vielen Jahren ein Mann in einer bekannten Stadt, der für seine Gelehrsamkeit bekannt und geschätzt war. Er kannte jedes Buch seiner Zeit und war nie scheu, sein Wissen zu erweitern. Je mehr er las, desto gläubiger wurde er. Eines Tages fand er in einem alten Buch geschrieben, dass derjenige mit dem reinsten Glauben über Wasser gehen könne. Er beschloss durch die Welt zu ziehen, um diesen reinen Glauben zu finden.
Auf seine Reise kam er durch verschiedene Länder, lernte und lehrte. Verglich und erweiterte sein Wissen. Aber was er auch tat und wie er auch forschte, er konnte nicht über Wasser gehen. So zog er immer weiter, im Glauben, dass er noch nicht genug wisse und der Hoffnung, dass Gott ihn führte.
Eines Tages führte sein Weg entlang eines breiten Flusses, der Wüste und Grasland trennte. Da er auf der öden Seite ging und den Fluss nicht überqueren konnte, folgte er dessen Lauf. Irgendwann werde ich wohl einen Übergang finden. In der Abenddämmerung wusch er sich und betete, so wie er es gelernt hatte und es täglich tat.
Nach seinem Gebet vernahm er undefinierbare Schreie. Er sah ein Wesen, das mehr einem Affen glich als einem Menschen, wie dieser sich im Flussbett wälzte, an seine Haaren zerrte, mit Schlamm und Sand um sich warf, die Hände in den Boden stampfte und dabei tierische Schreie von sich gab. Ängstlich beobachtete er dieses Wesen, dass nach einer Zeit sich plötzlich ans Ufer saß und tat als sei nicht geschehen. Unser Gelehrte sah, dass es ein Mensch war. Verwahrlost, unbekleidet und verdreckt. Er trat langsam näher grüßte und fragte sanft oder er ihn verstehe. Zu seinem Erstaunen grüßte der Wilde ebenso sanft in seiner Sprache zurück und gab an ihn zu verstehen.
Darf ich dich fragen, was du da eben getan hast, fragte der Gelehrte?
Was meist du, fragte er Wilde erstaunt zurück?
Eben, als du geschrien und dich am Boden gewälzt hast. Hast du vielleicht Schmerzen, spekulierte der Gelehrte?
Ach das - du weißt es nicht? Nein ich habe keine Schmerzen. Ich betete zum Schöpfer, so wie ich jeden Tag mache, antwortete der Wilde erstaunt. War das denn nicht richtig?
Es stellte sich heraus, dass der Wilde als Kind von einer Karawane verloren wurde. Seitdem lebte er hier am Fluss und wartete in der Hoffnung wieder gefunden zu werden.
Der Gelehrte begriff dass Gott ihn hierher geführt hatte, um diesen Menschen zu lehren und zu retten. Also brachte er ihm alles bei, was dieser brauchte um in einer Gesellschaft zu leben. Er wusch ihn, schnitt ihm die Haare, gab ihm Kleidung und lehrte ihn, wie man zu Gott betete. Dieser sog alles auf und war nach ein paar Tagen nicht wieder zu erkennen. Der vormals Wilde entwickelte sich zu einem schönen Jüngling.
Als Dank baute er dem Gelehrten ein Floß, damit der ans andere Ufer gelangen konnte. Denn der Gelehrte wollte seinen Weg weiter gehen. Er selbst aber, wollte den Weg gehen, den der andere gekommen war.
Der Gelehrte hatte schon ans andere Ufer angelegt, als er sah, dass der Jüngling ihm etwas zu rief. Er konnte ihn aber ob der Ferne nicht verstehen, und machte das durch Zeichen deutlich. Da lief der Jüngling zu ihm rüber und sagte, er habe vergessen, wann und wie er das Morgengebet zu verrichten habe und es täte ihm Leid ...
Geh zurück und bete, wie du es selbst am Besten hältst, gab der erstaunte Gelehrte zurück.
Am Abend saß er am Lagerfeuer und konnte an nichts anderes mehr denken als an den Jüngling, der einfach über das Wasser gegangen war.
Wie, Gott, konnte der Junge das machen? Wie kann dieser den reinsten Glauben haben? Ich habe alle deine Propheten gelesen, alles was sie lehrten gelernt. Bin immer deinen Weg gegangen und habe deine Gesetze eingehalten. Wieso kann ein ungelehrter Wilder über Wasser gehen ... und ich nicht?!
In der Nacht träumte er, wie Gott zu ihm sprach: Du, Gelehrter, hast alles Wissen um mich aus Büchern gelernt. Dein ganzes Leben, lerntest du von anderen dass es mich gibt, folgtest den Propheten. Du konntest nicht umhin als an mich zu glauben. Jener den du Wilder nennst, fand mich selbst. Und wie er zu mir betete, war und ist reiner als wie du es gelernt hast. zehn Kommentare
s Bildle vom Dabbelju-Di

Schöne Geschichte und mir deucht, dass sie mir nicht ganz unbekannt ist. Ich finde mich da aber nicht wieder. Ich habe eigentlich nie gesucht, bin aber seit geraumer Zeit der Überzeugung, dass es Gott, so wie er in den verschiedenen “gängigen” Religionen gepredigt wird, nicht gibt. Ich bin in einem konfessionellen Internat aufgewachsen und erzogen worden, die Materie ist mir vertraut.
Ich schließe nicht aus, dass es einen Gott gibt, aber es ist nicht geklärt und somit kann ich diese Frage weder mit Ja noch mit Nein beantworten.


um 10-03-’11 11:56 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Ein Agnostiker.
Ich denke, ich hab dir diese Geschichte vor genau drei Jahren erzählt. Wir wollten an diesem Abend in der ev. Kirche an einer Aufklärungsrunde teilnehmen – die dann abgesagt war.
Es geht im Glauben nicht darum, dass die Gottfrage mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Sie kann nicht. Ansonsten wären alle Menschen gläubig oder eben nicht – je nachdem, wie es beantwortet und bewiesen wäre.
Du und ich sehen die Sonne. Es wäre dumm von uns, zu bezweifeln ob es die Sonne gibt oder nicht. So wäre das dann auch mit Gott. Würden wir wissen dass es ihn gibt, könnte man nicht an seiner Existenz zweifeln. Das wäre dann kein Glaube mehr, sondern Wissen.

Mein Glaube resultiert nicht aus den Büchern. Ich sehe die Geschichten darin nicht so eng – sondern versuche sie in die entsprechende Zeit zu umdenken. Mein Glaube resultiert aus meinem Wissen “der” Physik. Je mehr, desto bewusster wird mir, dass es Gott geben muss.



s Bildle vom Dabbelju-Di

Mein Anti-Glauben resultiert ebenfalls nicht aus Büchern! Gerade die Physik, die Du zitierst, die Naturwissenschaften, Astronomie u.a. belegen, dass unsere Erde, unser Sonnensystem, die Galaxien anders entstanden sind als von “Gott gemacht”. Wir könnten ja mal ein “Streitgespräch” führen, aber nicht im Internet?


um 10-03-’11 12:57 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

Dabbelju-Di hat darauf reagiert |
s Bildle vom Ebola

Streitgespräch? Das liegt mir fern.
Dieses von “Gott gemacht” aus den Büchern, sehe ich nicht so eng. Weder die Menschen damals, noch heute, hätten es verstanden, wenn ihnen der wahre Hergang “prophezeit” wäre. Wer die Genesis wörtlich nimmt, hat’s nicht anders verdient als RTL zu gucken und E10 zu tanken. ;)



s Bildle vom 99names

Die gesamte Schöpfung/ Natur ist doch ein Beweis dass es Gott gibt. Es gibt kein Buch in dem der allmächtige Gott mit seinen vollkommenen Eigenschaften beschrieben wird wie im Koran, demzufolge ist es sicherlich sinnvoll sich darin kundig zu machen.
Nichts kann mehr Beweise bieten. Wer sonst ausser Gott könnte vor so vielen Jahren eine Vielzahl von Ereignissen und Merkmalen wiederlegen die die moderne Wissenschaft erst heute entdeckt und erforscht hat?!


um 10-03-’11 14:45 von 99names| | reagiere hierzu

s Bildle vom Dany the Hussi

Interessantes Thema….ich persönlich halte nichts von Kirche. Sehr wohl bin ich ein gläubiger Mensch, aber mein Glaube hat nichts mit der Kirche zutun. Kirche ist in meinen Augen organisiertes Verbrechen, Abzocke und weltfremd.Ich muss nicht in eine Kirche gehen um an Gott zu glauben, ich muss auch nicht auf einen Friedhof gehen um zu trauern, denn das was der Mensch in sich trägt an Glaube, Liebe und Hoffnung hat in meinen Augen reingarnichts mit Kirche und Konsorten zutun, sondern mit dem Mensch ansich.


um 10-03-’11 15:24 von Dany the Hussi | | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf Ebolas Kommentar
s Bildle vom Dabbelju-Di nicht im Sinn von streiten, Fresse reinhauen und so :-) …. nein: diskutieren.
um 10-03-’11 18:26 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

Dabbelju-Di hat darauf reagiert |
s Bildle vom Ebola

Richtig, Dany!-)

W-D. Ich versuchte mir das gerade vorzustellen. hehe
Nie, mein Feund :)



das ist eine Reaktion auf Ebolas Kommentar
s Bildle vom Dabbelju-Di was? In das Gesicht hauen oder diskutieren? Ich hoffe Du meintest mit “Nie, mein Freund” ersteres ;-) . Trotzdem, so eine Diskussion mit Dir stelle ich mir recht interessant vor.
um 10-03-’11 21:19 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu



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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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