am Dienstag 07. Juni 2011 um 12:15 schrieb Ebola HS:

Meinung II

Auszug Wikipedia, Meinung: "Eine Meinung (von indogermanisch moino Wechsel, Tausch) ist die in einem Menschen bestehende subjektive Ansicht und Einstellung zu Zuständen, Ereignissen oder anderen Personen (rechtlich: Werturteil). ... Eine Meinung äußert sich in einer Aussage und ihre wesentliche Aufgabe ist die Bewertung oder Beurteilung, sie sagt aus, wie jemand etwas sieht."

2005 schob die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der dänischen Presse, eine Welle der Gewalt und nicht minder aggressiver Diskussionen vor sich her. Während die einen sich als Rächer berufen fühlten, sahen sich die anderen als Bewahrer der Meinungsfreiheit erkoren. Als die dänische Regierung zum Dialog bereit war, verloren die Medien das Interesse an der Angelegenheit und fast schlagartig verebbte Gewalt und Diskussionen. Beide Seiten wurden von Medien entsprechend gefüttert.
2003 war die Mehrheit der US-Bevölkerung davon überzeugt, Saddam Hussein sei ein Terrorist und der Krieg gegen den Irak gerechtfertigt. In derselben Zeit, war die Mehrheit der deutschen Bevölkerung vom Gegenteil überzeugt. Während die einen heute mehrheitlich nicht mehr hinter dem Irakkrieg stehen, haben es die anderen fast schon akzeptiert. Auch hier wurden beide Seiten von den Medien entsprechend gefüttert und geführt.
Das sind nur zwei Beispiele.

Ich sitze im Café und irgendwann fällt das Thema auf Griechenland. Die Griechen seinen selbst schuld, bekomme ich zu hören. Jemand hätte im Urlaub gesehen, wie die da unten schon seit Jahren auf pump leben würden. Mehrere Handyverträge, Flat-TVs etc., und niemand würde arbeiten. Sie hocken nur in Cafés und irgendwann muss doch die Blase platzen. Mein Versuch die Sichtweise meiner Gegenüber auf eine reale Ebene zu bringen, schlägt fehl, weil da ja dieser Jemand im Urlaub es mit eigenen Augen gesehen hat - ich wage es nicht “hätte“ zu schreiben. Banken und Spekulationsgeschäfte interessieren nicht. Irland, Portugal ... selbst schuld.
Später habe ich erfahren, dass in der Bild ähnlich berichtet wurde. Das Ganze nannte sich “Pleitegriechen“ und wurde sogar mit “dem mit 10.000 Euro dotierten „Herbert-Quandt-Medien-Preis“ auszeichnet“.

Ich ging immer davon aus, dass Menschen in meinem Umfeld - ich will das nicht örtlich begrenzen und schließe ich Internetbekanntschaften ein -, hinterfragen bevor sie eine Meinung bilden. Und mit diesem Hintergrund fand (und finde) ich es schön - zu sehen dass ein Mensch funktioniert ist schön -, wenn jemand hinter seiner Meinung steht und sie, solange er nicht vom Gegenteil überzeugt wird, argumentieren kann.
Leider fehlt meist die faktische Information, weil Medien heutzutage nicht informieren sondern nur skandalisieren.
Es reicht nicht dass ein Tornado oder eine Flut eine Stadt verwüstet, es muss ein Jahrhundert-Tornado und eine Jahrhundertflut sein. Jeder Waldbrand ist schlimmer als die vorher und während darüber berichtet wird, schlimmer als alle die noch kommen werden. Eine Ölkatastrophe ist nur solange interessant, wie sie nicht von der nächsten Jahrhundert-Katastrophe eingeholt wird. Ein paar Wochen später, kräht kein Hahn mehr danach. Spricht noch jemand über E10?
Spanische Gurken, Salat und Tomaten, haben Gott sei Dank keine Lobby. Ansonsten würden sie vor den Gerichtshof der Menschenrechte ziehen. Sprossen, sind's nun auch nicht mehr. Die Medien drängen auf Antwort und Menschen (ja, leider zählt auch der eine oder andere Politiker zu dieser Gattung) die sich gerne über die Medien definieren, geben allzu gerne und ebenso schnell eine Antwort.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, die eigene Meinung nicht zu hinterfragen. Wenn meine Meinung nur durch einseitige Information gebildet wurde, ist sie nichts weiter als eine vergängliche Jahrhundert-Meinung. Und jeder der davon überzeugt ist, Bild lesen - damit sei nicht nur das Lesen der Bildzeitung gemeint, sondern auch das Sehen von TV Sendungen die ähnlich agieren - zu müssen um sich zu informieren, darf sich getrost etwas einbilden. Denn Schafe die lesen können, sind faktisch eine Sensation - getrieben von Schäferhunde als Medien, und Schäfer ist der Profit. vier Kommentare
s Bildle vom Dirk

Wieso denkst du dass die Bildzeizung nicht gut ist? Das Lese ich in deinem Artikel zwischen den Zeilen.
Hast du schon geschehen wer alles für die Bild wirbt. Meist du das sind Schafe?



s Bildle vom Ebola

Du definierst eine Zeitung darüber wer für sie wirbt – und nicht über den Inhalt?

Aber um deine Frage zu beantworten: Ja – im Sinne des Textes. Sie lassen sich kaufen. Bild-Zeitung geht gar nicht. Nicht einmal als Klolektüre.





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Tja, so ist da nun mal. Manchmal kommt man nur weiter, wenn man Fragen beantwortet.

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