Montag 20. April, 2009

Steinmeier

Wieder an dieser Stelle, der Spruch zum Wochenstart:
Wer die Zukunft erleben will, muss die Gegenwart überleben.

We don't need another Robin Hood.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Wochenstart!
Freitag 17. April, 2009

MyHouse

roomONE 01052009 Wir tanzen in den Mai.

Es gibt ja nicht viel wo man hier am Ort noch lecker feiern kann. Die paar Lokalitäten die es gibt - und die sich immer wieder ankündigen ohne wirklich da zu sein - dürften nicht wirklich genug Hitze erzeugen um das Blut über Körpertemperatur zu bringen.
Anders ist es mit dem «roomONE». Das Ding ist wohl die erste Clubbing-Adresse in dieser Gegend.


Und deshalb - gibt es mich auch mal wieder in der Heimatstadt unter den Kopfhörern zu erleben: Am ersten Mai wird's kochen in euren Venen! Have fun!

ps: Klick' auf Foto Mäuschen! ;-)
Mittwoch 15. April, 2009

Leukämie

Aus aktuellem Anlass, möchte ich einen Aufruf starten:
Können sie sich vorstellen ein Leben zu retten? Sie brauchen sich hierzu nur typisieren lassen und bei Bedarf als Knochenmark-Spender (Stammzelltransplantation) zur Verfügung stellen. Knochenmark ist kein Rückenmark. Die Entnahme geschieht völlig Schmerzlos und der Körper regeneriert das entnommene Knochenmark innerhalb weniger Tage.
Für die Typisierung bekommt man von der DKMS ein Wangenabstrichset. Kurz, schmerzlos und kostenlos (danke für den Hinweis in den Kommentaren).
Sollten sie als Spender in Frage kommen, retten sie Menschenleben - vielleicht wären sie dankbar, wenn irgendwann ihnen oder ihrem Umfeld so geholfen wird.
Zurzeit ist es leider so, dass zu wenig Spender typisiert sind. Menschenleben könnten gerettet werden. Also:

1. Typisierungsset per E-Mail oder Telefon bestellen – Informationen hierzu finden sie auf der Seite der DKMS.
2. Das darin enthaltene Wattestäbchen zweimal über die Innenseite der Wangen streichen.
3. Eintüten, in den mitgelieferten frankierten Umschlag stecken und zurück senden.


Das war's schon.
Dienstag 14. April, 2009

so ist das leben

Sprüche wie, «man lebt nur einmal, genieße das Leben, den Augenblick», gibt es zuhauf. In den gesagten Augenblicken, mag man auch so denken und vielleicht ebenso handeln. Meistens aber gehen solche Worte und der Antrieb dahinter, im Alltag einfach unter.
Das Drama anderer Menschen wird uns immer näher, denn wenn man früher eher nebenbei erfuhr wer wo gestorben war, bekommt man es heute druckfrisch zum Frühstück geliefert. Zwar mag man noch ein gewisses Mitleid fühlen, im Großen aber ist man eher immun für fremdes Schicksal - denn schließlich zehren wir genug an unserem eigenen. Bis es uns selbst trifft.

Ein lieber Mensch trat letzte Woche plötzlich aus dem Leben. Niemand hatte es vorhergesehen, niemand hätte auch nur im Entferntesten daran gedacht. Sie ging so plötzlich, dass man immer noch glaubt jeden Augenblick aufzuwachen und alles war nur ein Albtraum.
Ein anderer Bekannter bekam gesagt, dass seine Tochter an akuter myeloischen Leukämie leidet. Wo früher nur Lachen war, steht nun das Bangen die geliebte Tochter zu verlieren.

Vor zweieinhalb tausend Jahren sagte ein kluger Mann: So ist das Leben, man stirbt. Sokrates wusste den Kern unserer Existenz in mit ein paar Worten auszudrücken.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Wochenstart.
Samstag 11. April, 2009

Veränderungen

Am Mittwoch habe ich mich getrennt. Ich weiß nicht genau wie lange ich das Ding hatte, aber es muss wohl irgendwann vor der Jahrtausendwende gewesen sein, dass ich mir in der Form wachsen ließ. Der schmale Streifen Haare von der Unterlippe bis zum Kinnende gehörten einfach zu meinem Gesicht des letzten Jahrzehnts. Nun ist es weg, rasiert.
Ich wurde im Obsthaus darum gebeten. Die Chefin dort ist eine Bekannte, die mich seit meinen Kindertagen kennt. Es würde nicht zu mir passen, sagte sie. Außerdem zähle sie als meine große Schwester und würde auch ihren leiblichen Bruder darum bitten, wenn er so ein Ding im Gesicht hätte.
Na, da konnte ich dann einfach nicht anders. Es geht auch ohne, besser.

Frohe Osterfeiertage, weiterhin.
Montag 06. April, 2009

...

An dieser Stelle wieder, pünktlich der Spruch zum Wochenstart:
Frühling!

In diesem Sinne - freuen sie sich, wenn sie es erleben dürfen -, einen wunderschönen Wochenstart!
Mittwoch 01. April, 2009

Mängel-Exemplar

Heute Nacht bin ich Bus gefahren, im Traum.
Es stiegen immer wieder Menschen aus meiner Vergangenheit ein, saßen neben mir und stiegen wieder aus. Die Haltestellen waren solche meiner Erinnerungen, an den ebenfalls Menschen aus meiner Vergangenheit in ihren Gärten standen. Ich wusste dass ich träume und versuchte gerade herauszufinden was genau dieser Traum zu bedeuten hatte, als ich eine Welle aus silbern-roten Halbkreisen sah und modrige Erdbeere schmeckte. Das war kein Teil vom Traum, sondern Realität. Eben etwas dass ich gehört haben musste, und wovon ich wach wurde. Das war eindeutig menschliche Modulation, bedeutet: Jemand in der Nähe muss geschrien haben. Ich öffnete das Fenster und vernahm nur Stille.
An Schlaf war nicht mehr zu denken, denn ... eben, wie das so ist. In der Küche trank ich Wasser und konnte sehen, dass es drei Uhr war. Seltsam, denn wenn ich geweckt werde, dann meist um drei - Sommerzeit.
Das Gute an der Sache ist, dass ich bis halb fünf gelesen habe - wo wir dann beim Thema wären:
Letztes Jahr, im Juni, fand ich keine interessanten Bücher mehr. Alles was als Bestseller ausgelegt war, ließ mich kalt. Nicht dass alles schlecht war, was ich damals zu kaufen bekam – es berührte mich nicht mehr. Ich hatte auch die Vermutung, dass ich abgestumpft war oder mich zu sehr in meiner eigenen Welt bewegte, als dass ich in die Gedankenwelt der Bestsellerautoren versinken konnte.
Irgendwann stand ich damals kurz vor 22°° Uhr noch im Kaufland um Wasser zu kaufen, als ich auf dem Weg zur Kasse eine Auslade voll von Taschenbüchern sah. Die dort geschichteten Bücher kosteten zwischen 2.99 EUR und 5.99 EUR und trugen den Stempel «Preisred. Mängel-Exemplar». Arme Dinge dachte ich, liegen da wie Lepra-Kranke im Mittelalter. Zwei Minuten später hatte ich einen dieser Lepra-Kranken, mit dunkelgrünem Stempel am Fuß, im Einkaufswagen liegen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte - es gefiel mir sogar sehr -, fasste ich den Plan 100 solche aussätzigen Bücher aus den Lepra-Tonnen der Discounter meiner Einkaufswelt zu befreien.
Bis heute habe ich es nicht bereut und vorhin das 100. angefangen; «Der Marlowe Code», von Leslie Silbert.

Und nächste Woche gehe ich wieder in die Buchhandlung und wühle auf der Bestsellertheke. Schließlich muss man auch mal ... Bestseller wieder lesen.
Montag 30. März, 2009

summer.time

Pünktlich an dieser Stelle, wieder, der Spruch zum Wochenstart:
Nur weil es eine Stunde später ist, wird es nicht eine Stunde früher hell.

Es sollte helfen, Kerzen zu sparen. Benjamin Franklin machte die Idee erstmals 1784 publik. In Deutschland wurde es dann mitten in den Kriegen (1916 und 1940) eingeführt, die Sommerzeit. Geholfen hat es nicht, zumindest ist geschichtlich belegt, dass weder der spätere Sonnenuntergang bei Verdun, noch mehr Licht am Abend in den Barracken von Auschwitz halfen, am Ende als Gewinner dazustehen. Vielleicht kann man die Ölkrise Ende der Siebziger auch als eine Art Krieg bezeichnen, was die Wiedereinführung der Sommerzeit in diesem Sinne rechtfertigen würde.
Fakt ist, wir brauchen sie nicht und müssen damit leben.

In diesem Sinne - nicht immer machen Einsparungen Sinn -, einen wunderschönen Wochenstart in der Sommerzeit.
Donnerstag 26. März, 2009

Konjunktur.Eimer

Konjunkturprogramm, Finanzspritze, Abwrackprämie*, Leitzinssenkung. Mit diesen Schlagworten wird dem Bürger gerade gehörig die Ohren gewaschen. Man hat den Eindruck, die Regierung steht auf der Seite der Gebeutelten und versucht, so gut als möglich (nicht wie), den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Wahrheit ist aber, dass diese Programme nicht dem gemeinen Mob, eben uns, zur Hilfe kommen, sondern die unterstützen die den Karren in den Dreck schoben.
Ein Loch ist im Eimer...Die Senkung des Leitzinses kommt nicht beim Bürger an, Finanzspritzen nageln die Köpfe an den Rümpfen der Henker fest, Abwrackprämie* füllt die Kassen der Gierigen weiter während sie den wirklichen Steuerzahler nur kostet und Konjunkturprogramm bedeutet nichts weiter, als das ganze System am Leben zu halten.
Kurz, man kann keinen Eimer auffüllen, ohne vorher die Löcher geflickt zu haben. Karl-Otto und der gute Henry sangen das schon im Kindergarten.
Es ist nicht lange her, da sprach man von Mindestlohn um Wählerstimmen zu mobilisieren. Vielleicht, und ganz sicher, sollte man das wahre Übel knacken und eine Grenze für Höchstlöhne setzen. Denn Manager feiern gerade Schlachtfest, mit frischem Geld.

*Ein nicht geringer Teil der Fahrzeuge, die abgewrackt wurden, werden wieder in den Straßenverkehr eingeschleust. Das Kraftfahrzeugbundesamt gibt gerade nicht wenige neue KFZ-Briefe für Alt-Fahrzeuge aus. Das ist keine Vermutung, sondern eine Erfahrung die ich an einem konkreten Fall miterleben durfte. Alles legal, im Sinne der Legislative... (ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto...)

image: ingram publishing, lizensfrei
Dienstag 24. März, 2009

war.was?

An dieser Stelle, nachträglich, der Spruch zum Wochenstart:
Und plötzlich war er wieder da!

Wie hatten wir uns darauf gefreut endlich den Winter überstanden zu haben. Wir liefen sogar zur Mittagszeit nur im Hemd zum Bäcker, während die weiblichen Geschöpfe vor uns, mit ihren Röckchen wie Katzen vor ihrer Beute stolzierten. Holla die Waldfee sang uns Lieder, während die Jeans immer enger wurden. ... Und dann plötzlich, war er wieder da: Der Winter.
In diesem Sinne - dennoch eine wundersame Woche wünschend - zu Ostern wird alles wieder kürzer.

Und als kleine Aufmunterung - oder gar nicht, wie man's sieht - ein kleiner Auszug aus einer Mail die ich heute in meinem Spamordner fand (Danke, Fraggle):
... hier weiter lesen!
Samstag 21. März, 2009

Armstrong

Das aktuelle Programm-Plakat...«Komm' zu Fatih», heißt sein aktuelles Programm – und gestern Abend kamen wir zu Fatih, Fatih Cevikkollu. Der Mann in Esprandillos und gefühltem Armanianzug.
Richtig, das ist der Türke aus Atze Schröders Kiosk. Der kann auch alleine, sogar richtig guten Kabarett und es macht Spaß im zuzuhören. Denn Fatih hat viel zu sagen. Wenn er dem Publikum mit einem Anglizismen gespickten zehnminütigem Satz vorm Kopf stößt, bleibt kein Auge trocken. In der elften Minute denkst du darüber nach, Pullover oder Trainer zu meiden, versprichst dir, sollte dir je einer sagen dass «wir das greenlighten», das Gespräch sofort und auf Stelle zu beenden. Nicht dass man das nicht eh so gemacht hätte, man verspricht es sich nur noch einmal. Vielleicht ist da noch der bitter Nachgeschmack, dass Integrations-Ausländer am Ende die besseren Deutschen sind.
Als Quotentürke weißt du, was Fatih erzählt wenn er davon spricht, dass manch einer seinen Türken hat. Auch davon, dass eben diese manch einer sich besser damit fühlen, wenn sie ihren Quotentürken grüßen.
Und dann ist da noch Joao ... - An dieser Stelle vielleicht ein kurzes Intermezzo: Joao, kannst du nicht einfach so aussprechen. Du musst strahlend weiße Zähne haben, die du durch offene Lippen zeigst, während du ganz langsam und lächelnd Tschauohhhh artikulierst. - Joao ist Brasilianer, und jede geht mit ihm mit. Schließlich muss es ja jemanden geben der die ganzen Mädelz abschleppt. Genau, das ist Joao. Und Joao erzählt Fatih was er so alles erlebt hat... und Fatih erzählt es uns.
Sein Programm endete mit der Geburt seiner Tochter und den zwei Regeln, die Mann bei der Geburt einzuhalten hat: Dasein und Fresse halten. Die dritte Regel ist seine Hand zu opfern und sich nebenher von seinen Bandscheiben zu verabschieden.

Nach der Show saßen wir noch zusammen. Und was soll ich sagen, er kann wirklich Türkisch, Herr Yanar.
Freitag 20. März, 2009

Insel mit zwei Bergen

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang! Und pünktlich dazu, träume ich Wirres...
... oder Nasses.



Gestern zum Beispiel wachte ich mit den Worten «was für eine Frau!» auf. Das heißt, ich wurde durch meine Stimme wach und brauchte Minuten um zu begreifen, was - und vor allem warum - ich da(s) gesagt hatte. Hallo, geht's noch! Ich rede sonst ... nie im Schlaf. Jedenfalls ist es mir nicht bekannt gewesen.
Heute Morgen brauchte ich Minuten um zu begreifen, dass niemand neben mir lag, weil niemand neben mir liegt. Ich konnte aber noch gut spüren, dass das vor ein paar Minuten anders gewesen sein musste. Heißt, ich träumte, jemand hätte neben mir gelegen.
Scheint dass meine Psyche einen Weg gefunden hat, nächstens auszuleben was ich tagsüber ... Daran muss ich arbeiten. Sehr sehr schnell daran arbeiten. Diese Switch zwischen Traum und Realität, setzten mehr zu als dass sie helfen.
Mittwoch 18. März, 2009

Ballerspiele

Teil.. I:
Das Desaster in Winnenden zieht mal wieder die Diskussion über Computerspiele hoch. Für und Wider liefern sich mit idiotischen Argumenten - am Thema vorbei - eine Schlacht.
Mag sein, dass der Amokläufer aus Winnenden, so wie seine Vorgänger auch, Ballerspiele auf seinem PC hatte. Dass das aber der Grund für sein Austicken war, ist nicht nur fraglich sondern völlig indiskutabel.
Ich persönlich halte von Ballerspielen nicht viel. Gar nichts eigentlich. Von mir aus müsste es keine geben – schon gar nicht auf Rechnern von Jugendlichen. Diese alle nach demselben Schema ablaufenden virtuellen Psychosewelten sind nicht mehr als minderwertige Verherrlichung miserabler Menschlichkeit. Krieg und Waffen sind schlecht. Basta. Ein Rollenspiel in dem man seine Gegner töten muss – und wenn es nur Aliens sind – ist das Dümmste was man als Unterhaltung anbieten kann.
In der aktuellen Diskussion macht man sich Gedanken wie man Jugendliche «weg vom PC» bekommt. Die einen möchten Ballerspiele verbieten, die anderen mehr sportliche Programme in den Schulen anbieten. Alles Käse, würde der Schwabe sagen. Denn weder das eine noch das andere könnte einen Jugendlichen von solchem Quatsch abbringen. Man sollte sich eher die Frage stellen, warum man sich überhaupt für solchen Mist begeistern kann.
Fakt ist, dass es cool ist cool zu sein. Pseudohelden ziehen mit allen möglichen Waffen Bösewichte schlachtend im Vorabendprogramm durch alle möglichen TV-Kanäle. Man möchte schon gar nicht mehr auf die Autobahn, weil man überlegt ob da nicht in «Cobra 11»-Manie irgendwelche 40-Tonner explodierend einem entgegen fliegen könnten. Entweder wird sinnlos geballert oder ebenso sinnlos gekocht – was nicht minder schrecklich ist.
Jugendliche bekommt nicht mit Verboten oder «attraktiven» Sportprogrammen «weg vom PC». Man muss ihnen etwas bieten, mit dem sie im Schulhof angeben können – so salopp das klingen mag. Etwas, mit dem sie ihre Geltung spiegeln. Oder wie erklärt man sich sonst das Aufkommen von Trittbrettfahren?
Da reicht es nicht irgendwelche Matten in Hallen aufzustellen. Das erreicht man nur im Zusammenspiel mit den Medien.

.. Fortsetzung folgt.
Montag 16. März, 2009

Kamel.weise

Der Spruch zum Wochenstart, ist heute etwas ungewöhnlicher als sonst, erscheint aber wie gewohnt an dieser Stelle:

Nachdem es sich mit anderen Tieren verglich, fragt das Kamelkind den Kamelvater, warum sie eigentlich zwei Höcker auf dem Rücken hätten.
  Damit speichern wir Nahrung, wenn wir durch die Wüste ziehen, antwortet der Kamelvater.
  Und warum haben wir so lange Wimpern?, will das Kind weiter wissen.
  Damit uns der Wind nicht den Sand in die Augen bläst, wenn wir durch die Wüste ziehen.
  Und warum haben wir Hufe anstelle von Füßen?
  Damit wir nicht im Sand einsinken, wenn wir durch die Wüste ziehen.
  Und was machen wir dann im Zoo?


In diesem Sinne – stehen sie nicht im Zoo, sondern nutzen ihren Körper -, einen wunderschönen Wochenstart.
Freitag 13. März, 2009

Schäuble.innenden

Unser Herr Bundesinnenminister, Herr Schäuble, zeigt mal wieder elegant, wie sehr er an Realitätsverlust leidet. Ist ihm jeder Computerbesitzer ein potentieller Terrorist, sieht er keinen Grund jemanden der ein übermäßiges Waffenarsenal im Häusle hält, als potentielle Gefahr für die Öffentlichkeit zu sehen.
Es fehlen Kontrollen, Herr Schäuble. Und wenn sie nur halb soviel Energie in die Realität wie sie an fiktiven Gefahren investieren, werden auch sie das erkennen.

Außerdem sollten gerade sie ... ... oder ist das gerade der Grund warum sie nicht?
Donnerstag 12. März, 2009
Donnerstag 12. März, 2009

Winnenden

Das Columbine Horrorkabinett fuhr in Winnenden mit einem neuen Akt auf.

Was fühlen die Eltern eines Killers? Welche Art Trauer haben sie? Wird Frau Mutter noch in irgendeiner Bäckerei ein Stück Brot kaufen können?
Das sind böse Fragen, die man aber ohne Scheu stellen muss. Denn auch wenn nach der Schuldfrage gesucht wird, haben sie, die Eltern, die Hauptschuld.

Fraglich ist, warum man überhaupt Waffen im Haus haben muss. Eine Waffe ist ein Werkzeug, eines das tötet. Eine andere Funktion gibt es dafür nicht. Der Fall in Winnenden zeigt welch' Unmenge an Munition der Vater des Schützen im Haus hortete. Das hat nichts mit Hobby zu tun und schon gar nichts mit dem Recht auf Selbstverteidigung – und dumme Sprüche, nicht Waffen würden töten sondern der Mensch, bewahrheiten sich aufs Neuste.
Eltern haften für ihre Kinder. Vielleicht sollte es in diesem Fall wirklich so sein – auch wenn die Eltern des Amokschützen in ihrer Trauer vergehen. Sie sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Tiefstes Beileid an alle Angehörigen der Opfer. Mögen die Verletzten physisch wie auch psychisch bald genesen.
Montag 09. März, 2009

Opal

Und wieder an dieser Stelle, der Spruch zum Wochenstart:
Wer sich in die Fußgängerzone stellt und Hilfe für Gehbehinderte feilt, wird sich wundern wer ihm alles entgegen hinkt.
Die tun was, denkt sich der Wähler und liebt seine Regierung weil sie helfen will. Dass aber die Politik jahrelang zusah wie das Kind den Bach hinab glitt, fällt nicht auf. Schließlich half Opel mit falschen Zahlen die Exportweltmeisterschaft zu küren, während die Gesellschaft nichts weiter als Einkommensteuer einfuhr. Jetzt versucht man mit eben solchen falschen Zahlen zu täuschen. De facto ist Opel gesund.
Drum merke: Nicht immer ist der am lautesten schreit, auch wirklich der am meisten leidet.

In diesem Sinne - lassen sie sich nicht blenden -, einen wunderschönen Wochenstart!
Sonntag 08. März, 2009

Der Vorleser

Kinofilm - Der VorleserIch dachte es wäre ein Film über den Holocaust, wollte ihn aber trotzdem wegen Frau Winslet sehen. Weit gefehlt, denn das Thema ist nicht der Holocaust - der anders als im Buch hier nur nebenbei als effektvoller Träger dient - sondern der Stolz.
«Der Vorleser» verarbeitet den menschlichen Stolz gekonnt und eindrucksvoll. Es wird gezeigt wie Stolz - nicht nur das eigene sondern auch das anderer - Leben zerstören kann.
Ich bin begeistert, absolut begeistert. Auch von den Akteuren.
Kate Winslet hat ihren Oscar verdient!
Ein wunderbarer Film.

Natürlich hatte ich die wunderbarste Begleitung, die man für diesen Film haben kann.
Donnerstag 05. März, 2009

Thema

Man müsste sich ja schämen, schon wieder von dem Thema hier anzufangen. Unter Umständen, müsste man das. Aber sie wissen ja, wo sie hier sind. Und eben, sie gehen ja auch nicht zu einem Boxkampf und erwarten dass sie Akteure auf der Bühne sich mit Blüten bewerfen. Also, ich schäme mich nicht hier schon wieder davon zu schreiben:
AM SAMSTAG geht's wieder zum Snowboarden.



So, das wollte nur mal losgelassen haben hier. Weil wenn ich es nicht getan hätte, wäre ich geplatzt! Die ganze Woche spitzt sich meine Freude immer weiter und weiter... Wahrscheinlich werde ich Freitag Abend so aufgedreht sein dass ich nur noch drei Worte in Tarzanmanie herausbringe: Ich morgen boarden!
Gerüchten zufolge, ist da eine Videodatei aufgetaucht. Ein türkischer Sportreporter mit chronischem Husten hätte mich beim Boarden gefilmt. Natürlich werden wir diesen brisanten Streifen hier an dieser Stelle heute Abend online stellen.
Mittwoch 04. März, 2009

Althaus

Auszug Yahoo!-Nachrichten: Zwei Monate nach seinem schweren Skiunfall hat ein österreichisches Gericht den Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von insgesamt 33.300 Euro verurteilt. Zusätzlich muss der 50-Jährige ein Schmerzensgeld von 5000 Euro an den Witwer der bei dem Unfall getöteten Skifahrerin Beata Christiandl zahlen.

Ist das Schmiergeld, oder warum muss Althaus österreichischen Behörden 33.000 Euro hinblättern, wogegen er gerade mal 5.000 Euro an die Hinterbliebenen der Person zahlen muss, die er fahrlässig tötete. Weder Althaus noch Christiandl sind oder waren österreichische Staatsbürger - warum sich aber Österreich daran bereichert …
Frei gekauft, heißt das. Jetzt darf er in Thüringen auf Wählerstimmen hoffen.

Dass er fahrlässig handelte ist klar. Der Richter aber urteilte absichtlich.
Montag 02. März, 2009

muh.lich

Entgegen der allgemeinen Annahme dass der Mensch erst im Tiefschlaf träumt, kann ich schon während dem Einschlafen zu träumen anfangen. Meist bekomme ich das noch voll mit, vergesse aber was
... hier weiter lesen!
Montag 02. März, 2009

Non.loves

An dieser Stelle, wieder fast pünktlich ... aber dazu später*, nach der kleinen Einleitung.
Was sich neckt das liebt sich, sagt bekanntlich ein Sprichwort. Doch sollte solches Necken beidseitig sein, ansonsten könnte das mit der Liebe langweilig werden weil's nervt.
Und so bleibt nicht viel, als *den Spruch zum Wochstart zu erfinden, der da heißt:
Neck mich nicht, weil ich lieb' dich nicht.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Wochenstart - gehen sie sich nicht gegenseitig auf den Geist. Auch wenn sie sich ... einseitig lieben sollten.
Freitag 27. Februar, 2009

News

Ich habe heute meinen 5-Zylinder verkauft. Zwar blutete mir sprichwörtlich das Herz dabei, aber der Verstand stand über der Sache. Der Neue ... verrate ich nicht. Mann muss auch seine Geheimnisse haben.

Morgen geht's wieder auf die Piste. Schneepiste. Das ist so ziemlich das Highlight der Woche, heißt, ich freue mich ungemein darauf. Einen ganzen Tag nur für mich. Um mich herum nichts als Schnee und steile Hänge. Ich und mein Brett unter den Füßen.
Ja und gibt es da noch brabbelnde Tirolerinnen. Die sollte manN natürlich nicht vergessen.

Schönes Wochenende, allen, bei was auch immer - mit allem, was dazugehört.
Mittwoch 25. Februar, 2009

Socken.loch

Man verliert ja viel, in diesem Leben. Geldbeutel, Schlüssel, Schmuck und die Sache mit den Socken in der Waschmaschine ist wahrscheinlich auch jedem bekannt. Letzteres ist mir jedoch nie passiert. Ich fand immer die gleiche Anzahl Socken, nach wie vor dem Waschgang, in der Maschine. Vielleicht, so nehme ich an, hat sich das heute gerächt.
Im Winter wird in diesem Haus die Wäsche gern im einem Trockenraum im Keller getrocknet. Als ich heute nach Hause kam, ging ich in eben diesem Raum und nahm meine Wäsche ab. Drei Jeans, zwei Hemden, mehrere Unterhosen und fünf Paar Socken. Ich legte alles fein säuberlich zusammen und trug es vier Stockwerke in meine Wohnung, stellte den Stapel, nachdem ich die Wohnungstür geöffnet hatte, auf den Stuhl in der Garderobe, zog meine Jacke aus und wanderte mit dem Stapel ins Schlafzimmer, legte es aufs Bett und fing an die Sachen ... zu verstauen. Hosen, Schiebeschrank. Hemden und Unterhosen, Wandschrank. Ein paar Socken, Schiebeschrank. Stopp.
Da ist, man mag es wenn man aufmerksam gelesen hat schon erkannt haben, etwas schief gelaufen. Zur Erinnerung, ich nahm fünf Paar Socken von der Leine. Es fehlten also vier Paar Socken. ... Die muss ich wohl fallen gelassen haben, dachte ich und lief den ganzen Weg aufmerksam zurück. Weder im Trockenraum noch (n)irgendwo im Treppenhaus lagen Socken. Wahrscheinlich liegen sie irgendwo in der Wohnung, dachte ich und lief, aufmerksam, den Weg wieder zurück. Keine Socken, auch nicht in der Wohnung. Nirgends vier Paar Socken. Nicht auf, nicht unter dem Stuhl in der Garderobe oder einem anderen irgendwo in der Wohnung, nicht im Schlafzimmer, nicht unterm Bett, nicht im Wandschrank, nicht im Schiebeschrank, nicht in meiner Jackentasche, nicht im Bad, nicht im Kühlschrank. Nickis Tschorab.
Dafür fand ich im Kühlschrank eine Tube Senf, deren Aufdruck ich anfing durchzulesen, weil ich irgendwas lesen musste um nicht aus dem Fenster zu springen. So, und wie sagt man so schön dass alles sein Gutes hat, lernte ich dass Senf - zumindest der scharfe von Thomy - das Vierfache an Eiweiß gegenüber Kohlenhydrate hat. Das wusste ich noch nicht.

Jetzt sitze ich, gebildeter als vorher, hier und ... frage mich ob meine Hosen nicht interessanter gewesen wären als vier Paar beige Socken?
Dienstag 24. Februar, 2009

Kaffee

Wahrscheinlich hat man damit sogar in der Schweiz angefangen. Ich weiß es nicht, man müsste es googlen oder wikipediaen. Das ist so ein Ding dass man früher nicht tat, googlen. Man schlug nach, meist in Büchern. Heute googlet man und das Ranking bestimmt den Wahrheitsgehalt des Gesuchten. Aber was ist heute schon wie es mal war. Es gibt Not leidende Banken, die man notleidende Banken nennt, was fast so schlimm ist wie kremiger Kaffee um den es hier geht.
Kaffee ist ein Genussmittel, Luxus den man sich gerne gönnt. Oder gönnte, denn heute ist da nichts mit Luxus und schon gar nichts mit Gönnen. Kaffee bekommt man heute nur unter einem braunen Schaum serviert, meist auf Knopfdruck und lautem Getöse in einen Becher abgelassen. Eben so, wie Mann früher im Stehen abließ und danach aufs Knöpfchen drückte damit es nicht zu stinken anfing was da abgelassen war. Heute macht Mann das gern im sitzen und hat in der Tasse ähnliches an Geschmack und vor allem, Temperatur. Cremiger Kaffee. Lauwarmer Luxus den man nicht haben will weil es keiner ist.

Ich rege mich schon seit Jahren über diese Unart Kaffee auf, und es wird schlimmer. Gelobt sei meine Enklave die ich Küche nenne, und darin noch ganz im Geheimen echten Kaffee koche. Erzählen sie es nicht weiter. Es könnte Neid entstehen – und das ist bekanntlich eine Todsünde.
Montag 23. Februar, 2009

Blut.organgen

An dieser Stelle, sehr ungewohnt, kein Spruch zum Wochenstart.
Bio-Blutorangen ... Diese schönen Früchte habe ich am Samstag gekauft. Bio-Blutorgangen.
Wenn man sie schält bekommt der Begriff Blutorangen eine ganz eigene Dimension.

Sehr lecker, sehr interessant.

So interessant, dass man darüber den Spruch zum Wochenstart ... übergeht.
Freitag 20. Februar, 2009

schick.Saal

  Mein Leben lang hab' ich gewartet, gekämpft und du warst nicht da! Jetzt wo ich mich damit abgefunden habe kommst du?!
  Jetzt beruhigen sie sich doch... ich kann das erklären...
  Ich pfeife auf deine Erklärung! Und hör' auf mich zu sietzen! Von dir möchte ich nicht Sie genannt werden!
  Du. ... was soll ich denn machen, ich kann doch nichts dafür.
  Klar kannst du dafür, Volleimer inwendiger! Hast du denn nicht die ganze Zeit zugesehen und nichts getan?! JETZT kommst du an und legst mir Blumen in meine Gedanken, schüttelst einen Reim nach dem Anderen durch meinen Tag und versprichst mir ...
  Übertreibst du jetzt nicht etwas...? Beruhig' dich doch erstmal...
  ÜBERtreiben?! Hast du noch alle beisammen du Arschgeweih einer Seele?! Übertreiben!? Ich hab' noch gar nicht angefangen zu über...
  Du kannst gar nichts dagegen machen!, wollte ich noch sagen. Es ist jetzt so bestimmt und nichts kann dagegen an. Nicht einmal du! Entweder nimmst du es an oder es geschieht auch ohne dein Einverständnis! BASTA.
  Jetzt komm' mir nicht frech...
  FRECH?! Ich bin das Schicksal. Essenz, Richtung und Weg des Seins. Du wagst es mich frech zu nennen?!
  ... ich nenn' dich ganz anders, Arsch!
  Jetzt mach' aber mal einen Punkt! Ich hör' mir das nicht länger an! Denk' was du willst, du wirst es nicht ändern!
  ... das wollen wir mal sehen. Ich ... schwirr' ab bevor ich ... ach geh' einfach und lass' mich in Ruhe!

Manchmal, muss manN Tacheles mit dem Schicksal reden. Auch wenn das nicht ändert – es beruhigt.
Sonntag 15. Februar, 2009

Zahnbürsten

  Dann gibt es zu viele!?!

Ich sehe ihr zu wie sie die Zahnbürsten auf den Tisch wirft und wortlos in ihr Zimmer geht. Sie hat recht, die Zahnbürste ist in ihrer Art recht schön verarbeitet. Ihre, die gerade noch vor mir auf dem Tisch lag, ist am Griff mit einer roten halb transparenten Einlegearbeit versehen. Man müsste viel Geschick an den Tag legen, um das selbst herzustellen – und wenn, wer würde dann noch eine solche Zahnbürste nach Abnutzung einfach weg werfen?
Edith, meine ungeborene Tochter, regiert auf ihre Umwelt wie ich es von mir als Kind kannte. Sie ist fasziniert von alltäglichen Gegenständen. Letzte Woche reihte sie mir ein paar Kugelschreiber in ihren Einzelteilen auf meinen Schreibtisch und wollte wissen, welches dieser Teile wir selbst herstellen könnten. Als ich ihr begreifbar machte, dass das wohl mit keinem dieser Teile so einfach sein würde, wurden die Kugelschreiber unsagbar wertvoll.
Heute Morgen gab es dann für jeden von uns eine neue Zahnbürste. Sie eine Rote, ich bekam eine blaue. Das heißt, rot und blau sind die Verzierungen am Griff. Die alten Bürsten wollte ich in den gelben Sack wissen, fand sie aber nach dem Frühstück auf der Couch neben Edith.
  Hattest du noch keine Zeit die alten Dinger in den Sack zu werfen?, wollte ich etwas verärgert wissen.
  Nö, Zeit schon aber keine Lust! Ich will die behalten!, gab sie trotzig zurück.
  Als Erinnerung oder willst du damit vielleicht die Kacheln im Bad putzen?!
  Ha ha, ... nein, die sind schön und Schönes wirft man nicht einfach weg!, belehrte sie mich.
  Das sind nur Zahnbürsten. Zwei ganz einfache Zahnbürsten die man für ein paar Euro fünfzig in jedem Supermarkt bekommt. ... Wirf sie weg ... wenn du nichts spezielles damit vor hast!, versuchte ich zu befehlen.
  Ist mir egal was die kosten!, solange ich nicht weiß wie man diese durchsichtigen Platten da machen kann werfe ich sie nicht weg!
Es folgte eine Diskussion über Herstellung von Zahnbürsten und Kugelschreiber. Wir redeten über Design, verschiedene Materialien und schließlich auch über Maschinenbau.
  Das muss doch richtig teuer sein. Soviel was da drinsteckt. Dann werfe ich es gar nicht weg!, ließ sie mich am Ende wissen.
  Na so schlimm ist es auch nicht. Schließlich werden die Dinger in Massen hergestellt. Abertausende davon werden täglich verkauft. Das ist so kalkuliert, dass man am Ende sehr gut daran verdient. Die wollen also sehr dass wir die alten wegwerfen und neue kaufen. Dann erst macht sich das Ganze bezahlt..., erklärte ich ihr.
  Je mehr es von etwas gibt desto billiger wird es?
  Ja, so kann man das sagen.
  Immer?
  ... ... immer.
  Und dann ist es gar nicht schlimm wenn man ein Ding weg wirft weil es ja so viele gibt und eins allein nicht so viel wert ist?
  ... ... ja, so könnte man das sagen.
  Dann gibt es zu viel!?!, schrie sie fast.
  Zuviel Zahnbürsten?, fragte ich erstaunt über ihre Reaktion.
  Nein du Schnellschalter aller Väter! Zu viel Menschen! Das ist also der Grund warum die Menschen immer Krieg machen und keiner was sagt wenn da gestorben wird. Es gibt zu viele Menschen. Die sind in der Masse nichts wert!
  .... ... so könnte man das sagen, wollte ich sagen. Sagte es aber nicht und legte die gebrauchten Zahnbürsten zu den anderen gebrauchten Zahnbürsten in die Schachtel in der Abstellkammer.

Irgendwann werde ich damit vielleicht Kacheln putzen ...
Freitag 13. Februar, 2009

Intermezzo

Ja, ich lebe noch. Bin immer noch da und atme mich durchs Leben. Lache viel, neben dem einen oder anderen Gedanken, habe Stress den ich so gut als möglich bewältige, und so weiter.
Nein, auch wenn alles um mich herum schwanger wird und wild bussiert, habe ich weder Nachwuchs gezeugt noch mit irgendwelchen Zicken das Kopfkissen geteilt. Dafür war ich in London, hab' dort einen Heiratsantrag bekommen und bin glücklich abgereist. Das Ganze wiederholt sich in ein paar Wochen - vielleicht sogar der Heiratsantrag.
Ich bin viermal in diesem Jahr auf dem geilsten Brett des Winters gestanden und verschiedene Abfahrten hinunter geschossen. Morgen, sollte alles passen, mache ich das wieder.
Mir schmeckt der Kaffee am Morgen, am Mittag und am Abend. Ich esse genug und manchmal sogar sehr fein. Seit Januar habe ich gerade mal sechs schöne Bücher gelesen, selbst ca. 150 Seiten an verschiedenen Geschichten geschrieben.

Das Leben geht weiter. Auch ohne dich - wer auch immer du bist.
Montag 09. Februar, 2009

Rücktritt

Wieder hier an dieser Stelle, der Spruch zum Wochenstart:
Enttäuschung schützt vor Rücktritt nicht

Als Minister hat man es leicht, von seinem Posten zurück zu treten wenn man von vermeintlichen Freunden enttäuscht wurde. Als Mensch im Alltag, ist das Ganze dann doch etwas schwerer.

In diesem Sinne - hoffentlich werden sie nicht von Rücktrittsgedanken geplagt -, einen wunderschönen Wochenstart.
Freitag 06. Februar, 2009

da

Es gibt so Zitate, die vergisst man nicht. Und deshalb, ganz aus der Rolle hier, ein Spruch zum Wochenende!:
Das ist kein Flugzeugträger!, DAS IST DER MOND!

Ja, wirklich. Manchmal sollte man achten wo man zur Landung ansetzt. Könnte - trotz aller elektronischen Unterstützung die uns täglich begleitet - etwas daneben gehen.
Dienstag 03. Februar, 2009

ver.liebt

Den ganzen Tag schon lauert sie mir hinter irgendwelchen Menschen auf, streckt mir die Zunge mit den Worten - die sich auch deshalb eigenartig anhören - UND BIST DU DOCH, entgegen. Das Ganze wäre nicht schlimm, wenn ich mich nicht zu einer Reaktion gezwungen fühlte. Ignoranz hat seine Grenzen. Schlimme Grenzen. Besonders wenn man versucht die eigene ungeborene Tochter zu ignorieren. Noch schlimmer ist das Ganze wenn eben diese ungeborene Tochter weiß, wie schlimm diese Grenze ist und dass der Herr Vater ... eben.
Dann passieren so lustige Sachen, die eigentlich gar nicht so lustig sind. Jedenfalls nicht für mich. Denn die Bäckereifachverkäuferin fragt gerade ob ich noch einen Wunsch hätte, während ich versuche Edith aus meinem Sichtfeld und dem daraus resultierendem Reaktionswunsch zu bekommen. Mein halbes Lächeln wird daraufhin als eine Art Anmache erkannt und die Dame Fachverkäuferin resultiert ebenso in einer Art Reaktion, das in einem Grinsen über beide Ohren mir entgegen segelt. Nein, will ich sagen, nein, ich habe keinen Wunsch und bestimmt auch nichts für ein solches Lächeln jetzt übrig. Zwei Euro achtunddreißig ... ich kann ihnen auch eine Tüte geben, sagt sie immer noch mit dem resultierten Grinsen über die Backen gezogen. Danke, ich glaube den Berliner schaffe ich ohne Tüte, gebe ich zwinkernd zurück. UND BIST DU DOCH!, schallt Edith neben mir, doch doch doch!
Als ich dann die Fußgängerzone springend entlang gehe, spurtet sie in Rückwärtsrichtung vor mir.
   Hmmm, na, wir sprechen heute wohl nicht gern mit der eigenen Tochter, HERR VATER!!!
  ..., flüstere ich ohne den Mund zu bewegen.
  Schon verstanden ... ich hab' schon verstanden! Wir reden ein anderes Mal, gell!, Herr Vater!
  ...

Wie auch immer. Edith ist überzeugt davon, ich sei verliebt. Wie sie auf den dummen Gedanken gekommen ist, weiß ich nicht. Oder doch. Aber das spielt keine Rolle, denn ich müsste es doch wissen ob ich bin wie sie denkt dass mir ist. Ich bin nicht. Nein. Überhaupt, nein.
Montag 02. Februar, 2009

Deo.dikt

Pünktlich an dieser Stelle, wieder der Spruch zum Wochenstart:
Habemus Papam. Horribile audito, horribile visu.
Oder auf deutsch: Der Fisch stinkt vom Kopfe an.


Gehen sie mal duschen, Herr Papst. Mit Weihrauch wedeln reicht in ihrem Fall nicht mehr.

In diesem Sinne - riechen sie öfter an ihrer Führung -, einen wunderschönen Wochenstart.
Mittwoch 28. Januar, 2009

Gen.Lotto

Edith war zwei Wochen bei ihrer Mutter.
  Ich habe nachgedacht und es ist schlimm..., mit diesen Worten saß sie heute als wäre sie nie fort gewesen auf der Couch gegenüber. Ich habe nachgedacht und es ist so schlimm wie nicht hier zu sein! ... hörst du mir überhaupt zu! ...
  Sicher habe ich zugehört, es ist schlimmer als nicht hier zu sein..., versuche ich ihr meine Freude zu zeigen.
  Ja, ganz viel schlimmer. Ich habe nachgedacht! und weißt du was?!
  ... Nein.
  Ich bin eine Türkin?! und heiße Edith!!!, flüstert sie mir hart entgegen.
  Sooo schlimm ist das doch nicht, flüstere ich zurück. Wenn du willst, nenne ich dich ab jetzt Pamuk oder Melek. Oder ist es schlimm, dass du Türkin bist…, versuche ich etwas ernster zu werden.
  Nein. Du bist doch auch Türke!, kontert sie.
Klar, bin ich. War ich. Bin ich. Wer weiß schon was man ist, wenn man hier von Türken geboren wurde. Alte Leier, zu oft durchgekaut.
  ... was ist also so schlimm?, will ich wissen.
  Na, jetzt aber Herr Vater. Du hast es gut. Du bist ja echt gut. Edith die Türkin!, schießt es aus ihr heraus.
  Klingt gut...
  Nein das tut es nicht! Ihr Eltern bestimmt was man ist und wie man heißt. Wir Kinder müssen dann unser Leben lang damit fertig werden.
  ... Aber wie soll es denn anders sein? Eltern bestimmen doch nicht...
  Doch, ihr bestimmt ob man Türkin oder vielleicht Russin ist. Dann gebt ihr uns Namen und wir sind dann so, türkisch oder französisch oder Obama. Soll ich dir jetzt Dankeschön sagen dass ich nicht arabisch bin und Kopftuch tragen muss?, herrscht sie mich an.
Was soll ich denn da noch sagen?, denke ich mir. Irgendwie hat sie ja recht. Eltern bekommen Kinder … aber denken nicht darüber nach. Es ist wie in einem Lottospiel und der Gewinn ein Mensch.

Fortsetzung folgt...
Dienstag 27. Januar, 2009

Obama

Auch die Schwaben sehen global.





Herr Barack Obama, ein Mann, ein Präsident.
Er wird den Welthunger besiegen, den Terror befrieden, das Öl aus unseren Autos verbannen, die Wirtschaftkrise beenden...

... und was viele nicht wussten, auch unseren Hausflur sauber halten.

Ist doch wahr!

video via http://de.youtube.com/user/loopfreak - hier eingebettet
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