am Montag 29. August 2005 um 11:52 schrieb Ebola:

Reverentia

Wahrscheinlich begreife ich zurzeit nicht, was genau in mir vorgeht. Einerseits grüße ich Platon mit dem Blick in den Himmel - dann wieder Gibran, beim senken desselben.

Reverentia LegumEine krankhafte Eigenart des Menschen ist es, die Gemeinsamkeit im Alltag zu verlieren. Es gibt wenige - jedenfalls mir Bekannte - die sich aus dieser Unwirklichkeit erhoben haben. Was schätzen wir an unseren Partnern, Verwandten, Freunden, Kumpanen oder auch Haustieren? Kleinigkeiten: Blick, Geruch, Intellekt, Charakter, etc. Die Gemeinsamkeit entsteht in der Verbindung dieser Individualien mit den eigenen. Leider löst sich die Verbindung - das Schätzen des Anderen -, bei den Meisten im Alltäglichen auf. Wenn die Wertigkeit sich verschiebt, ist der Respekt dem Untergang geweiht. Und Respekt, in beiden Richtungen, ist der Boden jeglicher bewusster Existenz und Gemeinschaft. Ich selbst kenne nur ein paar Gemeinschaften - Paare, Familien, Kumpaneien -, die sich den gegenseitigen Respekt bewahren konnten. Solches ist schwer zu leben, denn hierzu muss man das Eigene mit dem Anderen gleichstellen. Nicht jeder Mensch ist ob seiner Erziehung und dessen Resultat - dem eigenen Charakter - dazu fähig. Weil man selbst einmal beherrscht wurde, versucht der Mensch sein Gegenüber zu beherrschen, anstatt ihn zu respektieren. Gelingt ihm das nicht, sucht man Schuld und findet sie fälschlicherweise in der Situation, dem Schicksal oder im Charakter des Gegenübers. Leider.
Sich gegenseitig zu respektieren, heißt nicht im Garten Eden des Glückes zu leben. Aber während in der Auseinandersetzung zweier Menschen die sich respektieren, die Gemeinsamkeit wächst, verschwindet das Eigene Dasein im Streit zweier Menschen, die zu respektieren nicht fähig sind. So sterben wir täglich ein Stück des eigenen Todes, während unser bisschen verlogener Geist von gemachter Erfahrung erzählt.

image - http://www.dvbny.com/ ... acht Kommentare
s Bildle vom Kreuzpferd

Sie sind ein seltsamer Mensch, Herr Ebola. Plato im Himmel und Khalil Gibran am Boden. Recht verständlich seltsam.


um 29-08-’05 12:27 von Kreuzpferd| | reagiere hierzu

s Bildle vom schoko-bella

schön gesagt. voraussetzung für jeden respekt ist liebe. wo die liebe nicht wohnt, da ist auch kein respekt zuhause. (angel)


um 29-08-’05 13:54 von schoko-bella| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom turaundo

immer wieder erstaunlich dieses geschwafel,scheint auf eine krankheit hinzuweisen, auf ein schwer zu therapierendes ego- oder eines, das vorgibt eines zu sein,. sich durch worte von irgendetwas zu erhöhen ist nicht unbedingt ein guter weg. wie duldsam ist das web? seit es dich hier gibt muss es wohl unsinnigerweise anbauen…


um 29-08-’05 15:33 von turaundo| | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola hehe Es lebt noch … und ist gleich bleibend verstört wie eh und je.

Hat’s Dich denn so arg getroffen?



s Bildle vom Michl+Martina

Schön zu lesen,aber warum so kompliziert?Unser Motto Ehrlichkeit,Direktheit,Respekt…halt der Warheit ins Auge sehen.Klappt ja auch wunderbar %-)


um 30-08-’05 08:52 von Michl+Martina| | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Ich denke, Ihr beiden regelt das sehr gut.

Kann mich noch gut an die Zeit kurz davor und danach erinnern ;)



s Bildle vom Michl+Martina

Uups,Echt,kannten wir uns da schon(grins)?


um 31-08-’05 21:39 von Michl+Martina| | reagiere hierzu



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