am Mittwoch 30. November 2005 um 17:37 schrieb Ebola:

Fleisch.ig

«Wie, Tonnen verdorbenes Fleisch verkauft? Hier in Deutschland? Nee oder?»
Solche Reaktion zum aktuellen Fleischskandal in Deutschland wurden in den letzten Wochen wohl sehr rar. Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen, der an das Gute aus Deutschen Landen, nämlich Fleisch, glaubt. Die Mehrheit jedoch wird gewarnt sein vor Wurst und Hähnchendöner.
Mal ehrlich, wenn man sich die Materie des Fleischmarktes etwas näher betrachtet, ist das was täglich als skandalträchtig zutage getragen wird, nicht mal eine handvoll Eiskristalle eines riesigen Eisbergs. Wie viel Millionentonnen von Fleisch sind augenblicklich für den Endverbraucher in Deutschland verfügbar? Alles höchste Güteklasse, von lauter freilaufenden Viechern - deren Brüder und Schwestern begegnen mir täglich -, frisch geschlachtet, noch warm quasi in die Wurst verarbeitet.
Warum sollte der Fleischhändler, der nur Kaufmann ist wie jeder andere Kaufmann ist, geringer programmiert sein in seiner Profitgierigkeit? Punkt. Wenn Autohändler einer 82.000 Euro schweren Limousine, legal einen Tag den Landratsamtstempel aufdrücken dürfen, damit man das Ding am nächsten Tag pro forma für 70.000 Euro verkaufen kann - und nebenbei vom Staat noch gut kassiert -, darf der Fleischkaufmann, seine Ware am Limit mit Profit verkaufen - weil die Masse macht's - und noch zusätzlich vom europäischen Häuptling das Limit bezahlen lassen. Wenn juckt es, dass dabei ein paar Tonnen über das Limit schossen. Mit Currysoße oder »viel Soße weiß mit scharf«, fällt es niemandem auf. Sterben kann so einfach sein wenn es schmeckt.

Kleiner Logikkurs am Ende:

Frischkäse = logisch, weil Käse auch alt gut schmeckt.
Frischwurst = unlogisch, weil Fleisch alt niemand essen sollte. elf Kommentare
s Bildle vom schoko-bella

mann, jetzt macht der eh schon seltene döner und currywurst genuss gar keinen spaß mehr! ich sagte es ja bereits, zwangsvegetarisierung ist das! :-.


um 30-11-’05 18:11 von schoko-bella| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Laß uns Rehe jagen … bei Nacht.

Das Auto hätten wir schon dafür …



s Bildle vom schoko-bella

die sind mir lebendig lieber.


um 30-11-’05 18:28 von schoko-bella| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

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s Bildle vom Dabbelju-Di was fühlst Du, wenn Dich so ‘n Bambi mit großen Augen anschaut? Und Du möchtest das jagen und essen? Neeee.
um 30-11-’05 19:49 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

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s Bildle vom Ebola Das ist das Gute am jagen mit dem Wagen: Nachts, wenn die Scheinwerfer leuchten, sieht Mann die Augen nicht. Das Tote liegt dann einfach da … mit geschlossen Rehäuglein. Falls man’s nicht überfahren hat, schmeckt’s auch nicht nach Benzin.

Im Ernst: Ick könnt det nich. Aber det muss ja nich jeder wissen.



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s Bildle vom Dabbelju-Di jenau!
um 30-11-’05 20:37 von Dabbelju-Di| | reagiere hierzu

s Bildle vom Anja

Naja, wenn man in grauer Vorzeit gesehen hat, wie die Hühner geschlachtet wurden, lernt man deren Eier schätzen ;-) Zum Thema: es wäre naiv zu glauben, dass Dinge, die im überangebot in jedem Regal, in jedem Laden, in jeder Stadt in diesem Land hundertfach stehen, nicht ihren Preis haben. Es gibt viele Wege zu vertuschen, seien es Konservierungsmittel, Pestizide oder man kocht es ab und lässt es faulen. Was soll es…in ein paar Wochen hat es die breite Masse wieder vergessen und macht weiter…wie immer.



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s Bildle vom Ebola »Breite Masse« … ist sehr gut ausgedrückt >;-)

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s Bildle vom schoko-bella meine “nonna” in bella italia hat dem gewählten suppenhuhn das köpfchen mit dem beil abgetrennt und dann im garten springen lassen. irgendwie war ich zu klein um zu erkennen das es genau dieses tier dann abends in der suppe so lecker geschmeckt hat. ich bin sicher, müßte ich mein fleisch selbst erjagen… würd ich zum vegetarier mutieren. zwangsweise.
um 03-12-’05 12:20 von schoko-bella| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Anja

Der Oppa auf dem Hof nebenan hat sie gleich zu zweit in der Hand gehabt und dann kopfüber zappeln lassen. Ich glaube, müssten wir unser Fleisch wieder selbst erjagen, wären die Verhältnisse etwas gesünder.





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