am Dienstag 06. Dezember 2005 um 09:00 schrieb Ebola:

Bratapfel

An dieser Stelle reiche ich noch einen zweiten Wochenstartspruch nach, doppelt hält besser in der Winterzeit:
http://www.eat-online.net/images/students/germany/bratapfel_josephine.jpgOktoberwärme vom Himmel, Morgenmusik aus den Zweigen und die guten Gespräche auf hellen Plätzen. Das war vor Wochen und ist vergangen. Im November ein schlechter Ersatz durch prasselnde Scheite, Cat Stevens im Raum und das Buch aus dem Regal. überall fehlt Licht, Klang und Freude. Dachte ich. Bis ich diese Geschichte von den ungleichen Zwillingen las: Die glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen, waren aber ansonsten grundverschieden. Wenn es dem einen zu heiß war, war es dem anderen zu kalt. Wenn einer sagte: »Der Fernseher ist zu laut«, verlangte der andere, dass die Lautstärke runtergedreht wurde. Der auffälligste Unterschied aber war, dass der eine zu jeder Stunde optimistisch und zuversichtlich war, und der andere immer schlecht gelaunt, miesepetrig und pessimistisch..
Als sie Geburtstag hatten, wagte der Vater der Zwillinge ein Experiment. Am Vorabend wartete er, bis seine Söhne eingeschlafen waren, und ging dann heimlich ans Werk. Nur um zu sehen was passieren würde, packte er das Zimmer des Pessimisten bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken, Büchern, Spielzeug, Software und, und, und! Dem Optimisten aber legte er nur einen stinkenden Pferdeapfel ins Zimmer - sonst nichts. Am nächsten Morgen schaute der Vater zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er fand ihn laut heulend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke.
Warum weinst du?, fragte der Vater.
Da schluchzte der Pessimist: Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden; zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann; drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde; und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!
Als der Vater dann ins Zimmer des Optimisten kam, hüpfte dieser vor Freude in großen Sprüngen um den Pferdeapfel herum. Warum bist du so fröhlich, fragte ihn der Vater. Ganz einfach, antwortete sein optimistischer Sohn, irgendwo im Haus muss ein Pony sein!


Nicht wahr: Man denkt hier sofort an Idealismus, Materialismus, Hegel und Marx?
Oder auch an die ungleichen Zwillinge im eigenen Kopf?
Ich jedenfalls freute mich nach dieser Geschichten an einem wundervoll romantischen Dezemberabend, wie er schöner nicht hätte sein können. Und Ihnen, wünsche ich eine optimistische Adventszeit, mit den duftigsten Früchten von allen: den Bratäpfeln. vier Kommentare
s Bildle vom schoko-bella

das können wir gerne heute abend wiederholen… den ramontischen Dezemberabend meine ich… (h)


um 06-12-’05 11:26 von schoko-bella| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom MobC

Ebola, machmal hab ich richtig Angst vor Dir. Zwei Jahre lese ich wöchentlich hier und daran hat sich nichts geändert.



das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Aha. Gut.

Was soll ich jetzt damit anfangen?





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