am Donnerstag 05. Februar 2004 um 10:13 schrieb Ebola:

party-dogma

Kopftuch oder Kopftuch, das ist hier die Frage.

In einen älteren Beitrag habe ich hier versucht die aktuelle Kopftuchdiskussion in Baden-Württemberg zu skizzieren. Leider scheint dieses Thema größere Wellen zu schlagen, als uns allen lieb und gerecht sein kann. Gestern las ich von Helmut Karasek, er hätte Angst, die Deutsche Gesellschaft würde muslimisch unterwandert. Im Grunde halte ich Karasek für einen intelligenten Menschen.

Differenzierung kann jedem Bürger nur zu gute kommen. Differenzierung bedeutet, dass kein Schubladendenken Macht über den jeweiligen Bürger ausübt. Differenzierung hält den Biertrinker vom Alkoholiker, in der allgemeinen Meinung, fern. Differenzierung kann auch, und das zeigt die aktuelle Diskussion zum Thema Kopftuch, Diskriminierung bedeuten. Während Kutte, Kreuz und Haube als religiöses Symbol toleriert werden, will man das Kopftuch als politisches Dogma erkennen.

Klar ist, dass die aktuelle Entwicklung der islamischen Extremisten auf diesem Planeten niemandem wirklich gefallen kann. Das bedeutet aber nicht, dass der Islam im Ganzen als extremistisch zu betrachten ist. Einem Staat steht es nicht zu, den Islam oder jegliche andere Religion zu beurteilen. Ein Staat hat hier keine Befugnis eine religiöse Entwicklungsstufe zu ernennen.
Aber nichts anderes passiert hier, wenn per Gesetz das tragen eines Kopftuches als politisches Bekenntnis beurteilt wird. Man kann das auch nicht damit unterstreichen, dass hier nur vom Tragen im öffentlich staatlichen Raum die Rede sei. Schließlich hätte niemand etwas dagegen, wenn eine Person in ihrem privaten Umfeld ein Kopftuch trage. Wie kann man von einem Bürger verlangen, seine im Grundgesetz verankerten Rechte und Pflichten auszuüben, und ihm im selben Augenblick einen Stempel an die Stirn knallen?

Vielleicht sollte einfach nicht nach Ausflüchten gesucht werden. Europa und leider auch die Demokratie ist heute NOCH nicht soweit, Religionsfreiheit als solche auch wirklich anzuerkennen. Auf der Strasse würde man einfach sagen, dass man keinen Bock darauf hat, muslimische Lehrerinnen in Schulen zu akzeptieren. Ob nun mit Kopftuch oder ohne. Damit würde die Sache einfach ehrlicher und vor allem verständlicher − für alle. Vergessen werden darf auch nicht, dass hier nicht von einer Türkin (das Symbol des Islam in Deutschland schlechthin) die Rede ist, sondern von einer deutschen Frau, die ihrer Berufung als Lehrerin nachging und sich religiös zum Islam bekennt.
Wie soll eine solche Lehrerin Schüler nach Grundgesetz und Lehrplan erziehen, wenn ihre Kollegen religiöse Dogmen feilbieten, während sie selbst ihre religiöse Haltung verstecken muss? Gleichheit vor dem Staat? Hier bei weitem nicht.

Die Welt muss Differenzieren und begreifen, dass der Islam nichts, aber auch absolut nichts mit islamitischen Extremisten gemein hat. Das kann und darf nicht nur von Europa aus geschehen − aber auch von hier − sondern, es muss in den Ländern passieren, in den der Islam alltäglich Â… ist. 53 Kommentare
s Bildle vom Lili

Mir kommt das Kopftuch schon zum Halse raus! Das ist mal wieder eine Farce made in Germany, wie sie typischer nicht sein könnte. Womöglich stehen die − wirklich gefährlichen − Islamisten feixend im Hintergrund und warten getrost ab, wie die rückgratlosen Beamten ihren eigenen Prinzipienstricken in die Falle gehen. Das Tragen des islamischen Kopftuches bedeutet, sich einem Symbol (und das ist dies Kopftuch ohne Zweifel) unterwerfen, das die Würde und Freiheit all dessen untergräbt, wofür unsere Verfassung steht, selbst wenn es ein Heil oder eine Gemeinschaft, einen Lebenssinn verspricht. Sich ein Kopftuch umzubinden und darin eine religiöse oder sonstwie geartete Selbstverwirklichung zu proklamieren oder daraus gar Sonderrechte abzuleiten ist like − pardon d’expression – fucking for virginity. Der Streit darum allerdings ist ebenfalls ein Paradoxon. Denn so wenig wie das Kopftuch Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung und Individualismus symbolisiert, so geschickt benutzen Kopftuchbefürworter genau diese Werte, um das öffentliche Tragen an Schulen zu erkämpfen.

Es geht nicht um Verwechslungen, es geht um den Symbolgehalt und die Art und Weise, wie eine Lehrerin ihre persönliche Weltanschauung über die ihrer Schüler stellen und daraus ein allgemeines Recht ableiten will.

Allerdings hat die Verfassung auch dafür vorgesehen – so man in der Lage ist, Gesetze logisch nachzuvollziehen: Es gibt auch bei den Rechten eine Rangordnung, und das individuelle Recht steht eindeutig hinter dem Allgemeinrecht. Dumm ist nur, dass in Bildungsfragen die Länder entscheiden und nicht das BverfG − zurecht hatte es die Frage an die Länderverfassungen zurückverwiesen. Und − Berufsfreiheit hin oder her − keine Schule kann gezwungen werden, jemanden einzustellen, der seine Rechte über die Rechte anderer stellt, und seien Individualitätswahn und religöse Freiheit noch so kult.

Womöglich tut man dieser Lehrerin auch unrecht. Womöglich ist sie nur in demagogische Fänge skrupelloser Islam-PR-Eiferer geraten, die sich ihres Beispiels bedienen, um eigene Interessen anhand dieses paradoxen Clous durchzusetzen.

Solcherlei Fragen regeln sich im wirklichen Leben nämlich von alleine. Es gibt so viele Schulen, so viele Schulämter. Frau Ludin sollte sich einfach mal bewerben und dann schauen, was dabei rauskommt. Sollte sie je einen Job kriegen, wird sie sicherlich bald entweder zum gefürchteten Schuldrachen, zum Gespött von Schülern und Kollegium − oder aber sie lockert mit der Zeit ihr Prinzip und passt sich ihren Arbeitsbedingungen an, wo es zur Zeit übrigens das Moratorium der Schülerinnen ist, Spitzen-String-Tangas offen zur Schau zu tragen – als Glaubensbekenntnis an die sexuelle Freiheit sozusagen. Allerdings, wenn Frau Ludin nicht von ihrer eitlen Geltungssucht lassen kann, im Fernsehen stehen diese Werte hoch im Kurs, vielleicht kriegt sie da bald ne Show.



s Bildle vom Melody

pssst pssst Lili, komm mal näher: willst du auch ein Blog?

(SHCNR)


um 05-02-’04 15:07 von Melody| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Lili

Ist das so was wie ne TV-Show?



s Bildle vom Melody

Blog ist, was du draus machst. %&§/(/# zum Beispiel. Kostenlos. %&§/(/# ist noch frei.

(h)


um 05-02-’04 15:16 von Melody| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Lili

du meinst, damit ich andere Seiten verschone ?? :-?



s Bildle vom Melody

hä? eigentlich, damit du für deine langen Beiträge einen besseren “Rahmen” hast … was eigenes, sozusagen. wer nix zu sagen hat, schreibt weniger als du ;-)


um 05-02-’04 15:24 von Melody| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Lili

Aah! Das is ja nett. Und ich dachte schon, ich nerve! Ich hab doch aber keine Ahnung von Technik und son Krams. Aber mal gucken. 8-O



s Bildle vom mike

mit speck fängt man mäuse, mit blogs und “guten tipps” fängt man sympathie, oder wie?

zu plump, zu banal – oder doch nicht? funktioniert das bei euch mädels so?



s Bildle vom Ebola

Ach Lili.

Wer sagt denn dass das Kopftuch “… Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung und Individualismus …” symbolisiert? Wer spricht denn hier von Kopftuchbeführworter?

Setzen Sechs, Lili. Thema verfehlt!



s Bildle vom Melody

Lili: Na, es war ja nur als Vorschlag gemeint, falls du nicht wusstest, dass das so einfach geht. Vielleicht hätte ich mich nicht einmischen sollen, siehe Mikes Gelalle, aber es war wirklich nichts weiter als ein Hinweis, dass jede/r auf diese Weise veröffentlichen kann, und da ich selbst oft und lange und viele Texte schreibe, war das spontan halt mein Tipp.

Mike: Was auch immer dein Problem ist, ich glaube nicht, dass du hier viel über die Funktionsweisen von “Mädels” erfahren wirst, so wie du es anfängst.



s Bildle vom Ebola

Lach Ich wollte mich ja nicht einmischen in Euren Steit.

Aber “Funktionsweisen von Mädels“ ist gut.



s Bildle vom Melody

Wie ich sehe, hat Hakan die URLs eh gelöscht. Tja, sorry … ich werde mir spontane Vorschläge zukünftig dann wohl verkneifen, ist irgendwie zu anstrengend – ich hatte es jedenfalls weder so gemeint, dass Lili nervt (wie denn auch, ist doch gar nicht mein Blog) noch als plumpe Anbiederei (wie denn auch, ich hab doch keine Ahnung, wer Lili ist).

Und Ebola: Hier streitet niemand. Hier streitet SCHON WIEDER niemand (h)


um 05-02-’04 15:58 von Melody| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Melody,

dass die URL zensiert ist, liegt einfach daran, dass ich hier von Blogger zugeschossen wurde. Es ist also weder persönlich noch themenbezogen gewesen.

OK ;)



s Bildle vom Melody

ah ja, das zensieren von Referrern steht auch noch auf meiner Liste, muss ich mich selbst auch bald kümmern … deine Hinweise sind archiviert, aber wie man sieht (hm) müsste ich bis morgen eigentlich was anderes fertig schreiben …

Lili, wenn es dich interessiert, wie du selbst ein Blog anlegen kannst, mail einfach. Dann können wir uns anbiedern, wie Mike es vorgeschlagen hat (h)

Und wenn es dich nicht interessiert, bin ich auch nicht beleidigt. Das steht fest.



s Bildle vom Ebola

Außerdem ging ich davon aus, dass Lili die URL schon längst gespeichert hat – es lag ja eine Stunde dazwischen und sie hatte ja darauf schon geantwortet.



s Bildle vom mike

habe mal wieder mehr erfahren, als ich zu hoffen wagte…

man wirft frauen einen brocken von egal was hin, und schon stürzen sie sich drauf wie die hyänen und machen beim verspeisen desselben auch mindestens genauso viel krach.

faszinieren! versuchsreihe erfolgreich beendet.

schönen tag noch, mädels! >;-)



s Bildle vom Melody

Klar Mike. Du bist ein Held und wir glauben das sofort alles.

Ebola. Mach was. Die spielen SCHON WIEDER Määndii hier im Radio :( ist das nicht gegen die Genfer K. oder hätte man nicht wenigstens auf das kastrieren dieser fünf Welpen verzichten können oder warum müssen die überhaupt singen????



s Bildle vom Ebola

Fünf Welpen? Backstreets Boys singen jetzt Mandy?

Solange sie dabei keine Kopftücher tragen, dürfen die das sogar im Radio. Soweit sind wir schon …

Abschalten, Melody. Ich höre hier gerade Coldplay.



s Bildle vom Lili

gepeichert hab ich nix, Ebie, musste nämlich aus dem Haus. Aber Melody lässt sich ja gottseidank noch finden.

Übrigens Mike-Darling, man sollte nie mehr versprechen als man halten kann. Hier wimmelts nämlich nur so von klischeetreuen Hyänen-Mädels – und alle warten sie darauf, sich auf so ein Bild von Mann zu stürzen. Enttäusch uns nicht! :-p



s Bildle vom Ebola

Das Bild möchte ich aber dann auch bitte sehen.

Ich schick Dir die URL per Mail, Lili.



s Bildle vom Lili

Herr Dr. Ebola, was heißt hier Thema verfehlt? Das möcht ich schon gern wissen!



s Bildle vom die Mädels

Ja, ja , wir wollen das Bild, wir wollen das Bild !


um 05-02-’04 16:56 von die Mädels| | reagiere hierzu

s Bildle vom zora

Genau!

Sitze schon “klischeetreu” in Lauerstellung hinterm Busch und stimm schon mal mein Hyänengekicher an…



s Bildle vom Ebola

Was Thema verfehlt bedeutet, muss ich Dir hoffentlich nicht erklären. Warum ich das bemerkt habe, will ich Dir aber gerne erklären.

Es geht in diesem Beitrag nicht um die Befürwortung − oder gar Verherrlichung − des Kopftuches und seiner angeblichen Symbolik. Weder Du noch ich noch der Staat haben das Recht, bestimmen können, was das Tragen eines Kopftuchs einer Muslime bedeutet. Selbst innerhalb der islamischen Gemeinschaft herrscht hierüber keine geschlossene Meinung. In diesem Beitrag geht es um die Differenzierung religiöser Dogmen!



s Bildle vom Lili

Inzwischen ist es aber ein Politikum. Das Kopftuch hat Symbolcharakter. Das ist Fakt. Wenn sich jemand nur noch über ein Symbol definiert oder zulässt, dass die Öffentlichkeit dies tut, muss er / sie die Konsequenzen für solch eine Reduktion tragen – wie auch immer.



s Bildle vom mike

hey mädels, ihr würdet einfach nur staunen…!

aber nicht traurig sein – vorab gibt´s schon mal ein küsschen für jede!



s Bildle vom Ebola

Dann gibt es eben nur Laizismus als Lösung!

Willst Du mir erzählen, dass das Tragen eines Kreuzes oder eine jüdische Trachtung, vergleichsweise unpolitischer ist als das Tragen eines Kopftuches?



s Bildle vom luke

..eine religion ist immer nur so gut wie die auswirkungen, die sie auf die menschen ausübt. und leider leider wird diese religion gerade dazu benutzt extrem schlechte auswirkungen auf diese welt auszuüben- genauso wie es die christlichen früher getan haben. und warum nicht auch einmal gegen etwas zu sein? gegen die symbole der unterdrückung- und NICHTS anderes ist dieses kopftuchtragen. das zuzugeben ist auch eine form von ehrlichkeit. wir können hier alle so unterträglich ploitsch korrekt sein bis die dumpfen anfälle von religiösem wahn wieder einmal alles kaputt machen was bisher geschaffen wurden. der islam neigt dazu, im moment auf ganz erbärmliche art und weise. Kopftücher in öffentlichen gebäuden? das gibt es auch in der türkei nicht. dies hier ist doch kein rechtsfreier staat, der keinerlei einfluss nehmen will. hier sollte er es. kopftücher in staatlichen organisationen- nein.



s Bildle vom Ebola

Du kannst hier nicht einfach behaupten, dass das Kopftuchtragen ein Zeichen der Unterdrückung ist. Sicherlich ist das Dein und unser aller Eindruck. Aber wie ich es hier schon bemerkt habe, ist diese Frage selbst innerhalb der islamischen Welt nicht geklärt. Natürlich bin ich persönlich gegen ein Kopftuchtragen … egal wo, auch im privatem Raum. Ich halte diese Sitte für eine Unsitte. Jedoch werde ich mich hüten, eine religiöse Haltung vergleichsweise zu beurteilen. Wer kann mir hier widersprechen wenn ich sage, dass das Kreuztragen auch ein Zeichen der Unterdrückung darstellt?

Ich bin und bleibe Freidenker! Wir können nicht eine Religion über andere Stellen! Wenn wir das Kopftuchtragen verbieten, müssen wir im selben Zug jegliche religiöse Zeichen aus öffentlich-staatlichem Räumen verbannen. Kein Kreuz, keine Haube, keine Kutte, kein Kopftuch, kein Turban und auch kein jüdisches Kippa.



s Bildle vom Lili

Provokation:

Mal angenommen, ich sei ein Mann. … ein netter Kerl. … tolerant und weltoffen. Ich lege viel Wert auf mein Äußeres.

Angenommen, ich habe einen ganz eigenen Sinn für Ästhetik. Ich trage gerne Glatze… … und meine olivgrüne Bomberjacke mit Deutschlandfahnenaufnäher, meine geile schwarze verwaschene Jeans und meine schwarzen Springerstiefel. Macht einen dynamischen und jugendlichen Eindruck, sieht echt geil aus, wie ich finde. Von Beruf bin ich Schulrektor. Wir sind eine weltoffene Schule. Was trage ich bei der Arbeit?



s Bildle vom agent-O-range

eine thermoskanne?


um 06-02-’04 11:18 von agent-O-range| | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Lili, Herzchen, da ich weiß, dass Du nicht immer dem Thema folgen kannst, will ich Dir gerne antworten:

1. Wäre ein junger Mann mit Glatze, olivgrüner Bomberjacke, in abgewaschener Jeans und Springerstiefel als Schuldirektor angestellt, müsste er wahrscheinlich eine Aktentasche mit Lehrplan und Butterbrot tragen. Demnach müsste die NPD zumindest drittstärkste Partei in Deutschland sein, denn kein Schuldirektorposten ohne Parteizugehörigkeit.

2. Es geht hier um religiöse Zeichen und deren Differenzierung seitens des Staates und nicht um die Ästhetik.



s Bildle vom zora

Denke, dass sich niemand so kleidet, nur weil er es schön findet. Wenn sich jemand so kleidet will er nur eines – seine politische Gesinnung demonstrativ zur Schau stellen.



s Bildle vom Ebola

Ach Leute, kommt schon. So daneben könnt Ihr doch nicht sein?

Wie sich jemand kleidet, wie es politisch oder ästhetisch wirkt, ist doch ein anderes Thema. Wir können doch nicht annehmen, dass das Kopftuchtragen eine politische Gesinnung zur Schau stellt. De Facto ist es nun mal so, dass das Kopftuchtragen im Islam verbreitet ist. Wenn jemand meint, dies aus religiösen Gründen machen zu wollen, müssen wir das akzeptieren – genau so wie wir Kreuzträger oder z. B. Nonne akzeptieren müssen.

Entweder wir akzeptieren alle religiöse Zeichensprache oder uns bleibt nur der Laizismus!

Springen wir aus der Gleichheit, müssen den Vatikan und den Papst als Oberhaupt dieses Staates akzeptieren.



s Bildle vom OnisanT

Also wenn das Kopftuch in einem Land verboten wird, müßte imho auch die Kutte verboten werden. Mindestens, wenn nicht sogar Kreuze, aber zumindest die Kutte. Denn auch die Nonnen-Kutte kann man als Zeichen der Unterdrückung ansehen, wenn man dies denn will. Genauso wie man auch das Kopftuch als rein religiös und unpolitisch ansehen kann – es ist eben eine Sache der persönlichen Entscheidung. Und deswegen finde ich auch, es sollte nicht verboten werden. Wenn die Frau für sich entscheidet, das Kopftuch zu tragen, soll sie es doch bitte tun. Wenn sie von ihrem Mann unterdrückt wäre würde sie sicherlich nicht als Lehrerin arbeiten sondern zu Hause auf die eigenen Kinder aufpassen. Und dafür braucht es keine Zugehörigkeit zum Islam. Und wenn die Kopftücher doch verboten werden, dann, wie in Frankreich, auch die Kutte sowie alle anderen religiösen Zeichen. Bei Lehrkräften, aber bitte nicht für die Schüler/innen, damit wäre die Grenze zur Einmischung in persönliche Entscheidungen endgültig überschritten.


um 06-02-’04 12:59 von OnisanT| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Lili

Ebi-Engelchen,

aber nein, ich nehm dir deine Macke nicht übel, andere zu disqualifizieren, nur weil du deren Gedankengänge nicht nachvollziehen kannst.

Aber Schätzchen, ob Religion, Kunst oder Leberwurst: die absolute Freiheit ist ein rein theoretisches Konstrukt. In Wirklichkeit gibt es sie nicht. Eigene Freiräume werden immer durch andere Freiräume begrenzt. Durch Religion definierte Werte sind nicht ehrwürdiger oder schützenswerter. Wieso sollte denn die Religionsausübung mehr Raum einnehmen dürfen als eine religionsfreie Gesinnung? Wieso sollte ein religiöse Institution beispielsweise Verhaltensregeln aufstellen dürfen und eine staatliche nicht? Wieso darf ich nicht in die jüdische Synagoge? Ich hab aber doch ein Recht, zu gehen wohin ich will!

Oder konkret krass, Mann: Wo Religionsausübung auch politische Wirkung hat, muss sie sich diese auch gefallen lassen. Und sie erreicht ja auch so ihre Wirkung. Entweder will die kleine Tyrannin immer und überall jedem ihren ihren Glauben und ihren Freiheitsbegriff fraglos aufs Auge drücken, indem sie ihr Kopftuch aufsetzt (dann: gelebte Macht). Oder aber sie will sich freiwillig in ihrer Freiheit beschränken lassen, an staatlichen Schulen unterrichten zu können (unterdrückte Macht) Denn staatliche Schulen können einfach sagen, alle a u f f ä l l i g e n religiösen Symbole sollen einfach mal zurücktreten und sich nur außerhalb der Institution entfalten.



s Bildle vom Ebola

Lili,

ich sag’s mal auf Niederdeutsch: Du redest Bockmist und schreibt Blödsinn. Ich hoffe das war jetzt verständlicher für Dich.

Wie kommst Du überhaupt in die Lage beurteilen zu können, was das Tragen eines Kopftuches wiederspiegelt? Wer gibt Dir das Recht, zwischen Kopftuch und Kreuz, in gut und böse zu urteieln? Wer hat wann und wo bestimmt, dass das Kopftuchtragen eine politische Meinung wiederspiegelt?

Setzen, Sechs. So langsam mache ich mir Sorgen um Deine Versetzung.



s Bildle vom Lili

Aber klar, wie dumm von mir! Ich hatte die gottgegebenen Unterschiede ganz vergessen! Ich nahm an, Männer und Frauen seien gleich und dachte deshalb, wenn schon Kopftuch, dann für Männer und Frauen oder für keine(n). Ich war so gefangen in meinen Annahmen. Ich dachte immer, Freiheit bedeutet uneingeschränkt Handeln zu können. Jeder Zwang, jedes Verbot sei eine Einschränkung von Freiheit. Und dachte, Religion sei (auch) eine Sammlung von Zwängen und Verboten. Ich dachte, Zwang bleibt Zwang, auch wenn man sich ihm freiwillig unterwirft. Natürlich, jetzt geht mir ein Licht auf! Weibliches Kopftuchtragen ist demnach kein politisches Handeln, sondern Ausübung von Gottes-Natur-Gesetzen.

Welch ein Irrtum! Die 6 hab ich mir redlich verdient. Muss ich jetzt für immer sitzen?



s Bildle vom zora

Wenn man annimmt, dass das tragen eines Kopftuches die politische Gesinnung symbolisiert und diese Gesinnung dann auch noch mit den fanatischen “Bombenlegern” auf eine Stufe stellt, müsste das im ja Umkehrschluss heißen, dass jeder, der in Deutschland ein Kreuz um den Hals trägt, die CDU/CSU wählt, oder wie?! :-? …aber womöglich ist das auch so.



s Bildle vom Ebola

Sag’ mal Lili, Du willst es nicht verstehen, oder?

Ob und wie weit das Kopftuchtragen eine Unterdrückung der Frau bedeutet, vermagst weder Du noch ich zu beurteilen. Darüber sind sich nicht mal die Verursacher dieser Unsitte einig. Das Tragen eines Kopftuches vermag für Dich und mich Unterdrückung symbolisieren, nicht aber der Trägerin selbst. Willst Du einer Frau, die aus freien Stücken und mit Überzeugung diesen Weg geht, ihre persönlich Haltung untersagen, während Du anderen Individuen Haltung gewährst? Auch wenn ich persönlich das Kopftuchtragen für eine Unsitte halte, könnte ich keine Frau, die solches aus freien Stücken tragen will, verurteilen.

Ansonsten solltest Du vielleicht Vermummung und Kopftuchtragen unterscheiden.

Ja, Du hast die Sechs redlich verdient.



s Bildle vom zora

Vergiss es! Ich wiederhole freiwillig! :-)

Ich finde diese ganze Diskussion dermaßen kleinlich – Korinthenkackerei eben.

Wenn eine Frau ein Kopftuch tragen will, dann soll sie doch. Und ich denke nicht, dass sich eine Muslimin durch das Tragen ihres Tuches unterdrückt fühlt und dass sie es als Machtausübung an ihrer Person empfindet. Nein, sie trägt es mit Stolz und es ist für sie eine Ehre, dieses Ding zu tragen. Warum lassen wir ihr nicht einfach ihren Stolz? Es tut doch niemandem weh.

Warum nicht einfach mal großzügig sein und sich wieder den wichtigen Dingen widmen…

So, ich fahre jetz meine grauen Zellen komplett runter…schönes WE Euch!



s Bildle vom Ebola

Dir ebenfals ein schönes Wochenende. (h)

Mit “Großzügigkeiten”, ist hier niemandem geholfen. Entweder wir tolerieren das Kopftuch ebenso wie das Kreuz, oder gehen über zum Laizismus – was ich persönlich gar nicht mal für falsch halte. Die westliche Demokratie* darf nicht zum Protegé der Kirche denunziert werden.

* schweres Wortspiel



s Bildle vom Lili

Obelehrer Ebola, Du nimmst Dir für dich selbst just das heraus, was du anderen vorwirfst: Wie kommst du dazu Noten (!) zu vergeben und Leute zu beleidigen, nur weil sie nicht deine Worte bestätigen? Es ist nicht derjenige dumm, der er sich nicht (von dir) belehren lässt, sondern höchstens derjenige, der sich und sein Urteil über andere erhebt. Ehrlich gesagt, ist mir ziemlich die Lust vergangen, mich an derart geführten Diskussionen zu beteiligen und mich hier öffentlich beleidigen zu lassen. Aber du hast ja auch “Hausrecht”

Und zum Thema kann ich nur sagen: tue jeder immer genau das, wonach ihm ist. Aber respektiere er die Regeln und Rechte anderer.

Wünsche noch ein lustiges Politikbetreiben und gegenseitiges Honig-um-den-Bart-schmieren weiterhin.



s Bildle vom Ebola

Na na. Jetzt bleib mal auch dem Boden der Tatsachen. Hier hat Dich niemand persönlich angegriffen. Lies das Geschriebene ruhig noch einmal durch.

Nur weil ich hier nicht in diesem Thema mit Dir konform gehe, brauchst Du nicht gleich die Beleidigte spielen. Ich steh’ zu meiner Meinung, und wenn Du darfst zu Deiner stehen. Das ist alles. Wenn Du eine solche Auseinandersetzung gleich persönlich nimmst, solltest Du das Diskutieren auf diesem Level lassen. Schließlich bist Du auf diesen Zug aufgesprungen.

Nichts für ungut und ein schönes Wochenende − mit oder ohne Kopftuchangst.



s Bildle vom Schauz

Laß mal gut sein Ebola. Die Lili scheint das Ganze total in den falschen Hals bekommen zu haben. Sonderbar, denn sie wurde zuerst persönlich und schoß regelrecht am Thema vorbei. Irgendwie erschreckend, wenn ich das alles mitlese und sehe wie sie darauf beharrrrrrrt daß die Lehrerin eine kleine Tyrannin UND wahrscheinlich von extremistischen Muslimen angefeuert wird. Die Frau ist Lehrerin, Deutsche, mit all den Rechten die ein Deutscher Staatsbürger inne hat. Nur weil sie zu einer Randgruppe gehört, heißt das noch lange nicht, daß sie diesen Staat unterwandern will mit ihrer religiösen Haltung.

X-Cya.



s Bildle vom Josh

“Der liebe Gott hätte längst wieder eine Sintflut geschickt, wenn die erste was genützt hätte.” Willy Reichert (1896 – 1973), schwäbischer Vierteles-Philosoph, Kabarettist, Humorist und Schauspieler

Ebola, gib es auf. Manche Menschen sind so in ihrer selektiven Sichtweise gefangen, dass sie es für die einzig seeligmachende Weisheit halten und sich dabei für das geilste Wiener Würstchen von Welt halten …



s Bildle vom Josh

Einen hab ich noch zum Thema Merk- und Sinnbefreit und so …;

Telepolis – Die Frauen werden immer dreister! http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/15679/1.html Jetzt geht es sogar dem lieben Gott an den Bart

“Erste Beispiele für die Bibel in “gerechter Sprache” liegen bereits vor. So soll Jesus’ Gefolgschaft nicht mehr schlicht “Jünger”, sondern “Jüngerinnen und Jünger” heißen. Die Gottesanrede “Herr” soll wegen der patriarchalen und obrigkeitsstaatlichen Bedeutungen durch den Ausdruck “Gott” ersetzt werden. Und auch das “Vater unser im Himmel” wird womöglich verschwinden.”

Aussage der Aktivistinnen von Frauensprache.de: “Dass das Patriarchat manipuliert, wo es kann, ist ja nichts Neues. Aber es bekommt immer mehr Widerstand, nicht indem wir uns den Kopf einrennen und dagegen kämpfen, sondern indem wir das System bloßstellen, im wahrsten Wortsinn und Lügen aufdecken, die tausende von Jahren als ‘Wahrheit’ verkauft wurden.”



s Bildle vom Ebola

Hmmm… und was ist dann mit der “heiligen Mutter”?

Steht dann anstelle einer Mariaikone ein griechischer Adonis am Altar?

Ich frag’ jetzt auch nicht, ob Jeusus am Kreuz ein Mini verpasst bekommt …



s Bildle vom zora

Mein Gott, wie “dämlich”!

Was ist bei diesen Wesen falsch gelaufen, dass sie sich wegen Sachen, die nun einmal so sind und die jeder einfach als gegeben hinnehmen sollte, auf ihren nicht vorhandenen Schwanz getreten fühlen?

Sich darüber nen Kopf zu machen ist für mich völlig unverständlich! Man(n), oh pardon, Frau kann auch alles übertreiben.

(angel)



s Bildle vom Lili

Kinder, jetzt habt ihr ja ordentlich was zu lästern. Kennt ihr den hier: Als Gott den Mann schuf, übte sie nur…

hehehe

Nein, ich sympathisierte nicht mit den militanten Feministinnen.

Aber, was mir da wegen der Lehrerin noch gekommen ist: darf eine islamische Lehrerin eigentlich am Turnunterricht teilnehmen? Oder muss sie wie meine früheren Klassenkameradinnen vom Anfang bis zum Ende des Turnunterrichts tuschelnd in der Ecke stehen?



s Bildle vom Ebola

Wenn sie eine Sportlehrerin ist, wird sie Sport unterrichten. Ansonsten wäre ihre Ausbildung etwas daneben gewählt.





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