am Mittwoch 11. Februar 2004 um 09:23 schrieb Ebola:

Operrusski

Seltsam die Russen − oder muss man jetzt schon Putiner sagen?

Seltsam die Putiner. Besonders der Putiner Iwan Rybkin fiel in den letzten Tagen auf.
Er ist einer der handvoll Statisten, die Putin braucht um nach außen hin Demokratie zu gaukeln. Schließlich müssen Wahlen sein, damit der Wähler und Rest der Welt einen Parkplatz für seine Gedanken hat.
Rybkin bekam die Rolle des Kritikers. Er spielte sie chancenlos gut, wie alle Statisten der putinischen Oper. Dessen letzter Akt jedoch lies sogar den aufmerksamsten Zuschauer verwundert auf seinen Parkzettel sehen. Rybkin verschwunden, vom Erdboden weg, alle Suche zwecklos. Dramatik kam auf.
Er ist entführt worden, ganz sicher. Er ist nicht entführt worden, ganz sicher. Er ist ermordet worden, ganz sicher. Er lebt, ganz sicher. Das Ganze Ensemble auf der Bühne und der Zuschauer atemlos in den Sitzen − müssen wir jetzt unseren Parkplatz räumen?
Plötzlich taucht Rybkin wieder auf. Lebend auf zwei Beinen und sonnenbrillig steht er auf der Bühne. Er hätte Freunde besucht, wollte seine Ruhe haben. Gleich darauf lässt er wissen, dass er die Bühne verlässt − das Erlebte in den letzten Tagen sei so schrecklich gewesen, man könne das nicht erklären.
Jedes Interview ein Erlebnis. Selbst im Halbschlaf mit vier Wodkas könnte man dieser Logik nicht folgen.

Nun. Die großputinische Reichsoper geht weiter.

Onkel?
Ja mein Kind.
Was heißt eigentlich Putin?
Ein Putin ist ein Terrorist mit Krawatte mein Kind − und jetzt sei still und trink deinen Wodka aus. zwei Kommentare


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