am Mittwoch 29. August 2007 um 23:40 schrieb Ebola:

Whilhelm Busch

Puhhh, Alder, echt krass, würde man heute sagen. Ich bin immer wieder fasziniert von diesem Menschen, der uns so tief in seine Psyche blicken ließ. Wohl der berühmteste Psycho-Exhibitionist, wenn nicht der einzig' wahre. überhaupt.
Im Folgenden, nicht für Kinder gedacht, »Der Bauer und der Windmüller« - ich werde versuchen einige Illustrationen der ... fast hätte ich Stichomythie geschrieben ... Verse, zu beschreiben. Ein Bauer treibt seinen Esel zur Mühle, wo er seinen Esel an einem Flügel anbindet:
Die Luft ist kühl, es weht der Wind - Der Bauer zieht zu Mühl' geschwind.
Ei, denkt der brave Bauersmann - da bind ich meinen Esel an.

... während er den Kornsack schultert:
Der böse Müller hat's gesehen - und lässt sogleich die Mühle geh'n.
Den Esel zieht es fort, o Graus! - Der Müller guckt zum Loch heraus.
Am Schwanz hängt sich der Bauer an - was ihm jedoch nicht helfen kann.

Der Bauer hängt am Kuhschwanz, während der Müller aus dem Fester spickt:
Denn sieh, die Haare halten nicht - Bums! liegt er da, der arme Wicht.
Der Müller aber mit Vergnügen - sieht in der Luft den Esel fliegen.

Ja lustig denkt man sich bisher, auch gut gezeichnet, wie Wilhelm eben war. Tja und dann kommt das:
Indessen haut dem Bäuerlein - ein Flügel an das rechte Bein.
Jetzt endlich bleibt die Mühle steh'n - doch um den Esel ist's gescheh'n.

Was will er denn jetzt damit?, fragt man sich. Esel tot, klar. Aber warum musste der Flügel dem Bauern ans Bein schlagen ...?
Hier siehst du nun auf einen Karr'n - den Abgeschiedenen heimwärts fahr'n.
Als der Bauer kam nach Haus - fuhr seine Frau zur Tür hinaus.
Mit einem Besen, groß und lang - macht sie dem Bauer angst und bang.
Der Bauer nimmt die Säge - und wehrt sich ab die Schläge.

Wo holt denn der die Säge jetzt her ... und warum die Säge?, denkt man sich, als es schon passiert:
Ein Sägezahn trifft ganz genau - ins Nasenloch der Bauersfrau.
Die Nase blutet fürchterlich - der Bauer denkt: Was kümmert's mich!

Also jetzt so ganz unter uns, Wilhelm: Was geht?! Da steht die Bauersfurie, tropft wild aus der Nase Blut und es kümmert's nicht?!
Zur Mühle geht der Bauersmann - und fängt sogleich zu sägen an.
Knacksknacks! Da bricht die Mühle schon - das war des bösen Müllers Lohn.

Bravo, so ist's Recht. Genau mitten ins schadensfrohe Herz des Lesers, Wilhelm. Wirklich gut getroffen, das. Nun könnt' die Geschichte ein Ende haben, wenn auch eigentlich Sinn-Frei, außer Rache. Aber nein, Wilhelm juckt's noch weiter:
Der böse Müller aber kroch - schnell aus dem offen Mühlenloch.
So jetzt ist aber Schluss! Das versteht doch kein armes Würstchen mehr hier. Da lacht gerade das Herz schadenfroh und schon lässt Wilhelm den Müller ausm Loch kriechen?! Erklär' das mal einem Kind, wieso.
Hab' ja Dank' keine ... - außer meine Ungeborene. fünf Kommentare
s Bildle vom La'dida

Kenn ich gar nicht. Wo ist das her?
Max und Moritz würde ich heute meinen Kindern auch nicht vorlesen. Damals war die Hemmschwelle etwas blutiger als heute.


um 30-08-’07 07:50 von La'dida| | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Aus «Neues Wilhelm Busch Album».

Nein, ich würde das meinen Kindern heute auch nicht vorlesen.



s Bildle vom rollinger

Kuhschwanz? Oder war es ein vertipper


um 03-09-’07 10:42 von rollinger| (E-Mail ) (URL) | reagiere hierzu

das ist eine Reaktion auf s Kommentar
s Bildle vom Ebola Der Bauer hängt sich an diesen …

uuuups. Jetzt seh’ ich’s auch. Muss das heute Abend nachlesen. Danke für den Hinweis!





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