am Montag 08. September 2008 um 23:13 schrieb ebola:

Lineares

Was uns - mich als Mensch und jeden der es ebenso ist - rettet, ist unsere Linearität. Die Gewissheit, Menschen auf eben diesem linearen Strahl den wir Lebenszeit nennen, zurück zu lassen. Manchmal krallt man sich fest, an dem einen oder anderen. Versucht Erinnerungen als real zu spiegeln, krampft sich Schmerz in die Seele - ohne zu begreifen, dass man nie festhalten kann, was nicht «mitfließen» ... will.
Wo sind sie, die ich so unendlich liebte? Wo, ohne deren Duft ich dachte nicht sein zu mögen. Manchmal - und immer wenn ich nicht darauf gefasst bin -, atme ich immer noch ihren Geruch ein und spüre ihren Klang auf meiner Haut. Mein Körper reagiert auf die Erinnerung, als ob es nie vergangen wär'. Und dass, obwohl ich ein Mensch bin - also linear und heute, nicht Gestern und dann.
Wenn ich zurückblicke auf meinem dortigen Vektor, fühle ich den einzigen Besitz den ich habe: Eben mein Leben, das War. Und immer werde ich irgendwann - bis zum Ende -, wohin ich nicht sehen kann, einen anderen Vektor hinter mir wissen. Dann, bereichert mit neuem Duft und neuer Stimme, die meinen Körper reagieren lässt - immer, wenn ich nicht darauf gefasst bin.

Ehre dem, der beim Zurückblicken neben sich blicken kann. Ihr seid die einzig Wahren, wir nur die Linearen. Und so solltet ihr euch umarmen, ohne euch festzuhalten - aber, fest zu halten. Ein Kommentar


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