am Montag 26. Januar 2009 um 21:42 schrieb ebola:

Geschäfts.fähig

Irgendwann kurz vor Sommer 2008 tauchte sie mit ihrem Hündchen in meinem Laden auf. Ich verstand nicht gleich, was sie wollte. Man muss schon angestrengt hinhören, denn sie nuschelt mehr als dass sie redet. Sie zahle einen Internetvertrag den sie nicht nutzen könne, das Telefon ginge nicht und ihre TV-Kanäle seien verstellt.
Die Wohnung bestätige meinen Eindruck, dass sie ein recht hilfloser Mensch ist. Näher möchte ich nicht darauf eingehen. Ich stellte ihren Fernseher ein und richte das Telefon , erklärte ihr was sie mit dem Internet-Vertrag machen solle und ging. Außerdem solle sie erst dann bei mir einen Vertrag abschließen, wenn der andere gekündigt sei.
Sie tauchte noch ein paar Mal bei mir im Laden auf, um mich auf dem Stand der Dinge zu halten.
Ein paar Monate später rief sie mich heulend an. Ich dachte sie hätte Prügel bezogen, denn sie schluchzte, als sei sie überfallen worden. Nach einer Weile begriff ich, dass man sie umgestellt hätte und sie nun den Bibelkanal nicht mehr habe. ... Ich konnte das Ganze bis zum Abend regeln, so dass sie ihre Kanäle wieder hatte.
Vor ein paar Wochen tauchte sie dann wieder auf und legte ein Telekom-Paket hin. Router, Splitter, Zugangsdaten. Call & Surf Paket. Da sie keinen Computer habe, sollte ich das einstellen. Hätte aber Zeit...
Heute bin ich dann zu ihr, schloss den Router an und zeigte ihr mit einem mitgebrachtem Laptop dass ihr Internet funktioniert. Danach schloss ich ihren neuen DVD Rekorder an, erklärte wie das Ganze zu bedienen ist. Nebenbei fragte ich sie wie das jetzt mit dem nicht vorhandenen PC sei, worauf sie mir eine Auftragsbestätigung eines PC Spezialisten hier am Ort zeigte. Etwas unter 800 Euro, völlig überspannt. Natürlich kann man vom ... Fachhandel nicht erwarten, dass ein Bedarf ermittelt und danach Angebote erstellt wird. Also erklärte ich ihr, dass sie das nicht brauche – wo sie ja eh nicht soviel übrig habe. ... Sie beschließt das Ding nicht zu kaufen, erzählt mir aber dass sie ja schon einen PC Tisch bestellt habe und zeigt mir ... eine Auftragsbestätigung dazu: 505,35 Euro – für einen PC Tisch. Zusammen sind das für einen Hartz IV Empfänger dann doch eine stolze Summe.
Wir reden. Sie verspricht das nächste Mal nicht einfach irgendwas zu bestellen sondern eingeholte Angebote Bekannten oder jemanden in ihrer Kirchengemeinde zu zeigen.

So und dann kommt das, was ich nun gar nicht vorhergesehen habe. Ich sage ihr, sie solle mir jetzt nur die Anfahrt bezahlen und gut ist – 20 Euro. Sie erklärt mir, dass sie ja noch zur Bank gehen wollte aber die hätten ja jetzt zu. Kein Problem sage ich, bringen sie es mir irgendwann in den Laden. Ja werde sie machen, aber sie hätte wirklich zur Bank gehen wollen weil sie ja nichts mehr da habe und zu Essen auch nichts.
Ich gab ihr 20 Euro damit sie Einkaufen gehen könne und sie versprach mir in den nächsten Tagen vorbei zu kommen.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, weil ich Single bin etc. Die Frau wiegt schätzungsweise etwas über 140 und ist nun gar nicht mein Typ. Manche Kollegen da draußen im Einzelhandel sehen in solchen Menschen wohl gefundenes Fressen für ihre Ladenhüter. Fragliches Volk... drei Kommentare




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