am Mittwoch 12. Mai 2004 um 12:06 schrieb Ebola:

Any God out there?

Heute wollen wir der Frage, was Information ist, auf den Grund gehen. Information umringt unsere Existenz in Worten, Erinnerungen, Schrift und sonstigen Formen etc. Die Schrift als Zeichensprache sind Zeichen, die sein Verfasser hinterlegt. Der Leser kann, wenn er dieser Zeichensprache mächtig ist, die Information des Verfassers auslesen. Also ist nicht die Schrift die Information, sondern der Gedanke des Verfassers ist es. Die Schrift selbst ist ein Nichts, wenn kein Gegenüber es als solches erkennt und das Verfasste wieder in Gedanken umwandelt. Die Voyager Disc Das Gleiche gilt natürlich auch für Software. Die nach einem Denkmuster ausgerichteten Elementarteilchen auf einem Datenträger, sind selbst nur ein physikalischer Prozess des Trägermaterials. Erst ein Betriebssystem, welches selbst wiederum ein Gedankenmuster eines Verfassers ist, ist in der Lage diese Ausrichtungen auszulesen und die darin verfasste Information wiederzugeben. Das Gleiche gilt für jede Art von Speicher, ob optisch oder sonstwie physikalisch.
Worte, Musik, körperliche Zeichen sind in sich selbst ein Nichts, wenn sie nicht erfasst, erkannt und wieder in den Gedanken des Verfassers umgewandelt werden. (Die meisten Babys sind in der Lange, nach kurzer Zeit und ohne Sprache gelernt zu haben, Gefühle eines Gegenübers zu deuten.) Informationen sind also Gedanken. Doch wie entstehen Gedanken? Es muss eine Art Betriebssystem des Verfassers geben, der sein physikalisches Umfeld und oder seine Gefühle in eine Sprache umwandelt, die wir Gedanken nennen. Sensoren selbst reichen demzufolge nicht aus um Informationen in Gedanken umzusetzen. Die elektromagnetischen Wellen, die als Licht durch das Auge unser Gehirn erreichen, bleiben unerkannt im Nichts, wenn wir den dadurch beschriebenen Gegenstand nicht als solches erkennen können. Also läuft in uns ein Betriebssystem, welches diese Wellen in Informationen umwandelt. Das beantwortet aber nicht die Frage woher Gedanken kommen. Wir wissen jetzt, dass in unserem Hirn ein Betriebssystem läuft, können aber nicht sagen, woher es kommt und vor allem was es verfasst hat. Von selbst kann es nicht entstanden sein. Denn Information sind die Gedanken eines Verfassers und ein Betriebssystem ist Information. Information kann sich nicht selbst erfassen, wenn kein Erfasser sie in Gedanken umwandelt − hierzu braucht er aber ein Betriebssystem ... ... wir drehen uns im Kreis.
Dieses Universum, die Physik in sich, musste also etwas oder jemanden bilden, der es erfassen konnte. Das Leben ist das Einzige auf dieser Seite der Existenz, die das Universum als solches erkennen kann. Jegliche Information der physikalischen Welt verschwände im Nichts, wenn es das Leben in dieser Welt nicht gebe, der diese Information erfassen, erkennen und ... in die Gedanken des Verfassers umwandeln könnte. Ich grüße den Verfasser.

Platon.
Dieser Junge beschrieb die Welt als Idee eines Verfassers. Jeder Gegenstand den wir wahrnehmen ist der Schatten einer Idee, der Urinformation, des Urgedanken. Der Mensch war gar nicht so ohne mit seinen Gedanken. neun Kommentare
s Bildle vom bernhard

hmmmm….. philosophie, endlich ein streitthema :-)

information ist nicht der gedanke des verfassers, sondern die interpretation des empfängers, basierend auf dessen erinnerung und prägung und einer handvoll anderer faktoren (iq, alkoholpegel im blut, etc). wenn ich dir sage, es gehe mir “gut” ist diese information (geschrieben oder gesagt) für dich immer das, was du dir darunter vorstellst. vielleicht bin ich ja mit dem was mir gerade passiert zufrieden und du selbst wärest damit unglücklich und, stecktest du in meiner haut, fühltest dich “schlecht” und nicht “gut” – wer weiss. ein andere interessanter aspekt: was ist ein geräusch? etwa eine luftschwingun, die auf unser trommelfell trifft? oder vielleicht das was unser gehirn aus einem elektrischen impuls macht, der wiederum durch eine luftschwingung hervorgerufen wird? ich persönlich tendiere zu zweiterem. wenn dem so ist dann denkt mal darüber nach: mitten in einem wald, fernab jeglicher zivilisation steht ein morscher baum. eines tages fällt der baum um und kein einziges lebewesen ist nah genug um den umstürzenden baum zu hören. fällt der baum geräuschlos um oder existiert die “information” geräusch wie sie von dem verfasser/verursacher baum ausgelöst wurde auch wenn niemand sie aufnimmt?


um 12-05-’04 15:12 von bernhard| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

hehe Gut. Information ist der Gedanke des Verfassers. Der Erfasser (nun haben wir das Wort schon erfunden, dann bleiben wir auch dabei) interpretiert ob seinem Betriebsystem und den als Erfahrung gespeicherten Daten (Geist), die übermittelte Information. Mathematische Information kann z. B. nicht interpretiert sondern nur erfasst werden. Eine Eins bleibt eine Eins. Gefühl, Geschmack oder Erinnerung kann vom Erfasser lediglich “nach gedacht” (interpretiert) werden. Dem steht aber die Grundinformation, der Gedanke des Verfassers, hinter. Dass Du Dich gut fühlst (was ich immer hoffe), ist der Gedanke den Du mir auf dem Weg der Sprache (nicht nur die der Worte) übermittelst. Information ist also immer der Gedanke des Verfassers. Informationsverarbeitung, seitens des Erfassers, obliegt den Kriterien die Du angeführt hast.

Zu Deiner Frage: Die Information von dem Baum der fällt, wird wenn kein Erfasser sein Fallen erfasst, im Nichts verschwinden. Genauso wie das Geräusch, dass ohne Erfasser nur bewegte Luftschwingungen ist (sind). Da aber der Baum selbst lebendig umringt von Leben ist, wird diese Information von diesem Leben erfasst und verarbeitet. Auch dann, wenn kein zivilisiertes Leben ihn umringt, wird der Baum nicht gerade alleine irgendwo im Raumzeit-Gefüge stehen. Nur das höhere Leben (das von Dir zivilisiert genannte), der Mensch, wird diese Information nicht verarbeiten können, weil sie ihn nicht erreicht. Die Natur erfasst, erkennt und verarbeitet das Fallen des Baumes. Vielleicht war es der Natur irgendwann zu wenig, diese Art von Informationsverarbeitung. Vielleicht ist der Mensch nur deshalb auf dieser Welt, um die Information (um auf dieser Stufe weiterzuspinnen) höher zu verarbeiten. Ein Tier wird nicht ein Gedicht über das Fallen eines Baumes schreiben. Der Mensch schon.



s Bildle vom gott

lieber himmel! habe selten einen größeren, aufgeblasenener bullshit über meine wochenarbeit(machte damals grade ein praktikum)gelesen.überlege wegen deinem geschreibsel echt nochmal projekt sintflut einzuleiten. wehe, ich entdecke dich da drauf!



s Bildle vom agent-O-range

hehehe…


um 12-05-’04 18:06 von agent-O-range| | reagiere hierzu

s Bildle vom bernhard

ich glaube daß es gar keine information gibt, daß der baum fällt. voraussetzung war, daß kein lebewesen, egal ob zivilisiert oder nicht, das geräusch erfaßt, das der stürzende baum verursacht. daraus ergibt sich die frage, existiert das geräusch, also die information, oder nicht? ich glaube die information existiert nicht, selbst wenn die luft schwingt, da die schwingende luft nicht verarbeitet und interpretiert wird.

und ja, ich fühle mich gut. grinse noch eine runde mehr um meinen kopf und werd das gerade auch nicht los…


um 12-05-’04 19:07 von bernhard| (URL) | reagiere hierzu

s Bildle vom Ebola

Na siehst Du. Da sind wir uns ja einig mit unseren Gedanken.

ps. Das mit dem Grinsen hat mich schon auf Deiner Seite interessiert. Erklär’ uns bei Zeiten was es damit auf sich hat ;)



s Bildle vom kelenwalle

KEINE MACHT DEN DROGEN


um 15-05-’04 18:12 von kelenwalle| (E-Mail ) | reagiere hierzu



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