am Freitag 28. Januar 2005 um 09:54 schrieb Ebola:

Forte

stompIn der Küche, wo der Wind geht, schlackern die Rollläden.
Sechzig Jahre sind vergangen, seit 1945 - denkt man.

Themawechsel.
Auszug Netzeitung: Der UN-Koordinator für Nothilfemaßnahmen, Jan Egeland, hat an die reicheren Staaten appelliert, den Menschen in Afrika ebenso großzügig helfen wie den von der Flut betroffenen Ländern in Asien. »Afrika ist der Kontinent der Herausforderungen, der Kontinent der Dramas und der vergessenen und vernachlässigten Krisen, denen sich eine gestärkte Welt stellen muss«, sagte Egeland am Donnerstag in New York. Die Welt sei «reich genug», sagte Egeland zu Journalisten. «Wir haben wenigstens 40 bis 50 Länder, die Kinder in Afrika impfen und ernähren könnten» ... Nach Beratungen mit dem Weltsicherheitsrat in New York erinnerte Egeland daran, dass in Afrika Jahr für Jahr Hunderttausende Menschen aus Mangel an Nahrung, sauberem Wasser und Medikamenten sterben.

Stimmt.
Die Welt ist reich genug. Schon immer. zwei Kommentare
s Bildle vom Lili

Fragt sich, ob es rein kulturell oder evolutionsbiologisch bedingt ist, dass Reiche nicht mit Armen teilen, sondern immer mehr danach trachten, ihren Reichtum zu vermehren. Wenn man jedoch den Begriff ‘kulturell’, sprich “sozial” oder “zivilisationsbedingt” anwendet, kommt man zu dem Ergebnis, dass Zivilisation eben soziales Verhalten impliziert, und dass es sich demnach um rein instinktives, biologisch bedingtes Verhalten handelt, fernab von zivilisatorischen oder moralischen Prinzipien. Und nicht dass es keine Gegenbeispiele gaebe, wo Reichtum sehr wohl geteilt und weitergegeben wuerde. In jeder hoeher dotierten und wohlgenaehrten GEsellschaft wird schon in Vorschulinstitutionen das TEilen gelehrt, REligionen wie der Islam halten zum bruederlichen Teilen des Wohlstandes an. Jede Umfrage wuerde ergeben, dass im Grunde jeder bereit ist, etwas abzugeben. Nur paradoxerweise dort wo globale Entscheidungen, globales TEilen und Verteilen vonnoeten ist, dort wo Entscheidungen von hoechstem politischem Rang und ebensolcher Wirkung zu taetigen sind, da schietert unsere Kultur und unser Sozialempfinden. Da herrschen wieder Instinkt und Territorialansprueche, die wir noch aus den Zeiten auf den Baeumen mit uns herumtragen. Und da verlassen wir uns dann doch wiederum auf unsere gewaehlten Vertreter, weil wir uns nicht um jeden Armen einzeln kuemmern koennen. Uns bleibt dann gerade noch die allzugern genommene Ausrede, dass wir ja nur deshalb nicht geben, damit die anderen endlich lernen, auf die Beine zu kommen. Ich komme mir dabei meist eher schaebig vor und tue doch nichts dagegen. Bei uns stehen taeglich mehrere Kinder bis tief in die Nacht vor dem Haus, nur mit duennen zerlumpten Kleidern bekleidet, und betteln jeden der vorbeigeht um Geld an. Brot oder sonstige Nahrungsmittel nehmen sie nur ungern, wenn schon eher Zigaretten, die sie dann demonstrativ cool vor den Augen Erwachsener rauchen. Was tun,bei diesen leuchetnden Kinderaugen, die man am liebsten einmal mit nach Hause nehmen in die Wanne stecken und mal richtig fuettern wollte? Die Poizei holen? Die Eltern bestrafen? Das kriegen doch wieder nur die armen Kinder in Form von Pruegel ab. Die Massenmedien fuehren Kampagnen gegen Diskriminierung, aber keiner bietet wirkliche Hilfe. Und noch dazu: mir taet es nicht leid, diesen Kindern etwas abzugeben. Aber wie erklaer ich es meinem eigenen Kind, dem die Bettelkinder ins Gesicht spucken und ihm gerade das Fahrrad gestohlen haben? Es ist noch ein langer Weg, und den koennen nur alle gemeinsam gewinnen.





(optionales Feld)
(optionales Feld)
Persönliche Informationen speichern?
Hinweis: Alle HTML-Tags außer <b> und <i> werden aus Deinem Kommentar entfernt. URLs oder Mailadressen werden automatisch umgewandelt.

Navigate


Credit


Statistic


menü


background-image

Elvis Presley 

wir lesen


stuff

Valid XHTML 1.0!  
Valid CSS!  
Blogverzeichnis  
Blogverzeichnis - Bloggerei.de  
XML-Feed (RSS 1.0)  
XML: Atom Feed